Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.62 Heilung und Rückholung des Kranken

muñcāmi tvā haviṣā jīvanāya kam / ajñātayakṣmād uta rājakṣmāt | / grāhyā gṛbhīto yady eṣa etat / tata indrāgnī pra mumuktam enam ||

Ich löse dich mit Opfergabe für das Leben vom unerkannten Yakṣma und vom Königs-Yakṣma. Wenn dieser von der Ergreiferin ergriffen ist — von ihr sollen Indra und Agni ihn losmachen.

yadi kṣitāyur yadi vā pareto / yadi mṛtyor antikaṃ nīta eva | / tam ā harāmi nirṛter upasthād / aspārṣam enaṃ śataśāradāya ||

Ob die Lebenszeit erschöpft ist, ob er dahingegangen ist, ob er dem Tod nahe geführt wurde: den hole ich aus dem Schoß der Nirṛti zurück; ich habe ihn für hundert Herbste gerettet.

sahasrākṣeṇa śatavīryeṇa / śatāyuṣā haviṣāhārṣam enam | / indro yathainaṃ jarase nayāty / ati viśvasya duritasya pāram ||

Mit der tausendäugigen, hundertkräftigen, hundertjährigen Opfergabe habe ich ihn geholt. Indra soll ihn zum Alter führen, über das Ende alles Unheils hinaus.

śataṃ jīva śarado vardhamānaḥ / śataṃ hemantāñ chatam u vasantān | Bhatt. hemantāṃ / śatam indrāgnī savitā bṛhaspatiḥ / śatāyuṣā haviṣāhārṣam enam ||

Lebe hundert Herbste, wachsend, hundert Winter, hundert Frühlinge. [Hundert haben] Indra-Agni, Savitṛ, Bṛhaspati [gegeben]; mit hundertjähriger Opfergabe habe ich ihn geholt.