Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.80 Segen für Neugeborene, langes Leben

saṃpaśyamānā amṛtāya āyan / śuddhā yonibhyas pari jāyamānāḥ | / śivaṃ kṛṇvānā upa jighratemaṃ / vīraṃ vīreṣv apy ā kṛṇudhvam ||

Einander erblickend sind sie zur Unsterblichkeit gekommen, rein aus den Schößen geboren; Heil machend, riecht an diesem und macht den Helden zum Helden unter Helden.

śivo vo vīra iha jāto astu / śuddho yonibhyas pari jāyamānaḥ | / ariṣṭo 'yaṃ vardhatāṃ sarvam āyur / varma jyāyobhyo haviṣā kṛṇotu ||

Heilvoll soll euch der hier geborene Held sein, rein aus den Schößen geboren; unverletzt soll dieser wachsen, sein ganzes Leben; einen Schutz soll er den Älteren mit Opfergabe bereiten [?].

jarāṃ mṛtyuṃ prepsatu jīva eṣa / nāsya krimir īśāto nota jambhaḥ | / saṃrabhya jīva śaradaḥ suvarcā / agniṣ ṭe gopā adhipā vasiṣṭhaḥ ||

Das Alter, [das als] Tod, soll dieser Lebende erreichen wollen; nicht sollen ihn Wurm noch Zahn beherrschen. Greif zu, lebe hundert Herbste, glänzend; Agni sei dein Hüter, Oberhaupt, bester.

jarāmṛtyur jarāyur jarācakṣur jarāsvaḥ | / jarase tvā jaradaṣṭiṃ pari dadāmi ||

Dessen Tod das Alter, dessen Lebenszeit das Alter, dessen Auge das Alter, dessen jarāsva [?] das Alter — dem Alter übergebe ich dich, den Altgewordenen.

dyauṣ ṭe pitā pṛthivī mātāntarikṣam ātmā | / vātaḥ prāṇaḥ sūryaś cakṣur divas payaḥ | / suparṇas tvābhy ava paśyād āyuṣe varcase / 'yam annasyānnapatir astu vīraḥ ||

Der Himmel ist dein Vater, die Erde Mutter, der Luftraum dein Selbst; der Wind [dein] Lebensatem, die Sonne [dein] Auge, des Himmels Milch. Der Adler soll dich anschauen für Leben, Glanz; dieser Held soll Herr der Speise sein.