Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.77 Preis Indras; Bitte um Befreiung aus Not

indra kṣatram abhi vāmam ojo / 'jāyathā vṛṣabha carṣaṇīnām | / apānudo janam amitrayantam / uruṃ devebhyo akṛṇor ulokam ||

Indra, du bist zur Herrschaft, zur lieblichen Kraft als Stier der Völker geboren; den feindlich gesinnten Mann hast du fortgestoßen; den Göttern hast du weiten Raum geschaffen.

mṛgo na bhīmaḥ kucaro giriṣṭhāḥ / parāvata ā jagāmā parasyāḥ | / sṛkaṃ saṃśāya pavim indra tigmaṃ / vi śatrūn tāḍhi vi mṛdho nudasva || Bhatt. tāḍi

Wie ein furchtbares Tier, umherschweifend, im Berg hausend, bist du von fern, aus dem Jenseitigen gekommen; den Speer geschärft, Indra, den scharfen Blitzkeil: zerschlage die Feinde, treibe die Bedränger auseinander.

aṃhomuce pra bhare manīṣām / ā sutrāmṇe sumatim āvṛṇānaḥ | Bhatt. śutrāmṇe / idam indra prati havyaṃ gṛbhāya / satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||

Für den aus der Not Befreienden trage ich mein Gedicht vor, für den guten Retter, sein Wohlwollen erflehend. Diese Opfergabe nimm entgegen, Indra; wahr sollen die Wünsche des Opfernden sein.

aṃhomucaṃ vṛṣabhaṃ yajñiyānāṃ Bhatt. yajñānāṃ / virājantaṃ prathamam adhvarāṇām | / apāṃ napātam aśvinau huve dhiya / indriyeṇa na indriyaṃ dhattam ojaḥ || indriyeṇa with K; Bhatt. indreṇa

Den aus der Not Befreienden, den Stier der Opferwürdigen, den erstrahlenden Ersten der Opfer, den Enkel der Wasser, [und] die Aśvins rufe ich mit Gedanken. Mit Indra-Kraft setzt uns Sinneskraft und Stärke.