Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Āśvamedhikaparva

Kapitel 91: aśvamedhasamāptiḥ Die Vollendung des Pferdeopfers

vaiśaṃpāyana uvāca śamayitvā paśūn anyān vidhivad dvijasattamāḥ turagaṃ taṃ yathāśāstram ālabhanta dvijātayaḥ

Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie die anderen Tiere vorschriftsmäßig geopfert hatten, die besten der Zweimalgeborenen, weihten die Zweimalgeborenen jenes Pferd, wie es die Lehrschriften vorschreiben.

Wort für Wort
śamayitvā
geopfert/getötet habend (Abs., rituelle Bedeutung)
ālabhanta
sie weihten/berührten rituell (Impf.)

tataḥ saṃjñāpya turagaṃ vidhivad yājakarṣabhāḥ upasaṃveśayan rājaṃs tatas tāṃ drupadātmajām kalābhis tisṛbhī rājan yathāvidhi manasvinīm

Dann, nachdem die Stiere unter den Opferpriestern das Roß vorschriftsmäßig geweiht hatten, o König, ließen sie darauf die kluge Tochter des Drupada mit drei Gewandstreifen, wie es die Vorschrift verlangt, daneben niederlegen.

Wort für Wort
saṃjñāpya
geweiht/rituell angekündigt habend (Abs.)
kalābhis tisṛbhiḥ
mit drei Gewandstreifen (Instr.)

Bezieht sich auf den vedischen Aśvamedha-Ritus, bei dem die Hauptkönigin sich rituell neben das geopferte Pferd legt (hier Draupadī als Hauptgemahlin).

uddhṛtya tu vapāṃ tasya yathāśāstraṃ dvijarṣabhāḥ śrapayām āsur avyagrāḥ śāstravad bharatarṣabha

Nachdem sie dessen Bauchfett vorschriftsmäßig herausgenommen hatten, kochten es die Stiere der Zweimalgeborenen ungestört, wie es die Lehrschriften vorschreiben, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
vapām uddhṛtya
das Bauchfett herausgenommen habend (Abs.)
avyagrāḥ
ungestört, gelassen (Adj. Pl.)

taṃ vapādhūmagandhaṃ tu dharmarājaḥ sahānujaḥ upājighrad yathānyāyaṃ sarvapāpmāpahaṃ tadā

Jenen Rauchgeruch des Bauchfetts atmete der Dharmarāja zusammen mit seinen jüngeren Brüdern damals ordnungsgemäß ein, der alle Sünde hinwegnimmt.

Wort für Wort
vapādhūmagandham
den Rauchgeruch des Bauchfetts (Akk.)
sarvapāpmāpaham
der alle Sünde hinwegnimmt (Adj.)

śiṣṭāny aṅgāni yāny āsaṃs tasyāśvasya narādhipa tāny agnau juhuvur dhīrāḥ samastāḥ ṣoḍaśartvijaḥ

Die übrigen Glieder, die von jenem Pferd noch übrig waren, o Herrscher der Menschen, die opferten die Weisen, alle sechzehn Opferpriester zusammen, ins Feuer.

Wort für Wort
śiṣṭāni aṅgāni
die übrigen Glieder (Akk. Pl.)
ṣoḍaśa ṛtvijaḥ
die sechzehn Opferpriester (Nom. Pl.)

saṃsthāpyaivaṃ tasya rājñas taṃ kratuṃ śakratejasaḥ vyāsaḥ saśiṣyo bhagavān vardhayām āsa taṃ nṛpam

Nachdem er so das Opfer jenes Königs von Indra-gleichem Glanz vollendet hatte, beglückwünschte der erhabene Vyāsa, zusammen mit seinen Schülern, jenen König.

Wort für Wort
saṃsthāpya
vollendet habend (Abs.)
vardhayām āsa
er beglückwünschte (Perf.)

tato yudhiṣṭhiraḥ prādāt sadasyebhyo yathāvidhi koṭīsahasraṃ niṣkāṇāṃ vyāsāya tu vasuṃdharām

Dann gab Yudhiṣṭhira den Ritualzeugen vorschriftsmäßig tausend Koṭi an Niṣka-Goldmünzen, dem Vyāsa aber die Erde.

Wort für Wort
koṭīsahasraṃ niṣkāṇām
tausend Koṭi an Niṣka-Goldmünzen (Akk.)
vasuṃdharām
die Erde (Akk.)

pratigṛhya dharāṃ rājan vyāsaḥ satyavatīsutaḥ abravīd bharataśreṣṭhaṃ dharmātmānaṃ yudhiṣṭhiram

Nachdem er die Erde entgegengenommen hatte, o König, sprach Vyāsa, der Sohn der Satyavatī, zu dem Besten der Bharatas, dem gerechtgesinnten Yudhiṣṭhira:

Wort für Wort
pratigṛhya
entgegengenommen habend (Abs.)
satyavatīsutaḥ
der Sohn der Satyavatī (Nom., Vyāsa)

pṛthivī bhavatas tv eṣā saṃnyastā rājasattama niṣkrayo dīyatāṃ mahyaṃ brāhmaṇā hi dhanārthinaḥ

„Diese Erde ist dir zwar anvertraut, o Bester der Könige; doch gib mir stattdessen einen Lösepreis, denn die Brahmanen begehren Reichtum.“

Wort für Wort
saṃnyastā
anvertraut (Ptz.)
niṣkrayaḥ
Lösepreis, Kaufpreis (Nom.)

yudhiṣṭhiras tu tān viprān pratyuvāca mahāmanāḥ bhrātṛbhiḥ sahito dhīmān madhye rājñāṃ mahātmanām

Yudhiṣṭhira aber, der Großherzige, Kluge, erwiderte jenen Brahmanen, zusammen mit seinen Brüdern, inmitten der großherzigen Könige:

Wort für Wort
mahāmanāḥ
großherzig (Adj.)
madhye
inmitten (Lok./Adv.)

aśvamedhe mahāyajñe pṛthivī dakṣiṇā smṛtā arjunena jitā seyam ṛtvigbhyaḥ prāpitā mayā

„Bei dem großen Pferdeopfer gilt die Erde als überlieferte Opfergabe; diese, von Arjuna erobert, habe ich den Opferpriestern zukommen lassen.

Wort für Wort
dakṣiṇā smṛtā
als überlieferte Opfergabe geltend (Ptz.)
prāpitā
zukommen gelassen (Ptz.)

vanaṃ pravekṣye viprendrā vibhajadhvaṃ mahīm imām caturdhā pṛthivīṃ kṛtvā cāturhotrapramāṇataḥ

In den Wald werde ich eingehen, ihr Besten der Brahmanen; teilt diese Erde unter euch auf, nachdem ihr sie viergeteilt habt, nach dem Maß der vier Hauptpriester.

Wort für Wort
vanaṃ pravekṣye
ich werde in den Wald eingehen (Fut.)
cāturhotrapramāṇataḥ
nach dem Maß der vier Hauptpriester (Adv.)

nāham ādātum icchāmi brahmasvaṃ munisattamāḥ idaṃ hi me mataṃ nityaṃ bhrātṝṇāṃ ca mamānaghāḥ

Ich wünsche nicht, den Besitz der Brahmanen zurückzunehmen, ihr besten der Weisen; dies ist mein beständiger Entschluss, und der meiner Brüder, ihr Makellosen.“

Wort für Wort
brahmasvam
der Besitz der Brahmanen (Akk.)
mataṃ nityam
der beständige Entschluss (Nom.)

ity uktavati tasmiṃs te bhrātaro draupadī ca sā evam etad iti prāhus tad abhūd romaharṣaṇam

Als er dies gesagt hatte, sprachen seine Brüder und Draupadī: „So sei es, so ist es“ - das wurde zu einem die Haare sträubenden Augenblick.

Wort für Wort
romaharṣaṇam
die Haare sträubend, ehrfurchterregend (Adj./Subst.)
evam etat
so sei es, so ist es (Ausruf)

tato 'ntarikṣe vāg āsīt sādhu sādhv iti bhārata tathaiva dvijasaṃghānāṃ śaṃsatāṃ vibabhau svanaḥ

Dann erklang eine Stimme im Luftraum: „Wohlgetan, wohlgetan!“, o Bhārata; und ebenso erscholl der Klang der versammelten Zweimalgeborenen, die dasselbe rühmten.

Wort für Wort
antarikṣe vāk
eine Stimme im Luftraum (Nom.)
śaṃsatām svanaḥ
der Klang der Rühmenden (Nom.)

dvaipāyanas tathoktas tu punar eva yudhiṣṭhiram uvāca madhye viprāṇām idaṃ saṃpūjayan muniḥ

So angesprochen, sprach Dvaipāyana abermals zu Yudhiṣṭhira inmitten der Brahmanen, dies ehrend, der Weise:

Wort für Wort
tathoktaḥ
so angesprochen (Ptz.)
saṃpūjayan
ehrend, würdigend (Ptz.)

dattaiṣā bhavatā mahyaṃ tāṃ te pratidadāmy aham hiraṇyaṃ dīyatām ebhyo dvijātibhyo dharās tu te

„Dies wurde mir von dir gegeben; ich gebe es dir zurück. Gold aber soll diesen Zweimalgeborenen gegeben werden, die Länder aber sollen dein bleiben.“

Wort für Wort
pratidadāmi
ich gebe zurück (Präs.)
dharāḥ
die Länder (Nom. Pl.)

tato 'bravīd vāsudevo dharmarājaṃ yudhiṣṭhiram yathāha bhagavān vyāsas tathā tat kartum arhasi

Da sprach Vāsudeva zum Dharmarāja Yudhiṣṭhira: „Wie der Erhabene Vyāsa gesagt hat, so sollst du es tun.“

Wort für Wort
yathā āha
wie gesagt hat (Perf.)
kartum arhasi
du sollst tun (Inf. + Präs.)

ity uktaḥ sa kuruśreṣṭhaḥ prītātmā bhrātṛbhiḥ saha koṭikoṭikṛtāṃ prādād dakṣiṇāṃ triguṇāṃ kratoḥ

So angesprochen, gab jener Beste der Kurus, freudigen Herzens, zusammen mit seinen Brüdern, eine dreifache, auf Koṭi um Koṭi bemessene Opfergabe für das Opfer.

Wort für Wort
prītātmā
freudigen Herzens (Adj.)
koṭikoṭikṛtām
auf Koṭi um Koṭi bemessen (Adj.)

na kariṣyati tal loke kaś cid anyo narādhipaḥ yat kṛtaṃ kurusiṃhena maruttasyānukurvatā

Kein anderer Herrscher wird in der Welt vollbringen, was jener Löwe der Kurus vollbracht hat, dem Opfer Maruttas nacheifernd.

Wort für Wort
kurusiṃhena
von jenem Löwen der Kurus (Instr.)
maruttasya anukurvatā
dem Marutta nacheifernd (Ptz., Instr.)

Marutta ist ein legendärer König, dessen unermesslich reiches Opfer in der Überlieferung sprichwörtlich ist.

pratigṛhya tu tad dravyaṃ kṛṣṇadvaipāyanaḥ prabhuḥ ṛtvigbhyaḥ pradadau vidvāṃś caturdhā vyabhajaṃś ca te

Nachdem er jenes Gut entgegengenommen hatte, gab der Herr Kṛṣṇa Dvaipāyana, der Kundige, es den Opferpriestern, und sie teilten es viergeteilt auf.

Wort für Wort
tad dravyam
jenes Gut (Akk.)
vyabhajan
sie teilten auf (Impf.)

pṛthivyā niṣkrayaṃ dattvā tad dhiraṇyaṃ yudhiṣṭhiraḥ dhūtapāpmā jitasvargo mumude bhrātṛbhiḥ saha

Nachdem er jenes Gold als Lösepreis für die Erde gegeben hatte, freute sich Yudhiṣṭhira, von Sünde gereinigt, den Himmel gewonnen, zusammen mit seinen Brüdern.

Wort für Wort
dhūtapāpmā
von Sünde gereinigt (Adj.)
jitasvargaḥ
den Himmel gewonnen habend (Adj.)

ṛtvijas tam aparyantaṃ suvarṇanicayaṃ tadā vyabhajanta dvijātibhyo yathotsāhaṃ yathābalam

Die Opferpriester teilten jenen unermesslichen Goldhaufen dann unter den Zweimalgeborenen auf, jedem nach seinem Eifer und seiner Kraft.

Wort für Wort
aparyantam
unermesslich (Adj.)
yathotsāhaṃ yathābalam
nach Eifer und Kraft (Adv.)

yajñavāṭe tu yat kiṃ cid dhiraṇyam api bhūṣaṇam toraṇāni ca yūpāṃś ca ghaṭāḥ pātrīs tatheṣṭakāḥ yudhiṣṭhirābhyanujñātāḥ sarvaṃ tad vyabhajan dvijāḥ

Was aber im Opferbezirk an Gold oder Schmuck, an Torbögen und Opferpfählen, an Krügen, Schalen und ebenso Ziegeln vorhanden war, all das teilten die Zweimalgeborenen unter sich auf, von Yudhiṣṭhira dazu ermächtigt.

Wort für Wort
yajñavāṭe
im Opferbezirk (Lok.)
abhyanujñātāḥ
ermächtigt, erlaubt (Ptz. Pl.)

anantaraṃ brāhmaṇebhyaḥ kṣatriyā jahrire vasu tathā viṭśūdrasaṃghāś ca tathānye mlecchajātayaḥ kālena mahatā jahrus tat suvarṇaṃ tatas tataḥ

Danach trugen die Kṣatriyas Reichtum davon, ebenso die Scharen der Vaiśyas und Śūdras, und ebenso andere, fremdstämmige Völker; über lange Zeit trugen sie jenes Gold von überallher davon.

Wort für Wort
viṭśūdrasaṃghāḥ
die Scharen der Vaiśyas und Śūdras (Nom. Pl.)
mlecchajātayaḥ
fremdstämmige Völker (Nom. Pl.)

tatas te brāhmaṇāḥ sarve muditā jagmur ālayān tarpitā vasunā tena dharmarājñā mahātmanā

Dann gingen all jene Brahmanen, erfreut, zu ihren Wohnstätten, gesättigt durch jenen Reichtum des großherzigen Dharmarāja.

Wort für Wort
muditāḥ
erfreut (Adj. Pl.)
tarpitāḥ
gesättigt (Ptz. Pl.)

svam aṃśaṃ bhagavān vyāsaḥ kuntyai pādābhivādanāt pradadau tasya mahato hiraṇyasya mahādyutiḥ

Seinen eigenen Anteil an jenem großen Gold schenkte der erhabene, hochglänzende Vyāsa der Kuntī, wegen ihrer ehrerbietigen Fußbegrüßung.

Wort für Wort
svam aṃśam
seinen eigenen Anteil (Akk.)
pādābhivādanāt
wegen der ehrerbietigen Fußbegrüßung (Abl.)

śvaśurāt prītidāyaṃ taṃ prāpya sā prītamānasā cakāra puṇyaṃ loke tu sumahāntaṃ pṛthā tadā

Nachdem sie diese Liebesgabe von ihrem Schwiegervater erhalten hatte, vollbrachte Pṛthā, frohen Herzens, damals ein überaus großes verdienstvolles Werk in der Welt.

Wort für Wort
śvaśurāt
vom Schwiegervater (Abl.)
puṇyaṃ sumahāntam
ein überaus großes verdienstvolles Werk (Akk.)

'Schwiegervater' bezieht sich auf Vyāsa, der der leibliche Vater Pāṇḍus (Kuntīs Gatten) war.

gatvā tv avabhṛthaṃ rājā vipāpmā bhrātṛbhiḥ saha sabhājyamānaḥ śuśubhe mahendro daivatair iva

Nachdem er zum Abschlussbad gegangen war, erstrahlte der König, von Sünde befreit, zusammen mit seinen Brüdern, geehrt, wie der große Indra unter den Göttern.

Wort für Wort
avabhṛtham
zum Abschlussbad (Akk.)
sabhājyamānaḥ
geehrt werdend (Ptz.)

pāṇḍavāś ca mahīpālaiḥ sametaiḥ saṃvṛtās tadā aśobhanta mahārāja grahās tārāgaṇair iva

Und die Pāṇḍavas, umgeben von den versammelten Herrschern der Erde, erstrahlten damals, o Großkönig, wie die Planeten inmitten der Sternenscharen.

Wort für Wort
mahīpālaiḥ sametaiḥ
von den versammelten Herrschern der Erde (Instr.)
grahāḥ tārāgaṇaiḥ iva
wie die Planeten inmitten der Sternenscharen (Vergleich)

rājabhyo 'pi tataḥ prādād ratnāni vividhāni ca gajān aśvān alaṃkārān striyo vastrāṇi kāñcanam

Den Königen auch schenkte er dann mancherlei Juwelen, Elefanten, Rosse, Schmuckstücke, Dienerinnen, Gewänder und Gold.

Wort für Wort
ratnāni vividhāni
mancherlei Juwelen (Akk. Pl.)
alaṃkārān
Schmuckstücke (Akk. Pl.)

tad dhanaugham aparyantaṃ pārthaḥ pārthivamaṇḍale visṛjañ śuśubhe rājā yathā vaiśravaṇas tathā

Jene unermessliche Flut von Reichtum über den Kreis der Fürsten ausschüttend, erstrahlte der König, der Sohn der Pṛthā, gleichwie Vaiśravaṇa.

Wort für Wort
dhanaugham aparyantam
die unermessliche Flut von Reichtum (Akk.)
vaiśravaṇaḥ
Vaiśravaṇa, der Gott des Reichtums (Nom.)

ānāyya ca tathā vīraṃ rājānaṃ babhruvāhanam pradāya vipulaṃ vittaṃ gṛhān prāsthāpayat tadā

Und nachdem er auch den Helden, König Babhruvāhana, hatte herbeirufen lassen und ihm reichlichen Besitz geschenkt hatte, entsandte er ihn damals nach Hause.

Wort für Wort
ānāyya
herbeirufen lassen habend (Abs.)
prāsthāpayat
er entsandte (Impf.)

duḥśalāyāś ca taṃ pautraṃ bālakaṃ pārthivarṣabha svarājye pitṛbhir gupte prītyā samabhiṣecayat

Und Duḥśalās Enkel, den Knaben, o Stier unter den Fürsten, weihte er liebevoll in dessen eigenem, von Vormündern behütetem Königreich.

Wort für Wort
pautram bālakam
den Enkel, den Knaben (Akk.)
pitṛbhiḥ gupte
von Vormündern/Vorfahren behütet (Adj., Lok.)

rājñaś caivāpi tān sarvān suvibhaktān supūjitān prasthāpayām āsa vaśī kururājo yudhiṣṭhiraḥ

Und alle jene Könige, wohl versorgt und geehrt, entsandte der selbstbeherrschte König der Kurus, Yudhiṣṭhira.

Wort für Wort
suvibhaktān
wohl versorgt, wohl beschenkt (Adj. Pl.)
vaśī
selbstbeherrscht (Adj.)

evaṃ babhūva yajñaḥ sa dharmarājasya dhīmataḥ bahvannadhanaratnaughaḥ surāmaireyasāgaraḥ

So war jenes Opfer des klugen Dharmarāja, reich an Speise, Reichtum und Fülle von Juwelen, ein Meer von Surā- und Maireya-Trank.

Wort für Wort
bahvannadhanaratnaughaḥ
reich an Speise, Reichtum und Fülle von Juwelen (Adj.)
surāmaireyasāgaraḥ
ein Meer von Surā- und Maireya-Trank (Nom.)

sarpiḥpaṅkā hradā yatra bahavaś cānnaparvatāḥ rasālākardamāḥ kulyā babhūvur bharatarṣabha

wo es Teiche von Ghee-Schlamm gab, und viele Speiseberge, und Bäche, trüb von süßem Reisbrei, o Stier der Bharatas.

Wort für Wort
sarpiḥpaṅkāḥ hradāḥ
Teiche von Ghee-Schlamm (Nom. Pl.)
annaparvatāḥ
Speiseberge (Nom. Pl.)

bhakṣyaṣāṇḍavarāgāṇāṃ kriyatāṃ bhujyatām iti paśūnāṃ vadhyatāṃ cāpi nāntas tatra sma dṛśyate

„Es sollen Leckerbissen und Süßspeisen bereitet werden, man esse!“ - und der zu schlachtenden Tiere Ende war dort nicht abzusehen.

Wort für Wort
bhakṣyaṣāṇḍavarāgāṇām
der Leckerbissen und Süßspeisen (Gen. Pl.)
nāntaḥ dṛśyate
kein Ende ist abzusehen (Präs. Pass.)

mattonmattapramuditaṃ pragītayuvatījanam mṛdaṅgaśaṅkhaśabdaiś ca manoramam abhūt tadā

Berauscht, außer sich vor Freude, mit singenden jungen Frauen, und mit den Klängen von Trommeln und Muschelhörnern, wurde es damals bezaubernd.

Wort für Wort
mattonmattapramuditam
berauscht, außer sich vor Freude (Adj.)
mṛdaṅgaśaṅkhaśabdaiḥ
mit den Klängen von Trommeln und Muschelhörnern (Instr.)

dīyatāṃ bhujyatāṃ ceti divārātram avāritam taṃ mahotsavasaṃkāśam atihṛṣṭajanākulam kathayanti sma puruṣā nānādeśanivāsinaḥ

„Es werde gegeben, man esse!“ - so, unaufhörlich bei Tag und Nacht - jenes einem großen Fest gleichende, von überaus frohen Menschen erfüllte Geschehen erzählten sich die Männer, die aus verschiedenen Ländern dort weilten.

Wort für Wort
divārātram avāritam
unaufhörlich bei Tag und Nacht (Adv.)
nānādeśanivāsinaḥ
aus verschiedenen Ländern dort weilend (Adj. Pl.)

varṣitvā dhanadhārābhiḥ kāmai ratnair dhanais tathā vipāpmā bharataśreṣṭhaḥ kṛtārthaḥ prāviśat puram

Nachdem er Ströme von Reichtum, nach Wunsch, mit Juwelen und Gut, hatte niederregnen lassen, betrat jener Beste der Bharatas, von Sünde befreit, sein Ziel erreicht, die Stadt.

Wort für Wort
dhanadhārābhiḥ varṣitvā
Ströme von Reichtum niederregnen lassen habend (Abs.)
kṛtārthaḥ
sein Ziel erreicht habend (Adj.)

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