Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.12 Langes Leben

tubhyam eva jariman vardhatām ayaṃ / mainam anye mṛtyavo hiṃsiṣus tvat | / māteva putraṃ pramanā upasthe / mitra enaṃ mitryāt pātv aṃhasaḥ ||

Für dich allein, du Alter [Greisenalter], soll dieser wachsen; / keine anderen Tode sollen ihn schädigen, [fern] von dir. / Wie die Mutter ihren Sohn, wohlgesinnt, im Schoß [hält], / so soll Mitra ihn vor der Bedrängnis [, der Feindschaft, ] schützen.

mitraś ca tvā varuṇaś ca riśādau / jarāmṛtyuṃ kṛṇutāṃ saṃvidānau | Bhatt. jarāṃmṛtyuṃ / tad agnir hotā vayunāni vidvān / viśvāni devo janimā vivakti || Bhatt. vivaktu; cf. K vakti

Mitra und Varuṇa sollen dich, in Eintracht, / zum Tod des Alters führen, [ihn] den Riśādas [Feindtötern] ... [?]; / dies alles kündet Agni, der Hotṛ, der die Weisungen kennt, / der Gott, alle Geburten.

dyauṣ ṭe pitā pṛthivī mātā / jarāṃ mṛtyuṃ kṛṇutaṃ dīrgham āyuḥ | / yathā jīvā adityā upasthe / prāṇāpānābhyāṃ gupitaḥ śataṃ himāḥ ||

Himmel ist dein Vater, Erde [deine] Mutter; / [sie beide] sollen dir Alter, [späten] Tod und langes Leben machen. / So dass du, lebend, im Schoß der Aditi, / von Einatmen und Ausatmen behütet, hundert Winter [lebst].

tvam īśiṣe paśūnāṃ pārthivānāṃ / ye jātā uta ye janitvāḥ | Bhatt. janitvā / mainaṃ prāṇo hāsīn mo apāno / mainaṃ mitrā vadhiṣur mo amitrāḥ ||

Du herrschst über die irdischen Tiere, / die geboren sind und die geboren werden sollen. / Nicht soll Einatmen ihn verlassen, nicht Ausatmen; / nicht sollen Freunde ihn erschlagen, nicht Feinde.