Quellen der Menschheit

Paippalāda-Saṃhitā · Kāṇḍa 1

Hymne 1.33 Reinigung durch die Wasser

āpo adyānv acāriṣaṃ / rasena sam asṛkṣmahi | / payasvān agna āgamaṃ / taṃ mā saṃ sṛja varcasā ||

Heute bin ich den Wassern nachgegangen; / wir haben uns mit dem Saft vereinigt. / Saftreich bin ich gekommen, Agni; / vereinige mich mit Glanz.

saṃ māgne varcasā sṛja / prajayā ca bahuṃ kṛdhi | / vidyur me asya devā / indro vidyāt saha rṣībhiḥ ||

Vereinige mich, Agni, mit Glanz; / und mach mich reich an Nachkommen. / Die Götter sollen dies von mir wissen, / Indra soll es mit den Ṛṣis wissen.

idam āpaḥ pra vahata- / -avadyaṃ ca malaṃ ca yat | / yac ca dudrohānṛtaṃ / yac ca śepe abhīruṇam ||

Tragt dies fort, ihr Wasser, / den Makel und den Schmutz, / und was ich [etwa] betrogen habe, das Unwahre, / und was ich verflucht habe, Unschuldigen gegenüber [?]. [?]

śivena mā cakṣuṣā paśyatāpaḥ / śivayā tanvopa spṛśata tvacaṃ me | / śivān agnīn apsuṣado havāmahe / mayi kṣatraṃ varca ā dhatta devīḥ ||

Mit freundlichem Auge blickt mich an, ihr Wasser; / mit freundlichem Leib berührt meine Haut. / Die freundlichen, in den Wassern sitzenden Agnis rufen wir; / verleiht mir Herrschaft [und] Glanz, ihr Göttinnen.

yad āpo naktaṃ mithunaṃ cacāra / yad vā dudroha duritaṃ purāṇam | / hiraṇyavarṇās tata ut punantu mā / pra mā muñcantu varuṇasya pāśāt ||

Wenn ein Wasser nachts als Paar [Geschlechtsverkehr] gewandelt ist, / oder wenn es ein altes Unrecht begangen hat: / davon sollen mich die goldfarbigen [Wasser] reinigen; / sie sollen mich von Varuṇas Fessel lösen.