Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Āśvamedhikaparva

Kapitel 95: agastyayajñopākhyānam Agastyas Opfer (Anfang)

janamejaya uvāca dharmāgatena tyāgena bhagavan sarvam asti cet etan me sarvam ācakṣva kuśalo hy asi bhāṣitum

„Janamejaya sprach: Wenn, ehrwürdiger Herr, durch rechtmäßig erworbene Gabe wahrhaftig alles erreicht werden kann, so erzähle mir dies vollständig, denn du bist kundig im Reden.

Wort für Wort
dharmāgatena tyāgena
durch rechtmäßig erworbene Gabe (Instr.)
kuśalo hy asi bhāṣitum
du bist kundig im Reden (prädikativ)

Anknüpfung an die in Kapitel 93 erzählte Geschichte vom Mungo und der Gabe des Ährenlese-Brahmanen.

tatoñchavṛtter yad vṛttaṃ saktudāne phalaṃ mahat kathitaṃ me mahad brahmaṃs tathyam etad asaṃśayam

Was mir von der Ährenlese-Lebensweise berichtet wurde, die große Frucht bei der Gabe des Mehlbreis – das hast du mir, o Brahmane, als große, zweifelsfreie Wahrheit erzählt.

Wort für Wort
uñchavṛtti
Ährenlese-Lebensweise (f., Nom./Gen.)
tathyam ... asaṃśayam
wahrhaftig ... zweifelsfrei (Adj., Akk.)

kathaṃ hi sarvayajñeṣu niścayaḥ paramo bhavet etad arhasi me vaktuṃ nikhilena dvijarṣabha

Wie aber kann bei allen Opfern die höchste Gewissheit entstehen? Dies sollst du mir vollständig erklären, o bester der Zweifachgeborenen.“

Wort für Wort
sarvayajñeṣu niścayaḥ paramaḥ
höchste Gewissheit bei allen Opfern (Lok. + Nom.)
dvijarṣabha
bester der Zweifachgeborenen (Vok.)

vaiśaṃpāyana uvāca atrāpy udāharantīmam itihāsaṃ purātanam agastyasya mahāyajñe purāvṛttam ariṃdama

„Vaiśaṃpāyana sprach: Auch hierzu erzählt man diese alte Geschichte, die sich einst beim großen Opfer des Agastya zugetragen hat, o Bezwinger der Feinde.“

Wort für Wort
itihāsaṃ purātanam
alte Geschichte (Akk.)
ariṃdama
Bezwinger der Feinde (Vok., Anrede an Janamejaya)

Kurze Rahmen-Wiederaufnahme (Janamejaya/Vaiśaṃpāyana), bevor die eigentliche Erzählung als unmarkierte Narration fortgesetzt wird.

purāgastyo mahātejā dīkṣāṃ dvādaśavārṣikīm praviveśa mahārāja sarvabhūtahite rataḥ

Einst trat Agastya, der Glanzvolle, dem Wohl aller Wesen zugetan, o Großkönig, in eine zwölfjährige Weihe ein.

Wort für Wort
dīkṣāṃ dvādaśavārṣikīm
zwölfjährige Weihe (Akk.)
sarvabhūtahite rataḥ
dem Wohl aller Wesen zugetan (Lok. + Ptz.)

tatrāgnikalpā hotāra āsan satre mahātmanaḥ mūlāhārā nirāhārāḥ sāśmakuṭṭā marīcipāḥ

Dort waren bei der Opferfeier des Hochgesinnten die Opferpriester feuergleich: manche nährten sich von Wurzeln, manche fasteten gänzlich, manche zerstießen ihre Speise mit Steinen, manche lebten nur von Lichtstrahlen.

Wort für Wort
agnikalpāḥ hotāraḥ
feuergleiche Opferpriester (Nom. Pl.)
mūlāhārāḥ nirāhārāḥ
wurzelnährend, nahrungslos (Adj. Pl.)
marīcipāḥ
Lichtstrahl-Trinker (Nom. Pl.)

marīcipāḥ (‚Lichtstrahl-Trinker‘): eine überlieferte Asketengruppe, die sich angeblich allein von Sonnenlicht bzw. Luft ernährte – ein Topos extremer vedischer Entsagung.

parighṛṣṭikā vaighasikāḥ saṃprakṣālās tathaiva ca yatayo bhikṣavaś cātra babhūvuḥ paryavasthitāḥ

manche lebten von Zerriebenem, manche von übriggebliebener Speise, manche wiederum von Abwaschwasser – Asketen und Bettelmönche waren dort versammelt.

Wort für Wort
vaighasikāḥ
von übriggebliebener/geopferter Speise Lebende (Nom. Pl.)
yatayo bhikṣavaḥ
Asketen und Bettelmönche (Nom. Pl.)

sarve pratyakṣadharmāṇo jitakrodhā jitendriyāḥ dame sthitāś ca te sarve dambhamohavivarjitāḥ

Alle hatten den Dharma unmittelbar geschaut, hatten Zorn und Sinne bezwungen; alle standen in Selbstbeherrschung, frei von Heuchelei und Verblendung.

Wort für Wort
pratyakṣadharmāṇaḥ
die den Dharma unmittelbar geschaut haben (Nom. Pl.)
dambhamohavivarjitāḥ
frei von Heuchelei und Verblendung (Adj. Pl.)

vṛtte śuddhe sthitā nityam indriyaiś cāpy avāhitāḥ upāsate sma taṃ yajñaṃ bhuñjānās te maharṣayaḥ

Beständig in reinem Wandel stehend, mit gezügelten Sinnen, dienten jene großen Seher dem Opfer und nahmen dabei ihre zugeteilte Speise.

Wort für Wort
vṛtte śuddhe sthitāḥ
in reinem Wandel stehend (Lok. + Ptz.)
upāsate sma
sie dienten (Impf.-Periphrase)

yathāśaktyā bhagavatā tad annaṃ samupārjitam tasmin satre tu yat kiṃ cid ayogyaṃ tatra nābhavat tathā hy anekair munibhir mahāntaḥ kratavaḥ kṛtāḥ

Die Speise, die der Erhabene nach Vermögen erworben hatte – nichts Unrechtmäßiges gab es bei dieser Opferfeier; denn von vielen Weisen wurden dort große Riten vollzogen.

Wort für Wort
yathāśaktyā samupārjitam
nach Vermögen erworben (Adv. + Ptz.)
yat kiṃ cid ayogyam
irgendetwas Unrechtmäßiges (Nom. Neutr.)

evaṃvidhes tv agastyasya vartamāne mahādhvare na vavarṣa sahasrākṣas tadā bharatasattama

Doch während dieses so beschaffenen großen Opfers des Agastya im Gange war, regnete der Tausendäugige damals nicht, o Bester der Bharatas.

Wort für Wort
mahādhvare vartamāne
während das große Opfer im Gange war (Lok. abs.)
sahasrākṣaḥ
der Tausendäugige, Indra (Nom.)

sahasrākṣa (‚der Tausendäugige‘): Beiname Indras.

tataḥ karmāntare rājann agastyasya mahātmanaḥ katheyam abhinirvṛttā munīnāṃ bhāvitātmanām

Da entstand, o König, während einer Unterbrechung des Rituals des hochgesinnten Agastya, folgendes Gespräch unter den geläuterten Weisen:

Wort für Wort
karmāntare
während einer Unterbrechung des Rituals (Lok.)
bhāvitātmanām munīnām
unter den geläuterten Weisen (Gen. Pl.)

agastyo yajamāno 'sau dadāty annaṃ vimatsaraḥ na ca varṣati parjanyaḥ katham annaṃ bhaviṣyati

„Dieser Opferherr Agastya gibt Speise ohne jeden Neid, doch Parjanya regnet nicht – wie soll da Speise entstehen?

Wort für Wort
yajamānaḥ vimatsaraḥ
der Opferherr ohne Neid (Nom.)
parjanyaḥ
Parjanya, der Regengott (Nom.)

Parjanya: Gott des Regens.

satraṃ cedaṃ mahad viprā muner dvādaśavārṣikam na varṣiṣyati devaś ca varṣāṇy etāni dvādaśa

Und dies ist ein großes, zwölfjähriges Opfer des Weisen, ihr Brahmanen – wenn der Gott diese zwölf Jahre lang nicht regnet, was dann?

Wort für Wort
satraṃ dvādaśavārṣikam
das zwölfjährige Opfer (Nom.)
na varṣiṣyati
er wird nicht regnen (Fut.)

etad bhavantaḥ saṃcintya maharṣer asya dhīmataḥ agastyasyātitapasaḥ kartum arhanty anugraham

Dies bedenkend, sollt ihr Verehrten diesem weisen großen Seher Agastya, dessen Askese über alle Maßen groß ist, eine Gunst erweisen.“

Wort für Wort
saṃcintya
bedenkend (Absol.)
atitapasaḥ
dessen Askese über alle Maßen groß ist (Gen.)

ity evam ukte vacane tato 'gastyaḥ pratāpavān provācedaṃ vaco vāgmī prasādya śirasā munīn

Als so gesprochen war, sprach da der mächtige, redegewandte Agastya dieses Wort, nachdem er die Weisen mit geneigtem Haupt besänftigt hatte:

Wort für Wort
prasādya śirasā
mit geneigtem Haupt besänftigend (Absol.)
vāgmī
der Redegewandte (Nom.)

yadi dvādaśavarṣāṇi na varṣiṣyati vāsavaḥ cintāyajñaṃ kariṣyāmi vidhir eṣa sanātanaḥ

„Wenn Vāsava zwölf Jahre lang nicht regnet, werde ich das Gedanken-Opfer vollziehen – dies ist die ewige Ordnung.

Wort für Wort
vāsavaḥ
Vāsava, Indra (Nom.)
cintāyajñam
das Gedanken-Opfer (Akk.)

cintāyajña (‚Gedanken-Opfer‘): ein allein durch geistige Kraft vollzogenes Opfer, das großen Asketen der Überlieferung nach ohne äußere Mittel wirksam sein soll.

yadi dvādaśavarṣāṇi na varṣiṣyati vāsavaḥ vyāyāmenāhariṣyāmi yajñān anyān ativratān

Wenn Vāsava zwölf Jahre lang nicht regnet, werde ich durch eigene Anstrengung andere, überaus strenge Opfer herbeiführen.

Wort für Wort
vyāyāmena
durch eigene Anstrengung (Instr.)
yajñān anyān ativratān
andere, überaus strenge Opfer (Akk. Pl.)

bījayajño mayāyaṃ vai bahuvarṣasamācitaḥ bījaiḥ kṛtaiḥ kariṣye ca nātra vighno bhaviṣyati

Dies ist mein über viele Jahre angehäuftes Samen-Opfer; mit den bereiteten Samenkörnern werde ich es vollziehen, und kein Hindernis wird dabei entstehen.

Wort für Wort
bījayajñaḥ
das Samen-Opfer (Nom.)
nātra vighno bhaviṣyati
kein Hindernis wird dabei entstehen

bījayajña (‚Samen-Opfer‘): ein Opfer mit pflanzlichen Samenkörnern anstelle von Tieren – vgl. die Lehre der Weisen in Kapitel 94 über das rechte, gewaltlose Opfer.

nedaṃ śakyaṃ vṛthā kartuṃ mama satraṃ kathaṃ cana varṣiṣyatīha vā devo na vā devo bhaviṣyati

Diese meine Opferfeier kann auf keine Weise vergeblich gemacht werden – ob der Gott nun regnet oder nicht regnet.

Wort für Wort
na śakyaṃ vṛthā kartum
kann nicht vergeblich gemacht werden
varṣiṣyati ... na vā
ob er regnet oder nicht

atha vābhyarthanām indraḥ kuryān na tv iha kāmataḥ svayam indro bhaviṣyāmi jīvayiṣyāmi ca prajāḥ

Oder sollte Indra nur auf Bitten hin, nicht aber aus eigenem Wunsch regnen, so werde ich selbst Indra sein und die Geschöpfe am Leben erhalten.

Wort für Wort
abhyarthanām kuryāt
auf Bitten hin tun würde (Opt.)
svayam indro bhaviṣyāmi
ich selbst werde Indra sein (Fut.)

Agastyas Ankündigung, notfalls selbst die Rolle Indras einzunehmen, ist ein geläufiges episches Motiv: durch die Kraft seiner Askese (tapas) kann ein großer Weiser zeitweise selbst göttliche Funktionen übernehmen.

yo yad āhārajātaś ca sa tathaiva bhaviṣyati viśeṣaṃ caiva kartāsmi punaḥ punar atīva hi

Wer auch immer aus welcher Nahrung entstanden ist – er wird ebenso wieder werden; und immer wieder aufs Neue werde ich eine überreiche Besonderheit bewirken.

Wort für Wort
āhārajātaḥ
aus Nahrung entstanden (Nom.)
viśeṣam kartāsmi
ich werde eine Besonderheit bewirken (periphr. Fut.)

[?] Die genaue Bedeutung dieser Zeile ist im Sanskrit nicht restlos eindeutig; sinngemäß verspricht Agastya offenbar, jede Art von Wesen/Nahrung nach Bedarf immer wieder neu und in besonderer Fülle hervorzubringen.

adyeha svarṇam abhyetu yac cānyad vasu durlabham triṣu lokeṣu yac cāsti tad ihāgacchatāṃ svayam

Heute soll hierher Gold kommen, und was sonst an schwer erlangbarem Reichtum in den drei Welten vorhanden ist – das soll von selbst hierher kommen.

Wort für Wort
vasu durlabham
schwer erlangbarer Reichtum (Nom.)
triṣu lokeṣu
in den drei Welten (Lok.)

divyāś cāpsarasāṃ saṃghāḥ sagandharvāḥ sakiṃnarāḥ viśvāvasuś ca ye cānye te 'py upāsantu vaḥ sadā

Die himmlischen Scharen der Apsaras, samt Gandharvas, samt Kiṃnaras, und Viśvāvasu und wer sonst noch da ist – auch sie sollen euch allezeit dienen.

Wort für Wort
apsarasāṃ saṃghāḥ
Scharen der Apsaras (Nom.)
upāsantu vaḥ sadā
sie sollen euch allezeit dienen (Imp.)

Viśvāvasu: ein Fürst der Gandharvas.

uttarebhyaḥ kurubhyaś ca yat kiṃ cid vasu vidyate sarvaṃ tad iha yajñe me svayam evopatiṣṭhatu svargaṃ svargasadaś caiva dharmaś ca svayam eva tu

Was auch immer an Reichtum bei den nördlichen Kurus vorhanden ist – all das soll sich bei diesem meinem Opfer von selbst einstellen, ebenso der Himmel, die Himmelsbewohner und der Dharma selbst.“

Wort für Wort
uttarebhyaḥ kurubhyaḥ
bei/von den nördlichen Kurus (Abl. Pl.)
svargasadaḥ
die Himmelsbewohner (Nom. Pl.)

uttarāḥ Kuravaḥ (‚die nördlichen Kurus‘): ein sagenhaftes paradiesisches Land am nördlichen Rand der Welt, in der Überlieferung oft als Ort unermesslichen Reichtums genannt.

ity ukte sarvam evaitad abhavat tasya dhīmataḥ tatas te munayo dṛṣṭvā munes tasya tapobalam vismitā vacanaṃ prāhur idaṃ sarve mahārthavat

Als dies gesprochen war, geschah dies alles genau so für den Weisen. Da sprachen jene Weisen, als sie die Askesekraft dieses Weisen sahen, erstaunt alle gemeinsam dieses bedeutungsvolle Wort:

Wort für Wort
tapobalam
Askesekraft (Akk.)
vacanaṃ mahārthavat
bedeutungsvolles Wort (Akk.)

prītāḥ sma tava vākyena na tv icchāmas tapovyayam svair eva yajñais tuṣṭāḥ smo nyāyenecchāmahe vayam

„Wir sind erfreut über dein Wort, doch wollen wir nicht, dass deine Askese verbraucht wird; wir sind zufrieden mit unseren eigenen Opfern, wir begehren nur, was uns rechtmäßig zusteht.

Wort für Wort
tapovyayam
Verbrauch der Askese (Akk.)
nyāyena icchāmahe
wir begehren auf rechte Weise (Instr.)

yajñān dīkṣās tathā homān yac cānyan mṛgayāmahe tan no 'stu svakṛtair yajñair nānyato mṛgayāmahe

Opfer, Weihen und Opfergüsse, und was wir sonst noch erstreben – das möge uns durch unsere eigenen Opfer zuteilwerden; wir suchen es nicht von anderswoher.

Wort für Wort
dīkṣāḥ ... homān
Weihen ... Opfergüsse (Akk. Pl.)
svakṛtair yajñaiḥ
durch unsere eigenen Opfer (Instr.)

nyāyenopārjitāhārāḥ svakarmaniratā vayam vedāṃś ca brahmacaryeṇa nyāyataḥ prārthayāmahe

Wir, die wir unsere Nahrung rechtmäßig erworben haben, unserem eigenen Werk zugetan, erstreben auch die Veden durch Keuschheit auf rechte Weise.

Wort für Wort
nyāyenopārjitāhārāḥ
die rechtmäßig ihre Nahrung erworben haben (Nom. Pl.)
brahmacaryeṇa
durch Keuschheit/geistliches Schülerleben (Instr.)

nyāyenottarakālaṃ ca gṛhebhyo niḥsṛtā vayam dharmadṛṣṭair vidhidvārais tapas tapsyāmahe vayam

Und in der späteren Lebenszeit, aus den Häusern ausgezogen, werden wir auf rechtmäßige Weise, durch die vom Dharma gewiesenen Tore der Regel, Askese üben.

Wort für Wort
gṛhebhyo niḥsṛtāḥ
aus den Häusern ausgezogen (Ptz. Pl.)
tapas tapsyāmahe
wir werden Askese üben (Fut.)

Anspielung auf die vier Lebensstadien (āśrama): nach dem Leben als Hausvater folgt der Auszug in Wald- und Entsagerleben.

bhavataḥ samyag eṣā hi buddhir hiṃsāvivarjitā etām ahiṃsāṃ yajñeṣu brūyās tvaṃ satataṃ prabho

Deine Gesinnung, frei von Gewalt, ist wahrlich recht; diese Gewaltlosigkeit bei den Opfern sollst du, o Herr, stets lehren.

Wort für Wort
buddhir hiṃsāvivarjitā
die von Gewalt freie Gesinnung (Nom.)
ahiṃsāṃ ... brūyāḥ
du sollst die Gewaltlosigkeit lehren (Opt.)

prītās tato bhaviṣyāmo vayaṃ dvijavarottama visarjitāḥ samāptau ca satrād asmād vrajāmahe

Dann werden wir erfreut sein, o bester der Zweifachgeborenen; nach Beendigung dieses Opfers, entlassen, werden wir fortgehen.“

Wort für Wort
dvijavarottama
bester der Zweifachgeborenen (Vok.)
samāptau visarjitāḥ
nach Beendigung entlassen (Lok. + Ptz.)

vaiśaṃpāyana uvāca tathā kathayatām eva devarājaḥ puraṃdaraḥ vavarṣa sumahātejā dṛṣṭvā tasya tapobalam

Vaiśaṃpāyana sprach: Während sie noch so redeten, regnete der Götterkönig Puraṃdara, überaus glanzvoll, als er die Askesekraft jenes Weisen sah.

Wort für Wort
puraṃdaraḥ
Puraṃdara, Indra (Nom.)
dṛṣṭvā tapobalam
als er die Askesekraft sah (Absol.)

Puraṃdara (‚Festungsbrecher‘): Beiname Indras. Die Wiederaufnahme mit ‚vaiśaṃpāyana uvāca‘ markiert hier nur die Fortsetzung der Haupterzählung, nicht eine neue Rahmen-Anrede.

asamāptau ca yajñasya tasyāmitaparākramaḥ nikāmavarṣī devendro babhūva janamejaya

Und noch vor Beendigung des Opfers wurde jener Indra der Götter, von unermesslicher Kraft, zu einem nach Belieben Regnenden, o Janamejaya.

Wort für Wort
asamāptau yajñasya
vor Beendigung des Opfers (Lok.)
nikāmavarṣī
nach Belieben regnend (Nom.)

prasādayām āsa ca tam agastyaṃ tridaśeśvaraḥ svayam abhyetya rājarṣe puraskṛtya bṛhaspatim

Und der Herr der Dreißig besänftigte selbst den Agastya, indem er, o Königsweiser, mit Bṛhaspati an der Spitze zu ihm herantrat.

Wort für Wort
tridaśeśvaraḥ
der Herr der Dreißig, Indra (Nom.)
puraskṛtya bṛhaspatim
mit Bṛhaspati an der Spitze (Absol.)

tridaśeśvara (‚Herr der Dreißig [Götter]‘): Beiname Indras. Bṛhaspati: Priester und Lehrer der Götter.

tato yajñasamāptau tān visasarja mahāmunīn agastyaḥ paramaprītaḥ pūjayitvā yathāvidhi

Danach, bei der Vollendung des Opfers, entließ Agastya, höchst erfreut, jene großen Weisen, nachdem er sie vorschriftsmäßig geehrt hatte.

Wort für Wort
yajñasamāptau
bei der Vollendung des Opfers (Lok.)
pūjayitvā yathāvidhi
nachdem er vorschriftsmäßig geehrt hatte (Absol.)

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