Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.5 Für leichte Geburt

vaṣaṭ te pūṣann asyai suvṛktim / aryamā hotā kṛṇotu vedhāḥ | / sisratāṃ nāry utapradātā / vi parvāṇi jihatāṃ sūtavā u ||

„Vaṣaṭ“ [rufe] für dich, Pūṣan: Aryaman als Hotṛ, der Ordner, / soll dieser [Frau] den Lobpreis bereiten. / Die Frau soll sich lösen, die Gaben[?]spenderin [?], / und die Gelenke sollen sich öffnen für die Gebärende.

catasro diśaḥ pradiśaś / catasro bhūmyā uta | / devā garbhaṃ sam airayan / te vy ūrṇuvantu sūtave ||

Die vier Himmelsrichtungen und Zwischenrichtungen, / die vier der Erde: / die Götter haben den Keim in Bewegung gesetzt; / sie sollen [ihn] zur Geburt entfalten.

suṣṭā vy ūrṇotu / vi yoniṃ hāpayāmasi | / śrathayā sūṣaṇe tvam / ava tvaṃ viṣkale sṛja ||

Die gut Gepriesene [?] soll sich öffnen; / den Schoß machen wir weit [?]. / Lockere [ihn], Gebärende, du, / laufe frei, Viṣkalā [?].

neva snāvasu parvasu Bhatt. na parvasu / na keśeṣu nakheṣu ca | / avaitu pṛśni śevalaṃ / śune jarāyv attave ||

Nicht an den Sehnen und Gelenken, / nicht an den Haaren und Nägeln [soll sie haften]; / die gefleckte Nachgeburt soll abgehen, / dem Hund zum Fraß.

neva māṃse na pīvasi / neva kasmiṃś canāyatam | / ava jarāyu padyatām ||

Nicht am Fleisch, nicht am Fett, / nicht an irgendetwas Ausgedehntem: / die Nachgeburt soll abfallen.