Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.102 Preis des Vollmonds (Paurṇamāsī)

paurṇamāsī prathamā yajñiyāsīd / ahnāṃ rātrīṇām atiśarvareṣu | / ye tvāṃ yajñair yajñiye bodhayanty Bhatt. yajñena / amī te nākaṃ sukṛtaḥ paretāḥ ||

Paurṇamāsī war die erste Opferwürdige / unter den Tagen und Nächten, in den Übernächten [?]. / Die dich, Opferwürdige, durch Opfer erwecken — / jene Wohltäter sind zum Himmelsgewölbe hinübergegangen.

pūrṇā paścād uta pūrṇā purastāt / paurṇamāsī madhyata uj jigāya | / tasyāṃ devaiḥ saṃvasanto mahitvā / nākasya pṛṣṭhe sam iṣā madema ||

Voll hinten, voll vorn; / Paurṇamāsī hat in der Mitte gesiegt. / Mit den Göttern bei ihr weilend, in Größe, / wollen wir auf dem Rücken des Himmelsgewölbes uns an Kraft berauschen.

catasro diśaḥ pradiśo ha pañca / ṣaḍ urvīr āhū rajaso vimānīḥ | / dvādaśa rtava ārtavāś ca te mā- / -ā pyāyayantu bhuvanasya gopāḥ ||

Vier Himmelsrichtungen, fünf Zwischenrichtungen, / sechs weite [Räume], sagt man, die den Raum vermessen; / zwölf Jahreszeiten und die Ārtavas — / sie sollen mich stärken, die Hüter der Welt.

yathādityā aṃśum āpyāyayanti / yam akṣitam akṣitayaḥ pibanti | / evā mām indro varuṇo bṛhaspatir / ā pyāyayantu bhuvanasya gopāḥ ||

Wie die Ādityas den Somatrieb anschwellen lassen, / den unvergänglichen, den die Unvergänglichen trinken — / so sollen mich Indra, Varuṇa, Bṛhaspati, / die Hüter der Welt, anschwellen lassen.