Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa
Sarga 18: Marutta-Yajña-Vidhvaṃsaḥ
Rāvaṇas Störung von Maruttas Opfer und die Verwandlung der Götter
praviṣṭāyāṃ hutāśaṃ tu vedavatyāṃ sa rāvaṇaḥ . puṣpakaṃ tatsamāruhya paricakrāma medinīm
Nachdem Vedavatī ins Feuer eingegangen war, bestieg Rāvaṇa jenen Puṣpaka-Wagen wieder und durchzog die Erde.
Wort für Wort praviṣṭāyāṃ hutāśaṃ tu nachdem sie ins Feuer eingegangen war vedavatyāṃ sa rāvaṇaḥ Vedavatī, jener Rāvaṇa puṣpakaṃ tat samāruhya jenen Puṣpaka besteigend paricakrāma medinīm durchzog er die Erde tato maruttaṃ nṛpatiṃ yajantaṃ saha daivataiḥ . uśīrabījamāsādya dadarśa sa tu rākṣasaḥ
Da erblickte der Rākṣasa, zum Uśīrabīja gelangend, den König Marutta, der zusammen mit den Göttern opferte.
Wort für Wort tataḥ maruttaṃ nṛpatiṃ da den König Marutta yajantaṃ saha daivataiḥ opfernd zusammen mit den Göttern uśīrabījam āsādya zum Uśīrabīja gelangend dadarśa saḥ tu rākṣasaḥ erblickte ihn der Rākṣasa saṃvarto nāma brahmarṣirbhrātā sākṣādbṛhaspateḥ . yājayāmāsa dharmajñaḥ sarvairbrahmagaṇairvṛtaḥ .. 3..
Der Brahmarṣi namens Saṃvarta, der leibliche Bruder des Bṛhaspati, der Rechtskundige, umgeben von allen Brahmanenscharen, leitete das Opfer.
Wort für Wort saṃvartaḥ nāma brahmarṣiḥ der Brahmarṣi namens Saṃvarta bhrātā sākṣāt bṛhaspateḥ der leibliche Bruder des Bṛhaspati yājayāmāsa dharmajñaḥ leitete das Opfer, der Rechtskundige sarvaiḥ brahma-gaṇaiḥ vṛtaḥ umgeben von allen Brahmanenscharen dṛṣṭvā devāstu tadrakṣo varadānena durjayam . tāṃ tāṃ yoniṃ samāpannāstasya dharṣaṇabhīravaḥ .. 4..
Als die Götter jenen durch die Gunstgewährung unbesiegbaren Rākṣasa sahen, nahmen sie, aus Furcht vor seiner Bedrängnis, jeweils andere Gestalten an.
Wort für Wort dṛṣṭvā devāḥ tu tat rakṣaḥ als die Götter jenen Rākṣasa sahen varadānena durjayam durch die Gunstgewährung unbesiegbaren tāṃ tāṃ yoniṃ samāpannāḥ nahmen sie jeweils andere Gestalten an tasya dharṣaṇa-bhīravaḥ aus Furcht vor seiner Bedrängnis indro mayūraḥ saṃvṛtto dharmarājastu vāyasaḥ . kṛkalāso dhanādhyakṣo haṃso vai varuṇo.abhavat .. 5..
Indra wurde zum Pfau, Dharmarāja (Yama) aber zur Krähe; der Herr der Schätze wurde zur Eidechse, und Varuṇa fürwahr zum Schwan.
Wort für Wort indraḥ mayūraḥ saṃvṛttaḥ Indra wurde zum Pfau dharmarājaḥ tu vāyasaḥ Dharmarāja aber zur Krähe kṛkalāsaḥ dhana-adhyakṣaḥ zur Eidechse der Herr der Schätze haṃsaḥ vai varuṇaḥ abhavat zum Schwan fürwahr Varuṇa wurde taṃ ca rājānamāsādya rāvaṇo rākṣasādhipaḥ . prāha yuddhaṃ prayacceti nirjito.asmīti vā vada .. 6..
Rāvaṇa, der Herr der Rākṣasas, zu jenem König tretend, sprach: „Gib mir Kampf, oder sage: ‚Ich bin besiegt.‘“
Wort für Wort tam ca rājānam āsādya und zu jenem König tretend rāvaṇaḥ rākṣasādhipaḥ Rāvaṇa, der Herr der Rākṣasas prāha yuddhaṃ prayaccha iti sprach: ‚gib Kampf‘ nirjitaḥ asmi iti vā vada oder sage: ‚ich bin besiegt‘ tato marutto nṛpatiḥ ko bhavānityuvāca tam . avahāsaṃ tato muktvā rākṣaso vākyamabravīt .. 7..
Da sprach König Marutta zu ihm: „Wer bist du?“ Da stieß der Rākṣasa ein Gelächter aus und sprach das Wort:
Wort für Wort tataḥ maruttaḥ nṛpatiḥ da König Marutta kaḥ bhavān iti uvāca tam ‚wer bist du‘, sprach er zu ihm avahāsaṃ tataḥ muktvā da ein Gelächter ausstoßend rākṣasaḥ vākyam abravīt sprach der Rākṣasa das Wort akutūhalabhāvena prīto.asmi tava pārthiva . dhanadasyānujaṃ yo māṃ nāvagacchasi rāvaṇam .. 8..
„Über deine Unwissenheit bin ich erfreut, o Fürst, da du mich, den jüngeren Bruder Dhanadas, den Rāvaṇa, nicht erkennst.
Wort für Wort akutūhala-bhāvena über die Unwissenheit prītaḥ asmi tava pārthiva bin ich erfreut, o Fürst dhanadasya anujaṃ yaḥ mām der ich der jüngere Bruder Dhanadas bin na avagacchasi rāvaṇam du erkennst nicht als Rāvaṇa triṣu lokeṣu kaḥ so.asti yo na jānāti me balam . bhrātaraṃ yena nirjitya vimānamidamāhṛtam .. 9..
Wer gibt es in den drei Welten, der meine Kraft nicht kennt, durch die ich meinen Bruder besiegt und dieses Luftfahrzeug erbeutet habe?
Wort für Wort triṣu lokeṣu kaḥ saḥ asti wer in den drei Welten gibt es yaḥ na jānāti me balam der meine Kraft nicht kennt bhrātaraṃ yena nirjitya durch die ich den Bruder besiegend vimānam idam āhṛtam dieses Luftfahrzeug erbeutet habe tato marutto nṛpatistaṃ rākṣasamathābravīt . dhanyaḥ khalu bhavānyena jyeṣṭho bhrātā raṇe jitaḥ .. 10..
Da sprach König Marutta zu jenem Rākṣasa: „Glücklich bist du fürwahr, da du deinen älteren Bruder im Kampf besiegt hast.
Wort für Wort tataḥ maruttaḥ nṛpatiḥ da König Marutta taṃ rākṣasam atha abravīt sprach dann zu jenem Rākṣasa dhanyaḥ khalu bhavān yena glücklich bist du fürwahr, durch den jyeṣṭhaḥ bhrātā raṇe jitaḥ der ältere Bruder im Kampf besiegt wurde nādharmasahitaṃ ślāghyaṃ na lokapratisaṃhitam . karma daurātmyakaṃ kṛtvā ślāghase bhrātṛnirjayāt .. 11..
Nicht ist mit Unrecht Verbundenes rühmenswert, noch was der Welt widerspricht; eine bösgesinnte Tat begehend, rühmst du dich des Sieges über den Bruder.
Wort für Wort na adharma-sahitaṃ ślāghyaṃ nicht ist mit Unrecht Verbundenes rühmenswert na loka-pratisaṃhitam noch was der Welt widerspricht karma daurātmyakaṃ kṛtvā eine bösgesinnte Tat begehend ślāghase bhrātṛ-nirjayāt rühmst du dich wegen des Sieges über den Bruder kiṃ tvaṃ prākkevalaṃ dharmaṃ caritvā labdhavānvaram . śrutapūrvaṃ hi na mayā yādṛśaṃ bhāṣase svayam .. 12..
Hast du denn zuvor allein durch das Recht wandelnd eine Gunst erlangt? Nie zuvor habe ich Derartiges gehört, wie du selbst es sprichst.
Wort für Wort kim tvaṃ prāk kevalaṃ dharmaṃ hast du denn zuvor allein das Recht caritvā labdhavān varam wandelnd eine Gunst erlangt śruta-pūrvaṃ hi na mayā niemals zuvor gehört von mir yādṛśaṃ bhāṣase svayam wie du selbst es sprichst tataḥ śarāsanaṃ gṛhya sāyakāṃśca sa pārthivaḥ . raṇāya niryayau kruddhaḥ saṃvarto mārgamāvṛṇot .. 13..
Da ergriff jener Fürst Bogen und Pfeile und zog zornig zum Kampf hinaus; Saṃvarta aber verwehrte ihm den Weg.
Wort für Wort tataḥ śarāsanaṃ gṛhya da den Bogen ergreifend sāyakān ca sa pārthivaḥ und die Pfeile, jener Fürst raṇāya niryayau kruddhaḥ zog zornig zum Kampf hinaus saṃvartaḥ mārgam āvṛṇot Saṃvarta verwehrte den Weg so.abravītsnehasaṃyuktaṃ maruttaṃ taṃ mahānṛṣiḥ . śrotavyaṃ yadi madvākyaṃ samprahāro na te kṣamaḥ .. 14..
Der große Ṛṣi sprach voller Zuneigung zu jenem Marutta: „Wenn mein Wort gehört werden soll: dieser Kampf geziemt sich nicht für dich.
Wort für Wort saḥ abravīt sneha-saṃyuktaṃ er sprach voller Zuneigung maruttaṃ taṃ mahā-ṛṣiḥ zu jenem Marutta, der große Ṛṣi śrotavyaṃ yadi mad-vākyaṃ wenn mein Wort gehört werden soll samprahāraḥ na te kṣamaḥ der Kampf geziemt sich nicht für dich maheśvaramidaṃ satramasamāptaṃ kulaṃ dahet . dīkṣitasya kuto yuddhaṃ krūratvaṃ dīkṣite kutaḥ .. 15..
Dieses große Opfer, unvollendet, würde die Sippe verbrennen; wie kann es für einen Geweihten Kampf geben, wie Grausamkeit bei einem Geweihten?
Wort für Wort mahā-īśvaram idaṃ satram dieses große Opfer für Śiva asamāptaṃ kulaṃ dahet unvollendet würde die Sippe verbrennen dīkṣitasya kutaḥ yuddhaṃ wie kann es für einen Geweihten Kampf geben krūratvaṃ dīkṣite kutaḥ wie Grausamkeit bei einem Geweihten saṃśayaśca raṇe nityaṃ rākṣasaścaiṣa durjayaḥ . sa nivṛtto gurorvākyānmaruttaḥ pṛthivīpatiḥ . visṛjya saśaraṃ cāpaṃ svastho makhamukho.abhavat .. 16..
Auch bei jedem Kampf gibt es Ungewissheit, und dieser Rākṣasa ist überdies schwer zu besiegen. So wandte sich, auf das Wort des Lehrers hörend, der Erdenherr Marutta ab, ließ Bogen und Pfeil sinken und wandte sich beruhigt wieder dem Opfer zu.
Wort für Wort saṃśayaḥ ca raṇe nityaṃ und Ungewissheit gibt es bei jedem Kampf rākṣasaḥ ca eṣaḥ durjayaḥ und dieser Rākṣasa ist schwer zu besiegen saḥ nivṛttaḥ guroḥ vākyāt er, auf das Wort des Lehrers wandte sich ab maruttaḥ pṛthivī-patiḥ Marutta, der Erdenherr visṛjya sa-śaraṃ cāpaṃ Bogen und Pfeil sinken lassend svasthaḥ makha-mukhaḥ abhavat wandte er sich beruhigt dem Opfer zu tatastaṃ nirjitaṃ matvā goṣayāmāsa vai śukaḥ . rāvaṇo jitavāṃśceti harṣānnādaṃ ca muktavān .. 17..
Da, ihn als besiegt betrachtend, verkündete Śuka fürwahr laut: „Rāvaṇa hat gesiegt!“, und stieß einen Freudenschrei aus.
Wort für Wort tataḥ tam nirjitaṃ matvā da ihn als besiegt betrachtend ghoṣayāmāsa vai śukaḥ verkündete fürwahr Śuka rāvaṇaḥ jitavān iti ‚Rāvaṇa hat gesiegt‘ harṣāt nādaṃ ca muktavān und stieß vor Freude einen Ruf aus tānbhakṣayitvā tatrasthānmaharṣīnyajñamāgatān . vitṛpto rudhiraisteṣāṃ punaḥ samprayayau mahīm .. 18..
Nachdem er die dort anwesenden, zum Opfer gekommenen großen Ṛṣis verzehrt hatte, zog er, von ihrem Blut gesättigt, wieder über die Erde.
Wort für Wort tān bhakṣayitvā tatra-sthān nachdem er die dort befindlichen verzehrt hatte mahā-ṛṣīn yajñam āgatān die großen Ṛṣis, zum Opfer gekommenen vitṛptaḥ rudhiraiḥ teṣāṃ gesättigt von ihrem Blut punaḥ samprayayau mahīm zog er wieder über die Erde rāvaṇe tu gate devāḥ sendrāścaiva divaukasaḥ . tataḥ svāṃ yonimāsādya tāni sattvānyathābruvan .. 19..
Als Rāvaṇa aber fortgegangen war, kehrten die Götter samt Indra, die Himmelsbewohner, zu ihrer eigenen Gestalt zurück und sprachen dann so zu jenen Geschöpfen (in die sie sich verwandelt hatten).
Wort für Wort rāvaṇe tu gate devāḥ als Rāvaṇa aber fortgegangen war, die Götter sa-indrāḥ ca eva divaukasaḥ samt Indra, die Himmelsbewohner tataḥ svāṃ yonim āsādya dann zu ihrer eigenen Gestalt zurückkehrend tāni sattvāni atha abruvan sprachen sie dann zu jenen Geschöpfen harṣāttadābravīdindro mayūraṃ nīlabarhiṇam . prīto.asmi tava dharmajña upakārādvihaṅgama .. 20..
Voller Freude sprach da Indra zum Pfau mit dem blauen Federschmuck: „Erfreut bin ich über deine Hilfe, Kenner des Rechts, o Vogel.
Wort für Wort harṣāt tadā abravīt indraḥ voller Freude sprach da Indra mayūraṃ nīla-barhiṇam zum Pfau mit dem blauen Federschmuck prītaḥ asmi tava dharmajña erfreut bin ich über dich, Kenner des Rechts upakārāt vihaṅgama wegen der Hilfe, o Vogel mama netrasahasraṃ yattatte varhe bhaviṣyati . varṣamāṇe mayi mudaṃ prāpsyase prītilakṣaṇam .. 21..
Meine tausend Augen werden dir im Federschmuck zuteilwerden; wenn ich regne, wirst du Freude als Zeichen meiner Zuneigung erlangen.
Wort für Wort mama netra-sahasraṃ yat meine tausend Augen, die te varhe bhaviṣyati werden dir im Federschmuck sein varṣamāṇe mayi mudaṃ wenn ich regne, Freude prāpsyase prīti-lakṣaṇam wirst du erlangen als Zeichen der Zuneigung nīlāḥ kila purā barhā mayūrāṇāṃ narādhipa . surādhipādvaraṃ prāpya gatāḥ sarve vicitratām .. 22..
Blau nämlich waren einst, o Menschenherr, die Schwanzfedern der Pfauen; nachdem sie vom Götterherrn die Gunst erlangt hatten, wurden sie alle bunt.
Wort für Wort nīlāḥ kila purā barhāḥ blau waren nämlich einst die Schwanzfedern mayūrāṇāṃ narādhipa der Pfauen, o Menschenherr sura-adhipāt varaṃ prāpya vom Götterherrn die Gunst erlangend gatāḥ sarve vicitratām wurden sie alle bunt dharmarājo.abravīdrāma prāgvaṃśe vāyasaṃ sthitam . pakṣiṃstavāsmi suprītaḥ prītasya ca vacaḥ śṛṇu .. 23..
Dharmarāja sprach, o Rāma, zur Krähe, die auf dem Vordach stand: „Über dich, Vogel, bin ich sehr erfreut; höre die Worte eines Erfreuten:
Wort für Wort dharmarājaḥ abravīt rāma Dharmarāja sprach, o Rāma prāgvaṃśe vāyasaṃ sthitam zur Krähe, die auf dem Vordach stand pakṣim tava asmi suprītaḥ über dich, Vogel, bin ich sehr erfreut prītasya ca vacaḥ śṛṇu und höre die Worte eines Erfreuten yathānye vividhai rogaiḥ pīḍyante prāṇino mayā . te na te prabhaviṣyanti mayi prīte na saṃśayaḥ .. 24..
Wie andere Lebewesen von mir mit mancherlei Krankheiten geplagt werden, so werden diese dir, da ich erfreut bin, keine Macht antun, ohne Zweifel.
Wort für Wort yathā anye vividhaiḥ rogaiḥ wie andere mit mancherlei Krankheiten pīḍyante prāṇinaḥ mayā von mir geplagt werden, die Lebewesen te na te prabhaviṣyanti diese werden dir keine Macht antun mayi prīte na saṃśayaḥ da ich erfreut bin, ohne Zweifel mṛtyutaste bhayaṃ nāsti varānmama vihaṅgama . yāvattvāṃ na vadhiṣyanti narāstāvadbhaviṣyasi .. 25..
Vor dem Tod hast du keine Furcht, durch meine Gunst, o Vogel; solange dich Menschen nicht töten, wirst du fortbestehen.
Wort für Wort mṛtyutaḥ te bhayaṃ na asti vor dem Tod hast du keine Furcht varāt mama vihaṅgama durch meine Gunst, o Vogel yāvat tvāṃ na vadhiṣyanti narāḥ solange dich Menschen nicht töten tāvat bhaviṣyasi so lange wirst du bestehen ye ca madviṣayasthāstu mānavāḥ kṣudhayārditāḥ . tvayi bhukte tu tṛptāste bhaviṣyanti sabāndhavāḥ .. 26..
Und die Menschen, die in meinem Bereich, von Hunger geplagt sind – wenn sie von dir gegessen haben, werden sie samt ihren Angehörigen gesättigt sein.
Wort für Wort ye ca mad-viṣaya-sthāḥ tu und die, die in meinem Bereich sind mānavāḥ kṣudhayā arditāḥ die Menschen, von Hunger geplagt tvayi bhukte tu tṛptāḥ te wenn sie von dir gegessen haben, gesättigt sie bhaviṣyanti sa-bāndhavāḥ werden sie sein, samt ihren Angehörigen varuṇastvabravīddhaṃsaṃ gaṅgātoyavicāriṇam . śrūyatāṃ prītisaṃyuktaṃ vacaḥ patraratheśvara .. 27..
Varuṇa aber sprach zum Schwan, der im Wasser der Gaṅgā umherschwamm: „Höre das von Zuneigung erfüllte Wort, o Herr der Geflügelten.
Wort für Wort varuṇaḥ tu abravīt haṃsaṃ Varuṇa aber sprach zum Schwan gaṅgā-toya-vicāriṇam der im Wasser der Gaṅgā umherschwamm śrūyatāṃ prīti-saṃyuktaṃ möge gehört werden, das von Zuneigung erfüllte vacaḥ patra-ratha-īśvara Wort, o Herr der Geflügelten varṇo manoharaḥ saumyaścandramaṇḍalasaṃnibhaḥ . bhaviṣyati tavodagraḥ śuklaphenasamaprabhaḥ .. 28..
Eine herzerfreuende, sanfte Farbe, der Mondscheibe gleich, wird dir zuteilwerden, erhaben, wie weißer Schaum an Glanz.
Wort für Wort varṇaḥ manoharaḥ saumyaḥ eine herzerfreuende, sanfte Farbe candra-maṇḍala-saṃnibhaḥ der Mondscheibe gleich bhaviṣyati tava udagraḥ wird dir zuteilwerden, erhaben śukla-phena-sama-prabhaḥ an Glanz weißem Schaum gleich maccharīraṃ samāsādya kānto nityaṃ bhaviṣyasi . prāpsyase cātulāṃ prītimetanme prītilakṣaṇam .. 29..
Nachdem du meinen Körper (das Wasser) erreicht hast, wirst du stets lieblich sein und unvergleichliche Freude erlangen; dies sei das Zeichen meiner Zuneigung.
Wort für Wort mat-śarīraṃ samāsādya nachdem du meinen Körper erreicht hast kāntaḥ nityaṃ bhaviṣyasi wirst du stets lieblich sein prāpsyase ca atulāṃ prītim und wirst unvergleichliche Freude erlangen etat me prīti-lakṣaṇam dies sei mein Zeichen der Zuneigung haṃsānāṃ hi purā rāma na varṇaḥ sarvapāṇḍuraḥ . pakṣā nīlāgrasaṃvītāḥ kroḍhāḥ śaṣpāgranirmalāḥ .. 30..
Denn einst, o Rāma, war der Schwäne Farbe nicht ganz weiß; ihre Flügel waren an den Spitzen blau umsäumt, ihre Brust rein wie Grasspitzen.
Wort für Wort haṃsānāṃ hi purā rāma denn einst, o Rāma, der Schwäne na varṇaḥ sarva-pāṇḍuraḥ war die Farbe nicht ganz weiß pakṣā nīla-agra-saṃvītāḥ die Flügel an den Spitzen blau umsäumt kroḍhāḥ śaṣpa-agra-nirmalāḥ die Brust rein wie Grasspitzen athābravīdvaiśvaraṇaḥ kṛkalāsaṃ girau sthitam . hairaṇyaṃ samprayacchāmi varṇaṃ prītistavāpyaham .. 31..
Da sprach Vaiśravaṇa zur Eidechse, die auf dem Berg stand: „Goldene Farbe verleihe ich dir, und ebenso meine Zuneigung.
Wort für Wort atha abravīt vaiśvaraṇaḥ da sprach Vaiśravaṇa kṛkalāsaṃ girau sthitam zur Eidechse, die auf dem Berg stand hairaṇyaṃ samprayacchāmi varṇaṃ goldene Farbe verleihe ich prītiḥ tava api aham und meine Zuneigung ebenso sadravyaṃ ca śiro nityaṃ bhaviṣyati tavākṣayam . eṣa kāñcanako varṇo matprītyā te bhaviṣyati .. 32..
Und dein Haupt wird stets mit kostbarem Gut versehen und unvergänglich sein; diese goldene Farbe wird dir durch meine Zuneigung zuteilwerden.
Wort für Wort sa-dravyaṃ ca śiraḥ nityaṃ und das Haupt mit Gut versehen, stets bhaviṣyati tava akṣayam wird dir unvergänglich sein eṣaḥ kāñcanakaḥ varṇaḥ diese goldene Farbe mat-prītyā te bhaviṣyati wird dir durch meine Zuneigung sein evaṃ dattvā varāṃstebhyastasminyajñotsave surāḥ . nivṛtte saha rājñā vai punaḥ svabhavanaṃ gatāḥ .. 33..
So gaben die Götter ihnen bei jenem Opferfest Gaben, und nachdem es beendet war, kehrten sie samt dem König fürwahr wieder zu ihren eigenen Wohnstätten zurück.
Wort für Wort evaṃ dattvā varān tebhyaḥ so gebend Gaben diesen tasmin yajña-utsave surāḥ bei jenem Opferfest, die Götter nivṛtte saha rājñā vai nachdem es beendet war, samt dem König fürwahr punaḥ sva-bhavanaṃ gatāḥ kehrten sie wieder zu ihrer eigenen Wohnstätte zurück
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