Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.18 Gebet um Königtum, Eintracht

ā yātu mitra ṛtubhiḥ kalpamānaḥ / saṃveśayan pṛthivīm usriyābhiḥ | / tad asmabhyaṃ varuṇo vāyur agnir / bṛhad rāṣṭraṃ saṃveśyaṃ dadhātu ||

Es komme Mitra, nach den Jahreszeiten sich richtend, / die Erde mit den Kühen zur Ruhe bringend; / das soll uns Varuṇa, Vāyu, Agni / als großes, ruhig zu bewohnendes Königtum verleihen.

dhātā mitro varuṇo devo agnir / indras tvaṣṭā prati gṛhṇantu me vacaḥ | / huve devīm aditiṃ śūraputrāṃ / sajātānāṃ madhyameṣṭhāḥ syām aham ||

Dhātṛ, Mitra, Varuṇa, Gott Agni, / Indra, Tvaṣṭṛ: nehmt meinen Spruch an. / Ich rufe die göttliche Aditi, die Mutter von Heldensöhnen: / möge ich unter den Gleichgeborenen der Mittlere [im Rang] sein.

huve somaṃ savitāraṃ namobhir / viśvān devām̐ ahamuttaratve | / ayam agnir dīdāyad āhnam eva / sajātair iddho apratibruvadbhiḥ ||

Ich rufe Soma, Savitar mit Verneigungen, / alle Götter: „ich bin der Höhere.“ / Dieser Agni soll strahlen wie ein Tageslicht, / entzündet von den Gleichgeborenen, den nicht Widersprechenden.

ihed asātha na puro gamātha- / -iryo gopāḥ puṣṭapatir va ājat | / asmai vaḥ kāmāyopa kāminīr / viśve vo devā upa saṃ dyām iha ||

Hier sollt ihr bleiben, nicht vorwärtsgehen [?]; / [euer] Hirte, der Herr des Wohlstands, soll euch antreiben. / Für diesen Wunsch [von mir] sollen [euch] die Liebenden [Wünsche] nahen; / alle Götter sollen euch hier zusammen zum Himmel [?] bringen.