yajñair iṣṭvā hi bahavo rājāno dvijasattama iha kīrtiṃ parāṃ prāpya pretya svargam ito gatāḥ
Denn viele Könige, die mit Opfern geopfert haben, o Bester der Zweimalgeborenen, sind, nachdem sie hier höchsten Ruhm erlangt hatten, nach dem Tod von hier zum Himmel gegangen.
Der König der Götter, der Tausendäugige, hat durch Opfer mit reichlichen Opfergaben, von großem Glanz, das vollständige Königtum der Götter erlangt, der Mächtige.
vaiśaṃpāyana uvāca yajñasya vidhim agryaṃ vai phalaṃ caiva nararṣabha gadataḥ śṛṇu me rājan yathāvad iha bhārata
Vaiśaṃpāyana sprach: „Höre von mir, o Stier unter den Männern, o König, die vortreffliche Ordnung des Opfers, und auch seine Frucht, wie es sich hier gebührt, o Bhārata.“
Einst, als Śakra opferte, sprachen alle großen Weisen - während die Opferpriester eifrig mit den Riten beschäftigt waren, das Opferwerk sich ausbreitete,
während ebenso ins Feuer geopfert wurde, der Hotṛ-Priester mit vielen Tugenden ausgestattet war, während die Götter herbeigerufen wurden, während die höchsten Weisen dastanden,
Wort für Wort
hūyamāne vahnau
während ins Feuer geopfert wurde (Lok. Abs.)
āhūyamāneṣu deveṣu
während die Götter herbeigerufen wurden (Lok. Abs.)
mit jenen damals wohlerfahrenen, in ihrer Überlieferung kundigen, wohlklingenden Brahmanen, o König, und auch mit den unermüdlichen, geschickten Stieren unter den Adhvaryu-Priestern,
Wort für Wort
svāgamaiḥ
in ihrer Überlieferung kundig (Adj. Pl.)
adhvaryuvṛṣabhaiḥ
mit den Stieren unter den Adhvaryu-Priestern (Instr.)
tato dīnān paśūn dṛṣṭvā ṛṣayas te tapodhanāḥ ūcuḥ śakraṃ samāgamya nāyaṃ yajñavidhiḥ śubhaḥ
Da, als sie die bemitleidenswerten Tiere sahen, näherten sich jene Weisen, deren Reichtum die Askese ist, dem Śakra und sprachen: „Diese Ordnung des Opfers ist nicht heilvoll.
apavijñānam etat te mahāntaṃ dharmam icchataḥ na hi yajñe paśugaṇā vidhidṛṣṭāḥ puraṃdara
Dies ist ein Missverständnis deinerseits, der du großen Dharma begehrst; denn Tierherden sind im Opfer nicht durch die Ordnung vorgesehen, o Stadtzerstörer.
āgamenaiva te yajñaṃ kurvantu yadi hecchasi vidhidṛṣṭena yajñena dharmas te sumahān bhavet
Nach der Überlieferung allein sollen sie dein Opfer vollziehen, wenn du es wünschst; durch ein von der Ordnung vorgesehenes Opfer würde dein Dharma-Verdienst überaus groß.
Wort für Wort
āgamena eva
nach der Überlieferung allein (Instr.)
vidhidṛṣṭena yajñena
durch ein von der Ordnung vorgesehenes Opfer (Instr.)
Opfere mit Samenkörnern, o Tausendäugiger, die höchstens drei Jahre gelagert wurden; dies ist der große Dharma, o Śakra, der bei rechtem Bedenken erkannt wird.“
Wort für Wort
bījaiḥ trivarṣaparamoṣitaiḥ
mit höchstens drei Jahre gelagerten Samenkörnern (Instr.)
„O Hochbeglückter, wie wird die Überlieferung bei Opfern erinnert, o König - soll man mit reinen Opfertieren opfern, oder auch mit Samenkörnern, oder mit Ziegen?“
Nachdem er ihre Rede gehört hatte, ohne die Stärke und Schwäche ihrer Argumente zu erwägen, sprach der König: „Man soll mit dem opfern, was jeweils dargebracht wird.“
Nach diesen Worten sank jener König, der Herrscher und Gebieter der Cedis, o König, da er hier Falsches gesprochen hatte, in die Unterwelt Rasātala hinab.
Wort für Wort
praviveśa rasātalam
er sank in die Unterwelt hinab (Perf.)
vitatham uktvā
Falsches gesprochen habend (Abs.)
Bezieht sich auf König Uparicara Vasu von Cedi, dessen fehlerhaftes, aus Bequemlichkeit gefälltes Urteil ihn zum Sturz in die Unterwelt verurteilte - eine bekannte, an anderer Stelle des Epos ausführlicher erzählte Episode.
anyāyopagataṃ dravyam atītaṃ yo hy apaṇḍitaḥ dharmābhikāṅkṣī yajate na dharmaphalam aśnute
Wer, unweise, mit unrechtmäßig erworbenem, über das rechte Maß hinausgegangenem Gut, nach Dharma verlangend, opfert, der genießt nicht die Frucht des Dharma.
ein Brahmane, der durch sündige Tat Reichtum erlangt hat, zügellos, von Leidenschaft und Verblendung erfüllt, erlangt am Ende einen befleckten Daseinsgang.
tena dattāni dānāni pāpena hatabuddhinā tāni sattvam anāsādya naśyanti vipulāny api
Die von ihm, dem Sündigen, dessen Verstand zerrüttet ist, gegebenen Gaben - sie, ohne wahre Wesenhaftigkeit zu erlangen, vergehen, mögen sie auch noch so reichlich sein.
api saṃcayabuddhir hi lobhamohavaśaṃgataḥ udvejayati bhūtāni hiṃsayā pāpacetanaḥ
Denn selbst wer auf Anhäufung bedacht ist, von Gier und Verblendung überwältigt, böser Gesinnung, versetzt die Wesen durch Gewalt in Angst und Schrecken.
Aber Ährenlese, Wurzeln, Früchte, Gemüse, ein Gefäß Wasser - solche Askese-Reiche, die nach ihrem Vermögen eine Gabe gegeben haben, jene rechtschaffenen Männer gehen zum Himmel.
Dies ist der große Dharma: Entsagung, Geben, ebenso Mitleid mit den Wesen, Keuschheit, ebenso Wahrhaftigkeit, Erbarmen, Standhaftigkeit, Geduld - dies ist die ewige Wurzel des ewigen Dharma.
śrūyante hi purā viprā viśvāmitrādayo nṛpāḥ viśvāmitro 'sitaś caiva janakaś ca mahīpatiḥ kakṣasenārṣṭiṣeṇau ca sindhudvīpaś ca pārthivaḥ
Denn man hört, dass einst Brahmanen und Könige, angefangen mit Viśvāmitra - Viśvāmitra, und Asita, und König Janaka, der Herrscher der Erde, Kakṣasena und Ārṣṭiṣeṇa, und König Sindhudvīpa,
ete cānye ca bahavaḥ siddhiṃ paramikāṃ gatāḥ nṛpāḥ satyaiś ca dānaiś ca nyāyalabdhais tapodhanāḥ
diese und viele andere Könige, deren Reichtum die Askese ist, durch Wahrhaftigkeit und durch rechtmäßig erworbene Gaben zur höchsten Vollendung gelangten.
brāhmaṇāḥ kṣatriyā vaiśyāḥ śūdrā ye cāśritās tapaḥ dānadharmāgninā śuddhās te svargaṃ yānti bhārata
Brahmanen, Kṣatriyas, Vaiśyas und Śūdras, welche sich der Askese zugewandt haben - durch das Feuer des Gabe-Dharma geläutert, gehen sie zum Himmel, o Bhārata.
Wort für Wort
āśritāḥ tapaḥ
die sich der Askese zugewandt haben (Ptz. Pl.)
dānadharmāgninā śuddhāḥ
durch das Feuer des Gabe-Dharma geläutert (Adj. Pl.)