Rāmāyaṇa · Uttarakāṇḍa
Sarga 24: Khara-Daṇḍakāraṇya-Sthāpanam
Rāvaṇas Raub der Jungfrauen, der Fluch der Frauen und die Einsetzung Kharas in Daṇḍaka
nivartamānaḥ saṃhṛṣṭo rāvaṇaḥ sa durātmavān . jahre pathi narendrarṣidevagandharvakanyakāḥ
Auf der Rückkehr, hocherfreut, jener bösgesinnte Rāvaṇa raubte auf dem Weg Töchter von Fürsten, Ṛṣis, Göttern und Gandharvas.
Wort für Wort nivartamānaḥ saṃhṛṣṭaḥ auf der Rückkehr, hocherfreut rāvaṇaḥ sa durātmavān jener bösgesinnte Rāvaṇa jahre pathi raubte auf dem Weg narendra-ṛṣi-deva-gandharva-kanyakāḥ Töchter von Fürsten, Ṛṣis, Göttern und Gandharvas darśanīyāṃ hi yāṃ rakṣaḥ kanyāṃ strīṃ vātha paśyati . hatvā bandhujanaṃ tasyā vimāne saṃnyaveśayat
Denn welch ansehnliche Jungfrau oder Frau der Rākṣasa auch erblickte, deren Angehörige tötend, setzte er sie im Luftfahrzeug ab.
Wort für Wort darśanīyām hi yām rakṣaḥ denn welche ansehnliche der Rākṣasa kanyāṃ strīṃ vā atha paśyati Jungfrau oder Frau auch erblickte hatvā bandhu-janaṃ tasyāḥ deren Angehörige tötend vimāne saṃnyaveśayat setzte er im Luftfahrzeug ab tatra pannagayakṣāṇāṃ mānuṣāṇāṃ ca rakṣasām . daityānāṃ dānavānāṃ ca kanyā jagrāha rāvaṇaḥ .. 3..
Dort raubte Rāvaṇa Töchter von Schlangen, Yakṣas, Menschen, Rākṣasas, Daityas und Dānavas.
Wort für Wort tatra pannaga-yakṣāṇāṃ dort von Schlangen, Yakṣas mānuṣāṇāṃ ca rakṣasām von Menschen und Rākṣasas daityānāṃ dānavānāṃ ca von Daityas und Dānavas kanyāḥ jagrāha rāvaṇaḥ Töchter raubte Rāvaṇa dīrghakeśyaḥ sucārvaṅgyaḥ pūrṇacandranibhānanāḥ . śokāyattāstaruṇyaśca samastā stananamritāḥ .. 4..
Mit langen Haaren, schönen Gliedern, Gesichtern wie der Vollmond, dem Kummer verfallen, die jungen Frauen, alle unter dem Gewicht ihrer Brüste geneigt.
Wort für Wort dīrgha-keśyaḥ sucāru-aṅgyaḥ mit langen Haaren, schönen Gliedern pūrṇa-candra-nibha-ānanāḥ mit Gesichtern wie der Vollmond śoka-āyattāḥ taruṇyaḥ ca dem Kummer verfallen, die jungen Frauen samastāḥ stana-namritāḥ alle unter dem Gewicht der Brüste geneigt tulyamagnyarciṣāṃ tatra śokāgnibhayasambhavam . pravepamānā duḥkhārtā mumucurbāṣpajaṃ jalam .. 5..
Dort vergossen sie, zitternd, von Leid gequält, Tränenwasser, gleich dem Flammenschein des Feuers, entstanden aus dem Feuer des Kummers und der Furcht.
Wort für Wort tulyam agni-arciṣāṃ tatra dort gleich dem Flammenschein des Feuers śoka-agni-bhaya-sambhavam entstanden aus dem Feuer des Kummers und der Furcht pravepamānāḥ duḥkha-ārtāḥ zitternd, von Leid gequält mumucuḥ bāṣpajaṃ jalam vergossen sie Tränenwasser tāsāṃ niśvasamānānāṃ niśvasaiḥ sampradīpitam . agnihotramivābhāti saṃniruddhāgnipuṣpakam .. 6..
Durch das Seufzen der Seufzenden entflammt, glich der Puṣpaka einem Feueropfer mit eingeschlossenem Feuer.
Wort für Wort tāsāṃ niśvasamānānāṃ der Seufzenden niśvasaiḥ sampradīpitam durch die Seufzer entflammt agnihotram iva ābhāti glich er einem Feueropfer saṃniruddha-agni-puṣpakam der Puṣpaka mit eingeschlossenem Feuer kā ciddadhyau suduḥkhārtā hanyādapi hi mām ayam . smṛtvā mātṝhpitṝnbhrātṝnputrānvai śvaśurānapi .. 7..
Manche, überaus leidgequält, sann nach: „Er könnte mich sogar töten“, an ihre Mütter, Väter, Brüder, Söhne und fürwahr auch Schwiegerväter denkend.
Wort für Wort kā cit dadhyau suduḥkha-ārtā manche, überaus leidgequält, sann nach hanyāt api hi mām ayam er könnte mich sogar töten smṛtvā mātṝn pitṝn bhrātṝn an Mütter, Väter, Brüder denkend putrān vai śvaśurān api und fürwahr auch an Söhne und Schwiegerväter kathaṃ nu khalu me putraḥ kariṣyati mayā vinā . kathaṃ mātā kathaṃ bhrātā nimagnāḥ śokasāgare .. 8..
„Wie nur wird mein Sohn ohne mich zurechtkommen? Wie meine Mutter, wie mein Bruder?“ – so versunken im Ozean des Kummers.
Wort für Wort katham nu khalu me putraḥ wie nur wird mein Sohn kariṣyati mayā vinā zurechtkommen ohne mich katham mātā katham bhrātā wie die Mutter, wie der Bruder nimagnāḥ śoka-sāgare versunken im Ozean des Kummers hā kathaṃ nu kariṣyāmi bhartāraṃ daivataṃ vinā . mṛtyo prasīda yāce tvāṃ naya māṃ yamasādanam .. 9..
„Ach, wie werde ich ohne meinen Gatten, meine Gottheit, zurechtkommen? O Tod, sei gnädig, ich bitte dich, führe mich zu Yamas Sitz.“
Wort für Wort hā katham nu kariṣyāmi ach, wie werde ich zurechtkommen bhartāraṃ daivataṃ vinā ohne den Gatten, die Gottheit mṛtyo prasīda yāce tvāṃ o Tod, sei gnädig, ich bitte dich naya māṃ yama-sādanam führe mich zu Yamas Sitz kiṃ nu me duṣkṛtaṃ karma kṛtaṃ dehāntare purā . tato.asmi dharṣitānena patitā śokasāgare .. 10..
„Welche üble Tat mag ich einst in einem früheren Leib begangen haben, dass ich nun von diesem geschändet, in den Ozean des Kummers gefallen bin?“
Wort für Wort kim nu me duṣkṛtaṃ karma welche üble Tat mag ich kṛtaṃ deha-antare purā einst in einem früheren Leib begangen haben tataḥ asmi dharṣitā anena daher bin ich von diesem geschändet patitā śoka-sāgare in den Ozean des Kummers gefallen na khalvidānīṃ paśyāmi duḥkhasyāntamihātmanaḥ . aho dhinmānuṣā.Nllokānnāsti khalvadhamaḥ paraḥ .. 11..
„Nun sehe ich fürwahr kein Ende meines eigenen Leides hier; ach, schändlich sind die Menschenwelten – es gibt fürwahr keinen Niedrigeren.
Wort für Wort na khalu idānīṃ paśyāmi nun sehe ich fürwahr nicht duḥkhasya antam iha ātmanaḥ das Ende meines eigenen Leides hier aho dhik mānuṣān lokān ach, schändlich die Menschenwelten na asti khalu adhamaḥ paraḥ es gibt fürwahr keinen Niedrigeren yaddurbalā balavatā bāndhavā rāvaṇena me . uditenaiva sūryeṇa tārakā iva nāśitāḥ .. 12..
Weil meine schwachen Verwandten von dem starken Rāvaṇa vernichtet wurden, wie die Sterne von der aufgegangenen Sonne.
Wort für Wort yat durbalāḥ balavatā dass die Schwachen von dem Starken bāndhavāḥ rāvaṇena me meine Verwandten von Rāvaṇa uditena eva sūryeṇa von der eben aufgegangenen Sonne tārakāḥ iva nāśitāḥ wie die Sterne vernichtet wurden aho subalavadrakṣo vadhopāyeṣu rajyate . aho durvṛttamātmānaṃ svayameva na budhyate .. 13..
Ach, der überaus starke Rākṣasa erfreut sich an Mitteln der Tötung; ach, sein eigenes böses Verhalten erkennt er selbst nicht.
Wort für Wort aho subalavat rakṣaḥ ach, der überaus starke Rākṣasa vadha-upāyeṣu rajyate erfreut sich an Mitteln der Tötung aho durvṛttam ātmānaṃ ach, sein böses Verhalten svayam eva na budhyate erkennt er selbst nicht sarvathā sadṛśastāvadvikramo.asya durātmanaḥ . idaṃ tvasadṛśaṃ karma paradārābhimarśanam .. 14..
Auf jeden Fall entspricht die Heldenkraft dieses Bösgesinnten seinem Wesen; doch diese Tat, das Antasten fremder Gattinnen, entspricht ihm nicht.
Wort für Wort sarvathā sadṛśaḥ tāvat auf jeden Fall entspricht vikramaḥ asya durātmanaḥ die Heldenkraft dieses Bösgesinnten (seinem Wesen) idam tu asadṛśaṃ karma doch diese Tat entspricht nicht para-dāra-abhimarśanam das Antasten fremder Gattinnen yasmādeṣa parakhyāsu strīṣu rajyati durmatiḥ . tasmāddhi strīkṛtenaiva vadhaṃ prāpsyati vāraṇaḥ .. 15..
Weil dieser Übelgesinnte sich an fremden Frauen ergötzt, deshalb wird der Elefant (Rāvaṇa) fürwahr eben durch eine Frau seinen Tod finden.
Wort für Wort yasmāt eṣaḥ para-khyāsu weil dieser an fremden strīṣu rajyati durmatiḥ Frauen sich ergötzt, der Übelgesinnte tasmāt hi strī-kṛtena eva deshalb fürwahr eben durch eine Frau vadhaṃ prāpsyati vāraṇaḥ wird der Elefant seinen Tod finden śaptaḥ strībhiḥ sa tu tadā hatatejāḥ suniṣprabha . pativratābhiḥ sādhvībhiḥ sthitābhiḥ sādhu vartmani .. 16..
Verflucht von den Frauen, seines Glanzes beraubt, ganz ohne Strahlkraft war er da, von den ihren Gatten treuen, tugendhaften, auf dem rechten Pfad stehenden Frauen.
Wort für Wort śaptaḥ strībhiḥ sa tu tadā verflucht von den Frauen war er da hata-tejāḥ suniṣprabhaḥ seines Glanzes beraubt, ganz ohne Strahlkraft pativratābhiḥ sādhvībhiḥ von den ihren Gatten treuen, tugendhaften sthitābhiḥ sādhu vartmani die auf dem rechten Pfad standen evaṃ vilapamānāsu rāvaṇo rākṣasādhipaḥ . praviveśa purīṃ laṅkāṃ pūjyamāno niśācaraiḥ .. 17..
Während sie so wehklagten, betrat Rāvaṇa, der Herr der Rākṣasas, die Stadt Laṅkā, von den Nachtwandlern verehrt.
Wort für Wort evaṃ vilapamānāsu während sie so wehklagten rāvaṇaḥ rākṣasādhipaḥ Rāvaṇa, der Herr der Rākṣasas praviveśa purīṃ laṅkāṃ betrat die Stadt Laṅkā pūjyamānaḥ niśācaraiḥ von den Nachtwandlern verehrt tato rākṣasarājasya svasā paramaduḥkhitā . pādayoḥ patitā tasya vaktumevopacakrame .. 18..
Da, die überaus betrübte Schwester des Rākṣasakönigs, zu seinen Füßen gefallen, begann zu sprechen:
Wort für Wort tataḥ rākṣasa-rājasya da, des Rākṣasakönigs svasā parama-duḥkhitā die Schwester, überaus betrübt pādayoḥ patitā tasya zu seinen Füßen gefallen vaktum eva upacakrame begann eben zu sprechen tataḥ svasāramutthāpya rāvaṇaḥ parisāntvayan . abravītkimidaṃ bhadre vaktumarhasi me drutam .. 19..
Da hob Rāvaṇa seine Schwester auf und sprach, sie besänftigend: „Was ist dies, Gute? Du solltest es mir rasch sagen.“
Wort für Wort tataḥ svasāram utthāpya da die Schwester aufhebend rāvaṇaḥ parisāntvayan Rāvaṇa besänftigend abravīt kim idaṃ bhadre sprach: was ist dies, Gute vaktum arhasi me drutam du solltest es mir rasch sagen sā bāṣpapariruddhākṣī rākṣasī vākyamabravīt . hatāsmi vidhavā rājaṃstvayā balavatā kṛtā .. 20..
Sie, die Rākṣasī, mit von Tränen verschleierten Augen, sprach das Wort: „Getötet bin ich, zur Witwe von dir, dem Starken, gemacht, o König.
Wort für Wort sā bāṣpa-pariruddha-akṣī sie mit von Tränen verschleierten Augen rākṣasī vākyam abravīt die Rākṣasī sprach das Wort hatā asmi vidhavā rājan getötet bin ich, zur Witwe, o König tvayā balavatā kṛtā von dir, dem Starken, gemacht ete viryāttvayā rājandaityā vinihatā raṇe . kālakeyā iti khyātā mahābalaparākramāḥ .. 21..
Diese durch deine Kraft, o König, im Kampf getöteten Daityas, bekannt als Kālakeyas, von großer Kraft und Tatkraft,
Wort für Wort ete vīryāt tvayā rājan diese durch deine Kraft, o König daityāḥ vinihatāḥ raṇe Daityas im Kampf getötet kālakeyāḥ iti khyātāḥ als Kālakeyas bekannt mahābala-parākramāḥ von großer Kraft und Tatkraft tatra me nihato bhartā garīyāñjīvitādapi . sa tvayā dayitastatra bhrātrā śatrusamena vai .. 22..
unter ihnen wurde mein Gatte getötet, der mir teurer war als das Leben selbst; er, von dir geliebt, wurde dort von dem einem Feind gleichenden Bruder (getötet).
Wort für Wort tatra me nihataḥ bhartā unter ihnen wurde mein Gatte getötet garīyān jīvitāt api der teurer war als das Leben selbst sa tvayā dayitaḥ tatra er, von dir geliebt, dort bhrātrā śatru-samena vai von dem Bruder, dem Feind gleichend, fürwahr yā tvayāsmi hatā rājansvayameveha bandhunā . duḥkhaṃ vaidhavyaśabdaṃ ca dattaṃ bhokṣyāmyahaṃ tvayā .. 23..
Ich, die von dir selbst, meinem eigenen Verwandten, hier getötet wurde, o König – das Leid und die Bezeichnung ‚Witwe‘, die von dir gegeben wurden, werde ich erdulden.
Wort für Wort yā tvayā asmi hatā rājan ich, die von dir getötet wurde, o König svayam eva iha bandhunā hier von dem eigenen Verwandten selbst duḥkhaṃ vaidhavya-śabdaṃ ca das Leid und die Bezeichnung ‚Witwe‘ dattaṃ bhokṣyāmi aham tvayā von dir gegeben werde ich erdulden nanu nāma tvayā rakṣyo jāmātā samareṣvapi . taṃ nihatya raṇe rājansvayameva na lajjase .. 24..
Sollte nicht der Schwiegersohn selbst in Schlachten von dir beschützt werden? Nachdem du ihn im Kampf getötet hast, schämst du dich selbst nicht, o König?
Wort für Wort nanu nāma tvayā rakṣyaḥ sollte nicht von dir beschützt werden jāmātā samareṣu api der Schwiegersohn auch in Schlachten tam nihatya raṇe rājan ihn im Kampf tötend, o König svayam eva na lajjase schämst du dich selbst nicht evamuktastayā rakṣo bhaginyā krośamānayā . abravītsāntvayitvā tāṃ sāmapūrvamidaṃ vacaḥ .. 25..
So von seiner klagenden Schwester angesprochen, sprach der Rākṣasa, sie besänftigend, dieses versöhnliche Wort:
Wort für Wort evam uktaḥ tayā rakṣaḥ so angesprochen von ihr, der Rākṣasa bhaginyā krośamānayā von seiner klagenden Schwester abravīt sāntvayitvā tāṃ sprach, sie besänftigend sāma-pūrvam idaṃ vacaḥ dieses versöhnliche Wort alaṃ vatse viṣādena na bhetavyaṃ ca sarvaśaḥ . mānadānaviśeṣaistvāṃ toṣayiṣyāmi nityaśaḥ .. 26..
„Genug, mein Kind, mit der Verzweiflung, und du musst dich in keiner Weise fürchten; durch besondere Ehrengaben werde ich dich stets zufriedenstellen.
Wort für Wort alaṃ vatse viṣādena genug, mein Kind, mit der Verzweiflung na bhetavyaṃ ca sarvaśaḥ und in keiner Weise musst du dich fürchten māna-dāna-viśeṣaiḥ tvāṃ durch besondere Ehrengaben dich toṣayiṣyāmi nityaśaḥ werde ich stets zufriedenstellen yuddhe pramatto vyākṣipto jayakāṅkṣī kṣipañśarān . nāvagacchāmi yuddheṣu svānparānvāpyahaṃ śubhe . tenāsau nihataḥ saṅkhye mayā bhartā tava svasaḥ .. 27..
Im Kampf unachtsam, verwirrt, nach Sieg begehrend, Pfeile schleudernd, unterscheide ich in Schlachten weder die Eigenen noch die Fremden, Gute; deshalb wurde jener, dein Gatte, o Schwester, von mir in der Schlacht getötet.
Wort für Wort yuddhe pramattaḥ vyākṣiptaḥ im Kampf unachtsam, verwirrt jaya-kāṅkṣī kṣipan śarān nach Sieg begehrend, Pfeile schleudernd na avagacchāmi yuddheṣu unterscheide ich nicht in Schlachten svān parān vā api aham śubhe weder Eigene noch Fremde, Gute tena asau nihataḥ saṅkhye deshalb wurde jener in der Schlacht getötet mayā bhartā tava svasaḥ von mir, dein Gatte, o Schwester asminkāle tu yatprāptaṃ tatkariṣyāmi te hitam . bhrāturaiśvaryasaṃsthasya kharasya bhava pārśvataḥ .. 28..
Zu dieser Zeit aber, was sich bietet, das werde ich zu deinem Wohl tun; sei an der Seite deines Bruders Khara, der über eine Herrschaft verfügt.
Wort für Wort asmin kāle tu yat prāptaṃ zu dieser Zeit aber, was sich bietet tat kariṣyāmi te hitam das werde ich zu deinem Wohl tun bhrātuḥ aiśvarya-saṃsthasya deines Bruders, der über eine Herrschaft verfügt kharasya bhava pārśvataḥ des Khara, sei an seiner Seite caturdaśānāṃ bhrātā te sahasrāṇāṃ bhaviṣyati . prabhuḥ prayāṇe dāne ca rākṣasānāṃ mahaujasām .. 29..
Dein Bruder wird der Herr über vierzehntausend überaus mächtige Rākṣasas sein, beim Ausrücken wie beim Schenken.
Wort für Wort caturdaśānāṃ bhrātā te dein Bruder über vierzehntausend sahasrāṇāṃ bhaviṣyati wird sein (Herr) prabhuḥ prayāṇe dāne ca Herr beim Ausrücken und beim Schenken rākṣasānāṃ mahaujasām der überaus mächtigen Rākṣasas tatra mātṛṣvasuḥ putro bhrātā tava kharaḥ prabhuḥ . bhaviṣyati sadā kurvanyadvakṣyasi vacaḥ svayam .. 30..
Dort wird der Sohn der Tante mütterlicherseits, dein Bruder Khara, der Herr sein, stets tuend, was du selbst als Wort sagen wirst.
Wort für Wort tatra mātṛ-svasuḥ putraḥ dort der Sohn der Tante mütterlicherseits bhrātā tava kharaḥ prabhuḥ dein Bruder Khara, der Herr bhaviṣyati sadā kurvan wird stets tuend sein yat vakṣyasi vacaḥ svayam was du selbst als Wort sagen wirst śīghraṃ gacchatvayaṃ śūro daṇḍakānparirakṣitum . dūṣaṇo.asya balādhyakṣo bhaviṣyati mahābalaḥ .. 31..
Rasch soll dieser Held zu Daṇḍaka ziehen, um es zu beschützen; Dūṣaṇa, der überaus starke, wird sein Heerführer sein.
Wort für Wort śīghraṃ gacchatu ayaṃ śūraḥ rasch soll dieser Held ziehen daṇḍakān parirakṣitum um Daṇḍaka zu beschützen dūṣaṇaḥ asya bala-adhyakṣaḥ Dūṣaṇa, sein Heerführer bhaviṣyati mahābalaḥ wird sein, der überaus Starke sa hi śapto vanoddeśe kruddhenośanasā purā . rākṣasānāmayaṃ vāso bhaviṣyati na saṃśayaḥ .. 32..
Denn er (dieser Wald) wurde einst von dem zornigen Uśanas an jenem Waldort verflucht; dies wird der Wohnsitz der Rākṣasas werden, ohne Zweifel.
Wort für Wort saḥ hi śaptaḥ vana-uddeśe denn er wurde an jenem Waldort verflucht kruddhena uśanasā purā von dem zornigen Uśanas einst rākṣasānām ayaṃ vāsaḥ dies wird der Wohnsitz der Rākṣasas bhaviṣyati na saṃśayaḥ werden, ohne Zweifel evamuktvā daśagrīvaḥ sainyaṃ tasyādideśa ha . caturdaśa sahasrāṇi rakṣasāṃ kāmarūpiṇām .. 33..
So sprechend, wies Daśagrīva ihm fürwahr ein Heer von vierzehntausend nach Belieben gestaltwandelnden Rākṣasas zu.
Wort für Wort evam uktvā daśagrīvaḥ so sprechend, Daśagrīva sainyaṃ tasya ādideśa ha wies ihm fürwahr ein Heer zu caturdaśa sahasrāṇi vierzehntausend rakṣasāṃ kāmarūpiṇām von nach Belieben gestaltwandelnden Rākṣasas sa taiḥ sarvaiḥ parivṛto rākṣasairghoradarśanaiḥ . kharaḥ samprayayau śīghraṃ daṇḍakānakutobhayaḥ .. 34..
Er, Khara, von all diesen furchterregend anzusehenden Rākṣasas umgeben, zog rasch, ohne jede Furcht, nach Daṇḍaka.
Wort für Wort saḥ taiḥ sarvaiḥ parivṛtaḥ er, von all diesen umgeben rākṣasaiḥ ghora-darśanaiḥ von den furchterregend anzusehenden Rākṣasas kharaḥ samprayayau śīghraṃ Khara zog rasch daṇḍakān akutobhayaḥ nach Daṇḍaka, ohne jede Furcht sa tatra kārayāmāsa rājyaṃ nihatakaṇṭakam . sā ca śūrpaṇakhā prītā nyavasaddaṇḍakāvane .. 35..
Er errichtete dort eine von Dornen (Feinden) befreite Herrschaft; und jene Śūrpaṇakhā wohnte, zufrieden, im Wald von Daṇḍaka.
Wort für Wort saḥ tatra kārayāmāsa er errichtete dort rājyaṃ nihata-kaṇṭakam eine von Dornen (Feinden) befreite Herrschaft sā ca śūrpaṇakhā prītā und jene Śūrpaṇakhā, zufrieden nyavasat daṇḍaka-avane wohnte im Wald von Daṇḍaka
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