'Brahmā sprach weiter: Mit der Erkenntniskraft als Wesenskern, mit dem Geist als Stützpfeiler, die Schar der Sinne bindend, mit den großen Elementen als Speichen-Stütze, vom Augenblick umwunden -'
Wort für Wort
buddhisāram
mit der Erkenntniskraft als Wesenskern (Nom. Sg. n.)
mahābhūtāraviṣkambham
mit den großen Elementen als Speichen-Stütze (Nom. Sg. n., ara=Speiche)
'Tag und Nacht als seinen Wurf vollziehend, mit Kälte und Hitze als seinem umlaufenden Kreis, mit dem Leiden am Ende von Glück und Leid, von Hunger und Durst festgenagelt -'
Wort für Wort
ahorātraparikṣepam
Tag und Nacht als Wurf/Kreislauf vollziehend (Nom. Sg. n.)
chāyātapavilekhaṃ ca nimeṣonmeṣavihvalam ghoramohajanākīrṇaṃ vartamānam acetanam
'von Schatten und Sonnenlicht durchzeichnet, vom Schließen und Öffnen der Augen erzitternd, von schrecklich verblendeten Menschen erfüllt, sich beständig drehend und doch unbewusst -'
Wort für Wort
chāyātapavilekham
von Schatten und Sonnenlicht durchzeichnet (Nom. Sg. n.)
nimeṣonmeṣavihvalam
vom Schließen und Öffnen der Augen erzitternd (Nom. Sg. n.)
māsārdhamāsagaṇitaṃ viṣamaṃ lokasaṃcaram tamonicayapaṅkaṃ ca rajovegapravartakam
'nach Monaten und Halbmonaten berechnet, sich ungleichmäßig durch die Welt bewegend, mit einem Morast angehäufter Finsternis, die Wucht des Rajas in Gang setzend -'
Wort für Wort
māsārdhamāsagaṇitam
nach Monaten und Halbmonaten berechnet (Nom. Sg. n.)
sattvālaṃkāradīptaṃ ca guṇasaṃghātamaṇḍalam svaravigrahanābhīkaṃ śokasaṃghātavartanam
'mit dem Schmuck des Sattva erstrahlend, mit der Ansammlung der Eigenschaften als seiner Scheibe, mit Ton und Gestalt als seiner Nabe, sich durch eine Anhäufung von Kummer drehend -'
Wort für Wort
sattvālaṃkāradīptam
mit dem Schmuck des Sattva erstrahlend (Nom. Sg. n.)
'mit Handlung und Ursache verbunden, durch die Ausdehnung der Leidenschaft erstreckt, durch Gier und Begehren aufgezählt, aus der unterscheidenden Erkenntnis entsprungen -'
Wort für Wort
rāgavistāram āyatam
durch die Ausdehnung der Leidenschaft erstreckt (Nom. Sg. n.)
viviktajñānasaṃbhavam
aus unterscheidender Erkenntnis entsprungen (Nom. Sg. n.)
[?] 'viviktajñānasaṃbhavam' unsicher - wörtlich 'aus unterscheidender/getrennter Erkenntnis entstanden', Bezug im Bild des Zeitrades nicht ganz eindeutig.
'vom Mahat bis zu den besonderen Elementen reichend, in seinem Entstehen und Vergehen unangeheftet, schnell wie der Gedanke, unermüdlich - so drehe sich das Rad der Zeit.'
Wort für Wort
mahadādiviśeṣāntam
vom Mahat bis zu den besonderen Elementen reichend (Nom. Sg. n.)
kālacakrapravṛttiṃ ca nivṛttiṃ caiva tattvataḥ yas tu veda naro nityaṃ na sa bhūteṣu muhyati
'Wer aber das Vorwärtsschreiten und ebenso das Rückwärtsgehen des Rades der Zeit der Wahrheit gemäß stets kenne, der Mensch gerate nicht in Verblendung unter den Wesen.'
'Der Haushälter, der Keuschheitsschüler, der Waldeinsiedler und der Bettelmönch - diese vier Lebensstufen würden verkündet, alle im Haushälterstand wurzelnd.'
Wort für Wort
gṛhasthaḥ ... bhikṣukaḥ
Haushälter ... Bettelmönch (die vier Lebensstufen, Nom. Sg. m.)
'Zuvor durch die Reinigungsriten geweiht, seine Gelübde gebührend erfüllt habend, solle der Vedakundige in eine durch gute Eigenschaften ausgezeichnete Familie heimkehren.'
svadāranirato dāntaḥ śiṣṭācāro jitendriyaḥ pañcabhiś ca mahāyajñaiḥ śraddadhāno yajeta ha
'Der eigenen Gattin zugetan, selbstbeherrscht, von untadeligem Wandel, mit bezwungenen Sinnen, solle er mit Vertrauen die fünf großen Opfer darbringen.'
devatātithiśiṣṭāśī nirato vedakarmasu ijyāpradānayuktaś ca yathāśakti yathāvidhi
'Er esse erst nach den Göttern, Gästen und den Rechtschaffenen, sei den Vedapflichten zugetan, und übe Opfer und Geben nach Vermögen und nach Vorschrift.'
Wort für Wort
devatātithiśiṣṭāśī
erst nach Göttern, Gästen und Rechtschaffenen essend (Nom. Sg. m.)
na pāṇipādacapalo na netracapalo muniḥ na ca vāgaṅgacapala iti śiṣṭasya gocaraḥ
'Nicht unstet an Hand und Fuß, nicht unstet an Augen sei der Weise, und auch nicht unstet an Rede und Gliedern - dies sei das Verhalten des Rechtschaffenen.'
Wort für Wort
pāṇipādacapalaḥ
unstet an Hand und Fuß (Nom. Sg. m.)
śiṣṭasya gocaraḥ
der Bereich, das Verhalten des Rechtschaffenen (Nom. Sg. m.)
nityayajñopavītī syāc chuklavāsāḥ śucivrataḥ niyato damadānābhyāṃ sadā śiṣṭaiś ca saṃviśet
'Stets die heilige Schnur tragend, weiß gekleidet, von reinem Gelübde, durch Selbstbeherrschung und Freigebigkeit gebändigt, weile er stets bei den Rechtschaffenen.'
Wort für Wort
nityayajñopavītī
stets die heilige Schnur tragend (Nom. Sg. m.)
damadānābhyām niyataḥ
durch Selbstbeherrschung und Freigebigkeit gebändigt (Nom. Sg. m.)
jitaśiśnodaro maitraḥ śiṣṭācārasamāhitaḥ vaiṇavīṃ dhārayed yaṣṭiṃ sodakaṃ ca kamaṇḍalum
'Mit bezwungenem Geschlechtstrieb und Bauch, freundlich, in rechtschaffenem Verhalten gefestigt, trage er einen Bambusstab und einen Wasserkrug mit Wasser.'
Wort für Wort
jitaśiśnodaraḥ
mit bezwungenem Geschlechtstrieb und Bauch (Nom. Sg. m.)
'In diesen drei Handlungen möge der Dharmakundige unermüdlich sein - beherrscht, freundlich, mit Geduld ausgestattet, der Weise, der allen Wesen gleich gesinnt sei.'