Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.111 Gegen Schlangengift

nyag vāto vāti / nyak tapati sūryaḥ | / nīcīnam aghnyā duhe / nyag bhavatu te viṣam ||

Nieder weht der Wind, / nieder brennt die Sonne; / nach unten melkt die Aghnyā; / nieder soll dein Gift werden.

ni gāvo goṣṭhe asadan / ni vatsā adhi tantyām | / ny ūrmayo nadīnāṃ / ni śuṣmā arasānām ||

Nieder ließen sich die Kühe im Stall, / nieder die Kälber am Strick; / nieder die Wogen der Flüsse, / nieder die Kräfte der Saftlosen.

ahīnām ahikānāṃ / saṃ hi śīrṣāṇy agrabham | / hradaṃ sahasrabāhuḥ paretya emend. Hoffmann; Bhatt. hṛdaṃ / vy anijam aher viṣam ||

Der Schlangen, der kleinen Schlangen / habe ich die Köpfe zusammengepackt. / Zu einem See hin, tausendarmig hingegangen, / habe ich das Gift der Schlange abgewaschen.

turāṇām aturāṇāṃ / viśām urukṣitām uta | / kṛṇomi tubhyaṃ bheṣajam / āheyam arasaṃ viṣam ||

Der Schnellen und Nichtschnellen, / der weithin wohnenden Sippen [?] — / mache ich dir ein Heilmittel, / das Schlangengift saftlos.