Vaiśaṃpāyana sprach: Nachdem sie die anderen Tiere vorschriftsmäßig geopfert hatten, die besten der Zweimalgeborenen, weihten die Zweimalgeborenen jenes Pferd, wie es die Lehrschriften vorschreiben.
Dann, nachdem die Stiere unter den Opferpriestern das Roß vorschriftsmäßig geweiht hatten, o König, ließen sie darauf die kluge Tochter des Drupada mit drei Gewandstreifen, wie es die Vorschrift verlangt, daneben niederlegen.
Wort für Wort
saṃjñāpya
geweiht/rituell angekündigt habend (Abs.)
kalābhis tisṛbhiḥ
mit drei Gewandstreifen (Instr.)
Bezieht sich auf den vedischen Aśvamedha-Ritus, bei dem die Hauptkönigin sich rituell neben das geopferte Pferd legt (hier Draupadī als Hauptgemahlin).
Nachdem sie dessen Bauchfett vorschriftsmäßig herausgenommen hatten, kochten es die Stiere der Zweimalgeborenen ungestört, wie es die Lehrschriften vorschreiben, o Stier der Bharatas.
Die übrigen Glieder, die von jenem Pferd noch übrig waren, o Herrscher der Menschen, die opferten die Weisen, alle sechzehn Opferpriester zusammen, ins Feuer.
Nachdem er so das Opfer jenes Königs von Indra-gleichem Glanz vollendet hatte, beglückwünschte der erhabene Vyāsa, zusammen mit seinen Schülern, jenen König.
Nachdem er die Erde entgegengenommen hatte, o König, sprach Vyāsa, der Sohn der Satyavatī, zu dem Besten der Bharatas, dem gerechtgesinnten Yudhiṣṭhira:
In den Wald werde ich eingehen, ihr Besten der Brahmanen; teilt diese Erde unter euch auf, nachdem ihr sie viergeteilt habt, nach dem Maß der vier Hauptpriester.
nāham ādātum icchāmi brahmasvaṃ munisattamāḥ idaṃ hi me mataṃ nityaṃ bhrātṝṇāṃ ca mamānaghāḥ
Ich wünsche nicht, den Besitz der Brahmanen zurückzunehmen, ihr besten der Weisen; dies ist mein beständiger Entschluss, und der meiner Brüder, ihr Makellosen.“
Dann erklang eine Stimme im Luftraum: „Wohlgetan, wohlgetan!“, o Bhārata; und ebenso erscholl der Klang der versammelten Zweimalgeborenen, die dasselbe rühmten.
ity uktaḥ sa kuruśreṣṭhaḥ prītātmā bhrātṛbhiḥ saha koṭikoṭikṛtāṃ prādād dakṣiṇāṃ triguṇāṃ kratoḥ
So angesprochen, gab jener Beste der Kurus, freudigen Herzens, zusammen mit seinen Brüdern, eine dreifache, auf Koṭi um Koṭi bemessene Opfergabe für das Opfer.
pṛthivyā niṣkrayaṃ dattvā tad dhiraṇyaṃ yudhiṣṭhiraḥ dhūtapāpmā jitasvargo mumude bhrātṛbhiḥ saha
Nachdem er jenes Gold als Lösepreis für die Erde gegeben hatte, freute sich Yudhiṣṭhira, von Sünde gereinigt, den Himmel gewonnen, zusammen mit seinen Brüdern.
yajñavāṭe tu yat kiṃ cid dhiraṇyam api bhūṣaṇam toraṇāni ca yūpāṃś ca ghaṭāḥ pātrīs tatheṣṭakāḥ yudhiṣṭhirābhyanujñātāḥ sarvaṃ tad vyabhajan dvijāḥ
Was aber im Opferbezirk an Gold oder Schmuck, an Torbögen und Opferpfählen, an Krügen, Schalen und ebenso Ziegeln vorhanden war, all das teilten die Zweimalgeborenen unter sich auf, von Yudhiṣṭhira dazu ermächtigt.
anantaraṃ brāhmaṇebhyaḥ kṣatriyā jahrire vasu tathā viṭśūdrasaṃghāś ca tathānye mlecchajātayaḥ kālena mahatā jahrus tat suvarṇaṃ tatas tataḥ
Danach trugen die Kṣatriyas Reichtum davon, ebenso die Scharen der Vaiśyas und Śūdras, und ebenso andere, fremdstämmige Völker; über lange Zeit trugen sie jenes Gold von überallher davon.
Nachdem sie diese Liebesgabe von ihrem Schwiegervater erhalten hatte, vollbrachte Pṛthā, frohen Herzens, damals ein überaus großes verdienstvolles Werk in der Welt.
Wort für Wort
śvaśurāt
vom Schwiegervater (Abl.)
puṇyaṃ sumahāntam
ein überaus großes verdienstvolles Werk (Akk.)
'Schwiegervater' bezieht sich auf Vyāsa, der der leibliche Vater Pāṇḍus (Kuntīs Gatten) war.
gatvā tv avabhṛthaṃ rājā vipāpmā bhrātṛbhiḥ saha sabhājyamānaḥ śuśubhe mahendro daivatair iva
Nachdem er zum Abschlussbad gegangen war, erstrahlte der König, von Sünde befreit, zusammen mit seinen Brüdern, geehrt, wie der große Indra unter den Göttern.
Und nachdem er auch den Helden, König Babhruvāhana, hatte herbeirufen lassen und ihm reichlichen Besitz geschenkt hatte, entsandte er ihn damals nach Hause.
„Es werde gegeben, man esse!“ - so, unaufhörlich bei Tag und Nacht - jenes einem großen Fest gleichende, von überaus frohen Menschen erfüllte Geschehen erzählten sich die Männer, die aus verschiedenen Ländern dort weilten.
Nachdem er Ströme von Reichtum, nach Wunsch, mit Juwelen und Gut, hatte niederregnen lassen, betrat jener Beste der Bharatas, von Sünde befreit, sein Ziel erreicht, die Stadt.
Wort für Wort
dhanadhārābhiḥ varṣitvā
Ströme von Reichtum niederregnen lassen habend (Abs.)