Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.98 Liebeszauber mit einer Pflanze

yathā mṛgaṃ ropayasi / tiraś carmātividhyasi | / evā tvam ugra oṣadhe / amuṃ ropaya mām abhi ||

Wie du das Wild betörst [ropayasi: ?], / quer durch die Haut hindurchbohrst — / so, du wilde Pflanze, / betöre jenen [Name] mir zu.

bandhaś cemā upadhiś ca / madhuman nau samañjanam | / dvārau bhagasyemā ūrū / mṛgas tṛṣyann ivā cara || Bhatt. tuṣyann; tṛṣyann with K;

Fessel und Beigabe [?] sind diese; / honigsüß sei unser gemeinsames Salben. / Die beiden Türen des Bhaga sind diese Schenkel; / komm wie ein durstendes Wild.

abhi tvādhām abhidhinā / jāleneva mahājaṣam | / yathā mama kratāv aso / mama citte sacāvahai ||

Ich habe dich umlegt mit einer Umlegung, / wie mit einem Netz den großen Fisch, / damit du in meinem Willen seist; / wir beide mögen in meinem Sinn verbunden sein.

ahaṃ vai tvad uttarāsmy / adha tvam upadhir mama | / saṃ nau badhnāmi saṃbandhanena / yathāsāvāvicartyāv / ā mṛtyor ā parāvataḥ ||

Ich bin dir überlegen; / dann bist du meine Beigabe. / Ich verbinde uns beide mit einer Bindung, / dass wir beide [? asau] / bis zum Tod, bis in die Ferne unlösbar seien.