Kapitel 10: ṛgvede 8.10 · yat stho dīrghaprasadmani yad vādo rocane divaḥ
Anruf an die Aśvins: von welchem Ort auch immer, kommt
Aufzählung möglicher Aufenthaltsorte der Aśvins (Himmel, Meer, Luftraum, bei fünf Völkern), mit Aufforderung zu kommen. Refrain in den Versen 1, 6: 'von dort kommt her'.
Oder wenn ihr für Manu die Weihehandlung [Anm.: Weihehandlung = yajña, hier mit Soma/Schmalz bespritzt] beträufelt habt, so merkt ebenso auf den Kāṇva; / Bṛhaspati, alle Götter rufe ich, Indra und Viṣṇu, die Aśvins, die schnellwiehernden Rosse.
Diese beiden Aśvins rufe ich nun, die Wirkmächtigen, [Anm.: gṛbhe kṛtā unsicher: 'im Griff/zum Ergreifen gemacht'] / bei denen unsere Freundschaft besteht, unter den Göttern erreichbar/verwandt.
yayoradhi pra yajñā asūre santi sūrayaḥ / tā yajñasyādhvarasya pracetasā svadhābhiryā pibataḥ somyaṃ madhu
Bei denen die Weihehandlungen ... die Seher ... [Anm.: der Vers ist grammatisch dunkel, Bedeutung unsicher] / diese beiden Einsichtigen der Weihehandlung, der ungekrümmten, die mit ihren Eigenkräften den Somatrank, den Honig, trinken.
Wenn ihr heute, Aśvins, im Westen oder im Osten seid, ihr Stärke-Besitzer, / oder wenn bei Druhyu, Anu, Turvaśa, Yadu: ich rufe euch, so kommt hierher!
yadantarikṣe patathaḥ purubhujā yad veme rodasī anu / yadvā svadhābhiradhitiṣṭhatho rathamata ā yātamaśvinā
Wenn ihr im Luftraum fliegt, ihr Vielgenießenden, oder wenn hier diese beiden Welten entlang, / oder wenn ihr mit euren Eigenkräften den Wagen besteigt, von dort kommt her, Aśvins!