Kapitel 21: ṛgvede 8.21 · vayamu tvāmapūrvya sthūraṃ na kaccid bharanto 'vasyavaḥ
Anruf an Indra um Hilfe und Gabe, mit Preis auf König Citra
Indra-Lied: Anruf zum Soma, Bitte um Hilfe und Gaben, Betonung der Freundschaft mit Indra; Vv. 17-18 sind ein Gabenlob auf den König Citra. Schwierig sind Vv. 1, 7, 13, 14 und 15 (Einzelwörter und Bildrede).
Wir, hilfebegehrend, dich, o Einzigartiger, [rufen wir], wie etwas Gewichtiges [?] bringend; im Wettkampf rufen wir dich, den Glänzenden. [Anm.: sthūraṃ na kaccid bharantaḥ unsicher.]
upa tvā karmannūtaye sa no yuvograścakrāma yo dhṛṣat / tvāmid dhyavitāraṃ vavṛmahe sakhāya indra sānasim
Zu dir hin, zum Werk [?], zur Hilfe [rufen wir]: er, der Junge, Gewaltige, der uns begehrt hat, der kühn ist; dich fürwahr haben wir, Freunde, zum Helfer gewählt, o Indra, zum Gewinner. [Anm.: Zeile 1 unsicher.]
vayaṃ hi tvā bandhumantamabandhavo viprāsa indra yemima / yā te dhāmāni vṛṣabha tebhirā gahi viśvebhiḥ somapītaye
Denn wir, ohne Verwandte, wir Dichter, o Indra, haben dich, den Verwandtenreichen, [an uns] gebunden; mit allen deinen Sitzen, o Bulle, komm her zum Somatrunk.
Wie Vögel sich niederlassend bei dem mit Rindern [Milch?] gemischten, berauschenden, überströmenden Süßtrank, preisen wir dich, Indra, laut. [Anm.: go = Milch, Bildrede der Somamischung, plausibel.]
achā ca tvainā namasā vadāmasi kiṃ muhuścid vi dīdhayaḥ / santi kāmāso harivo dadiṣ ṭvaṃ smo vayaṃ santi no dhiyaḥ
Und mit dieser Verneigung sprechen wir dich an: was zögerst du immer wieder [?], o Rossherr? Es sind Wünsche da; du bist ein Geber; wir sind [da]; wir haben Dichtungen.
nūtnā idindra te vayamūtī abhūma nahi nū te adrivaḥ / vidmā purā parīṇasaḥ
Wir sind, Indra, deine Neuen in der Hilfe [?] geworden; denn wir kennen, o Steinherr, von früher her deine Fülle [?]. [Anm.: Deutung von parīṇas und der Zeile 1 unsicher.]
vidmā sakhitvamuta śūra bhojyamā te tā vajrinnīmahe / uto samasminnā śiśīhi no vaso vāje suśipra gomati
Wir kennen die Freundschaft und, o Held, das Nutzbare [Gut]; darum bitten wir dich, o Keulenträger; und in diesem allen schärfe uns, o Gütiger, im rinderreichen Wettkampf, o Schönlippiger.
haryaśvaṃ satpatiṃ carṣaṇīsahaṃ sa hi ṣmā yo amandata / ā tu naḥ sa vayati gavyamaśvyaṃ stotṛbhyo maghavā śatam
Den Falbenrosse-Lenker, den Herrn der Guten, den Völkerüberwältiger, der sich ja hat erfreuen lassen: er nun bringt uns Rinder- und Rossgut herbei, der Gabenreiche, hundert für die Preisenden. [Anm.: vayati unsicher.]
Wir wollen im Wettstreit siegen, o Vielgerufener, [über] die Wirkenden; wir wollen die Übelgesinnten übertreffen; mit Männern wollen wir Vṛtra [den Widerstand] erschlagen und erstarken; fördere, Indra, unsere Dichtungen.
Ohne Nebenbuhler bist du, ohne Herrn [?], ohne Verwandten, Indra, von Geburt an, von jeher; durch Kampf allein suchst du Verwandtschaft. [Anm.: anā unsicher.]
Nie findest du den Reichen zum Freund; die Surā-Trinker [?] verhöhnen dich; wenn du Getöse machst, treibst du zusammen; dann wirst du wie ein Vater angerufen. [Anm.: pīyanti und surāśvaḥ unsicher.]
mā te amājuro yathā mūrāsa indra sakhye tvāvataḥ / ni ṣadāma sacā sute
Nicht wollen wir uns, Indra, wie die daheim Alternden, die Törichten, in der Freundschaft eines Wie-du niedersetzen, [sondern] gemeinsam beim Soma. [Anm.: amājuraḥ unsicher.]
mā te godatra nirarāma rādhasa indra mā te gṛhāmahi / dṛḷhā cidaryaḥ pra mṛśābhyā bhara na te dāmāna ādabhe
Nicht wollen wir, o Rindergeber, von deiner Gunst leer ausgehen [?], Indra; nicht wollen wir dich [greifen/fassen] [?]; auch Festes, o Herr, taste an und bring herbei; deine Gaben sind nicht zu hintergehen [?]. [Anm.: Vers unsicher.]
citra id rājā rājakā idanyake yake sarasvatīmanu / parjanya iva tatanad dhi vṛṣṭyā sahasramayutā dadat
Citra allein ist König; die anderen sind [nur] Kleinkönige, die an der Sarasvatī entlang [wohnen]. Wie Parjanya breitet er sich mit Regen aus, tausend, Zehntausende gebend. [Anm.: Citra ist hier ein König (Name); das Bild ist Gabenlob.]