Quellen der Menschheit

Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa

Sarga 2: Pulastya-Viśravaḥ Pulastyas Fluch und die Geburt des Viśravas

tasya tadvacanaṃ śrutvā rāghavasya mahātmanaḥ | kumbhayonirmahātejā vākyametaduvāca ha ||

Als er diese Worte des hochherzigen Rāghava gehört hatte, sprach der überaus glanzvolle Krughochgeborene (Agastya) folgende Worte:

Wort für Wort
tasya tadvacanaṃ śrutvā
als er diese Worte gehört hatte
rāghavasya mahātmanaḥ
des hochherzigen Rāghava
kumbhayonirmahātejā
der überaus glanzvolle Krughochgeborene
vākyametaduvāca ha
sprach diese Worte

śṛṇu rājanyathāvṛttaṃ yasya tejobalaṃ mahat | jaghāna ca ripūnyuddhe yathāvadhyaśca śatrubhiḥ ||

"Höre, o König, wie es sich zutrug mit dem, dessen Glanzkraft so gewaltig war, und wie er im Kampf die Feinde erschlug, und wie er von Feinden unbezwingbar war.

Wort für Wort
śṛṇu rājanyathāvṛttaṃ
höre, König, wie es sich zutrug
yasya tejobalaṃ mahat
dessen Glanzkraft so gewaltig war
jaghāna ca ripūnyuddhe
und wie er im Kampf die Feinde erschlug
yathāvadhyaśca śatrubhiḥ
und wie er von Feinden unbezwingbar war

ahaṃ te rāvaṇasyedaṃ kulaṃ janma ca rāghava | varapradānaṃ ca tathā tasmai dattaṃ bravīmi te ||

Ich will dir, Rāghava, von Rāvaṇas Geschlecht und Geburt erzählen, und ebenso von der Gunstgewährung, die ihm zuteilwurde.

Wort für Wort
ahaṃ te rāvaṇasyedaṃ
ich will dir dieses Rāvaṇas
kulaṃ janma ca rāghava
Geschlecht und Geburt, Rāghava
varapradānaṃ ca tathā
und ebenso die Gunstgewährung
tasmai dattaṃ bravīmi te
die ihm zuteilwurde, erzähle ich dir

purā kṛtayuge rāma prajāpatisutaḥ prabhuḥ | pulastyo nāma brahmarṣiḥ sākṣādiva pitāmahaḥ ||

Einst im Kṛtayuga, o Rāma, lebte der Sohn des Prajāpati, der Herr, ein Brahmanenweiser namens Pulastya, wie der Großvater (Brahmā) selbst.

Wort für Wort
purā kṛtayuge rāma
einst im Kṛtayuga, Rāma
prajāpatisutaḥ prabhuḥ
der Sohn des Prajāpati, der Herr
pulastyo nāma brahmarṣiḥ
ein Brahmanenweiser namens Pulastya
sākṣādiva pitāmahaḥ
wie der Großvater selbst

nānukīrtyā guṇāstasya dharmataḥ śīlatastathā | prajāpateḥ putra iti vaktuṃ śakyaṃ hi nāmataḥ ||

Seine Tugenden, sein rechtschaffenes Wesen und sein Charakter sind nicht vollständig zu besingen; man kann nur sagen, dass er dem Namen nach ein Sohn des Prajāpati war.

Wort für Wort
nānukīrtyā guṇāstasya
seine Tugenden sind nicht vollständig zu besingen
dharmataḥ śīlatastathā
in Rechtschaffenheit und ebenso im Charakter
prajāpateḥ putra iti
dass er ein Sohn des Prajāpati sei
vaktuṃ śakyaṃ hi nāmataḥ
kann man nur dem Namen nach sagen

sa tu dharmaprasaṅgena meroḥ pārśve mahāgireḥ | tṛṇabindvāśramaṃ gatvā nyavasanmunipuṅgavaḥ ||

Er nun, aus Anhänglichkeit an die Rechtschaffenheit, ging an die Seite des großen Berges Meru, zur Einsiedelei des Tṛṇabindu, und wohnte dort, der Vortrefflichste der Munis.

Wort für Wort
sa tu dharmaprasaṅgena
er aber, aus Anhänglichkeit an die Rechtschaffenheit
meroḥ pārśve mahāgireḥ
an der Seite des großen Berges Meru
tṛṇabindvāśramaṃ gatvā
zur Einsiedelei des Tṛṇabindu gehend
nyavasanmunipuṅgavaḥ
wohnte er, der Vortrefflichste der Munis

tapastepe sa dharmātmā svādhyāyaniyatendriyaḥ | gatvāśramapadaṃ tasya vighnaṃ kurvanti kanyakāḥ ||

Der Rechtschaffene übte Askese, seine Sinne durch die Rezitation der Veden gezügelt; doch Jungfrauen, die zu seiner Einsiedelei kamen, verursachten Störung.

Wort für Wort
tapastepe sa dharmātmā
der Rechtschaffene übte Askese
svādhyāyaniyatendriyaḥ
die Sinne durch Rezitation gezügelt
gatvāśramapadaṃ tasya
zu seiner Einsiedelei gehend
vighnaṃ kurvanti kanyakāḥ
verursachten Jungfrauen Störung

devapannagakanyāśca rājarṣitanayāśca yāḥ | krīḍantyo.apsarasaścaiva taṃ deśamupapedire ||

Töchter der Götter und Schlangenwesen, und Töchter königlicher Weiser, und spielende Apsaras suchten jenen Ort auf.

Wort für Wort
devapannagakanyāśca
Töchter der Götter und Schlangenwesen
rājarṣitanayāśca yāḥ
und die Töchter königlicher Weiser
krīḍantyo.apsarasaścaiva
und spielende Apsaras
taṃ deśamupapedire
suchten jenen Ort auf

sarvartuṣūpabhogyatvādramyatvātkānanasya ca | nityaśastāstu taṃ deśaṃ gatvā krīḍanti kanyakāḥ ||

Weil er zu jeder Jahreszeit genussvoll war und der Wald lieblich, gingen die Jungfrauen ständig an jenen Ort, um zu spielen.

Wort für Wort
sarvartuṣūpabhogyatvād
weil er zu jeder Jahreszeit genussvoll war
ramyatvātkānanasya ca
und weil der Wald lieblich war
nityaśastāstu taṃ deśaṃ
ständig an jenen Ort
gatvā krīḍanti kanyakāḥ
gingen die Jungfrauen, um zu spielen

atha ruṣṭo mahātejā vyājahāra mahāmuniḥ | yā me darśanamāgacchetsā garbhaṃ dhārayiṣyati ||

Da sprach der überaus glanzvolle große Muni erzürnt einen Fluch aus: "Welche Jungfrau mir vor die Augen kommt, die wird schwanger werden."

Wort für Wort
atha ruṣṭo mahātejā
da erzürnt, der überaus Glanzvolle
vyājahāra mahāmuniḥ
sprach der große Muni aus
yā me darśanamāgacchet
welche mir vor die Augen kommt
sā garbhaṃ dhārayiṣyati
die wird schwanger werden

tāstu sarvāḥ pratigatāḥ śrutvā vākyaṃ mahātmanaḥ | brahmaśāpabhayādbhītāstaṃ deśaṃ nopacakramuḥ ||

Alle jene kehrten um, nachdem sie das Wort des Hochherzigen gehört hatten, und näherten sich, von Furcht vor dem Brahmanenfluch erschreckt, jenem Ort nicht mehr.

Wort für Wort
tāstu sarvāḥ pratigatāḥ
alle jene kehrten um
śrutvā vākyaṃ mahātmanaḥ
nachdem sie das Wort des Hochherzigen gehört hatten
brahmaśāpabhayādbhītās
von Furcht vor dem Brahmanenfluch erschreckt
taṃ deśaṃ nopacakramuḥ
näherten sich jenem Ort nicht mehr

tṛṇabindostu rājarṣestanayā na śṛṇoti tat | gatvāśramapadaṃ tasya vicacāra sunirbhayā ||

Doch die Tochter des königlichen Weisen Tṛṇabindu hörte davon nichts; sie ging zu seiner Einsiedelei und wandelte dort ganz furchtlos umher.

Wort für Wort
tṛṇabindostu rājarṣes
doch des königlichen Weisen Tṛṇabindu
tanayā na śṛṇoti tat
Tochter hörte davon nichts
gatvāśramapadaṃ tasya
zu seiner Einsiedelei gehend
vicacāra sunirbhayā
wandelte sie ganz furchtlos umher

tasminneva tu kāle sa prajāpatyo mahānṛṣiḥ | svādhyāyamakarottatra tapasā dyotitaprabhaḥ ||

Zu eben jener Zeit vollzog der große Ṛṣi, der Sohn des Prajāpati, dort seine Vedenrezitation, sein Glanz durch Askese erstrahlend.

Wort für Wort
tasminneva tu kāle
zu eben jener Zeit
sa prajāpatyo mahānṛṣiḥ
jener große Ṛṣi, Sohn des Prajāpati
svādhyāyamakarottatra
vollzog dort seine Vedenrezitation
tapasā dyotitaprabhaḥ
sein Glanz durch Askese erstrahlend

sā tu vedadhvaniṃ śrutvā dṛṣṭvā caiva tapodhanam | abhavatpāṇḍudehā sā suvyañjitaśarīrajā ||

Sie aber, den Klang der Veden hörend und den Asketen erblickend, wurde bleich am Körper, mit deutlich sichtbarer Leibesfrucht.

Wort für Wort
sā tu vedadhvaniṃ śrutvā
sie aber, den Klang der Veden hörend
dṛṣṭvā caiva tapodhanam
und den Asketen erblickend
abhavatpāṇḍudehā sā
wurde sie bleich am Körper
suvyañjitaśarīrajā
mit deutlich sichtbarer Leibesfrucht

dṛṣṭvā paramasaṃvignā sā tu tadrūpamātmanaḥ | idaṃ me kiṃ nviti jñātvā piturgatvāgrataḥ sthitāḥ ||

Als sie diese ihre Gestalt sah, geriet sie in höchste Bestürzung; sich fragend, was dies mit ihr sei, ging sie und stellte sich vor ihren Vater.

Wort für Wort
dṛṣṭvā paramasaṃvignā
in höchste Bestürzung geraten, als sie sah
sā tu tadrūpamātmanaḥ
sie diese ihre Gestalt
idaṃ me kiṃ nviti jñātvā
sich fragend, was dies mit ihr sei
piturgatvāgrataḥ sthitāḥ
ging sie und stellte sich vor den Vater

tāṃ tu dṛṣṭvā tathā bhūtāṃ tṛṇabindurathābravīt | kiṃ tametattvasadṛśaṃ dhārayasyātmano vapuḥ ||

Als Tṛṇabindu sie so beschaffen sah, sprach er: "Was ist das, dass du eine dir so unangemessene Gestalt an dir trägst?"

Wort für Wort
tāṃ tu dṛṣṭvā tathā bhūtāṃ
als er sie so beschaffen sah
tṛṇabindurathābravīt
sprach da Tṛṇabindu
kiṃ tametattvasadṛśaṃ
was ist das dir Unangemessene
dhārayasyātmano vapuḥ
das du an deiner eigenen Gestalt trägst

sā tu kṛtvāñjaliṃ dīnā kanyovāca tapodhanam | na jāne kāraṇaṃ tāta yena me rūpamīdṛśam ||

Sie aber, die Hände zum Gruß gefaltet, betrübt, sprach als Jungfrau zu dem Asketen: "Ich kenne den Grund nicht, Vater, weshalb meine Gestalt so geworden ist.

Wort für Wort
sā tu kṛtvāñjaliṃ dīnā
sie aber, betrübt, die Hände gefaltet
kanyovāca tapodhanam
sprach als Jungfrau zu dem Asketen
na jāne kāraṇaṃ tāta
ich kenne den Grund nicht, Vater
yena me rūpamīdṛśam
weshalb meine Gestalt so geworden ist

kiṃ tu pūrvaṃ gatāsmyekā maharṣerbhāvitātmanaḥ | pulastyasyāśramaṃ divyamanveṣṭuṃ svasakhījanam ||

Doch vorhin ging ich allein zur göttlichen Einsiedelei des großen, geläuterten Ṛṣi Pulastya, um nach meinen Gefährtinnen zu suchen,

Wort für Wort
kiṃ tu pūrvaṃ gatāsmyekā
doch vorhin ging ich allein
maharṣerbhāvitātmanaḥ
zu dem großen, geläuterten Ṛṣi
pulastyasyāśramaṃ divyam
zur göttlichen Einsiedelei Pulastyas
anveṣṭuṃ svasakhījanam
um nach meinen Gefährtinnen zu suchen

na ca paśyāmyahaṃ tatra kāṃ cidapyāgatāṃ sakhīm | rūpasya tu viparyāsaṃ dṛṣṭvā cāhamihāgatā ||

und ich sah dort keine meiner Gefährtinnen ankommen; doch nachdem ich die Verwandlung meiner Gestalt bemerkt hatte, kam ich hierher."

Wort für Wort
na ca paśyāmyahaṃ tatra
und ich sah dort nicht
kāṃ cidapyāgatāṃ sakhīm
irgendeine meiner Gefährtinnen ankommen
rūpasya tu viparyāsaṃ
doch die Verwandlung der Gestalt
dṛṣṭvā cāhamihāgatā
bemerkend kam ich hierher

tṛṇabindustu rājarṣistapasā dyotitaprabhaḥ | dhyānaṃ viveśa taccāpi apaśyadṛṣikarmajam ||

Der königliche Weise Tṛṇabindu, sein Glanz durch Askese erstrahlend, versank in Meditation, und erkannte, dass dies das Werk des Ṛṣis war.

Wort für Wort
tṛṇabindustu rājarṣis
der königliche Weise Tṛṇabindu
tapasā dyotitaprabhaḥ
sein Glanz durch Askese erstrahlend
dhyānaṃ viveśa taccāpi
versank in Meditation, und dies auch
apaśyadṛṣikarmajam
erkannte er als das Werk des Ṛṣis

sa tu vijñāya taṃ śāpaṃ maharṣerbhāvitātmanaḥ | gṛhītvā tanayāṃ gatvā pulastyamidamabravīt ||

Nachdem er diesen Fluch des großen, geläuterten Ṛṣi erkannt hatte, nahm er seine Tochter, ging zu Pulastya und sprach dies:

Wort für Wort
sa tu vijñāya taṃ śāpaṃ
nachdem er diesen Fluch erkannt hatte
maharṣerbhāvitātmanaḥ
des großen, geläuterten Ṛṣi
gṛhītvā tanayāṃ gatvā
seine Tochter nehmend, ging er
pulastyamidamabravīt
und sprach dies zu Pulastya

bhagamaṃstanayāṃ me tvaṃ guṇaiḥ svaireva bhūṣitām | bhikṣāṃ pratigṛhāṇemāṃ maharṣe svayamudyatām ||

"O Ehrwürdiger, nimm meine Tochter, mit ihren eigenen Tugenden geschmückt, als diese von selbst dargebotene Gabe an, großer Weiser,

Wort für Wort
bhagamaṃstanayāṃ me tvaṃ
o Ehrwürdiger, meine Tochter du
guṇaiḥ svaireva bhūṣitām
mit ihren eigenen Tugenden geschmückt
bhikṣāṃ pratigṛhāṇemāṃ
nimm diese Gabe an
maharṣe svayamudyatām
großer Weiser, von selbst dargeboten

tapaścaraṇayuktasya śrāmyamāṇendriyasya te | śuśrūṣā tatparā nityaṃ bhaviṣyati na saṃśayaḥ ||

denn dir, der du der Askeseübung obliegst und dessen Sinne sich mühen, wird sie stets in eifriger Ergebenheit dienen, ohne Zweifel."

Wort für Wort
tapaścaraṇayuktasya
dem, der der Askeseübung obliegt
śrāmyamāṇendriyasya te
dessen Sinne sich mühen
śuśrūṣā tatparā nityaṃ
wird ihr Dienst stets eifrig ergeben
bhaviṣyati na saṃśayaḥ
ohne Zweifel sein

taṃ bruvāṇaṃ tu tadvākyaṃ rājarṣiṃ dhārmikaṃ tadā | jighṛkṣurabbravītkanyāṃ bāḍhamityeva sa dvijaḥ ||

Zu dem so sprechenden rechtschaffenen königlichen Weisen sagte da der Brahmane, bereit, die Jungfrau zu nehmen: "Es sei so."

Wort für Wort
taṃ bruvāṇaṃ tu tadvākyaṃ
zu ihm, der so sprach
rājarṣiṃ dhārmikaṃ tadā
zu dem rechtschaffenen königlichen Weisen da
jighṛkṣurabbravītkanyāṃ
bereit, die Jungfrau zu nehmen, sagte er
bāḍhamityeva sa dvijaḥ
"es sei so", jener Brahmane

dattvā tu sa gato rājā svamāśramapadaṃ tadā | sāpi tatrāvasatkanyā toṣayantī patiṃ guṇaiḥ | prītaḥ sa tu mahātejā vākyametaduvāca ha ||

Nachdem der König sie übergeben hatte, ging er zu seiner eigenen Einsiedelei; und die Jungfrau wohnte dort, ihren Gatten mit ihren Tugenden erfreuend. Zufrieden sprach der überaus Glanzvolle da diese Worte:

Wort für Wort
dattvā tu sa gato rājā
nachdem er sie übergeben hatte, ging der König
svamāśramapadaṃ tadā
zu seiner eigenen Einsiedelei da
sāpi tatrāvasatkanyā
und die Jungfrau wohnte dort
toṣayantī patiṃ guṇaiḥ
ihren Gatten mit ihren Tugenden erfreuend
prītaḥ sa tu mahātejā
zufrieden, der überaus Glanzvolle
vākyametaduvāca ha
sprach er diese Worte

parituṣṭo.asmi bhadraṃ te guṇānāṃ sampadā bhṛśam | tasmātte viramāmyadya putramātmasamaṃ guṇaiḥ | ubhayorvaṃśakartāraṃ paulastya iti viśrutam ||

"Ich bin überaus zufrieden, Heil dir, durch die Fülle deiner Tugenden; darum gewähre ich dir heute einen Sohn, mir an Tugenden gleich, den Begründer beider Geschlechter, berühmt unter dem Namen Paulastya –

Wort für Wort
parituṣṭo.asmi bhadraṃ te
ich bin zufrieden, Heil dir
guṇānāṃ sampadā bhṛśam
durch die Fülle der Tugenden sehr
tasmātte viramāmyadya
darum gewähre ich dir heute
putramātmasamaṃ guṇaiḥ
einen Sohn, mir an Tugenden gleich
ubhayorvaṃśakartāraṃ
den Begründer beider Geschlechter
paulastya iti viśrutam
berühmt unter dem Namen Paulastya

yasmāttu viśruto vedastvayehābhyasyato mama | tasmātsa viśravā nāma bhaviṣyati na saṃśayaḥ ||

und weil hier, während du bei mir weiltest, der Veda von mir laut rezitiert wurde, deshalb wird er ohne Zweifel den Namen Viśravas tragen."

Wort für Wort
yasmāttu viśruto vedas
weil der Veda laut rezitiert wurde
tvayehābhyasyato mama
während du hier bei mir weiltest, von mir
tasmātsa viśravā nāma
deshalb wird er den Namen Viśravas
bhaviṣyati na saṃśayaḥ
tragen, ohne Zweifel

evamuktā tu sā kanyā prahṛṣṭenāntarātmanā | acireṇaiva kālena sūtā viśravasaṃ sutam ||

So angesprochen, gebar jene Jungfrau, mit hocherfreutem inneren Gemüt, nach nicht langer Zeit den Sohn Viśravas.

Wort für Wort
evamuktā tu sā kanyā
so angesprochen, jene Jungfrau
prahṛṣṭenāntarātmanā
mit hocherfreutem inneren Gemüt
acireṇaiva kālena
nach nicht langer Zeit
sūtā viśravasaṃ sutam
gebar sie den Sohn Viśravas

sa tu lokatraye khyātaḥ śaucadharmasamanvitaḥ | piteva tapasā yukto viśravā munipuṅgavaḥ ||

Er, in den drei Welten berühmt, mit Reinheit und Rechtschaffenheit ausgestattet, dem Vater gleich der Askese ergeben, wurde Viśravas, der Vortrefflichste der Munis.

Wort für Wort
sa tu lokatraye khyātaḥ
er, in den drei Welten berühmt
śaucadharmasamanvitaḥ
mit Reinheit und Rechtschaffenheit ausgestattet
piteva tapasā yukto
dem Vater gleich der Askese ergeben
viśravā munipuṅgavaḥ
Viśravas, der Vortrefflichste der Munis

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