Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa
Sarga 22: Yama-Rāvaṇa-Vairāgyam
Der Zweikampf Rāvaṇas mit Yama und Brahmās Einschreiten mit dem Kāladaṇḍa
sa tu tasya mahānādaṃ śrutvā vaivasvato yamaḥ . śatruṃ vijayinaṃ mene svabalasya ca saṅkṣayam .. 1..
Als Yama, der Vaivasvata, jenes gewaltige Gebrüll hörte, hielt er den Feind für siegreich und sein eigenes Heer für vernichtet.
Wort für Wort saḥ tu tasya mahānādaṃ er aber jenes gewaltige Gebrüll śrutvā vaivasvataḥ yamaḥ hörend, Yama, der Vaivasvata śatruṃ vijayinaṃ mene hielt den Feind für siegreich svabalasya ca saṅkṣayam und sein eigenes Heer für vernichtet sa tu yodhānhatānmatvā krodhaparyākulekṣaṇaḥ . abravīttvaritaṃ sūtaṃ rathaḥ samupanīyatām .. 2..
Da, seine Krieger als erschlagen betrachtend, mit vor Zorn verwirrten Augen, sprach er eilig zum Wagenlenker: „Der Wagen soll herbeigeführt werden.“
Wort für Wort saḥ tu yodhān hatān matvā er aber, seine Krieger als erschlagen betrachtend krodha-paryākula-īkṣaṇaḥ mit vor Zorn verwirrten Augen abravīt tvaritaṃ sūtaṃ sprach eilig zum Wagenlenker rathaḥ samupanīyatām der Wagen soll herbeigeführt werden tasya sūto rathaṃ divyamupasthāpya mahāsvanam . sthitaḥ sa ca mahātejā āruroha mahāratham .. 3..
Sein Wagenlenker brachte den göttlichen, laut dröhnenden Wagen herbei; und jener von großem Glanz bestieg den großen Wagen.
Wort für Wort tasya sūtaḥ rathaṃ divyam sein Wagenlenker den göttlichen Wagen upasthāpya mahāsvanam herbeibringend, laut dröhnend sthitaḥ saḥ ca mahātejāḥ er, von großem Glanz, dastehend āruroha mahāratham bestieg den großen Wagen pāśamudgarahastaśca mṛtyustasyāgrato sthitaḥ . yena saṅkṣipyate sarvaṃ trailokyaṃ sacarācaram .. 4..
Und der Tod, die Schlinge und den Hammer in der Hand, stand vor ihm, er, durch den die ganze Dreiweltenordnung, samt allem Beweglichen und Unbeweglichen, zusammengezogen wird.
Wort für Wort pāśa-mudgara-hastaḥ ca und mit Schlinge und Hammer in der Hand mṛtyuḥ tasya agrataḥ sthitaḥ der Tod stand vor ihm yena saṅkṣipyate sarvaṃ durch den alles zusammengezogen wird trailokyaṃ sa-cara-acaram die drei Welten, samt Beweglichem und Unbeweglichem kāladaṇḍaśca pārśvastho mūrtimānsyandane sthitaḥ . yamapraharaṇaṃ divyaṃ prajvalanniva tejasā .. 5..
Und der Stab der Zeit, verkörpert, stand zur Seite auf dem Wagen, Yamas göttliche Waffe, gleichsam von Glanz lodernd.
Wort für Wort kāla-daṇḍaḥ ca pārśva-sthaḥ und der Stab der Zeit, zur Seite stehend mūrtimān syandane sthitaḥ verkörpert, auf dem Wagen stehend yama-praharaṇaṃ divyaṃ Yamas göttliche Waffe prajvalan iva tejasā gleichsam von Glanz lodernd tato lokāstrayastrastāḥ kampante ca divaukasaḥ . kālaṃ kruddhaṃ tadā dṛṣṭvā lokatrayabhayāvaham .. 6..
Da erzitterten die drei erschreckten Welten, und die Himmelsbewohner bebten, als sie den zornigen Kāla (die Zeit) sahen, der den drei Welten Furcht brachte.
Wort für Wort tataḥ lokāḥ trayaḥ trastāḥ da die drei erschreckten Welten kampante ca divaukasaḥ erzitterten, und die Himmelsbewohner bebten kālaṃ kruddhaṃ tadā dṛṣṭvā als sie den zornigen Kāla da sahen loka-traya-bhaya-āvaham der den drei Welten Furcht brachte dṛṣṭvā tu te taṃ vikṛtaṃ rathaṃ mṛtyusamanvitam . sacivā rākṣasendrasya sarvalokabhayāvaham .. 7..
Als sie diesen furchterregenden Wagen sahen, vom Tod begleitet, allen Welten Furcht bringend, die Minister des Herrn der Rākṣasas,
Wort für Wort dṛṣṭvā tu te taṃ vikṛtaṃ als sie diesen furchterregenden sahen rathaṃ mṛtyu-samanvitam Wagen, vom Tod begleitet sacivāḥ rākṣasendrasya die Minister des Herrn der Rākṣasas sarva-loka-bhaya-āvaham der allen Welten Furcht brachte laghusattvatayā sarve naṣṭasañjhā bhayārditāḥ . nātra yoddhuṃ samarthāḥ sma ityuktvā vipradudruvuḥ .. 8..
verloren alle, ihrer geringen Standhaftigkeit wegen, die Besinnung, von Furcht gequält, und sprachen: „Wir vermögen hier nicht zu kämpfen“, und flohen davon.
Wort für Wort laghu-sattvatayā sarve alle wegen ihrer geringen Standhaftigkeit naṣṭa-sañjñāḥ bhaya-arditāḥ verloren die Besinnung, von Furcht gequält na atra yoddhuṃ samarthāḥ sma wir vermögen hier nicht zu kämpfen iti uktvā vipradudruvuḥ so sprechend, flohen sie davon sa tu taṃ tādṛśaṃ dṛṣṭvā rathaṃ lokabhayāvaham . nākṣubhyata tadā rakṣo vyathā caivāsya nābhavat .. 9..
Er aber, als er jenen so beschaffenen, allen Welten Furcht bringenden Wagen sah, geriet nicht in Aufruhr, der Rākṣasa, und keine Erschütterung befiel ihn.
Wort für Wort saḥ tu taṃ tādṛśaṃ dṛṣṭvā er aber diesen so beschaffenen sehend rathaṃ loka-bhaya-āvaham den allen Welten Furcht bringenden Wagen na akṣubhyata tadā rakṣaḥ geriet nicht in Aufruhr da, der Rākṣasa vyathā ca eva asya na abhavat und keine Erschütterung befiel ihn sa tu rāvaṇamāsādya visṛjañśaktitomarān . yamo marmāṇi saṅkruddho rākṣasasya nyakṛntata .. 10..
Er, zu Rāvaṇa herantretend, Speere und Lanzen schleudernd, Yama, heftig erzürnt, zerschnitt die empfindlichen Stellen des Rākṣasas.
Wort für Wort saḥ tu rāvaṇam āsādya er aber zu Rāvaṇa herantretend visṛjan śakti-tomarān Speere und Lanzen schleudernd yamaḥ marmāṇi saṅkruddhaḥ Yama, heftig erzürnt, die empfindlichen Stellen rākṣasasya nyakṛntata des Rākṣasas zerschnitt er rāvaṇastu sthitaḥ svasthaḥ śaravarṣaṃ mumoca ha . tasminvaivasvatarathe toyavarṣamivāmbudaḥ .. 11..
Rāvaṇa aber, ruhig stehend, ließ fürwahr einen Pfeilregen auf jenen Wagen des Vaivasvata niedergehen, wie eine Wolke einen Regenschauer.
Wort für Wort rāvaṇaḥ tu sthitaḥ svasthaḥ Rāvaṇa aber, ruhig stehend śara-varṣaṃ mumoca ha ließ fürwahr einen Pfeilregen los tasmin vaivasvata-rathe auf jenen Wagen des Vaivasvata toya-varṣam iva ambudaḥ wie eine Wolke einen Regenschauer tato mahāśaktiśataiḥ pātyamānairmahorasi . pratikartuṃ sa nāśaknodrākṣasaḥ śalyapīḍitaḥ .. 12..
Da, von den auf seine mächtige Brust niedergehenden Hunderten großer Speere, vermochte der von den Pfeilspitzen gequälte Rākṣasa nicht mehr zu entgegnen.
Wort für Wort tataḥ mahā-śakti-śataiḥ da von Hunderten großer Speere pātyamānaiḥ mahā-urasi die auf die mächtige Brust niedergingen pratikartuṃ sa na aśaknot vermochte er nicht zu entgegnen rākṣasaḥ śalya-pīḍitaḥ der Rākṣasa, von den Pfeilspitzen gequält nānāpraharaṇairevaṃ yamenāmitrakarśinā . saptarātraṃ kṛte saṅkhye na bhagno vijito.api vā .. 13..
So, mit mancherlei Waffen, von Yama, dem Bezwinger der Feinde, sieben Nächte lang bekämpft, wurde er weder gebrochen noch besiegt.
Wort für Wort nānā-praharaṇaiḥ evaṃ mit mancherlei Waffen so yamena amitra-karśinā von Yama, dem Bezwinger der Feinde sapta-rātraṃ kṛte saṅkhye in der sieben Nächte lang geführten Schlacht na bhagnaḥ vijitaḥ api vā weder gebrochen noch besiegt tato.abhavatpunaryuddhaṃ yamarākṣasayostadā . vijayākāṅkṣiṇostatra samareṣvanivartinoḥ .. 14..
Da entstand von Neuem eine Schlacht zwischen Yama und dem Rākṣasa, beide nach Sieg begehrend, in Kämpfen unbeugsam.
Wort für Wort tataḥ abhavat punaḥ yuddhaṃ da entstand wieder eine Schlacht yama-rākṣasayoḥ tadā zwischen Yama und dem Rākṣasa da vijaya-ākāṅkṣiṇoḥ tatra beide nach Sieg begehrend dort samareṣu anivartinoḥ in Kämpfen unbeugsam tato devāḥ sagandharvāḥ siddhāśca paramarṣayaḥ . prajāpatiṃ puraskṛtya dadṛśustadraṇājiram .. 15..
Da betrachteten die Götter samt Gandharvas, die Siddhas und höchsten Ṛṣis, Prajāpati (Brahmā) vorausschickend, jenes Schlachtfeld.
Wort für Wort tataḥ devāḥ sa-gandharvāḥ da die Götter samt Gandharvas siddhāḥ ca parama-ṛṣayaḥ die Siddhas und höchsten Ṛṣis prajāpatiṃ puraskṛtya Prajāpati vorausschickend dadṛśuḥ tat raṇa-ājiram betrachteten jenes Schlachtfeld saṃvarta iva lokānāmabhavadyudhyatostayoḥ . rākṣasānāṃ ca mukhyasya pretānāmīśvarasya ca .. 16..
Wie der Weltuntergang der Lokas wurde es, als jene beiden kämpften, der Vorderste der Rākṣasas und der Herr der Verstorbenen.
Wort für Wort saṃvartaḥ iva lokānām wie der Weltuntergang der Welten abhavat yudhyatoḥ tayoḥ wurde es, als jene beiden kämpften rākṣasānāṃ ca mukhyasya des Vordersten der Rākṣasas pretānām īśvarasya ca und des Herrn der Verstorbenen rākṣasendrastataḥ kruddhaścāpamāyamya saṃyuge . nirantaramivākāśaṃ kurvanbāṇānmumoca ha .. 17..
Da spannte der Herr der Rākṣasas zornig im Kampf seinen Bogen und ließ Pfeile los, die den Himmel gleichsam lückenlos füllten.
Wort für Wort rākṣasendraḥ tataḥ kruddhaḥ der Herr der Rākṣasas da, zornig cāpam āyamya saṃyuge den Bogen spannend im Kampf nirantaram iva ākāśaṃ gleichsam den Himmel lückenlos kurvan bāṇān mumoca ha machend, ließ er fürwahr Pfeile los mṛtyuṃ caturbhirviśikhaiḥ sūtaṃ saptabhirardayat . yamaṃ śarasahasreṇa śīghraṃ marmasvatāḍayat .. 18..
Den Tod quälte er mit vier Pfeilen, den Wagenlenker mit sieben; Yama traf er rasch mit tausend Pfeilen an den empfindlichen Stellen.
Wort für Wort mṛtyuṃ caturbhiḥ viśikhaiḥ den Tod mit vier Pfeilen sūtaṃ saptabhiḥ ardayat den Wagenlenker mit sieben quälte er yamaṃ śara-sahasreṇa Yama mit tausend Pfeilen śīghraṃ marmasu atāḍayat traf er rasch an den empfindlichen Stellen tataḥ kruddhasya sahasā yamasyābhiniviḥsṛtaḥ . jvālāmālo viniśvāso vadanātkrodhapāvakaḥ .. 19..
Da entfuhr dem zornigen Yama plötzlich ein von Flammenkränzen umgebener Seufzer, das Feuer des Zorns, aus dem Mund.
Wort für Wort tataḥ kruddhasya sahasā da dem Zornigen plötzlich yamasya abhiniḥsṛtaḥ dem Yama entfuhr jvālā-mālaḥ viniśvāsaḥ ein von Flammenkränzen umgebener Seufzer vadanāt krodha-pāvakaḥ aus dem Mund, das Feuer des Zorns tato.apaśyaṃstadāścaryaṃ devadānavarākṣasāḥ . krodhajaṃ pāvakaṃ dīptaṃ didhakṣantaṃ riporbalam .. 20..
Da sahen Götter, Dānavas und Rākṣasas jenes Wunder, das aus dem Zorn geborene, lodernde Feuer, das die Kraft des Feindes zu verbrennen suchte.
Wort für Wort tataḥ apaśyan tadā āścaryaṃ da sahen sie jenes Wunder deva-dānava-rākṣasāḥ Götter, Dānavas und Rākṣasas krodha-jaṃ pāvakaṃ dīptaṃ das aus dem Zorn geborene, lodernde Feuer didhakṣantaṃ ripoḥ balam das die Kraft des Feindes zu verbrennen suchte mṛtyustu paramakruddho vaivasvatamathābravīt . muñca māṃ deva śīghraṃ tvaṃ nihanmi samare ripum .. 21..
Der Tod aber, höchst erzürnt, sprach da zu Vaivasvata: „Lass mich frei, Gott, rasch – ich werde den Feind in der Schlacht töten.
Wort für Wort mṛtyuḥ tu parama-kruddhaḥ der Tod aber, höchst erzürnt vaivasvatam atha abravīt sprach da zu Vaivasvata muñca māṃ deva śīghraṃ lass mich frei, Gott, rasch tvaṃ nihanmi samare ripum ich werde den Feind in der Schlacht töten narakaḥ śambaro vṛtraḥ śambhuḥ kārtasvaro balī . namucirvirocanaścaiva tāvubhau madhukaiṭabhau .. 22..
Naraka, Śambara, Vṛtra, der starke Śambhu, Kārtasvara, Namuci und Virocana, sowie jene beiden, Madhu und Kaiṭabha,
Wort für Wort narakaḥ śambaraḥ vṛtraḥ Naraka, Śambara, Vṛtra śambhuḥ kārtasvaraḥ balī Śambhu, Kārtasvara, der Starke namuciḥ virocanaḥ ca eva Namuci und Virocana tau ubhau madhu-kaiṭabhau jene beiden, Madhu und Kaiṭabha ete cānye ca bahavo balavanto durāsadāḥ . vinipannā mayā dṛṣṭāḥ kā cintāsminniśācare .. 23..
diese und viele andere Starke, schwer Anzugreifende, sah ich zugrunde gerichtet – was für eine Sorge sollte ich also bei diesem Nachtwandler haben?
Wort für Wort ete ca anye ca bahavaḥ diese und viele andere balavantaḥ durāsadāḥ Starke, schwer Anzugreifende vinipannāḥ mayā dṛṣṭāḥ von mir zugrunde gerichtet gesehen kā cintā asmin niśācare was für eine Sorge bei diesem Nachtwandler muñca māṃ sādhu dharmajña yāvadenaṃ nihanmyaham . na hi kaścinmayā dṛṣṭo muhūrtamapi jīvati .. 24..
Lass mich frei, Gütiger, Kenner des Rechts, solange ich ihn noch töten kann; denn keiner, den ich erblickt habe, lebt auch nur einen Augenblick.
Wort für Wort muñca māṃ sādhu dharmajña lass mich frei, Gütiger, Kenner des Rechts yāvat enaṃ nihanmi aham solange ich ihn töten kann na hi kaścit mayā dṛṣṭaḥ denn keiner, den ich erblickt habe muhūrtam api jīvati lebt auch nur einen Augenblick balaṃ mama na khalvetanmaryādaiṣā nisargataḥ . saṃspṛṣṭo hi mayā kaścinna jīvediti niścayaḥ .. 25..
Dies ist nicht meine bloße Kraft, sondern diese Grenze besteht von Natur aus: dass fürwahr niemand, den ich berühre, weiterlebe – dies ist gewiss.
Wort für Wort balaṃ mama na khalu etat dies ist nicht bloß meine Kraft maryādā eṣā nisargataḥ diese Grenze besteht von Natur aus saṃspṛṣṭaḥ hi mayā kaścit denn wer von mir berührt wird na jīvet iti niścayaḥ lebt nicht weiter, dies ist gewiss etattu vacanaṃ śrutvā dharmarājaḥ pratāpavān . abravīttatra taṃ mṛtyumayamenaṃ nihanmyaham .. 26..
Als der glanzvolle Dharmarāja dieses Wort gehört hatte, sprach er dort zu jenem Tod: „Ich selbst werde ihn töten.“
Wort für Wort etat tu vacanaṃ śrutvā dieses Wort aber gehört habend dharmarājaḥ pratāpavān der glanzvolle Dharmarāja abravīt tatra taṃ mṛtyum sprach dort zu jenem Tod ayam enaṃ nihanmi aham ich selbst werde ihn töten tataḥ saṃraktanayanaḥ kruddho vaivasvataḥ prabhuḥ . kāladaṇḍamamoghaṃ taṃ tolayāmāsa pāṇinā .. 27..
Da hob der mächtige Vaivasvata, mit geröteten Augen, zornig, jenen unfehlbaren Stab der Zeit mit der Hand empor.
Wort für Wort tataḥ saṃrakta-nayanaḥ da mit geröteten Augen kruddhaḥ vaivasvataḥ prabhuḥ zornig, der mächtige Vaivasvata kāla-daṇḍam amoghaṃ taṃ jenen unfehlbaren Stab der Zeit tolayāmāsa pāṇinā hob er mit der Hand empor yasya pārśveṣu niśchidrāḥ kālapāśāḥ pratiṣṭhitāḥ . pāvakasparśasaṅkāśo mudgaro mūrtimānsthitaḥ .. 28..
An dessen Seiten lückenlose Schlingen der Zeit befestigt waren, und ein dem Feuerberühren gleichender, verkörperter Hammer stand daran.
Wort für Wort yasya pārśveṣu niśchidrāḥ an dessen Seiten lückenlose kāla-pāśāḥ pratiṣṭhitāḥ Schlingen der Zeit befestigt waren pāvaka-sparśa-saṅkāśaḥ dem Feuerberühren gleichend mudgaraḥ mūrtimān sthitaḥ ein verkörperter Hammer stand daran darśanādeva yaḥ prāṇānprāṇinām uparudhyati . kiṃ punastāḍanādvāpi pīḍanādvāpi dehinaḥ .. 29..
Schon durch den bloßen Anblick raubt er den Lebewesen das Leben – wie erst durch den Schlag oder durch das Bedrängen eines Verkörperten?
Wort für Wort darśanāt eva yaḥ prāṇān schon durch den bloßen Anblick, der das Leben prāṇinām uparudhyati der Lebewesen raubt kiṃ punaḥ tāḍanāt vā api wie erst durch den Schlag pīḍanāt vā api dehinaḥ oder durch das Bedrängen eines Verkörperten sa jvālāparivārastu pibanniva niśācaram . karaspṛṣṭo balavatā daṇḍaḥ kruddhaḥ sudāruṇaḥ .. 30..
Jener von Flammen umgebene, überaus furchtbare, zornige Stab, von der Hand des Starken berührt, schien den Nachtwandler gleichsam zu verschlingen.
Wort für Wort saḥ jvālā-parivāraḥ tu jener von Flammen umgebene aber pibann iva niśācaram gleichsam den Nachtwandler verschlingend kara-spṛṣṭaḥ balavatā von der Hand des Starken berührt daṇḍaḥ kruddhaḥ sudāruṇaḥ der zornige, überaus furchtbare Stab tato vidudruvuḥ sarve sattvāstasmādraṇājirāt . surāśca kṣubhitā dṛṣṭvā kāladaṇḍodyataṃ yamam .. 31..
Da flohen alle Lebewesen von jenem Schlachtfeld, und die Götter gerieten in Aufruhr, als sie Yama mit erhobenem Stab der Zeit sahen.
Wort für Wort tataḥ vidudruvuḥ sarve da flohen alle sattvāḥ tasmāt raṇa-ājirāt Lebewesen von jenem Schlachtfeld surāḥ ca kṣubhitāḥ dṛṣṭvā und die Götter, in Aufruhr geraten, sehend kāla-daṇḍa-udyataṃ yamam Yama mit erhobenem Stab der Zeit tasminprahartukāme tu daṇḍamudyamya rāvaṇam . yamaṃ pitāmahaḥ sākṣāddarśayitvedamabravīt .. 32..
Als jener aber, den Stab erhoben, im Begriff war, gegen Rāvaṇa zuzuschlagen, erschien der Großvater (Brahmā) Yama leibhaftig und sprach dies:
Wort für Wort tasmin prahartu-kāme tu als jener aber, im Begriff zuzuschlagen daṇḍam udyamya rāvaṇam den Stab gegen Rāvaṇa erhebend yamaṃ pitāmahaḥ sākṣāt erschien dem Yama der Großvater leibhaftig darśayitvā idam abravīt sich zeigend, sprach er dies vaivasvata mahābāho na khalvatulavikramaḥ . prahartavyaṃ tvayaitena daṇḍenāsminniśācare .. 33..
„O Vaivasvata, Starkarmiger von unvergleichlicher Kraft, nicht fürwahr sollst du mit diesem Stab gegen diesen Nachtwandler zuschlagen.
Wort für Wort vaivasvata mahābāho o Vaivasvata, Starkarmiger na khalu atula-vikramaḥ nicht fürwahr, von unvergleichlicher Kraft prahartavyaṃ tvayā etena soll von dir mit diesem daṇḍena asmin niśācare Stab gegen diesen Nachtwandler geschlagen werden varaḥ khalu mayā dattastasya tridaśapuṅgava . tattvayā nānṛtaṃ kāryaṃ yanmayā vyāhṛtaṃ vacaḥ .. 34..
Eine Gunst nämlich habe ich ihm gewährt, o Stier unter den Göttern; darum darf das Wort, das ich gesprochen habe, von dir nicht zur Lüge gemacht werden.
Wort für Wort varaḥ khalu mayā dattaḥ eine Gunst nämlich von mir gewährt tasya tridaśa-puṅgava ihm, o Stier unter den Göttern tat tvayā na anṛtaṃ kāryaṃ darum soll das nicht von dir zur Lüge gemacht werden yat mayā vyāhṛtaṃ vacaḥ das Wort, das von mir gesprochen wurde amogho hyeṣa sarvāsāṃ prajānāṃ vinipātane . kāladaṇḍo mayā sṛṣṭaḥ pūrvaṃ mṛtyupuraskṛtaḥ .. 35..
Unfehlbar fürwahr ist dieser Stab der Zeit beim Vernichten aller Geschöpfe, von mir einst geschaffen, dem Tod vorangestellt.
Wort für Wort amoghaḥ hi eṣaḥ sarvāsāṃ unfehlbar fürwahr ist dieser bei allen prajānāṃ vinipātane Geschöpfen beim Vernichten kāla-daṇḍaḥ mayā sṛṣṭaḥ der Stab der Zeit, von mir geschaffen pūrvaṃ mṛtyu-puraskṛtaḥ einst, dem Tod vorangestellt tanna khalveṣa te saumya pātyo rākṣasamūrdhani . na hyasminpatite kaścinmuhūrtamapi jīvati .. 36..
Darum darf dieser, Sanftmütiger, fürwahr nicht auf das Haupt des Rākṣasas fallen; denn wenn er fällt, lebt niemand auch nur einen Augenblick.
Wort für Wort tat na khalu eṣaḥ te saumya darum darf dieser nicht, Sanftmütiger pātyaḥ rākṣasa-mūrdhani auf das Haupt des Rākṣasas fallen na hi asmin patite kaścit denn wenn er fällt, niemand muhūrtam api jīvati lebt auch nur einen Augenblick yadi hyasminnipatite na mriyetaiṣa rākṣasaḥ . mriyeta vā daśagrīvastathāpyubhayato.anṛtam .. 37..
Denn wenn dieser fiele und der Rākṣasa nicht stürbe, oder wenn Daśagrīva stürbe – so wäre es in beiden Fällen eine Lüge.
Wort für Wort yadi hi asmin nipatite denn wenn dieser fiele na mriyeta eṣaḥ rākṣasaḥ und dieser Rākṣasa nicht stürbe mriyeta vā daśagrīvaḥ oder Daśagrīva stürbe tathā api ubhayataḥ anṛtam dennoch wäre es in beiden Fällen eine Lüge rākṣasendrānniyacchādya daṇḍamenaṃ vadhodyatam . satyaṃ mama kuruṣvedaṃ lokāṃstvaṃ samavekṣya ca .. 38..
Halte jetzt diesen zur Tötung bereiten Stab vom Herrn der Rākṣasas zurück; mache mein Wort wahr, indem du auf die Welten Rücksicht nimmst.
Wort für Wort rākṣasendrāt niyaccha adya halte jetzt zurück vom Herrn der Rākṣasas daṇḍam enaṃ vadha-udyatam diesen zur Tötung bereiten Stab satyaṃ mama kuruṣva idaṃ mache dies, mein Wort, wahr lokān tvaṃ samavekṣya ca und die Welten in Betracht ziehend evamuktastu dharmātmā pratyuvāca yamastadā . eṣa vyāvartito daṇḍaḥ prabhaviṣṇurbhavānhi naḥ .. 39..
So angesprochen, erwiderte der rechtschaffene Yama da: „Dieser Stab ist zurückgezogen; du fürwahr bist unser Gebieter.
Wort für Wort evam uktaḥ tu dharmātmā so angesprochen aber, der Rechtschaffene pratyuvāca yamaḥ tadā erwiderte Yama da eṣaḥ vyāvartitaḥ daṇḍaḥ dieser Stab ist zurückgezogen prabhaviṣṇuḥ bhavān hi naḥ du bist fürwahr unser Gebieter kiṃ tvidānīṃ mayā śakyaṃ kartuṃ raṇagatena hi . yanmayā yanna hantavyo rākṣaso varadarpitaḥ .. 40..
Was aber vermag ich jetzt zu tun, der ich in die Schlacht gezogen bin, da dieser durch die Gunst übermütige Rākṣasa nicht getötet werden darf?
Wort für Wort kim tu idānīṃ mayā śakyaṃ was aber vermag ich jetzt kartuṃ raṇa-gatena hi zu tun, der ich fürwahr in die Schlacht gezogen bin yat mayā yat na hantavyaḥ da dieser nicht getötet werden darf rākṣasaḥ vara-darpitaḥ der Rākṣasa, durch die Gunst übermütig eṣa tasmātpraṇaśyāmi darśanādasya rakṣasaḥ . ityuktvā sarathaḥ sāśvastatraivāntaradhīyata .. 41..
Darum entziehe ich mich dem Anblick dieses Rākṣasas.“ So sprechend, verschwand er samt Wagen und Pferden ebendort.
Wort für Wort eṣaḥ tasmāt praṇaśyāmi darum entziehe ich mich darśanāt asya rakṣasaḥ dem Anblick dieses Rākṣasas iti uktvā sarathaḥ sa-aśvaḥ so sprechend, samt Wagen und Pferden tatra eva antaradhīyata verschwand er ebendort daśagrīvastu taṃ jitvā nāma viśrāvya cātmanaḥ . puṣpakeṇa tu saṃhṛṣṭo niṣkrānto yamasādanāt .. 42..
Daśagrīva aber, nachdem er ihn besiegt und seinen eigenen Namen verkündet hatte, zog hocherfreut mit dem Puṣpaka aus Yamas Sitz aus.
Wort für Wort daśagrīvaḥ tu taṃ jitvā Daśagrīva aber, ihn besiegend nāma viśrāvya ca ātmanaḥ und seinen eigenen Namen verkündend puṣpakeṇa tu saṃhṛṣṭaḥ hocherfreut mit dem Puṣpaka niṣkrāntaḥ yama-sādanāt zog er aus Yamas Sitz aus tato vaivasvato devaiḥ saha brahmapurogamaiḥ . jagāma tridivaṃ hṛṣṭo nāradaśca mahāmuniḥ .. 43..
Da zog Vaivasvata, zusammen mit den Göttern, von Brahmā angeführt, erfreut zum Himmel, und ebenso der große Muni Nārada.
Wort für Wort tataḥ vaivasvataḥ devaiḥ da Vaivasvata, mit den Göttern saha brahma-purogamaiḥ zusammen, von Brahmā angeführt jagāma tridivaṃ hṛṣṭaḥ zog erfreut zum Himmel nāradaḥ ca mahāmuniḥ und der große Muni Nārada
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