Quellen der Menschheit

Mahābhārata · Āśvamedhikaparva

Kapitel 8: śivastotra / bṛhaspateḥ saṃtāpa Die Śiva-Litanei und Bṛhaspatis Kummer über Maruttas Reichtum

saṃvarta uvāca girer himavataḥ pṛṣṭhe muñjavān nāma parvataḥ tapyate yatra bhagavāṃs tapo nityam umāpatiḥ

Saṃvarta sprach: 'Auf dem Rücken des Himavat-Gebirges liegt ein Berg namens Muñjavān, wo der Erhabene, der Gemahl Umās, ewig Askese übt.'

Wort für Wort
muñjavān
Muñjavān (Nom. Sg., Bergname)
umāpatiḥ
der Gemahl Umās (Nom. Sg., = Śiva)

vanaspatīnāṃ mūleṣu ṭaṅkeṣu śikhareṣu ca guhāsu śailarājasya yathākāmaṃ yathāsukham

'An den Wurzeln der Bäume, in den Felsspalten und auf den Gipfeln, in den Höhlen des Bergkönigs [weilt er], wie es ihm beliebt, wie es ihm angenehm ist.'

Wort für Wort
ṭaṅkeṣu
in den Felsspalten (Lok. Pl.)
śailarājasya
des Bergkönigs (Gen. Sg., = Himavat)

umāsahāyo bhagavān yatra nityaṃ maheśvaraḥ āste śūlī mahātejā nānābhūtagaṇāvṛtaḥ

'Dort weilt beständig der Erhabene, der große Herr, in Umās Begleitung, der Dreizackträger von großer Glut, umgeben von mannigfachen Scharen von Wesen.'

Wort für Wort
umāsahāyaḥ
in Umās Begleitung (Nom. Sg.)
śūlī
der Dreizackträger (Nom. Sg.)

tatra rudrāś ca sādhyāś ca viśve 'tha vasavas tathā yamaś ca varuṇaś caiva kuberaś ca sahānugaḥ

'Dort sind die Rudras, die Sādhyas, die Viśvedevas, ebenso die Vasus, Yama und Varuṇa und Kubera mit seinem Gefolge.'

Wort für Wort
sādhyāḥ
die Sādhyas (Nom. Pl., Göttergruppe)
sahānugaḥ
mit seinem Gefolge (Nom. Sg.)

bhūtāni ca piśācāś ca nāsatyāv aśvināv api gandharvāpsarasaś caiva yakṣā devarṣayas tathā

'Auch die Bhūtas und die Piśācas, die beiden Nāsatyas, die Aśvins, die Gandharvas und Apsaras, die Yakṣas und die Götterweisen.'

Wort für Wort
nāsatyau aśvinau
die beiden Nāsatyas, die Aśvins (Nom. Du.)
devarṣayaḥ
die Götterweisen (Nom. Pl.)

ādityā marutaś caiva yātudhānāś ca sarvaśaḥ upāsante mahātmānaṃ bahurūpam umāpatim

'Die Ādityas und die Maruts und die Yātudhānas [Rākṣasas] allesamt verehren den Hochgesinnten, den Vielgestaltigen, den Gemahl Umās.'

Wort für Wort
yātudhānāḥ
die Yātudhānas, Rākṣasas (Nom. Pl.)
upāsante
sie verehren (Präs. 3.Pl. Med.)

ramate bhagavāṃs tatra kuberānucaraiḥ saha vikṛtair vikṛtākāraiḥ krīḍadbhiḥ pṛthivīpate śriyā jvalan dṛśyate vai bālādityasamadyutiḥ

'Dort ergötzt sich der Erhabene mit Kuberas seltsamen, seltsam gestalteten, spielenden Gefolgsleuten, o Herrscher der Erde; von Glanz erstrahlend erscheint er, an Leuchtkraft der jungen Sonne gleich.'

Wort für Wort
vikṛtākāraiḥ
von seltsamer Gestalt (Instr. Pl.)
bālādityasamadyutiḥ
an Leuchtkraft der jungen Sonne gleich (Nom. Sg.)

na rūpaṃ dṛśyate tasya saṃsthānaṃ vā kathaṃ cana nirdeṣṭuṃ prāṇibhiḥ kaiś cit prākṛtair māṃsalocanaiḥ

'Weder seine Gestalt noch seine Form kann von irgendwelchen gewöhnlichen, mit fleischlichen Augen [sehenden] Geschöpfen in irgendeiner Weise bezeichnet werden.'

Wort für Wort
māṃsalocanaiḥ
mit fleischlichen Augen (Instr. Pl.)
nirdeṣṭum
zu bezeichnen (Inf.)

noṣṇaṃ na śiśiraṃ tatra na vāyur na ca bhāskaraḥ na jarā kṣutpipāse vā na mṛtyur na bhayaṃ nṛpa

'Dort gibt es weder Hitze noch Kälte, weder Wind noch Sonne, weder Alter noch Hunger und Durst, weder Tod noch Furcht, o König.'

Wort für Wort
kṣutpipāse
Hunger und Durst (Nom. Du.)
bhāskaraḥ
die Sonne (Nom. Sg.)

tasya śailasya pārśveṣu sarveṣu jayatāṃ vara dhātavo jātarūpasya raśmayaḥ savitur yathā

'An allen Seiten dieses Berges, o Bester der Siegreichen, [glänzen] die Adern des Goldes wie die Strahlen der Sonne.'

Wort für Wort
dhātavaḥ
die Adern, Erzadern (Nom. Pl.)
jātarūpasya
des Goldes (Gen. Sg.)

rakṣyante te kuberasya sahāyair udyatāyudhaiḥ cikīrṣadbhiḥ priyaṃ rājan kuberasya mahātmanaḥ

'Sie werden von Kuberas Gefährten mit erhobenen Waffen bewacht, die dem hochgesinnten Kubera, o König, einen Gefallen erweisen wollen.'

Wort für Wort
udyatāyudhaiḥ
mit erhobenen Waffen (Instr. Pl.)
cikīrṣadbhiḥ
die zu tun wünschen (Part. Präs. Desid. Instr. Pl.)

tasmai bhagavate kṛtvā namaḥ śarvāya vedhase rudrāya śitikaṇṭhāya surūpāya suvarcase

'Erweise jenem Erhabenen Verehrung: dem Śarva, dem Ordner, dem Rudra, dem Blauhalsigen, dem Schöngestaltigen, dem Glanzvollen -'

Wort für Wort
śarvāya
dem Śarva (Dat. Sg., Śiva-Epitheton)
śitikaṇṭhāya
dem Blauhalsigen (Dat. Sg.)

Beginn der langen Anrufungs-Litanei von Śivas Namen/Epitheta (V012-030), die Marutta laut Saṃvartas Anweisung rezitieren soll, bevor er das Gold entnimmt.

kapardine karālāya haryakṣṇe varadāya ca tryakṣṇe pūṣṇo dantabhide vāmanāya śivāya ca

'dem mit der Zopfkrone, dem Furchtbaren, dem Falbäugigen, dem Gunstgewährenden, dem Dreiäugigen, dem Zahnbrecher des Pūṣan, dem Zwerghaften, dem Gütigen -'

Wort für Wort
kapardine
dem mit der Zopfkrone (Dat. Sg.)
pūṣṇo dantabhide
dem Zahnbrecher des Pūṣan (Dat. Sg.)

yāmyāyāvyaktakeśāya sadvṛtte śaṃkarāya ca kṣemyāya harinetrāya sthāṇave puruṣāya ca

'dem zu Yama Gehörigen [?], dem mit ungeordnetem Haar, dem im Guten Wandelnden, dem Heilbringenden, dem Wohlbringenden, dem Falbäugigen, dem Reglosen, dem Urmenschen -'

Wort für Wort
sthāṇave
dem Reglosen (Dat. Sg., Śiva-Epitheton)
puruṣāya
dem Urmenschen (Dat. Sg.)

[?] 'yāmyāya' (wtl. 'dem zu Yama Gehörigen') ist in seinem Bezug auf Śiva unklar - evtl. Variante zu 'śāmyāya' ('dem Friedvollen'); wörtlich wiedergegeben.

harikeśāya muṇḍāya kṛśāyottāraṇāya ca bhāskarāya sutīrthāya devadevāya raṃhase

'dem mit falbem Haar, dem Kahlgeschorenen, dem Abgemagerten, dem Erretter, dem Lichtspender, dem mit der guten Furt, dem Gott der Götter, dem Schnellen -'

Wort für Wort
harikeśāya
dem mit falbem Haar (Dat. Sg.)
devadevāya
dem Gott der Götter (Dat. Sg.)

uṣṇīṣiṇe suvaktrāya sahasrākṣāya mīḍhuṣe giriśāya praśāntāya yataye cīravāsase

'dem mit dem Turban, dem Schönmündigen, dem Tausendäugigen, dem Regenspendenden, dem Bergbewohner, dem sehr Friedvollen, dem Selbstbeherrschten, dem in Lumpen Gekleideten -'

Wort für Wort
sahasrākṣāya
dem Tausendäugigen (Dat. Sg.)
giriśāya
dem Bergbewohner (Dat. Sg., Śiva-Epitheton)

bilvadaṇḍāya siddhāya sarvadaṇḍadharāya ca mṛgavyādhāya mahate dhanvine 'tha bhavāya ca

'dem mit dem Bilva-Stab, dem Vollendeten, dem Träger aller Strafgewalt, dem Wilderer, dem Großen, dem Bogenträger und dem Bhava -'

Wort für Wort
mṛgavyādhāya
dem Wilderer, Jäger (Dat. Sg.)
dhanvine
dem Bogenträger (Dat. Sg.)

varāya saumyavaktrāya paśuhastāya varṣiṇe hiraṇyabāhave rājann ugrāya pataye diśām

'dem Vorzüglichen, dem Mildgesichtigen, dem mit dem Tier in der Hand, dem Regenspendenden, dem Goldarmigen, o König, dem Schrecklichen, dem Herrn der Himmelsrichtungen -'

Wort für Wort
hiraṇyabāhave
dem Goldarmigen (Dat. Sg.)
pataye diśām
dem Herrn der Himmelsrichtungen (Dat. Sg.)

paśūnāṃ pataye caiva bhūtānāṃ pataye tathā vṛṣāya mātṛbhaktāya senānye madhyamāya ca

'dem Herrn der Tiere, ebenso dem Herrn der Wesen, dem Stierhaften, dem den Müttern Ergebenen, dem Heerführer, dem in der Mitte Stehenden -'

Wort für Wort
paśūnāṃ pataye
dem Herrn der Tiere (Dat. Sg.)
senānye
dem Heerführer (Dat. Sg.)

sruvahastāya pataye dhanvine bhārgavāya ca ajāya kṛṣṇanetrāya virūpākṣāya caiva ha

'dem mit dem Opferlöffel in der Hand, dem Herrn, dem Bogenträger, dem Nachkommen Bhṛgus [?], dem Ungeborenen, dem Schwarzäugigen und dem Verschiedenäugigen -'

Wort für Wort
sruvahastāya
dem mit dem Opferlöffel in der Hand (Dat. Sg.)
virūpākṣāya
dem Verschiedenäugigen (Dat. Sg.)

[?] 'bhārgavāya' (wtl. 'dem Nachkommen Bhṛgus') als Śiva-Epitheton ungewöhnlich; Bezug unsicher, wörtlich wiedergegeben.

tīkṣṇadaṃṣṭrāya tīkṣṇāya vaiśvānaramukhāya ca mahādyutaye 'naṅgāya sarvāṅgāya prajāvate

'dem mit den scharfen Zähnen, dem Scharfen, dem mit dem Antlitz des Vaiśvānara-Feuers, dem von großem Glanz, dem Körperlosen, dem Allgliedrigen, dem mit Nachkommenschaft Versehenen -'

Wort für Wort
vaiśvānaramukhāya
dem mit dem Antlitz des Vaiśvānara-Feuers (Dat. Sg.)
prajāvate
dem mit Nachkommenschaft Versehenen (Dat. Sg.)

tathā śukrādhipataye pṛthave kṛttivāsase kapālamāline nityaṃ suvarṇamukuṭāya ca

'ebenso dem Herrn über Śukra [Venus], dem Weiten, dem in ein Tierfell Gekleideten, dem mit der Schädelgirlande, dem ewig mit goldener Krone Versehenen -'

Wort für Wort
kṛttivāsase
dem in ein Tierfell Gekleideten (Dat. Sg.)
kapālamāline
dem mit der Schädelgirlande (Dat. Sg.)

mahādevāya kṛṣṇāya tryambakāyānaghāya ca krodhanāya nṛśaṃsāya mṛdave bāhuśāline

'dem Großen Gott, dem Schwarzen, dem Dreiäugigen, dem Makellosen, dem Zornigen, dem Grausamen, dem Milden, dem Starkarmigen -'

Wort für Wort
tryambakāya
dem Dreiäugigen (Dat. Sg.)
bāhuśāline
dem Starkarmigen (Dat. Sg.)

daṇḍine taptatapase tathaiva krūrakarmaṇe sahasraśirase caiva sahasracaraṇāya ca namaḥ svadhāsvarūpāya bahurūpāya daṃṣṭriṇe

'dem Stabträger, dem in glühender Askese Stehenden, ebenso dem von grausamen Taten, dem Tausendköpfigen und dem Tausendfüßigen - Verehrung dem in Svadhā-Gestalt Erscheinenden, dem Vielgestaltigen, dem Gezähnten -'

Wort für Wort
sahasraśirase
dem Tausendköpfigen (Dat. Sg.)
svadhāsvarūpāya
dem in Svadhā-Gestalt Erscheinenden (Dat. Sg.)

pinākinaṃ mahādevaṃ mahāyoginam avyayam triśūlapāṇiṃ varadaṃ tryambakaṃ bhuvaneśvaram

'dem Träger des Pināka-Bogens, dem Großen Gott, dem großen Yogin, dem Unvergänglichen, dem mit dem Dreizack in der Hand, dem Gunstgewährenden, dem Dreiäugigen, dem Herrn der Welt -'

Wort für Wort
pinākinam
dem Träger des Pināka-Bogens (Akk. Sg.)
bhuvaneśvaram
dem Herrn der Welt (Akk. Sg.)

Ab hier wechselt die Litanei grammatisch vom Dativ zum Akkusativ (Objekt von 'praṇamya' in V030) - inhaltlich weiterhin Teil derselben Anrufungsreihe.

tripuraghnaṃ trinayanaṃ trilokeśaṃ mahaujasam prabhavaṃ sarvabhūtānāṃ dhāraṇaṃ dharaṇīdharam

'dem Zerstörer der drei Burgen, dem Dreiäugigen, dem Herrn der drei Welten, dem von großer Kraft, dem Ursprung aller Wesen, dem Erhalter, dem Träger der Erde -'

Wort für Wort
tripuraghnam
dem Zerstörer der drei Burgen (Akk. Sg.)
dharaṇīdharam
dem Träger der Erde (Akk. Sg.)

īśānaṃ śaṃkaraṃ sarvaṃ śivaṃ viśveśvaraṃ bhavam umāpatiṃ paśupatiṃ viśvarūpaṃ maheśvaram

'dem Herrschenden, dem Heilbringenden, dem All-Einen, dem Gütigen, dem Herrn des Alls, dem Bhava, dem Gemahl Umās, dem Herrn der Wesen, dem Allgestaltigen, dem großen Herrn -'

Wort für Wort
īśānam
dem Herrschenden (Akk. Sg.)
paśupatim
dem Herrn der Wesen (Akk. Sg.)

virūpākṣaṃ daśabhujaṃ tiṣyagovṛṣabhadhvajam ugraṃ sthāṇuṃ śivaṃ ghoraṃ śarvaṃ gaurīśam īśvaram

'dem Verschiedenäugigen, dem Zehnarmigen, dem mit dem Stierbanner Tiṣyas [?], dem Schrecklichen, dem Reglosen, dem Gütigen, dem Furchtbaren, dem Śarva, dem Herrn Gaurīs, dem Herrscher -'

Wort für Wort
daśabhujam
dem Zehnarmigen (Akk. Sg.)
gaurīśam
dem Herrn Gaurīs (Akk. Sg.)

[?] 'tiṣyagovṛṣabhadhvajam' (wtl. 'mit dem Stierbanner Tiṣyas') unklarer Bezug - evtl. Verweis auf den Stier Nandin als Banner-Tier; wörtlich wiedergegeben.

śitikaṇṭham ajaṃ śukraṃ pṛthuṃ pṛthuharaṃ haram viśvarūpaṃ virūpākṣaṃ bahurūpam umāpatim

'dem Blauhalsigen, dem Ungeborenen, dem Hellen, dem Weiten, dem großen Zerstörer [?], dem Hara, dem Allgestaltigen, dem Verschiedenäugigen, dem Vielgestaltigen, dem Gemahl Umās -'

Wort für Wort
śitikaṇṭham
dem Blauhalsigen (Akk. Sg.)
haram
dem Hara (Akk. Sg., Śiva-Epitheton)

[?] 'pṛthuharam' wörtlich 'der Weithinwegnehmende/-zerstörer' - genauer Sinn unsicher.

praṇamya śirasā devam anaṅgāṅgaharaṃ haram śaraṇyaṃ śaraṇaṃ yāhi mahādevaṃ caturmukham

'nachdem du dich mit dem Haupt vor dem Gott verneigt hast, dem Hara, der die Glieder des Körperlosen [Kāma] hinwegnahm, geh du zum Erhabenen, zum Zufluchtswürdigen, zum Großen Gott mit den vier Gesichtern, um Zuflucht zu suchen.'

Wort für Wort
praṇamya
nachdem du dich verneigt hast (Absolutiv)
anaṅgāṅgaharam
der die Glieder des Körperlosen hinwegnahm (Akk. Sg.)

Abschluss der Anrufungs-Litanei; 'anaṅgāṅgaharam' verweist auf den Mythos, wie Śiva den Liebesgott Kāma durch seinen Blick verbrannte/körperlos machte.

evaṃ kṛtvā namas tasmai mahādevāya raṃhase mahātmane kṣitipate tat suvarṇam avāpsyasi suvarṇam āhariṣyantas tatra gacchantu te narāḥ

'Wenn du so jenem Großen Gott, dem Schnellen, dem Hochgesinnten Verehrung erwiesen hast, o Herrscher der Erde, wirst du jenes Gold erlangen - deine Männer, die das Gold herbeischaffen sollen, mögen dorthin gehen.'

Wort für Wort
avāpsyasi
du wirst erlangen (Fut. 2.Sg.)
āhariṣyantaḥ
die herbeischaffen werden/sollen (Part. Fut. Nom. Pl.)

vyāsa uvāca ity uktaḥ sa vacas tasya cakre kāraṃdhamātmajaḥ tato 'timānuṣaṃ sarvaṃ cakre yajñasya saṃvidhim sauvarṇāni ca bhāṇḍāni saṃcakrus tatra śilpinaḥ

Vyāsa sprach: So angesprochen, befolgte der Enkel Karaṃdhamas dessen Worte; danach vollzog er die ganze übermenschliche Ausstattung des Opfers, und die Handwerker fertigten dort die goldenen Gefäße.

Wort für Wort
kāraṃdhamātmajaḥ
der Enkel Karaṃdhamas (Nom. Sg., = Marutta)
saṃvidhim
die Ausstattung, Vorbereitung (Akk. Sg.)

bṛhaspatis tu tāṃ śrutvā maruttasya mahīpateḥ samṛddhim ati devebhyaḥ saṃtāpam akarod bhṛśam

Bṛhaspati aber, als er von diesem Reichtum des Königs Marutta hörte, der den der Götter übertraf, geriet in heftigen Kummer.

Wort für Wort
samṛddhim
den Reichtum, das Gedeihen (Akk. Sg.)
saṃtāpam akarot
er geriet in Kummer (Impf. 3.Sg.)

sa tapyamāno vaivarṇyaṃ kṛśatvaṃ cāgamat param bhaviṣyati hi me śatruḥ saṃvarto vasumān iti

Sich quälend, verfiel er in äußerste Blässe und Abmagerung, [denkend]: 'Saṃvarta wird, reich geworden, mir zum Feind werden.'

Wort für Wort
vaivarṇyam
die Blässe, Entfärbung (Akk. Sg.)
vasumān
reich, mit Reichtum versehen (Nom. Sg.)

taṃ śrutvā bhṛśasaṃtaptaṃ devarājo bṛhaspatim abhigamyāmaravṛtaḥ provācedaṃ vacas tadā

Als der Götterkönig hörte, dass Bṛhaspati heftig gequält war, ging er, von den Unsterblichen umgeben, zu ihm und sprach damals diese Worte:

Wort für Wort
bhṛśasaṃtaptam
heftig gequält (Akk. Sg.)
amaravṛtaḥ
von den Unsterblichen umgeben (Nom. Sg.)

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