Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa

Sarga 4: Heti-Vaṃśaḥ Der Ursprung der Rākṣasas und Yakṣas, und die Geschichte des Heti-Geschlechts bis Sukeśa

śrutvāgastyeritaṃ vākyaṃ rāmo vismayamāgataḥ | pūrvamāsīttu laṅkāyāṃ rakṣasāmiti sambhavaḥ ||

Als Rāma das von Agastya gesprochene Wort gehört hatte, geriet er in Erstaunen, dass einst in Laṅkā solch eine Entstehung der Rākṣasas gewesen sei.

Wort für Wort
śrutvāgastyeritaṃ vākyaṃ
als er das von Agastya gesprochene Wort gehört hatte
rāmo vismayamāgataḥ
geriet Rāma in Erstaunen
pūrvamāsīttu laṅkāyāṃ
dass einst in Laṅkā
rakṣasāmiti sambhavaḥ
solch eine Entstehung der Rākṣasas gewesen sei

tataḥ śiraḥ kampayitvā tretāgnisamavigraham | agastyaṃ taṃ muhurdṛṣṭvā smayamāno.abhyabhāṣata ||

Da, das Haupt schüttelnd, den drei Opferfeuern gleich an Gestalt, blickte er wiederholt auf Agastya und sprach lächelnd:

Wort für Wort
tataḥ śiraḥ kampayitvā
da, das Haupt schüttelnd
tretāgnisamavigraham
den drei Opferfeuern gleich an Gestalt
agastyaṃ taṃ muhurdṛṣṭvā
auf jenen Agastya wiederholt blickend
smayamāno.abhyabhāṣata
lächelnd sprach er

bhagavanpūrvamapyeṣā laṅkāsītpiśitāśinam | itīdaṃ bhavataḥ śrutvā vismayo janito mama ||

"Ehrwürdiger, dass diese Laṅkā schon zuvor den Fleischessern gehörte – dies habe ich von dir gehört, und Erstaunen ist in mir entstanden.

Wort für Wort
bhagavanpūrvamapyeṣā
Ehrwürdiger, dies schon zuvor
laṅkāsītpiśitāśinam
war Laṅkā den Fleischessern
itīdaṃ bhavataḥ śrutvā
dies von dir gehört habend
vismayo janito mama
ist Erstaunen in mir entstanden

pulastyavaṃśādudbhūtā rākṣasā iti naḥ śrutam | idānīmanyataścāpi sambhavaḥ kīrtitastvayā ||

Aus dem Geschlecht des Pulastya seien die Rākṣasas entsprungen, so haben wir gehört; nun aber hast du auch eine andere Entstehung erzählt.

Wort für Wort
pulastyavaṃśādudbhūtā
aus dem Geschlecht des Pulastya entsprungen
rākṣasā iti naḥ śrutam
seien die Rākṣasas, so haben wir gehört
idānīmanyataścāpi
nun aber auch von anderswoher
sambhavaḥ kīrtitastvayā
hast du eine Entstehung erzählt

rāvaṇātkumbhakarṇācca prahastādvikaṭādapi | rāvaṇasya ca putrebhyaḥ kiṃ nu te balavattarāḥ ||

Sind sie denn stärker als Rāvaṇa, Kumbhakarṇa, Prahasta, Vikaṭa und auch als Rāvaṇas Söhne?

Wort für Wort
rāvaṇātkumbhakarṇācca
als Rāvaṇa und Kumbhakarṇa
prahastādvikaṭādapi
als Prahasta und auch Vikaṭa
rāvaṇasya ca putrebhyaḥ
und als Rāvaṇas Söhne
kiṃ nu te balavattarāḥ
sind sie denn stärker

ka eṣāṃ pūrvako brahmankiṃnāmā kintapobalaḥ | aparādhaṃ ca kaṃ prāpya viṣṇunā drāvitāḥ purā ||

Wer war ihr Ahnherr, o Brahmane, wie hieß er, welche Kraft hatte seine Askese, und welches Vergehen brachte es mit sich, dass sie einst von Viṣṇu vertrieben wurden?

Wort für Wort
ka eṣāṃ pūrvako brahman
wer war ihr Ahnherr, Brahmane
kiṃnāmā kintapobalaḥ
wie hieß er, welche Kraft hatte seine Askese
aparādhaṃ ca kaṃ prāpya
und welches Vergehen begehend
viṣṇunā drāvitāḥ purā
wurden sie einst von Viṣṇu vertrieben

etadvistarataḥ sarvaṃ kathayasva mamānagha | kautūhalaṃ kṛtaṃ mahyaṃ nuda bhānuryathā tamaḥ ||

Erzähle mir dies alles ausführlich, du Makelloser; du hast in mir Neugier erweckt – vertreibe sie, wie die Sonne die Finsternis."

Wort für Wort
etadvistarataḥ sarvaṃ
dies alles ausführlich
kathayasva mamānagha
erzähle mir, du Makelloser
kautūhalaṃ kṛtaṃ mahyaṃ
Neugier hast du in mir erweckt
nuda bhānuryathā tamaḥ
vertreibe sie, wie die Sonne die Finsternis

rāghavasya tu tacchrutvā saṃskārālaṅkṛtaṃ vacaḥ | īṣadvismayamānastamagastyaḥ prāha rāghavam ||

Als Agastya diese wohlgeformte, kunstvolle Rede Rāghavas gehört hatte, sprach er, ein wenig verwundert, zu Rāghava:

Wort für Wort
rāghavasya tu tacchrutvā
als er diese Rede Rāghavas gehört hatte
saṃskārālaṅkṛtaṃ vacaḥ
die wohlgeformte, kunstvolle Rede
īṣadvismayamānastam
ein wenig verwundert
agastyaḥ prāha rāghavam
sprach Agastya zu Rāghava

prajāpatiḥ purā sṛṣṭvā apaḥ salilasambhavaḥ | tāsāṃ gopāyano sattvānasṛjatpadmasambhavaḥ ||

"Einst, nachdem der Herr der Geschöpfe die Wasser erschaffen hatte, ihren Ursprung im Wasser, erschuf der Lotusgeborene Wesen, um sie zu behüten.

Wort für Wort
prajāpatiḥ purā sṛṣṭvā
einst, nachdem der Herr der Geschöpfe erschaffen hatte
apaḥ salilasambhavaḥ
die Wasser, im Wasser entstanden
tāsāṃ gopāyano sattvān
zu deren Behütung Wesen
asṛjatpadmasambhavaḥ
erschuf der Lotusgeborene

te sattvāḥ sattvakartāraṃ vinītavadupasthitāḥ | kiṃ kurma iti bhāṣantaḥ kṣutpipāsā bhayārditāḥ ||

Diese Wesen traten demütig vor ihren Schöpfer und sprachen, von Hunger, Durst und Furcht gequält: "Was sollen wir tun?"

Wort für Wort
te sattvāḥ sattvakartāraṃ
diese Wesen zu ihrem Schöpfer
vinītavadupasthitāḥ
traten demütig herzu
kiṃ kurma iti bhāṣantaḥ
sprechend: "was sollen wir tun"
kṣutpipāsā bhayārditāḥ
von Hunger, Durst und Furcht gequält

prajāpatistu tānyāha sattvāhi prahasanniva | ābhāṣya vācā yatnena rakṣadhvamiti mānadaḥ ||

Der Herr der Geschöpfe aber sprach zu jenen Wesen gleichsam lächelnd, sie mit Nachdruck anredend, der Ehrenspendende: "Schützt (euch selbst)!"

Wort für Wort
prajāpatistu tānyāha
der Herr der Geschöpfe aber sprach zu ihnen
sattvāhi prahasanniva
zu den Wesen, gleichsam lächelnd
ābhāṣya vācā yatnena
mit Nachdruck sie anredend
rakṣadhvamiti mānadaḥ
"schützt euch", der Ehrenspendende

rakṣāma iti tatrānyairyakṣāmeti tathāparaiḥ | bhuṅkṣitābhuṅkṣitairuktastatastānāha bhūtakṛt ||

"Wir wollen schützen (rakṣāmaḥ)", sprachen einige dort, "wir wollen verehren (yakṣāmaḥ)", andere wiederum, so von den Hungrigen und Nicht-Hungrigen gesprochen; da sprach der Schöpfer der Wesen zu ihnen:

Wort für Wort
rakṣāma iti tatrānyair
"wir wollen schützen", sprachen einige
yakṣāmeti tathāparaiḥ
"wir wollen verehren", andere so
bhuṅkṣitābhuṅkṣitairuktas
von den Hungrigen und Nicht-Hungrigen gesprochen
tatastānāha bhūtakṛt
da sprach der Schöpfer der Wesen zu ihnen

rakṣāma iti yairuktaṃ rākṣasāste bhavantu vaḥ | yakṣāma iti yairuktaṃ te vai yakṣā bhavantu vaḥ ||

"Die von euch 'wir wollen schützen' sprachen, die sollen Rākṣasas sein; die von euch 'wir wollen verehren' sprachen, die sollen wahrlich Yakṣas sein."

Wort für Wort
rakṣāma iti yairuktaṃ
die 'wir wollen schützen' sprachen
rākṣasāste bhavantu vaḥ
die von euch sollen Rākṣasas sein
yakṣāma iti yairuktaṃ
die 'wir wollen verehren' sprachen
te vai yakṣā bhavantu vaḥ
die von euch sollen wahrlich Yakṣas sein

tatra hetiḥ prahetiśca bhrātarau rākṣasarṣabhau | madhukaiṭabhasaṅkāśau babhūvaturarindamau ||

Dort wurden Heti und Prahetī, zwei Brüder, Stiere der Rākṣasas, Madhu und Kaiṭabha gleich, Feindebezwinger.

Wort für Wort
tatra hetiḥ prahetiśca
dort Heti und Prahetī
bhrātarau rākṣasarṣabhau
zwei Brüder, Stiere der Rākṣasas
madhukaiṭabhasaṅkāśau
Madhu und Kaiṭabha gleich
babhūvaturarindamau
wurden sie, Feindebezwinger

prahetirdhārmikastatra na dārānso.abhikāṅkṣati | hetirdārakriyārthaṃ tu yatnaṃ paramathākarot ||

Prahetī, der Rechtschaffene, wünschte sich dort keine Gattin; Heti aber unternahm große Anstrengung, um zu heiraten.

Wort für Wort
prahetirdhārmikastatra
Prahetī, der Rechtschaffene, dort
na dārānso.abhikāṅkṣati
wünschte sich keine Gattin
hetirdārakriyārthaṃ tu
Heti aber, um zu heiraten
yatnaṃ paramathākarot
unternahm große Anstrengung

sa kālabhaginīṃ kanyāṃ bhayāṃ nāma bhayāvahām | udāvahadameyātmā svayameva mahāmatiḥ ||

Er, von unermesslichem Wesen, hochsinnig, nahm eigenhändig die Jungfrau Bhayā, die Schwester des Todes, deren Name Schrecken bedeutete, zur Gattin.

Wort für Wort
sa kālabhaginīṃ kanyāṃ
er die Jungfrau, die Schwester des Todes
bhayāṃ nāma bhayāvahām
namens Bhayā, Schrecken bringend
udāvahadameyātmā
nahm er, von unermesslichem Wesen
svayameva mahāmatiḥ
eigenhändig, der Hochsinnige

sa tasyāṃ janayāmāasa hetī rāk.sasapu.mgava.h | putraṃ putravatāṃ śreṣṭho vidyutkeśa iti śrutam ||

Heti, der Stier der Rākṣasas, zeugte mit ihr einen Sohn, er, der Vortrefflichste unter den Vätern, bekannt unter dem Namen Vidyutkeśa.

Wort für Wort
sa tasyāṃ janayāmāasa
er zeugte mit ihr
hetī rāk.sasapu.mgava.h
Heti, der Stier der Rākṣasas
putraṃ putravatāṃ śreṣṭho
einen Sohn, der Vortrefflichste unter den Vätern
vidyutkeśa iti śrutam
bekannt unter dem Namen Vidyutkeśa

vidyutkeśo hetiputraḥ pradīptāgnisamaprabhaḥ | vyavardhata mahātejāstoyamadhya ivāmbujam ||

Vidyutkeśa, der Sohn des Heti, dem lodernden Feuer gleich an Glanz, wuchs heran, überaus glanzvoll, wie eine Lotusblüte inmitten des Wassers.

Wort für Wort
vidyutkeśo hetiputraḥ
Vidyutkeśa, der Sohn des Heti
pradīptāgnisamaprabhaḥ
dem lodernden Feuer gleich an Glanz
vyavardhata mahātejās
wuchs heran, überaus glanzvoll
toyamadhya ivāmbujam
wie eine Lotusblüte inmitten des Wassers

sa yadā yauvanaṃ bhadramanuprāpto niśācaraḥ | tato dārakriyāṃ tasya kartuṃ vyavasitaḥ pitā ||

Als der Nachtwandler die schöne Jugend erreicht hatte, beschloss sein Vater, seine Vermählung zu vollziehen.

Wort für Wort
sa yadā yauvanaṃ bhadram
als er die schöne Jugend
anuprāpto niśācaraḥ
erreicht hatte, der Nachtwandler
tato dārakriyāṃ tasya
da dessen Vermählung
kartuṃ vyavasitaḥ pitā
zu vollziehen beschloss der Vater

sandhyāduhitaraṃ so.atha sandhyātulyāṃ prabhāvataḥ | varayāmāsa putrārthaṃ hetī rākṣasapuṅgavaḥ ||

Da warb Heti, der Stier der Rākṣasas, um die Tochter der Sandhyā, an Macht der Sandhyā gleich, für seinen Sohn.

Wort für Wort
sandhyāduhitaraṃ so.atha
da die Tochter der Sandhyā
sandhyātulyāṃ prabhāvataḥ
der Sandhyā an Macht gleich
varayāmāsa putrārthaṃ
warb er für seinen Sohn
hetī rākṣasapuṅgavaḥ
Heti, der Stier der Rākṣasas

avaśyameva dātavyā parasmai seti sandhyayā | cintayitvā sutā dattā vidyutkeśāya rāghava ||

"Sie muss unbedingt einem anderen gegeben werden" – so überlegend, wurde die Tochter von Sandhyā dem Vidyutkeśa gegeben, o Rāghava.

Wort für Wort
avaśyameva dātavyā
sie muss unbedingt gegeben werden
parasmai seti sandhyayā
einem anderen, so überlegend Sandhyā
cintayitvā sutā dattā
überlegend wurde die Tochter gegeben
vidyutkeśāya rāghava
dem Vidyutkeśa, Rāghava

sandhyāyāstanayāṃ labdhvā vidyutkṛṣo niśācaraḥ | ramate sa tayā sārdhaṃ paulomyā maghavāniva ||

Nachdem der Nachtwandler Vidyutkeśa die Tochter der Sandhyā erhalten hatte, ergötzte er sich mit ihr, wie Maghavan mit Paulomī.

Wort für Wort
sandhyāyāstanayāṃ labdhvā
nachdem er die Tochter der Sandhyā erhalten hatte
vidyutkṛṣo niśācaraḥ
Vidyutkeśa, der Nachtwandler
ramate sa tayā sārdhaṃ
ergötzte er sich mit ihr
paulomyā maghavāniva
wie Maghavan mit Paulomī

kena cittvatha kālena rāma sālakaṭaṅkaṭā | vidyutkeśādgarbhamāpa ghanarājirivārṇavāt ||

Nach einiger Zeit, o Rāma, empfing Sālakaṭaṅkaṭā von Vidyutkeśa Leibesfrucht, wie eine Wolkenreihe vom Ozean.

Wort für Wort
kena cittvatha kālena rāma
nach einiger Zeit, Rāma
sālakaṭaṅkaṭā
Sālakaṭaṅkaṭā
vidyutkeśādgarbhamāpa
empfing von Vidyutkeśa Leibesfrucht
ghanarājirivārṇavāt
wie eine Wolkenreihe vom Ozean

tataḥ sā rākṣasī garbhaṃ ghanagarbhasamaprabham | prabhūtā mandaraṃ gatvā gaṅgā garbhamivāgnijam ||

Da trug jene Rākṣasī die Leibesfrucht, gleich dem Inneren einer Wolke an Glanz, und ging, damit schwanger, zum Berg Mandara, wie die Gaṅgā mit der vom Feuer erzeugten Leibesfrucht.

Wort für Wort
tataḥ sā rākṣasī garbhaṃ
da jene Rākṣasī die Leibesfrucht
ghanagarbhasamaprabham
dem Inneren einer Wolke an Glanz gleich
prabhūtā mandaraṃ gatvā
damit schwanger, zum Berg Mandara gehend
gaṅgā garbhamivāgnijam
wie die Gaṅgā mit der vom Feuer erzeugten Leibesfrucht

tamutsṛjya tu sā garbhaṃ vidyutkeśādratārthinī | reme sā patinā sārdhaṃ vismṛtya sutamātmajam ||

Nachdem sie jene Leibesfrucht abgelegt hatte, ergötzte sie sich, nach Liebesgenuss verlangend, mit ihrem Gatten Vidyutkeśa, ihren eigenen Sohn vergessend.

Wort für Wort
tamutsṛjya tu sā garbhaṃ
nachdem sie jene Leibesfrucht abgelegt hatte
vidyutkeśādratārthinī
nach Liebesgenuss von Vidyutkeśa verlangend
reme sā patinā sārdhaṃ
ergötzte sie sich mit ihrem Gatten
vismṛtya sutamātmajam
ihren eigenen Sohn vergessend

tayotsṛṣṭaḥ sa tu śiśuḥ śaradarkasamadyutiḥ | pāṇimāsye samādhāya ruroda ghanarāḍ iva ||

Jenes von ihr verlassene Kind, der Herbstsonne gleich an Glanz, die Hand zum Mund geführt, weinte wie ein donnernder Wolkenfürst.

Wort für Wort
tayotsṛṣṭaḥ sa tu śiśuḥ
jenes von ihr verlassene Kind
śaradarkasamadyutiḥ
der Herbstsonne gleich an Glanz
pāṇimāsye samādhāya
die Hand zum Mund führend
ruroda ghanarāḍ iva
weinte es wie ein donnernder Wolkenfürst

athopariṣṭādgacchanvai vṛṣabhastho haraḥ prabhuḥ | apaśyadumayā sārdhaṃ rudantaṃ rākṣasātmajam ||

Da erblickte Hara, der Herr, auf seinem Stier oben vorüberziehend, zusammen mit Umā, das weinende Kind des Rākṣasa-Geschlechts.

Wort für Wort
athopariṣṭādgacchanvai
da oben vorüberziehend
vṛṣabhastho haraḥ prabhuḥ
Hara, der Herr, auf seinem Stier
apaśyadumayā sārdhaṃ
erblickte er, zusammen mit Umā
rudantaṃ rākṣasātmajam
das weinende Kind des Rākṣasa-Geschlechts

kāruṇyabhāvātpārvatyā bhavastripurahā tataḥ | taṃ rākṣasātmajaṃ cakre mātureva vayaḥ samam ||

Aus Mitgefühl der Pārvatī heraus machte da Bhava, der Bezwinger von Tripura, jenes Kind des Rākṣasa-Geschlechts gleich alt wie seine Mutter.

Wort für Wort
kāruṇyabhāvātpārvatyā
aus Mitgefühl der Pārvatī heraus
bhavastripurahā tataḥ
Bhava, der Bezwinger von Tripura, da
taṃ rākṣasātmajaṃ cakre
machte er jenes Kind des Rākṣasa-Geschlechts
mātureva vayaḥ samam
gleich alt wie die Mutter

amaraṃ caiva taṃ kṛtvā mahādevo.akṣayo.avyayaḥ | puramākāśagaṃ prādātpārvatyāḥ priyakāmyayā ||

Und nachdem der unvergängliche, unwandelbare Mahādeva ihn unsterblich gemacht hatte, schenkte er ihm eine durch die Lüfte fliegende Stadt, aus Liebe zu Pārvatī.

Wort für Wort
amaraṃ caiva taṃ kṛtvā
und nachdem er ihn unsterblich gemacht hatte
mahādevo.akṣayo.avyayaḥ
der unvergängliche, unwandelbare Mahādeva
puramākāśagaṃ prādāt
schenkte er eine durch die Lüfte fliegende Stadt
pārvatyāḥ priyakāmyayā
aus Liebe zu Pārvatī

umayāpi varo datto rākṣasīnāṃ nṛpātmaja | sadyopalabhirgarbhasya prasūtiḥ sadya eva ca | sadya eva vayaḥprāptirmātureva vayaḥ samam ||

Auch von Umā wurde den Rākṣasī-Frauen eine Gunst gewährt, o Königssohn: sogleich Empfängnis der Leibesfrucht, sogleich auch die Geburt, und sogleich das Erreichen des Alters, gleich alt wie die Mutter.

Wort für Wort
umayāpi varo datto
auch von Umā wurde eine Gunst gewährt
rākṣasīnāṃ nṛpātmaja
den Rākṣasī-Frauen, Königssohn
sadyopalabhirgarbhasya
sogleich Empfängnis der Leibesfrucht
prasūtiḥ sadya eva ca
und sogleich die Geburt
sadya eva vayaḥprāptir
sogleich das Erreichen des Alters
mātureva vayaḥ samam
gleich alt wie die Mutter

tataḥ sukeśo varadānagarvitaḥ śriyaṃ prabhoḥ prāpya harasya pārśvataḥ | cacāra sarvatra mahāmatiḥ khagaḥ khagaṃ puraṃ prāpya purandaro yathā ||

Da wanderte Sukeśa, stolz auf die gewährte Gunst, nachdem er von dem Herrn Hara Glanz erlangt hatte, hochsinnig, als Luftwandler überallhin, nachdem er die durch die Lüfte fliegende Stadt erlangt hatte, wie Purandara (Indra).

Wort für Wort
tataḥ sukeśo varadānagarvitaḥ
da Sukeśa, stolz auf die gewährte Gunst
śriyaṃ prabhoḥ prāpya harasya pārśvataḥ
nachdem er von dem Herrn Hara Glanz erlangt hatte
cacāra sarvatra mahāmatiḥ khagaḥ
wanderte er überallhin, der hochsinnige Luftwandler
khagaṃ puraṃ prāpya purandaro yathā
nachdem er die Luftstadt erlangt hatte, wie Purandara

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