Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa
Sarga 32: Kārtavīrya-Rāvaṇa-Yuddham
Rāvaṇas Gefangennahme durch Kārtavīrya Arjuna an der Narmadā
narmadā puline yatra rākṣasendraḥ sa rāvaṇaḥ .
puṣpopahāraṃ kurute tasmāddeśādadūrataḥ ..1..
Nicht weit von jenem Ort entfernt, wo jener Rākṣasa-Fürst Rāvaṇa am Ufer der Narmadā seine Blumengabe darbrachte,
Wort für Wort narmadā puline yatra am Ufer der Narmadā, wo rākṣasendraḥ sa rāvaṇaḥ jener Rākṣasa-Fürst Rāvaṇa puṣpopahāraṃ kurute seine Blumengabe darbrachte tasmāt deśāt adūrataḥ nicht weit von jenem Ort arjuno jayatāṃ śreṣṭho māhiṣmatyāḥ patiḥ prabhuḥ .
krīḍite saha nārībhirnarmadātoyamāśritaḥ ..2..
vergnügte sich Arjuna, der Beste der Sieger, der Herr und Gebieter von Māhiṣmatī, mit seinen Frauen, an das Wasser der Narmadā sich haltend.
Wort für Wort arjunaḥ jayatāṃ śreṣṭhaḥ Arjuna, der Beste der Sieger māhiṣmatyāḥ patiḥ prabhuḥ der Herr und Gebieter von Māhiṣmatī krīḍite saha nārībhiḥ vergnügte sich mit seinen Frauen narmadātoyam āśritaḥ an das Wasser der Narmadā sich haltend tāsāṃ madhyagato rāja rarāja sa tato.arjunaḥ .
kareṇūnāṃ sahasrasya madhyastha iva kuñjaraḥ ..3..
Inmitten jener Frauen strahlte jener König Arjuna, wie ein Elefant inmitten von tausend Elefantenkühen.
Wort für Wort tāsāṃ madhyagataḥ rājā inmitten jener stehend, der König rarāja sa tataḥ arjunaḥ strahlte jener Arjuna kareṇūnāṃ sahasrasya von tausend Elefantenkühen madhyasthaḥ iva kuñjaraḥ wie ein Elefant inmitten jijñāsuḥ sa tu bāhūnāṃ sahasrasyottamaṃ balam .
rurodha narmadā vegaṃ bāhubhiḥ sa tadārjunaḥ ..4..
Begierig, die höchste Kraft seiner tausend Arme zu erproben, dämmte Arjuna damals mit seinen Armen den Strom der Narmadā ein.
Wort für Wort jijñāsuḥ sa tu bāhūnām begierig, zu erproben, seiner Arme sahasrasya uttamaṃ balam seiner tausend höchste Kraft rurodha narmadā vegam dämmte er den Strom der Narmadā ein bāhubhiḥ sa tadā arjunaḥ mit seinen Armen, jener Arjuna damals kārtavīryabhujāsetuṃ tajjalaṃ prāpya nirmalam .
kūlāpahāraṃ kurvāṇaṃ pratisrotaḥ pradhāvati ..5..
Jenes klare Wasser, das an den aus Kārtavīryas Armen gebildeten Damm stieß, seine Ufer wegreißend, strömte rückwärts zurück.
Wort für Wort kārtavīryabhujāsetum an den aus Kārtavīryas Armen gebildeten Damm tat jalaṃ prāpya nirmalam jenes klare Wasser gestoßen kūlāpahāraṃ kurvāṇam seine Ufer wegreißend pratisrotaḥ pradhāvati strömte es rückwärts samīnanakramakaraḥ sapuṣpakuśasaṃstaraḥ .
sa narmadāmbhaso vegaḥ prāvṛṭkāla ivābabhau ..6..
Jener Strom des Wassers der Narmadā, mit seinen Fischen, Krokodilen und Wasserschlangen, samt den Blumen- und Kuśagras-Streuungen, erschien wie in der Regenzeit.
Wort für Wort samīnanakramakaraḥ mit Fischen, Krokodilen und Wasserschlangen sapuṣpakuśasaṃstaraḥ samt den Blumen- und Kuśagras-Streuungen saḥ narmadāmbhasaḥ vegaḥ jener Strom des Wassers der Narmadā prāvṛṭkāle iva ābabhau erschien wie in der Regenzeit sa vegaḥ kārtavīryeṇa sampreṣiṭa ivāmbhasaḥ .
puṣpopahāraṃ tatsarvaṃ rāvaṇasya jahāra ha ..7..
Jener Strom, gleichsam von Kārtavīrya des Wassers entsandt, riss die gesamte Blumengabe Rāvaṇas fort.
Wort für Wort sa vegaḥ kārtavīryeṇa jener Strom, von Kārtavīrya sampreṣitaḥ iva ambhasaḥ gleichsam entsandt, des Wassers puṣpopahāraṃ tat sarvam jene gesamte Blumengabe rāvaṇasya jahāra ha riss er, die Rāvaṇas, fort rāvaṇo.ardhasamāptaṃ tu utsṛjya niyamaṃ tadā .
narmadāṃ paśyate kāntāṃ pratikūlāṃ yathā priyām ..8..
Rāvaṇa, sein halb vollendetes Gelübde unterbrechend, sah nun die Narmadā, seine Geliebte, ihm gleichsam widerspenstig geworden wie eine ungetreue Frau.
Wort für Wort rāvaṇaḥ ardhasamāptaṃ tu Rāvaṇa, sein halb vollendetes utsṛjya niyamaṃ tadā Gelübde da unterbrechend narmadāṃ paśyate kāntām sah er die Narmadā, die Geliebte pratikūlāṃ yathā priyām widerspenstig, wie eine (untreue) Geliebte paścimena tu taṃ dṛṣṭvā sāgarodgārasaṃnibham .
vardhantamambhaso vegaṃ pūrvāmāśāṃ praviśya tu ..9..
Als er nun von Westen her jenen anschwellenden Wasserstrom sah, der einer Meeresflut glich, ging er zur östlichen Richtung.
Wort für Wort paścimena tu taṃ dṛṣṭvā von Westen her ihn sehend sāgarodgārasaṃnibham einer Meeresflut gleichend vardhantam ambhasaḥ vegam den anschwellenden Wasserstrom pūrvām āśāṃ praviśya tu zur östlichen Richtung gehend tato.anudbhrāntaśakunāṃ svābhāvye parame sthitām .
nirvikārāṅganābhāsāṃ paśyate rāvaṇo nadīm ..10..
Dann erblickte Rāvaṇa den Fluss, dessen Vögel nicht mehr aufgeschreckt flogen, der in seinem gewöhnlichen, ruhigen Zustand war, dem Erscheinen einer unveränderten Frau gleich.
Wort für Wort tataḥ anudbhrāntaśakunām dann, dessen Vögel nicht mehr aufgeschreckt svābhāvye parame sthitām in seinem höchst gewöhnlichen Zustand befindlich nirvikārāṅganābhāsām dem Erscheinen einer unveränderten Frau gleich paśyate rāvaṇaḥ nadīm erblickte Rāvaṇa den Fluss savyetarakarāṅgulyā saśabdaṃ ca daśānanaḥ .
vegaprabhavamanveṣṭuṃ so.adiśacchukasāraṇau ..11..
Der Zehngesichtige gab mit den Fingern seiner rechten Hand ein Zeichen und einen Laut von sich und wies Śuka und Sāraṇa an, dem Ursprung jener Strömung nachzuforschen.
Wort für Wort savyetarakarāṅgulyā mit den Fingern der rechten Hand saśabdaṃ ca daśānanaḥ und mit einem Laut, der Zehngesichtige vegaprabhavam anveṣṭum dem Ursprung der Strömung nachzuforschen saḥ adiśat śukasāraṇau wies er Śuka und Sāraṇa an tau tu rāvaṇasandiṣṭau bhrātarau śukasāraṇau .
vyomāntaracarau vīrau prasthitau paścimonmukhau ..12..
Die beiden Brüder Śuka und Sāraṇa, von Rāvaṇa beauftragt, jene tapferen, durch die Lüfte reisenden Krieger, machten sich, nach Westen gewandt, auf den Weg.
Wort für Wort tau tu rāvaṇasandiṣṭau die beiden aber, von Rāvaṇa beauftragt bhrātarau śukasāraṇau die Brüder Śuka und Sāraṇa vyomāntaracarau vīrau die tapferen, durch die Lüfte reisenden prasthitau paścimonmukhau machten sich, nach Westen gewandt, auf den Weg ardhayojanamātraṃ tu gatvā tau tu niśācarau .
paśyetāṃ puruṣaṃ toye krīḍantaṃ saha yoṣitam ..13..
Nachdem die beiden Nachtwandler nur eine halbe Yojana zurückgelegt hatten, erblickten sie einen Mann, der im Wasser mit Frauen spielte.
Wort für Wort ardhayojanamātraṃ tu nur eine halbe Yojana gatvā tau tu niśācarau gegangen, die beiden Nachtwandler paśyetāṃ puruṣaṃ toye erblickten sie einen Mann im Wasser krīḍantaṃ saha yoṣitam spielend mit Frauen bṛhatsālapratīkaśaṃ toyavyākulamūrdhajam .
madaraktāntanayanaṃ madanākāravarcasaṃ ..14..
— einen Mann, gleich einem großen Sāla-Baum, dessen Haar im Wasser aufgewühlt war, dessen Augenwinkel vom Rausch gerötet waren, dessen Glanz einer Kāma-Gestalt glich.
Wort für Wort bṛhatsālapratīkaśam gleich einem großen Sāla-Baum toyavyākulamūrdhajam dessen Haar im Wasser aufgewühlt war madaraktāntanayanam dessen Augenwinkel vom Rausch gerötet waren madanākāravarcasam dessen Glanz einer Kāma-Gestalt glich nadīṃ bāhusahasreṇa rundhantamarimardanam .
giriṃ pādasahasreṇa rundhantamiva medinīm ..15..
— den Bezwinger seiner Feinde, der mit seinen tausend Armen den Fluss aufstaute, wie ein Berg, der mit tausend Füßen die Erde umschließen würde.
Wort für Wort nadīṃ bāhusahasreṇa den Fluss mit tausend Armen rundhantam arimardanam aufstauend, den Bezwinger der Feinde giriṃ pādasahasreṇa ein Berg mit tausend Füßen rundhantam iva medinīm wie er die Erde umschließen würde bālānāṃ varanārīṇāṃ sahasreṇābhisaṃvṛtam .
samadānāṃ kareṇūnāṃ sahasreṇeva kuñjaram ..16..
— umgeben von tausend jungen, vortrefflichen Frauen, wie ein Elefant von tausend brünstigen Elefantenkühen.
Wort für Wort bālānāṃ varanārīṇām von jungen, vortrefflichen Frauen sahasreṇa abhisaṃvṛtam von tausend umgeben samadānāṃ kareṇūnām von brünstigen Elefantenkühen sahasreṇa iva kuñjaram wie ein Elefant von tausend tamadbhutatamaṃ dṛṣṭvā rākṣasau śukasāraṇau .
saṃnivṛttāvupāgamya rāvaṇaṃ tamathocatuḥ ..17..
Als die beiden Rākṣasas Śuka und Sāraṇa diesen höchst erstaunlichen Mann gesehen hatten, kehrten sie um, kamen zu Rāvaṇa und sprachen zu ihm folgendes:
Wort für Wort tam adbhutatamaṃ dṛṣṭvā diesen höchst erstaunlichen sehend rākṣasau śukasāraṇau die beiden Rākṣasas Śuka und Sāraṇa saṃnivṛttau upāgamya umkehrend, herankommend rāvaṇaṃ tam atha ūcatuḥ sprachen sie da zu Rāvaṇa bṛhatsālapratīkāśaḥ ko.apyasau rākṣaseśvara .
narmadāṃ rodhavadruddhvā krīḍāpayati yoṣitaḥ ..18..
'O Herr der Rākṣasas, ein gewisser Mann, gleich einem großen Sāla-Baum, hat die Narmadā gleich einem Damm aufgestaut und lässt dort Frauen spielen.'
Wort für Wort bṛhatsālapratīkāśaḥ gleich einem großen Sāla-Baum kaḥ api asau rākṣaseśvara ein gewisser, o Herr der Rākṣasas narmadāṃ rodhavat ruddhvā die Narmadā wie mit einem Damm aufstauend krīḍāpayati yoṣitaḥ lässt er Frauen spielen tena bāhusahasreṇa saṃniruddhajalā nadī .
sāgarodgārasaṅkāśānudgārānsṛjate muhuḥ ..19..
'Durch seine tausend Arme aufgestaut, erzeugt der Fluss immer wieder Fluten, die den Wogen des Meeres gleichen.'
Wort für Wort tena bāhusahasreṇa durch seine tausend Arme saṃniruddhajalā nadī aufgestaut, der Fluss sāgarodgārasaṅkāśān den Wogen des Meeres gleichende udgārān sṛjate muhuḥ Fluten erzeugt er immer wieder ityevaṃ bhāṣamāṇau tau niśamya śukasāraṇau .
rāvaṇo.arjuna ityuktvā uttasthau yuddhalālasaḥ ..20..
Als er die so sprechenden Śuka und Sāraṇa gehört hatte, sprach Rāvaṇa: 'Arjuna!', und erhob sich, nach Kampf verlangend.
Wort für Wort iti evaṃ bhāṣamāṇau tau die so sprechenden beiden niśamya śukasāraṇau hörend, Śuka und Sāraṇa rāvaṇaḥ arjuna iti uktvā Rāvaṇa, 'Arjuna!' sagend uttasthau yuddhalālasaḥ erhob sich, nach Kampf verlangend arjunābhimukhe tasminprasthite rākṣaseśvare .
sakṛdeva kṛto rāvaḥ saraktaḥ preṣito ghanaiḥ ..21..
Als sich der Herr der Rākṣasas nun zu Arjuna hin aufmachte, wurde in ebendiesem Augenblick ein einziger, blutfarbener Schrei von den Wolken ausgesandt.
Wort für Wort arjunābhimukhe tasmin als jener, Arjuna zugewandt prasthite rākṣaseśvare sich aufmachte, der Herr der Rākṣasas sakṛt eva kṛtaḥ rāvaḥ wurde ein einziger Schrei erzeugt saraktaḥ preṣitaḥ ghanaiḥ blutfarben, von den Wolken ausgesandt mahodaramahāpārśvadhūmrākṣaśukasāraṇaiḥ .
saṃvṛto rākṣasendrastu tatrāgādyatra so.arjunaḥ ..22..
Der Herr der Rākṣasas aber, umgeben von Mahodara, Mahāpārśva, Dhūmrākṣa, Śuka und Sāraṇa, gelangte dorthin, wo jener Arjuna war.
Wort für Wort mahodaramahāpārśvadhūmrākṣaśukasāraṇaiḥ von Mahodara, Mahāpārśva, Dhūmrākṣa, Śuka und Sāraṇa saṃvṛtaḥ rākṣasendraḥ tu umgeben, der Herr der Rākṣasas aber tatra agāt yatra saḥ arjunaḥ gelangte dorthin, wo jener Arjuna war nātidīrgheṇa kālena sa tato rākṣaso balī .
taṃ narmadā hradaṃ bhīmamājagāmāñjanaprabhaḥ ..23..
In nicht allzu langer Zeit gelangte der mächtige Rākṣasa, glänzend wie schwarze Augensalbe, zu jenem furchtbaren Becken der Narmadā.
Wort für Wort na atidīrgheṇa kālena in nicht allzu langer Zeit saḥ tataḥ rākṣasaḥ balī jener mächtige Rākṣasa dann taṃ narmadā hradaṃ bhīmam zu jenem furchtbaren Becken der Narmadā ājagāma añjanaprabhaḥ gelangte er, glänzend wie Augensalbe sa tatra strīparivṛtaṃ vāśitābhiriva dvipam .
narendraṃ paśyate rājā rākṣasānāṃ tadārjunam ..24..
Dort erblickte der König der Rākṣasas jenen Arjuna, den Fürsten, umgeben von Frauen, wie einen Elefanten von brünstigen Elefantenkühen.
Wort für Wort sa tatra strīparivṛtam er dort, von Frauen umgeben vāśitābhiḥ iva dvipam wie ein Elefant von brünstigen Kühen narendraṃ paśyate rājā erblickte der König den Fürsten rākṣasānāṃ tadā arjunam der Rākṣasas, jenen Arjuna sa roṣādraktanayano rākṣasendro baloddhataḥ .
ityevamarjunāmātyānāha gambhīrayā girā ..25..
Er, der Herr der Rākṣasas, von Zorn glutäugig geworden, von Kraft überheblich, sprach so mit tiefer Stimme zu Arjunas Ministern:
Wort für Wort sa roṣāt raktanayanaḥ er, vor Zorn rotäugig rākṣasendraḥ baloddhataḥ der Herr der Rākṣasas, von Kraft überheblich iti evam arjunāmātyān āha sprach so zu Arjunas Ministern gambhīrayā girā mit tiefer Stimme amātyāḥ kṣipramākhyāta haihayasya nṛpasya vai .
yuddhārthaṃ samanuprāpto rāvaṇo nāma nāmataḥ ..26..
'Ihr Minister, meldet dem König der Haihayas rasch: Rāvaṇa mit Namen ist zum Kampfe hier eingetroffen.'
Wort für Wort amātyāḥ kṣipram ākhyāta ihr Minister, meldet rasch haihayasya nṛpasya vai dem König der Haihayas fürwahr yuddhārthaṃ samanuprāptaḥ zum Kampfe eingetroffen rāvaṇaḥ nāma nāmataḥ Rāvaṇa mit Namen rāvaṇasya vacaḥ śrutvā mantriṇo.athārjunasya te .
uttasthuḥ sāyudhāstaṃ ca rāvaṇaṃ vākyamabruvan ..27..
Als sie die Worte Rāvaṇas gehört hatten, erhoben sich jene Räte Arjunas, mit Waffen versehen, und sprachen zu Rāvaṇa folgende Worte:
Wort für Wort rāvaṇasya vacaḥ śrutvā die Worte Rāvaṇas gehört habend mantriṇaḥ atha arjunasya te jene Räte Arjunas uttasthuḥ sāyudhāḥ erhoben sich, mit Waffen versehen taṃ ca rāvaṇaṃ vākyam abruvan und sprachen zu Rāvaṇa folgendes Wort yuddhasya kālo vijñātaḥ sādhu bhoḥ sādhu rāvaṇa .
yaḥ kṣībaṃ strīvṛtaṃ caiva yoddhumicchāmi no nṛpam ..28..
'Der rechte Zeitpunkt für den Kampf ist wohl erkannt worden — trefflich, o Rāvaṇa, trefflich, dass du einen berauschten, von Frauen umgebenen — unseren König — bekämpfen möchtest!'
Wort für Wort yuddhasya kālaḥ vijñātaḥ der Zeitpunkt für den Kampf ist erkannt sādhu bhoḥ sādhu rāvaṇa trefflich, o Rāvaṇa, trefflich yaḥ kṣībaṃ strīvṛtaṃ ca eva der du den berauschten, von Frauen umgebenen yoddhum icchāmi naḥ nṛpam bekämpfen willst, unseren König vāśitāmadhyagaṃ mattaṃ śārdūla iva kuñjaram .
kṣamasvādya daśagrīva uṣyatāṃ rajanī tvayā ..29..
— ihn, der inmitten seiner Frauen berauscht ist, wie ein Tiger einen Elefanten angreift. Habe heute Geduld, Zehnhalsiger, verbringe diese Nacht in Ruhe.
Wort für Wort vāśitāmadhyagaṃ mattam den inmitten seiner Frauen Berauschten śārdūlaḥ iva kuñjaram wie ein Tiger einen Elefanten kṣamasva adya daśagrīva habe heute Geduld, Zehnhalsiger uṣyatāṃ rajanī tvayā verbringe die Nacht yadi vāpi tvarā tubhyaṃ yuddhatṛṣṇāsamāvṛtā .
nihatyāsmāṃstato yuddhamarjunenopayāsyasi ..30..
'Wenn du es aber eilig hast, von Kampfbegierde erfüllt, dann magst du, nachdem du uns zuvor getötet hast, zum Kampf mit Arjuna schreiten.'
Wort für Wort yadi vā api tvarā tubhyam wenn du aber eilig bist yuddhatṛṣṇāsamāvṛtā von Kampfbegierde erfüllt nihatya asmān tataḥ nachdem du uns getötet hast, dann yuddham arjunena upayāsyasi magst du zum Kampf mit Arjuna schreiten tataste rāvaṇāmātyairamātyāḥ pārthivasya tu .
sūditāścāpi te yuddhe bhakṣitāśca bubhukṣitaiḥ ..31..
Da wurden jene Minister des Königs von Rāvaṇas Ministern im Kampf niedergestreckt und von den Hungrigen sogar verzehrt.
Wort für Wort tataḥ te rāvaṇāmātyaiḥ da jene, von Rāvaṇas Ministern amātyāḥ pārthivasya tu die Minister des Königs aber sūditāḥ ca api te yuddhe wurden im Kampf niedergestreckt bhakṣitāḥ ca bubhukṣitaiḥ und von den Hungrigen verzehrt tato halahalāśabdo narmadā tira ābabhau .
arjunasyānuyātrāṇāṃ rāvaṇasya ca mantriṇām ..32..
Dann erhob sich am Ufer der Narmadā ein tosender Lärm von Arjunas Gefolgsleuten und Rāvaṇas Ministern.
Wort für Wort tataḥ halahalāśabdaḥ dann ein tosender Lärm narmadā tire ābabhau erhob sich am Ufer der Narmadā arjunasya anuyātrāṇām von Arjunas Gefolgsleuten rāvaṇasya ca mantriṇām und Rāvaṇas Ministern iṣubhistomaraiḥ śūlairvajrakalpaiḥ sakarṣaṇaiḥ .
sarāvaṇānardayantaḥ samantātsamabhidrutāḥ ..33..
Mit Pfeilen, Speeren und Lanzen, blitzgleich und mit Widerhaken, brüllend gegen Rāvaṇa, stürmten sie von allen Seiten heran.
Wort für Wort iṣubhiḥ tomaraiḥ śūlaiḥ mit Pfeilen, Speeren, Lanzen vajrakalpaiḥ sakarṣaṇaiḥ blitzgleich, mit Widerhaken sarāvaṇān ardayantaḥ gegen Rāvaṇa brüllend samantāt samabhidrutāḥ von allen Seiten heranstürmend haihayādhipayodhānāṃ vega āsītsudāruṇaḥ .
sanakramīnamakarasamudrasyeva nisvanaḥ ..34..
Der Ansturm der Krieger des Herrn der Haihayas war überaus furchtbar, gleich dem Tosen eines Meeres voller Krokodile, Fische und Ungeheuer.
Wort für Wort haihayādhipayodhānām der Krieger des Herrn der Haihayas vegaḥ āsīt sudāruṇaḥ der Ansturm war überaus furchtbar sanakramīnamakarasamudrasya iva wie eines Meeres mit Krokodilen, Fischen, Ungeheuern nisvanaḥ das Tosen rāvaṇasya tu te.amātyāḥ prahastaśukasāraṇāḥ .
kārtavīryabalaṃ kruddhā nirdahantyagnitejasaḥ ..35..
Rāvaṇas Minister aber, Prahasta, Śuka und Sāraṇa, verbrannten, von Zorn erfüllt, mit ihrem Feuerglanz das Heer Kārtavīryas.
Wort für Wort rāvaṇasya tu te amātyāḥ Rāvaṇas Minister aber, jene prahastaśukasāraṇāḥ Prahasta, Śuka und Sāraṇa kārtavīryabalaṃ kruddhāḥ das Heer Kārtavīryas, zornig nirdahanti agnitejasaḥ verbrennen mit ihrem Feuerglanz arjunāya tu tatkarma rāvaṇasya samantriṇaḥ .
krīḍamānāya kathitaṃ puruṣairdvārarakṣibhiḥ ..36..
Dem Arjuna aber, der noch beim Spielen war, wurde diese Tat Rāvaṇas mitsamt seinen Ministern von den Torwächtern gemeldet.
Wort für Wort arjunāya tu tat karma dem Arjuna aber diese Tat rāvaṇasya samantriṇaḥ Rāvaṇas mitsamt seinen Ministern krīḍamānāya kathitam dem Spielenden gemeldet puruṣaiḥ dvārarakṣibhiḥ von den Torwächtern-Männern uktvā na bhetavyamiti strījanaṃ sa tato.arjunaḥ .
uttatāra jalāttasmādgaṅgātoyādivāñjanaḥ ..37..
Nachdem er zu seinen Frauen gesagt hatte: 'Ihr braucht euch nicht zu fürchten!', stieg Arjuna aus jenem Wasser heraus, wie ein Elefant aus dem Wasser der Gaṅgā.
Wort für Wort uktvā na bhetavyam iti gesagt habend: 'ihr müsst euch nicht fürchten' strījanaṃ sa tataḥ arjunaḥ zu den Frauen, jener Arjuna dann uttatāra jalāt tasmāt stieg aus jenem Wasser heraus gaṅgātoyāt iva añjanaḥ wie ein Elefant aus dem Wasser der Gaṅgā krodhadūṣitanetrastu sa tato.arjuna pāvakaḥ .
prajajvāla mahāghoro yugānta iva pāvakaḥ ..38..
Da entbrannte Arjuna, seine Augen von Zorn getrübt, wie das gewaltige, furchtbare Feuer am Ende eines Weltzeitalters.
Wort für Wort krodhadūṣitanetraḥ tu seine Augen von Zorn getrübt aber sa tataḥ arjunaḥ er, Arjuna dann prajajvāla mahāghoraḥ entbrannte, gewaltig furchtbar yugānte iva pāvakaḥ wie das Feuer am Ende eines Weltzeitalters sa tūrṇataramādāya varahemāṅgado gadām .
abhidravati rakṣāṃsi tamāṃsīva divākaraḥ ..39..
Rasch seine Keule ergreifend, mit trefflichen goldenen Armreifen geschmückt, stürmte er auf die Rākṣasas los, wie die Sonne auf die Finsternis.
Wort für Wort sa tūrṇataram ādāya gadām er, rasch die Keule ergreifend varahemāṅgadaḥ mit trefflichen goldenen Armreifen geschmückt abhidravati rakṣāṃsi stürmte er auf die Rākṣasas los tamāṃsi iva divākaraḥ wie die Sonne auf die Finsternis bāhuvikṣepakaraṇāṃ samudyamya mahāgadām .
gāruṇaṃ vegamāsthāya āpapātaiva so.arjunaḥ ..40..
Seine gewaltige, im Armschwung geführte Keule erhebend, stürzte sich Arjuna, die Geschwindigkeit des Garuḍa annehmend, sogleich auf sie.
Wort für Wort bāhuvikṣepakaraṇāṃ mahāgadām die im Armschwung geführte gewaltige Keule samudyamya erhebend gāruṇaṃ vegam āsthāya die Geschwindigkeit des Garuḍa annehmend āpapāta eva saḥ arjunaḥ stürzte er, Arjuna, sogleich (auf sie) tasya margaṃ samāvṛtya vindhyo.arkasyeva parvataḥ .
sthito vindhya ivākampyaḥ prahasto musalāyudhaḥ ..41..
Ihm den Weg versperrend, stand Prahasta, mit seiner Keulenwaffe bewaffnet, unerschütterlich wie der Vindhya, der der Sonne den Weg versperrt.
Wort für Wort tasya margaṃ samāvṛtya ihm den Weg versperrend vindhyaḥ arkasya iva parvataḥ wie der Berg Vindhya der Sonne sthitaḥ vindhyaḥ iva akampyaḥ stand unerschütterlich wie der Vindhya prahastaḥ musalāyudhaḥ Prahasta, mit der Keulenwaffe bewaffnet tato.asya musalaṃ ghoraṃ lohabaddhaṃ madoddhataḥ .
prahastaḥ preṣayankruddho rarāsa ca yathāmbudaḥ ..42..
Da schleuderte Prahasta, von Rausch übermütig und zornentbrannt, seine furchtbare, eisenbeschlagene Keule und brüllte dabei wie eine Gewitterwolke.
Wort für Wort tataḥ asya musalaṃ ghoram da seine furchtbare Keule lohabaddhaṃ madoddhataḥ eisenbeschlagen, von Rausch übermütig prahastaḥ preṣayan kruddhaḥ Prahasta, zornig, schleudernd rarāsa ca yathā ambudaḥ und brüllte wie eine Wolke tasyāgre musalasyāgniraśokāpīḍasaṃnibhaḥ .
prahastakaramuktasya babhūva pradahanniva ..43..
An der Spitze jener von Prahastas Hand geschleuderten Keule loderte ein Feuer, gleich einem Aśoka-Blütenkranz, das gleichsam alles verbrannte.
Wort für Wort tasya agre musalasya an der Spitze jener Keule agniḥ aśokāpīḍasaṃnibhaḥ ein Feuer, einem Aśoka-Blütenkranz gleich prahastakaramuktasya der von Prahastas Hand geschleuderten babhūva pradahan iva loderte, gleichsam verbrennend ādhāvamānaṃ musalaṃ kārtavīryastadārjunaḥ .
nipuṇaṃ vañcayāmāsa sagado gajavikramaḥ ..44..
Der auf ihn zufliegenden Keule wich Kārtavīrya Arjuna, seine eigene Keule tragend, mit Elefantenschritt, geschickt aus.
Wort für Wort ādhāvamānaṃ musalam der heranfliegenden Keule kārtavīryaḥ tadā arjunaḥ Kārtavīrya Arjuna damals nipuṇaṃ vañcayāmāsa wich geschickt aus sagadaḥ gajavikramaḥ seine Keule tragend, mit Elefantenschritt tatastamabhidudrāva prahastaṃ haihayādhipaḥ .
bhrāmayāṇo gadāṃ gurvīṃ pañcabāhuśatocchrayām ..45..
Dann stürmte der Herr der Haihayas auf Prahasta los, seine schwere Keule schwingend, die fünfhundert Arm-Längen hoch war.
Wort für Wort tataḥ tam abhidudrāva dann stürmte auf ihn los prahastaṃ haihayādhipaḥ auf Prahasta, der Herr der Haihayas bhrāmayāṇaḥ gadāṃ gurvīm seine schwere Keule schwingend pañcabāhuśatocchrayām die fünfhundert Arm-Längen hoch war tenāhato.ativegena prahasto gadayā tadā .
nipapāta sthitaḥ śailo vajrivajrahato yathā ..46..
Von ihm mit gewaltiger Wucht mit der Keule getroffen, stürzte Prahasta zu Boden, wie ein Berg, der vom Blitz Indras getroffen wurde.
Wort für Wort tena āhataḥ ativegena von ihm mit gewaltiger Wucht getroffen prahastaḥ gadayā tadā Prahasta, mit der Keule, da nipapāta sthitaḥ śailaḥ stürzte, wie ein stehender Berg vajrivajrahataḥ yathā wie vom Blitz Indras getroffen prahastaṃ patitaṃ dṛṣṭvā mārīcaśukasāraṇāḥ .
samahodaradhūmrākṣā apasṛptā raṇājirāt ..47..
Als sie Prahasta gefallen sahen, zogen sich Mārīca, Śuka, Sāraṇa, Mahodara und Dhūmrākṣa vom Schlachtfeld zurück.
Wort für Wort prahastaṃ patitaṃ dṛṣṭvā Prahasta gefallen sehend mārīcaśukasāraṇāḥ Mārīca, Śuka, Sāraṇa samahodaradhūmrākṣāḥ samt Mahodara und Dhūmrākṣa apasṛptā raṇājirāt zogen sich vom Schlachtfeld zurück apakrānteṣvamātyeṣu prahaste ca nipātite .
rāvaṇo.abhyadravattūrṇamarjunaṃ nṛpasattamam ..48..
Als seine Minister sich zurückgezogen hatten und Prahasta gefallen war, stürmte Rāvaṇa rasch auf Arjuna, den Besten der Könige, los.
Wort für Wort apakrānteṣu amātyeṣu als die Minister sich zurückgezogen hatten prahaste ca nipātite und Prahasta gefallen war rāvaṇaḥ abhyadravat tūrṇam stürmte Rāvaṇa rasch los arjunaṃ nṛpasattamam auf Arjuna, den Besten der Könige sahasrabāhostadyuddhaṃ viṃśadbāhośca dāruṇam .
nṛparākṣasayostatra ārabdhaṃ lomaharṣaṇam ..49..
Da begann zwischen dem Tausendarmigen und dem Zwanzigarmigen der furchtbare Kampf, der König und Rākṣasa, ein Kampf, der die Haare zu Berge stehen ließ.
Wort für Wort sahasrabāhoḥ tat yuddham der Kampf des Tausendarmigen viṃśadbāhoḥ ca dāruṇam und des Zwanzigarmigen, der furchtbare nṛparākṣasayoḥ tatra zwischen König und Rākṣasa dort ārabdhaṃ lomaharṣaṇam begann, haarsträubend sāgarāviva saṅkṣubdhau calamūlāvivācalau .
tejoyuktāvivādityau pradahantāvivānalau ..50..
Sie glichen zwei aufgewühlten Ozeanen, zwei Bergen mit wankenden Wurzeln, zwei glanzerfüllten Sonnen, zwei alles verbrennenden Feuern.
Wort für Wort sāgarau iva saṅkṣubdhau wie zwei aufgewühlte Ozeane calamūlau iva acalau wie zwei Berge mit wankenden Wurzeln tejoyuktau iva ādityau wie zwei glanzerfüllte Sonnen pradahantau iva analau wie zwei alles verbrennende Feuer baloddhatau yathā nāgau vāśitārthe yathā vṛṣau .
meghāviva vinardantau siṃhāviva balotkaṭau ..51..
Sie glichen zwei kraftstrotzenden Elefanten, zwei Stieren, die um eine Kuh kämpfen, zwei donnernden Wolken, zwei gewaltigen Löwen.
Wort für Wort baloddhatau yathā nāgau wie zwei kraftstrotzende Elefanten vāśitārthe yathā vṛṣau wie zwei Stiere um eine Kuh meghau iva vinardantau wie zwei donnernde Wolken siṃhau iva balotkaṭau wie zwei gewaltige Löwen rudrakālāviva kruddhau tau tathā rākasārjunau .
parasparaṃ gadābhyāṃ tau tāḍayāmāsaturbhṛśam ..52..
So glichen jener Rākṣasa und Arjuna zwei zürnenden Rudras oder Kālas; sie schlugen einander heftig mit ihren Keulen.
Wort für Wort rudrakālau iva kruddhau wie zwei zürnende Rudras oder Kālas tau tathā rākṣasārjunau so jene, Rākṣasa und Arjuna parasparaṃ gadābhyāṃ einander mit den Keulen tau tāḍayāmāsatuḥ bhṛśam schlugen die beiden heftig vajraprahārānacalā yathā ghorānviṣehire .
gadāprahārāṃstadvattau sahete nararākṣasau ..53..
Wie Berge die furchtbaren Blitzschläge ertragen, so ertrugen jener Mensch und jener Rākṣasa die Keulenschläge.
Wort für Wort vajraprahārān acalāḥ die Blitzschläge, die Berge yathā ghorān viṣehire wie sie die furchtbaren ertrugen gadāprahārān tadvat tau die Keulenschläge ebenso die beiden sahete nararākṣasau ertragen Mensch und Rākṣasa yathāśaniravebhyastu jāyate vai pratiśrutiḥ .
tathā tābhyāṃ gadāpātairdiśaḥ sarvāḥ pratiśrutāḥ ..54..
Wie von Blitzschlägen ein Widerhall entsteht, so hallten durch ihre Keulenschläge alle Himmelsrichtungen wider.
Wort für Wort yathā aśaniravebhyaḥ tu wie von den Donnerschlägen jāyate vai pratiśrutiḥ entsteht fürwahr ein Widerhall tathā tābhyāṃ gadāpātaiḥ so durch ihrer beider Keulenschläge diśaḥ sarvāḥ pratiśrutāḥ hallten alle Himmelsrichtungen wider arjunasya gadā sā tu pātyamānāhitorasi .
kāñcanābhaṃ nabhaścakre vidyutsaudāmanī yathā ..55..
Arjunas Keule, auf die Brust des Gegners niedergeschlagen, ließ den Himmel golden erglänzen, wie der Blitzstrahl Saudāmanī.
Wort für Wort arjunasya gadā sā tu Arjunas Keule aber jene pātyamānā ahitaḥ urasi niedergeschlagen auf die Brust des Feindes kāñcanābhaṃ nabhaḥ cakre machte den Himmel golden vidyutsaudāmanī yathā wie der Blitzstrahl Saudāmanī tathaiva rāvaṇenāpi pātyamānā muhurmuhuḥ .
arjunorasi nirbhāti gadokleva mahāgirau ..56..
Ebenso erglänzte auch die von Rāvaṇa immer wieder auf Arjunas Brust niedergeschlagene Keule wie eine Fackel auf einem großen Berg.
Wort für Wort tathā eva rāvaṇena api ebenso auch von Rāvaṇa pātyamānā muhuḥ muhuḥ immer wieder niedergeschlagen arjunaḥ urasi nirbhāti erglänzt sie auf Arjunas Brust gadā ulkā iva mahāgirau die Keule wie eine Fackel auf einem großen Berg nārjunaḥ khedamāpnoti na rākṣasagaṇeśvaraḥ .
samamāsīttayoryuddhaṃ yathā pūrvaṃ balīndrayoḥ ..57..
Weder Arjuna noch der Herr der Rākṣasa-Scharen ermüdeten; gleich stand ihr Kampf, wie einst der zwischen Bali und Indra.
Wort für Wort na arjunaḥ khedam āpnoti nicht Arjuna wird müde na rākṣasagaṇeśvaraḥ noch der Herr der Rākṣasa-Scharen samam āsīt tayoḥ yuddham gleich stand ihr Kampf yathā pūrvaṃ balīndrayoḥ wie einst zwischen Bali und Indra śṛṅgairmaharṣabhau yadvaddantāgrairiva kuñjarau .
parasparaṃ vinighnantau nararākṣasasattamau ..58..
Gleich zwei großen Stieren, die einander mit den Hörnern, oder zwei Elefanten, die einander mit den Stoßzahnspitzen bekämpfen, schlugen jener Mensch und jener Rākṣasa, die Besten ihrer Art, aufeinander ein.
Wort für Wort śṛṅgaiḥ maharṣabhau yadvat wie zwei große Stiere mit den Hörnern dantāgraiḥ iva kuñjarau wie zwei Elefanten mit den Stoßzahnspitzen parasparaṃ vinighnantau einander schlagend nararākṣasasattamau der beste Mensch und der beste Rākṣasa tato.arjunena kruddhena sarvaprāṇena sā gadā .
stanayorantare muktā rāvaṇasya mahāhave ..59..
Da wurde von dem zornigen Arjuna mit aller Kraft jene Keule zwischen die Brüste Rāvaṇas geschleudert, in jener gewaltigen Schlacht.
Wort für Wort tataḥ arjunena kruddhena dann vom zornigen Arjuna sarvaprāṇena sā gadā mit aller Kraft jene Keule stanayoḥ antare muktā zwischen die Brüste geschleudert rāvaṇasya mahāhave Rāvaṇas, in jener gewaltigen Schlacht varadānakṛtatrāṇe sā gadā rāvaṇorasi .
durbaleva yathā senā dvidhābhūtāpatatkṣitau ..60..
Jene Keule zerbarst auf Rāvaṇas durch die verliehene Gabe geschütztem Leib in zwei Teile und fiel zu Boden, wie ein geschwächtes Heer.
Wort für Wort varadānakṛtatrāṇe auf dem durch die verliehene Gabe geschützten sā gadā rāvaṇaḥ urasi jene Keule auf Rāvaṇas Brust durbalā iva yathā senā wie ein geschwächtes Heer dvidhābhūtā apatat kṣitau in zwei Teile geworden, fiel zu Boden sa tvarjunapramuktena gadāpātena rāvaṇaḥ .
apāsarpaddhanurmātraṃ niṣasāda ca niḥstanan ..61..
Rāvaṇa aber wich, durch den von Arjuna geschleuderten Keulenschlag, um die Länge eines Bogens zurück und sank stöhnend nieder.
Wort für Wort sa tu arjunapramuktena er aber, durch den von Arjuna geschleuderten gadāpātena rāvaṇaḥ Keulenschlag, Rāvaṇa apāsarpat dhanurmātram wich um Bogenlänge zurück niṣasāda ca niḥstanan und sank stöhnend nieder sa vihvalaṃ tadālakṣya daśagrīvaṃ tato.arjunaḥ .
sahasā pratijagrāha garutmāniva pannagam ..62..
Als Arjuna den benommenen Zehnhalsigen so bemerkte, ergriff er ihn sogleich, wie Garuḍa eine Schlange ergreift.
Wort für Wort sa vihvalaṃ tadā lakṣya ihn benommen bemerkend daśagrīvaṃ tataḥ arjunaḥ den Zehnhalsigen, Arjuna dann sahasā pratijagrāha ergriff er sogleich garutmān iva pannagam wie Garuḍa eine Schlange sa taṃ bāhusahasreṇa balādgṛhya daśānanam .
babandha balavānrājā baliṃ nārāyaṇo yathā ..63..
Er, der mächtige König, packte den Zehngesichtigen mit seinen tausend Armen gewaltsam und band ihn, wie Nārāyaṇa einst Bali band.
Wort für Wort sa taṃ bāhusahasreṇa er, ihn mit tausend Armen balāt gṛhya daśānanam gewaltsam packend, den Zehngesichtigen babandha balavān rājā band der mächtige König baliṃ nārāyaṇaḥ yathā wie Nārāyaṇa einst Bali badhyamāne daśagrīve siddhacāraṇadevatāḥ .
sādhvīti vādinaḥ puṣpaiḥ kirantyarjunamūrdhani ..64..
Als der Zehnhalsige gebunden wurde, riefen die Siddhas, Cāraṇas und Götter 'Wohlgetan!' und bestreuten Arjunas Haupt mit Blumen.
Wort für Wort badhyamāne daśagrīve als der Zehnhalsige gebunden wurde siddhacāraṇadevatāḥ die Siddhas, Cāraṇas und Götter sādhu iti vādinaḥ 'Wohlgetan!' rufend puṣpaiḥ kiranti arjunamūrdhani bestreuten Arjunas Haupt mit Blumen vyāghro mṛgamivādāya siṃharāḍ iva dantinam .
rarāsa haihayo rājā harṣādambudavanmuhuḥ ..65..
Wie ein Tiger, der ein Wild gepackt hat, oder wie ein Löwenkönig einen Elefanten, so brüllte der König der Haihayas, immer wieder vor Freude, wie eine Gewitterwolke.
Wort für Wort vyāghraḥ mṛgam iva ādāya wie ein Tiger, ein Wild gepackt habend siṃharāṭ iva dantinam wie ein Löwenkönig einen Elefanten rarāsa haihayaḥ rājā brüllte der König der Haihayas harṣāt ambudavat muhuḥ vor Freude, immer wieder, wie eine Gewitterwolke prahastastu samāśvasto dṛṣṭvā baddhaṃ daśānanam .
saha tai rākasaiḥ kruddha abhidudrāva pārthivam ..66..
Prahasta aber, wieder zu Kräften gekommen, sah den Zehnhalsigen gebunden und stürmte zornig mit jenen Rākṣasas auf den König los.
Wort für Wort prahastaḥ tu samāśvastaḥ Prahasta aber, wieder zu Kräften gekommen dṛṣṭvā baddhaṃ daśānanam den Zehnhalsigen gebunden sehend saha taiḥ rākṣasaiḥ kruddhaḥ mit jenen Rākṣasas, zornig abhidudrāva pārthivam stürmte auf den König los naktañcarāṇāṃ vegastu teṣāmāpatatāṃ babhau .
uddhṛta ātapāpāye samudrāṇāmivādbhutaḥ ..67..
Der Ansturm jener heranstürmenden Nachtwandler glich dem wunderbaren, bei Sonnenuntergang aufgewühlten Anschwellen der Meere.
Wort für Wort naktañcarāṇāṃ vegaḥ tu der Ansturm der Nachtwandler aber teṣām āpatatāṃ babhau der Heranstürmenden erschien uddhṛtaḥ ātapāpāye aufgewühlt, bei Sonnenuntergang samudrāṇām iva adbhutaḥ wie der wunderbare der Meere muñca muñceti bhāṣantastiṣṭha tiṣṭheti cāsakṛt .
musalāni ca śūlāni utsasarjustadārjune ..68..
'Lass los, lass los!' und 'Halt, halt!' immer wieder rufend, schleuderten sie ihre Keulen und Lanzen auf Arjuna.
Wort für Wort muñca muñca iti bhāṣantaḥ 'lass los, lass los!' rufend tiṣṭha tiṣṭha iti ca asakṛt und 'halt, halt!' immer wieder musalāni ca śūlāni Keulen und Lanzen utsasarjuḥ tadā arjune schleuderten sie da auf Arjuna aprāptānyeva tānyāśu asambhrāntastadārjunaḥ .
āyudhānyamarārīṇāṃ jagrāha ripusūdanaḥ ..69..
Noch bevor sie ihn trafen, fing Arjuna, der Bezwinger der Feinde, unerschrocken die Waffen der Götterfeinde rasch ab.
Wort für Wort aprāptāni eva tāni āśu noch bevor sie ihn rasch trafen asambhrāntaḥ tadā arjunaḥ unerschrocken, Arjuna damals āyudhāni amarārīṇām die Waffen der Götterfeinde jagrāha ripusūdanaḥ fing der Bezwinger der Feinde ab tatastaireva rakṣāṃsi durdharaiḥ pravarāyudhaiḥ .
bhittvā vidrāvayāmāsa vāyurambudharāniva ..70..
Dann durchbohrte und zerstreute er mit ebendiesen unbezwingbaren, vortrefflichen Waffen die Rākṣasas, wie der Wind die Wolken zerstreut.
Wort für Wort tataḥ taiḥ eva rakṣāṃsi dann mit eben diesen die Rākṣasas durdharaiḥ pravarāyudhaiḥ mit den unbezwingbaren, vortrefflichen Waffen bhittvā vidrāvayāmāsa durchbohrend zerstreute er vāyuḥ ambudharān iva wie der Wind die Wolken rākṣasāṃstrāsayitvā tu kārtavīryārjunastadā .
rāvaṇaṃ gṛhya nagaraṃ praviveśa suhṛdvṛtaḥ ..71..
Nachdem er die Rākṣasas in Schrecken versetzt hatte, ergriff Kārtavīrya Arjuna Rāvaṇa und zog, von seinen Freunden umgeben, in seine Stadt ein.
Wort für Wort rākṣasān trāsayitvā tu die Rākṣasas in Schrecken versetzt habend kārtavīryārjunaḥ tadā Kārtavīrya Arjuna dann rāvaṇaṃ gṛhya nagaram Rāvaṇa ergreifend, in die Stadt praviveśa suhṛdvṛtaḥ zog er ein, von Freunden umgeben sa kīryamāṇaḥ kusumākṣatotkarair
dvijaiḥ sapauraiḥ puruhūtasaṃnibhaḥ .
tadārjunaḥ sampraviveśa tāṃ purīṃ
baliṃ nigṛhyaiva sahasralocanaḥ ..72..
Mit Blumen und ungeschältem Reis von den Brahmanen und Bürgern überschüttet, dem Indra gleich, zog Arjuna, dem Tausendäugigen gleich, nachdem er Bali (Rāvaṇa) bezwungen hatte, in jene Stadt ein.
Wort für Wort sa kīryamāṇaḥ kusumākṣatotkaraiḥ er, mit Blumen und ungeschältem Reis überschüttet dvijaiḥ sapauraiḥ puruhūtasaṃnibhaḥ von Brahmanen und Bürgern, dem Indra gleich tadā arjunaḥ sampraviveśa tāṃ purīm zog Arjuna da in jene Stadt ein baliṃ nigṛhya eva sahasralocanaḥ Bali bezwungen habend, gleich dem Tausendäugigen
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