iṣīkā droṇaputreṇa bhīmasenārtham udyatā sottarāyāṃ nipatitā vijaye mayi caiva ha
Das Pfeilrohr, das der Sohn Droṇas gegen Bhīmasena erhoben hatte, fiel auf Uttarā, auf Vijaya und ebenso auf mich.
Wort für Wort
iṣīkā
das Schilfrohr-Geschoss (Nom.)
udyatā
erhoben (Part. Perf. Pass.)
nipatitā
fiel (Part. Perf.)
vijaye
auf Vijaya [Arjuna] (Lok., hier als Epitheton gedeutet) [?]
[?] 'vijaye' ist unklar: gemeint sein könnte das Arjuna-Epitheton Vijaya oder eine adverbiale Bedeutung ('im Sieg'); hier als Epitheton Arjunas verstanden.
abhimanyuḥ priyaḥ kṛṣṇa pitṝṇāṃ nātra saṃśayaḥ te śrutvā kiṃ nu vakṣyanti droṇaputrāstranirjitāḥ
Abhimanyu war seinen Vätern lieb, Kṛṣṇa, daran besteht kein Zweifel. Was werden sie wohl sagen, wenn sie dies hören, sie, die vom Geschoss des Sohnes Droṇas überwältigt wurden?
Wort für Wort
nātra saṃśayaḥ
daran besteht kein Zweifel
droṇaputrāstranirjitāḥ
vom Geschoss des Sohnes Droṇas überwältigt (Nom. Pl.)
Als der Sohn Droṇas die Leibesfrüchte der Pāṇḍus zu töten suchte, Mādhava, da, so heißt es, sprachst du, Bezwinger der Feinde, zornentbrannt zum Sohn Droṇas,
Wort für Wort
garbhān
die Leibesfrüchte, die ungeborenen Kinder (Akk. Pl.)
du werdest ihn, den nichtswürdigen Brahmanenabkömmling, den niedrigsten der Männer, wider seinen Willen zwingen, und du werdest den Sohn von Kirīṭins Sohn wieder zum Leben erwecken.
ich werde wieder zum Leben erwecken (Fut. Kausativ)
Eingebettetes Zitat (Krsnas frühere Worte an Ashvatthaman) indirekt wiedergegeben: Krsna als aktueller Adressat bleibt in der 2.Person, Ashvatthaman als Drittperson, ohne erneute Anführungszeichen.
icchann api hi lokāṃs trīñ jīvayethā mṛtān imān kiṃ punar dayitaṃ jātaṃ svasrīyasyātmajaṃ mṛtam
Wolltest du es, so könntest du sogar die drei Welten, wären sie tot, wieder beleben - wie viel mehr diesen geliebten, tot geborenen Sohn des Sohnes deiner Schwester!
Sei es als deine Schwester, sei es als eine, deren Sohn getötet wurde, sei es als eine, die sich dir ergeben hat - du solltest mit mir Mitleid haben, o Starkarmiger.“