yad ādimadhyaparyantaṃ grahaṇopāyam eva ca nāmalakṣaṇasaṃyuktaṃ sarvaṃ vakṣyāmi tattvataḥ
'Brahmā sprach weiter: Was an Anfang, Mitte und Ende, sowie das Mittel des Erfassens sei, verbunden mit Namen und Merkmal - all dies werde er der Wahrheit gemäß verkünden.'
Wort für Wort
ādimadhyaparyantam
an Anfang, Mitte und Ende (Akk. Sg. n.)
vakṣyāmi
ich werde verkünden (1. Sg. Fut., hier indirekt: er werde verkünden)
'vakṣyāmi' (1. Sg., Brahmā von sich selbst) gemäß Konvention indirekt wiedergegeben.
'Der Tag gelte als der frühere, danach die Nacht; die Monate würden mit dem hellen Monatsdrittel beginnend überliefert, die Mondhäuser beginnend mit Śraviṣṭhā, die Jahreszeiten beginnend mit dem Winter.'
Wort für Wort
śuklādayaḥ
mit dem hellen Fünfzehntel beginnend (Nom. Pl. m.)
śraviṣṭhādīni ṛkṣāṇi
die mit Śraviṣṭhā beginnenden Mondhäuser (Nom. Pl. n.)
bhūmir ādis tu gandhānāṃ rasānām āpa eva ca rūpāṇāṃ jyotir ādis tu sparśādir vāyur ucyate śabdasyādis tathākāśam eṣa bhūtakṛto guṇaḥ
'Die Erde sei der Ursprung der Gerüche, und das Wasser der der Geschmäcker; das Licht sei der Ursprung der Formen, und der Wind werde als Ursprung der Berührung genannt; ebenso der Äther als Ursprung des Tons - dies sei die von den Elementen bewirkte Eigenschaft.'
Wort für Wort
bhūmir ādiḥ gandhānām
die Erde ist der Ursprung der Gerüche (Nom. Sg. f.)
bhūtakṛto guṇaḥ
die von den Elementen bewirkte Eigenschaft (Nom. Sg. m.)
'Danach werde er den höchsten Ursprung der Wesen verkünden: die Sonne gelte als Ursprung der Lichter, und Agni werde als Ursprung der Wesen angesehen.'
sāvitrī sarvavidyānāṃ devatānāṃ prajāpatiḥ oṃkāraḥ sarvavedānāṃ vacasāṃ prāṇa eva ca yady asmin niyataṃ loke sarvaṃ sāvitram ucyate
'Sāvitrī sei der Ursprung aller Wissenschaften, Prajāpati der der Gottheiten; die Silbe Oṃ sei der Ursprung aller Veden, und der Atem eben der der Worte; wenn dies in dieser Welt feststehe, werde alles als sāvitrisch bezeichnet.'
Wort für Wort
sāvitrī
der Sāvitrī-Vers/-Vermögen (Nom. Sg. f., Gāyatrī-Bezug)
'Die Gāyatrī sei der Ursprung der Versmaße, die Ziege werde als Ursprung des Viehs genannt; die Kühe seien der Ursprung der Vierfüßler, und unter den Menschen die Zweifachgeborenen.'
'Der Falke sei der Ursprung der Vögel, die Feueropferung das Höchste der Opfer; unter allen Kriechtieren aber sei die Schlange die älteste, ihr Besten der Zweifachgeborenen.'
'Das Kṛta-Zeitalter sei der Anfang aller Weltalter, daran bestehe kein Zweifel; das Gold sei der Ursprung aller Edelsteine, und ebenso die Gerste der der Heilkräuter.'
Wort für Wort
kṛtam
das Kṛta-Zeitalter (Nom. Sg. n.)
yavāḥ oṣadhīnām
die Gerste - der Heilkräuter Ursprung (Nom. Pl. m.)
ahaṃ prajāpatīnāṃ ca sarveṣāṃ nātra saṃśayaḥ mama viṣṇur acintyātmā svayaṃbhūr iti sa smṛtaḥ
'Und er selbst sei unter allen Prajāpatis der Erste, daran bestehe kein Zweifel; sein Prinzip, Viṣṇu von unfassbarem Wesen, gelte als der Selbstentstandene.'
Wort für Wort
ahaṃ ... mama
ich ... mein (1. Sg., hier indirekt: er ... sein)
acintyātmā svayaṃbhūḥ
von unfassbarem Wesen, der Selbstentstandene (Nom. Sg. m.)
Brahmā spricht wieder in der 1. Person (ahaṃ, mama) von sich selbst; gemäß Konvention indirekt wiedergegeben.
'Unter allen Bergen gelte der Mahāmeru als der zuerst Geborene; und unter den Haupt- und Nebenrichtungen sei die obere Richtung die zuerst entstandene.'
'Über Götter, Dānavas und Wesen, über Piśācas, Schlangenwesen und Rākṣasas, über Menschen, Kiṃnaras und Yakṣas - über alle sei er der Herrscher, der Gebieter.'
Wort für Wort
piśāca
Piśāca, dämonisches Wesen (in Kompositum, Gen. Pl.)
āśramāṇāṃ ca gārhasthyaṃ sarveṣāṃ nātra saṃśayaḥ lokānām ādir avyaktaṃ sarvasyāntas tad eva ca
'Und unter allen Lebensstufen sei das Haushälter-Dasein die vorzüglichste, daran bestehe kein Zweifel; der Ursprung der Welten sei das Unoffenbarte, und eben dieses sei auch das Ende von allem.'
'Die Tage enden mit dem Untergang der Sonne, und die Nacht endet mit dem Aufgang; das Ende des Glücks sei stets das Leid, und das Ende des Leids stets das Glück.'
iṣṭaṃ dattaṃ tapo 'dhītaṃ vratāni niyamāś ca ye sarvam etad vināśāntaṃ jñānasyānto na vidyate
'Geopfertes, Gegebenes, Askese, Studiertes, sowie Gelübde und Regeln, was es auch sei - all dies ende in der Zerstörung; ein Ende des Wissens aber gebe es nicht.'