Ṛgveda · Maṇḍala 8
Kapitel 24: ṛgvede 8.24 · sakhāya ā śiṣāmahi brahmendrāya vajriṇe
Lobpreis Indras, des Männlichsten, mit Bitte um Gaben
Lied an Indra: Aufruf an die Freunde zum Lobpreis, Indras Vṛtra-Sieg und Freigebigkeit, Somaspende, Bitte um Reichtum; am Ende Erwähnung des Vyaśva und der Schenkung (dakṣiṇā) sowie der Valagestalt (Vers 30, dunkel). Verse 27 und 30 sind schwierig.
sakhāya ā śiṣāmahi brahmendrāya vajriṇe / stuṣa ū ṣuvo nṛtamāya dhṛṣṇave
Freunde, wir wollen ein Gebet für Indra, den Keulenträger, aufsagen [oder: ihm zureden]; / ich preise euch [zugute] den Männlichsten, den Kühnen.
Wort für Wort sakhāyaḥ Freunde (Vok. Pl.) ā her, hinzu (Präverb) śiṣāmahi wir wollen aufsagen, ermuntern (1. Pl. Med. Opt.) brahma Gebet, Formung (Akk. Sg.) indrāya für Indra (Dat. Sg.) vajriṇe für den Keulenträger (Dat. Sg.) stuṣe ich preise (1. Sg. Med.) oṃ iti ja (Partikel) su gut, recht (Adv.) vaḥ euch (Dat. Pl.) nṛ-tamāya für den Männlichsten (Dat. Sg.) dhṛṣṇave für den Kühnen (Dat. Sg.) śavasa hyasi śruto vṛtrahatyena vṛtrahā / maghairmaghono ati śūra dāśasi
Denn durch Kraft bist du berühmt, durch den Vṛtra-Sieg bist du der Vṛtra-Töter; / mit Gaben, du Held, übertriffst du die Gabenreichen im Geben.
Wort für Wort śavasā durch Kraft (Instr. Sg.) hi denn asi du bist (2. Sg.) śrutaḥ berühmt (Nom. Sg.) vṛtra-hatyena durch den Vṛtra-Sieg (Instr. Sg.) vṛtra-hā Vṛtra-Töter (Nom. Sg.) maghaiḥ mit Gaben (Instr. Pl.) maghonaḥ die Gabenreichen (Akk. Pl.) ati über, hinaus (Präverb) śūra Held (Vok. Sg.) dāśasi du gibst (2. Sg.) sa na stavāna ā bhara rayiṃ citraśravastamam / nireke cid yo harivo vasurdadiḥ
Er, gepriesen, bringe uns her Reichtum, den mit dem wunderbarsten Ruhm, / der du, Herr der Falben, auch im Leeren [oder: bei der Einsamkeit?] als Gutspender ein Geber bist [?].
Wort für Wort saḥ er (Nom. Sg.) naḥ uns (Dat. Pl.) stavānaḥ gepriesen (Nom. Sg. Part.) ā her (Präverb) bhara bring (2. Sg. Imp.) rayim Reichtum (Akk. Sg.) citraśravaḥ-tamam mit dem wunderbarsten Ruhm (Akk. Sg.) nireke im Leeren, im Arm-Sein [?] (Lok. Sg.) cit sogar (Partikel) yaḥ der (Nom. Sg.) hari-vaḥ Herr der Falben (Vok. Sg.) vasuḥ Gütiger, Gut (Nom. Sg.) dadiḥ Geber, gebend (Nom. Sg.) ā nirekamuta priyamindra darṣi janānām / dhṛṣatā dhṛṣṇo stavamāna ā bhara
Gib zum Leeren [?] und zum Liebsten der Leute, Indra, hin; / du Kühner, gepriesen, bring es mit Kühnheit her.
Wort für Wort ā her (Präverb) nirekam ins Leere [?] (Akk. Sg.) uta und priyam Liebstes (Akk. Sg.) indra Indra (Vok. Sg.) darṣi du zerreißt, gibst (2. Sg.) [?] janānām der Leute (Gen. Pl.) dhṛṣatā mit Kühnheit (Instr. Sg.) dhṛṣṇo iti Kühner (Vok. Sg.) stavamānaḥ gepriesen (Nom. Sg. Part.) ā her (Präverb) bhara bring (2. Sg. Imp.) na te savyaṃ na dakṣiṇaṃ hastaṃ varanta āmuraḥ / na paribādho harivo gaviṣṭiṣu
Weder deine linke noch die rechte Hand halten die Bedränger ab, / noch die Bedränger, Herr der Falben, wenn es um Rinder geht.
Wort für Wort na nicht te deine (Gen. Sg.) savyam linke (Akk. Sg.) na nicht dakṣiṇam rechte (Akk. Sg.) hastam Hand (Akk. Sg.) varante sie halten ab (3. Pl. Med.) āmuraḥ die Schädiger, Vernichter (Nom. Pl.) na nicht pari-bādhaḥ die Bedränger (Nom. Pl.) hari-vaḥ Herr der Falben (Vok. Sg.) go--iṣṭiṣu beim Streben nach Rindern (Lok. Pl.) ā tvā gobhiriva vrajaṃ gīrbhir{ṛ}ṇomyadrivaḥ / ā sma kāmaṃ jariturā manaḥ pṛṇa
Wie mit Rindern zu einem Pferch, so bringe ich dich mit Liedern herbei, du Herr des Presssteins; / erfülle doch den Wunsch, den Sinn des Sängers.
Wort für Wort ā her (Präverb) tvā dich (Akk. Sg.) gobhiḥ-iva wie mit Rindern (Instr. Pl. + Vergleich) vrajam Pferch (Akk. Sg.) gīḥ-bhiḥ mit Liedern (Instr. Pl.) ṛṇomi ich bringe in Bewegung (1. Sg.) adri-vaḥ Herr des Presssteins (Vok. Sg.) ā hin (Präverb) sma doch (Partikel) kāmam Wunsch (Akk. Sg.) jarituḥ des Sängers (Gen. Sg.) ā hin (Präverb) manaḥ Sinn (Akk. Sg.) pṛṇa erfülle (2. Sg. Imp.) viśvani viśvamanaso dhiyā no vṛtrahantama / ugra praṇetaradhi ṣu vaso gahi
Alles [Gute], du Allsinniger, [bringe] durch unser Denken, du größter Vṛtra-Töter; / du Gewaltiger, Vorangeher, komm [zu uns], du Gütiger, herab.
Wort für Wort viśvāni alle (Akk. Pl.) viśva-manasaḥ allsinnig, allbedenkend (Vok. Sg.) dhiyā durch Denken (Instr. Sg.) naḥ uns (Gen./Dat. Pl.) vṛtrahan-tama größter Vṛtra-Töter (Vok. Sg.) ugra gewaltiger (Vok. Sg.) pranetarit ipra-netaḥ Anführer, Vorangeher (Vok. Sg.) adhi herab, hinzu (Präverb) su gut (Partikel) vaso iti Vasu, Gütiger (Vok. Sg.) gahi komm (2. Sg. Imp.) vayaṃ te asya vṛtrahan vidyāma śūra navyasaḥ / vaso spārhasya puruhūta rādhasaḥ
Wir wollen dieses dein [Gut] erlangen, Vṛtra-Töter, du Held, das Neue, / das Erwünschte des Guten, o Vielangerufener, an Gabe.
Wort für Wort vayam wir (Nom. Pl.) te dein (Gen. Sg.) asya dieses (Gen. Sg.) vṛtra-han Vṛtra-Töter (Vok. Sg.) vidyāma wir wollen erlangen, kennen (1. Pl. Opt.) śūra Held (Vok. Sg.) navyasaḥ des Neuen (Gen. Sg.) vasoḥ des Guten (Gen. Sg.) spārhasya des Wünschenswerten (Gen. Sg.) puru-hūta Vielangerufener (Vok. Sg.) rādhasaḥ der Gabe (Gen. Sg.) indra yathā hyasti te 'parītaṃ nṛto śavaḥ / amṛkta rātiḥ puruhūta dāśuṣe
Indra, wie es ist, deine unbezwingbare Kraft, o Tanzender [oder: Männerhafter], / so ist unversehrt deine Gabe, Vielangerufener, für den Gabenspender.
Wort für Wort indra Indra (Vok. Sg.) yathā wie (Adv.) hi denn asti ist (3. Sg.) te dein (Gen. Sg.) apari-itam unbezwingbar, nicht zu umgehen (Nom. Sg.) nṛto iti männerhafter, Tänzer (Vok. Sg.) [?] śavaḥ Kraft (Nom. Sg.) amṛktā unversehrt (Nom. Sg. f.) rātiḥ Gabe (Nom. Sg.) puru-hūta Vielangerufener (Vok. Sg.) dāśuṣe dem Gabenspender (Dat. Sg.) ā vṛṣasva mahāmaha mahe nṛtama rādhase / dṛḷhaścid dṛhya maghavan maghattaye
Werde zum Stier [d. h. ströme Kraft], Großmächtiger, für große Gabe, du Männlichster; / du Festester, mache fest, Maghavan, für die Gabe von Gaben.
Wort für Wort ā her (Präverb) vṛṣasva werde Stier (2. Sg. Med. Imp.) mahāmaha du Größter der Großen (Vok. Sg.) mahe für große (Dat. Sg.) nṛ-tama männlichster (Vok. Sg.) rādhase für Gabe (Dat. Sg.) dṛḷhaḥ der Feste (Nom. Sg.) cit auch (Partikel) dṛhya mache fest (2. Sg. Imp.) magha-van Maghavan, Gabenreicher (Vok. Sg.) maghattaye zur Gabe von Gaben (Dat. Sg.) nū anyatrā cidadrivastvan no jagmuraśasaḥ / maghavañchagdhi tava tan na utibhiḥ
Jetzt sind unsere Hoffnungen nirgendwo anders hingegangen als zu dir, Herr des Presssteins; / Maghavan, vermag es: dies dein [Gut] für uns mit deinen Hilfen.
Wort für Wort nu jetzt anyatra anderswo (Adv.) cit auch (Partikel) adri-vaḥ Herr des Presssteins (Vok. Sg.) tvat von dir (Abl. Sg.) naḥ uns (Gen. Pl.) jagmuḥ sind gegangen (3. Pl. Perf.) āśasaḥ Hoffnungen (Nom. Pl.) magha-van Maghavan (Vok. Sg.) śagdhi vermag, hilf (2. Sg. Imp.) tava dein (Gen. Sg.) tat das (Akk. Sg. n.) naḥ uns (Dat. Pl.) ūti-bhiḥ mit Hilfen (Instr. Pl.) nahyaṅga nṛto tvadanyaṃ vindāmi rādhase / rāye dyumnāyaśavase ca girvaṇaḥ
Denn, o Freund, du Männlicher, finde ich für Gabe keinen anderen als dich, / für Reichtum, Glanz und Kraft, o Liedgeliebter.
Wort für Wort nahi denn nicht aṅga Freund, mein Guter (Partikel) nṛto iti Männlicher (Vok. Sg.) tvat als dich (Abl. Sg.) anyam anderen (Akk. Sg.) vindāmi ich finde (1. Sg. Med.) rādhase für Gabe (Dat. Sg.) rāye für Reichtum (Dat. Sg.) dyumnāya für Glanz (Dat. Sg.) śavase für Kraft (Dat. Sg.) ca und girvaṇaḥ an Liedern Gefallen habend (Vok. Sg.) endumindrāya siñcata pibati somyaṃ madhu / pra rādhasā codayāte mahitvanā
Gießt den Tropfen für Indra ein, der den Somatrank [lieb] hat [er möge] trinken; / er treibt voran durch seine Gabe, mit seiner Größe [Anm.: Subjekt Indra; 13b im Text verschlungen].
Wort für Wort ā her, hinein (Präverb) indum Tropfen, Soma (Akk. Sg.) indrāya für Indra (Dat. Sg.) siñcata gießt ein (2. Pl. Imp.) pibāti er möge trinken (3. Sg. Konj.) somyam zum Soma gehörig (Akk. Sg.) madhu Honig, Süßes (Akk. Sg.) pra voran (Präverb) rādhasā mit Gabe (Instr. Sg.) codayāte treiben an (3. Du. Med.) [?] mahi-tvanā mit Größe (Instr. Sg.) upo harīṇāṃ patiṃ dakṣaṃ pṛñcantamabravam / nūnaṃ śrudhi stuvato aśvyasya
Und ich sagte zum Herrn der Falben, dem Geschickten, dem Mischenden [oder: Spendenden]: / höre jetzt auf den Preisenden, den Rosseumgebenen.
Wort für Wort upo iti und (Partikel) harīṇām der Falben (Gen. Pl.) patim Herr (Akk. Sg.) dakṣam geschickt, kraftvoll (Akk. Sg.) pṛñcantam mischend, spendend (Akk. Sg.) abravam ich habe gesagt (1. Sg. Impf.) nūnam jetzt śrudhi höre (2. Sg. Imp.) stuvataḥ des Preisenden (Gen. Sg.) aśvyasya des Rossbesitzers, Rossreichen (Gen. Sg.) nahyaṅga purā cana jajñe vīratarastvat / nakī rāyā naivathā na bhandanā
Denn, o Freund, bisher wurde keiner geboren, der mehr Held wäre als du; / niemand [ist dir gleich] an Reichtum, nicht auf diese Weise, nicht im Preis.
Wort für Wort nahi denn aṅga Freund (Partikel) purā früher (Adv.) cana jemals (Partikel) jajñe wurde geboren (3. Sg. Med. Perf.) vīra-taraḥ heldenhafter (Nom. Sg.) tvat als du (Abl. Sg.) nakiḥ niemand (Nom. Sg.) rāyā an Reichtum (Instr. Sg.) na nicht eva-thā auf diese Weise (Adv.) na nicht bhandanā an Preis, Lob (Instr. Sg.) edu madhvo madintaraṃ siñca vādhvaryo andhasaḥ / evā hi vīra stavate sadāvṛdhaḥ
Gieß her, Adhvaryu, oder [gieß] das Berauschendere vom süßen Trank; / so wird ja der Held gepriesen, der stets [Gedeihen] mehrt.
Wort für Wort ā her (Präverb) it nur (Partikel) oṃ iti ja (Partikel) madhvaḥ des Süßen (Gen. Sg.) madin-taram berauschender (Akk. Sg.) siñca gieß (2. Sg. Imp.) vā oder adhvaryo iti Adhvaryu (Vok. Sg.) andhasaḥ der Labung, des Soma (Gen. Sg.) eva so (Adv.) hi denn vīraḥ Held (Nom. Sg.) stavate wird gepriesen (3. Sg. Pass.) sadāvṛdhaḥ der immer wachsen lässt (Nom. Sg.) indra sthātarharīṇāṃ nakiṣ ṭe pūrvyastutim / udānaṃśaśavasā na bhandanā
Indra, du Wagenlenker der Falben, keiner [erreicht] deinen Vorzugspreis; / [niemand] hat ihn erreicht, durch Kraft nicht und nicht durch Lobpreis.
Wort für Wort indra Indra (Vok. Sg.) sthātaḥ Steher, Lenker (Vok. Sg.) harīṇām der Falben (Gen. Pl.) nakiḥ keiner (Nom. Sg.) te dein (Gen. Sg.) pūrvya-stutim vorzüglicher Preis (Akk. Sg.) ut hinaus, hinüber (Präverb) ānaṃśa hat erreicht (3. Sg. Perf.) śavasā durch Kraft (Instr. Sg.) na nicht bhandanā durch Lobpreis (Instr. Sg.) taṃ vo vājānāṃ patimahūmahi śravasyavaḥ / aprāyubhiryajñebhirvāvṛdhenyam
Ihn, den Herrn der Kräfte, haben wir für euch angerufen, nach Ruhm begierig, / der durch nicht ermattende Weihehandlungen zu stärken ist.
Wort für Wort tam ihn (Akk. Sg.) vaḥ euch (Dat. Pl.) vājānām der Kräfte (Gen. Pl.) patim Herr (Akk. Sg.) ahūmahi wir haben angerufen (1. Pl. Med. Aor.) śravasyavaḥ nach Ruhm verlangend (Nom. Pl.) aprāyu-bhiḥ mit nicht endenden, ununterbrochenen (Instr. Pl.) yajñebhiḥ mit Weihehandlungen (Instr. Pl.) vavṛdhenyam zu stärken, der zum Wachsen zu bringen ist (Akk. Sg.) eto nvindraṃ stavāma sakhāyaḥ stomyaṃ naram / kṛṣtīryo viśvā abhyastyeka it
Auf, wir wollen jetzt Indra preisen, Freunde, den Preiswürdigen, den Mann, / der als einziger alle Völker überragt [oder: überwältigt].
Wort für Wort eto iti auf, wohlan (Partikel) nu jetzt indram Indra (Akk. Sg.) stavāma wir wollen preisen (1. Pl. Konj.) sakhāyaḥ Freunde (Vok. Pl.) stomyam preiswürdig (Akk. Sg.) naram Mann (Akk. Sg.) kṛṣṭīḥ Völker (Akk. Pl.) yaḥ der (Nom. Sg.) viśvāḥ alle (Akk. Pl.) abhi über (Präverb) asti ist, überragt (3. Sg.) ekaḥ allein (Nom. Sg.) it eben (Partikel) agorudhāya gaviṣe dyukṣāya dasmyaṃ vacaḥ / ghṛtāt svādīyo madhunaśca vocata
Für den, der die Kühe [nicht] hemmt, der Rinder sucht, den Himmelsbewohner, [sprecht] ein gefälliges Wort; / sagt es [noch] süßer als Schmalz und als Honig.
Wort für Wort ago--rudhāya für den, der Kühe nicht zurückhält (Dat. Sg.) go--iṣe für den Rinder Suchenden (Dat. Sg.) dyukṣāya für den im Himmel Weilenden (Dat. Sg.) dasmyam wundervoll, gefällig (Akk. Sg.) vacaḥ Wort (Akk. Sg.) ghṛtāt als Schmalz (Abl. Sg.) svādīyaḥ süßer (Akk. Sg.) madhunaḥ als Honig (Abl. Sg.) ca und vocata sprecht (2. Pl. Aor. Konj.) yasyāmitāni vīryā na rādhaḥ paryetave / jyotirna viśvamabhyasti dakṣiṇā
Dessen Heldentaten unermesslich sind, dessen Gabe man nicht umlaufen kann; / wie das Licht überstrahlt seine Schenkung alles.
Wort für Wort yasya dessen (Gen. Sg.) amitāni unermessliche (Nom. Pl.) vīryā Heldentaten (Nom. Pl.) na nicht rādhaḥ Gabe (Nom. Sg.) pari-etave zu umgehen, zu erreichen (Inf.) jyotiḥ Licht (Nom. Sg.) na wie (Vergleichspartikel) viśvam alles (Akk. Sg.) abhi über (Präverb) asti ist, überragt (3. Sg.) dakṣiṇā Schenkung, Opferlohn (Nom. Sg.) stuhīndraṃ vyaśvavadanūrmiṃ vājinaṃ yamam / aryo gayammaṃhamānaṃ vi dāśuṣe
Preise Indra wie Vyaśva, den, dessen Woge ruhig ist [?], den Kraftvollen, den Bändiger, / den Herrn, der dem Gabenspender reichlich schenkt, den Haus [und Hof] Gewährenden [?] [Anm.: 22a-b lexikalisch unsicher].
Wort für Wort stuhi preise (2. Sg. Imp.) indram Indra (Akk. Sg.) vyaśva-vat wie Vyaśva (Adv.) anūrmim der ohne Woge [?], ruhiger (Akk. Sg.) vājinam kraftvoll (Akk. Sg.) yamam Bändiger, Lenker (Akk. Sg.) aryaḥ der Herr (Nom. Sg.) gayam Haus, Hausgemeinschaft (Akk. Sg.) maṃhamānam reichlich gebend (Akk. Sg. Part.) vi auseinander, zu (Präverb) dāśuṣe dem Gabenspender (Dat. Sg.) evā nūnamupa stuhi vaiyaśva daśamaṃ navam / suvidvāṃsaṃ carkṛtyaṃ caraṇīnām
So preise jetzt, o Vaiyaśva, den Zehnten, den Neuen, / den, der gut erkennt, den vielfach [Handelnden] unter den Völkern [?].
Wort für Wort eva so (Adv.) nūnam jetzt upa hinzu (Präverb) stuhi preise (2. Sg. Imp.) vaiyaśva Vaiyaśva (Vok. Sg.) daśamam zehnten (Akk. Sg.) navam neuen (Akk. Sg.) su-vidvāṃsam gut wissend (Akk. Sg.) carkṛtyam vielfach gehandelt/gepriesen [?] (Akk. Sg.) caraṇīnām unter den Menschen (Gen. Pl.) vetthā hi nir{ṛ}tīnāṃ vajrahasta parivṛjam / ahar-ahaḥ śundhyuḥ paripadāmiva
Denn du kennst, du Keulenhändiger, die Wege der Verderber [wörtlich: der Nirṛti-Mächte] von allen Seiten [?]; / Tag für Tag Reinigender [?], wie [die Wege] der Fußspuren [?] [Anm.: 24c schwierig].
Wort für Wort vettha du weißt (2. Sg. Perf.) hi denn niḥ-ṛtīnām der Nirṛti, der Verderben-Mächte (Gen. Pl.) vajra-hasta Keulenhändiger (Vok. Sg.) pari-vṛjam Umgehung, Umweg (Akk. Sg.) ahaḥ-ahaḥ Tag für Tag (Adv.) śundhyuḥ reinigend, hell machend [?] (Nom. Sg.) paripadām-iva wie Fußspuren, Fährten (Gen. Pl. + Vergleich) [?] tadindrāva ā bhara yenā daṃsiṣṭha kṛtvane / dvitā kutsāya śiśnatho ni codaya
Bring uns, Indra, jene Hilfe her, mit der du, Wundertätigster, dem Kṛtvan [Wirkenden], / zweifach den Kutsa antreibst, [ihn] zu verstärken [?] [Anm.: 25c dvitā kutsāya śiśnathaḥ schwierig].
Wort für Wort tat jene (Akk. Sg.) indra Indra (Vok. Sg.) avaḥ Hilfe (Akk. Sg.) ā her (Präverb) bhara bring (2. Sg. Imp.) yena mit der (Instr. Sg.) daṃsiṣṭha wundertätigster (Vok. Sg.) kṛtvane dem Tatkräftigen (Dat. Sg.) dvitā zweifach (Adv.) kutsāya dem Kutsa (Dat. Sg.) śiśnathaḥ du stichst, treibst an [?] (2. Sg.) ni nieder, hin (Präverb) codaya treibe an (2. Sg. Imp.) tamu tvā nūnamīmahe navyaṃ daṃsiṣṭha sanyase / sa tvaṃno viśvā abhimātīḥ sakṣaṇiḥ
Dich eben bitten wir jetzt, den neuen, o Wundertätigster, zum Erlangen [?]; / du, der Bezwinger aller Nachstellungen, [bring es uns].
Wort für Wort tam ihn (Akk. Sg.) oṃ iti eben (Partikel) tvā dich (Akk. Sg.) nūnam jetzt īmahe wir bitten (1. Pl. Med.) navyam neuen (Akk. Sg.) daṃsiṣṭha wundertätigster (Vok. Sg.) sanyase zum Gewinnen [?] (Dat. Sg.) saḥ er, der (Nom. Sg.) tvam du (Nom. Sg.) naḥ uns (Dat. Pl.) vi śvāḥ alle (Akk. Pl.) abhi-mātīḥ Nachstellungen, feindliche Absichten (Akk. Pl.) sakṣaṇiḥ Bezwinger (Nom. Sg.) ya ṛkṣādaṃhaso mucad yo vāryāt sapta sindhuṣu / vadhardāsasya tuvinṛmṇa nīnamaḥ
Der aus der Bedrängnis von Ṛkṣa befreit hat, der aus [der Bedrängnis] von Ārya befreit hat, bei den sieben Strömen: / du hast die Waffe des Dāsa niedergebeugt, du Männerkraftreicher [Anm.: 27a-b Namen ṛkṣa und ārya, historische Anspielung unsicher].
Wort für Wort yaḥ der (Nom. Sg.) ṛkṣāt von Ṛkṣa [?] (Abl. Sg.) aṃhasaḥ aus Bedrängnis (Abl. Sg.) mucat befreite (3. Sg. Aor.) yaḥ der (Nom. Sg.) vā oder āryāt vom Ārya [?] (Abl. Sg.) sapta sieben (Num.) sindhuṣu bei den Strömen (Lok. Pl.) vadhaḥ Waffe (Akk. Sg.) dāsasya des Dāsa (Gen. Sg.) tuvi-nṛmṇa du mit vieler Manneskraft (Vok. Sg.) nīnamaḥ du hast niedergebeugt (2. Sg. Perf. Intens.) [?] yathā varo suṣāmṇe sanibhya āvaho rayim / vyaśvebhyaḥ subhage vajinīvati
So wie du, Wunschgewährender, dem, der gut singt, den Gewinnern, / dem Vyaśva, Reichtum herzubringst, du mit gutem Glück, du an Kraft Reiche [Anm.: Anrede an Ūṣas/die Gabe? Sinn von subhage vājinīvati unsicher].
Wort für Wort yathā wie (Adv.) varo iti Wunsch, Wahl (Vok.) su-sāmṇe dem gut Singenden (Dat. Sg.) sani-bhyaḥ den Gewinnern (Dat. Pl.) ā hin (Präverb) avahaḥ du bringst her (2. Sg. Impf.) rayim Reichtum (Akk. Sg.) vi-aśvebhyaḥ den Vyaśvas (Dat. Pl.) su-bhage du mit gutem Glück (Vok. Sg. f.) vāj inī-vati du mit Siegesgabe (Vok. Sg. f.) ā nāryasya dakṣiṇā vyaśvānetu sominaḥ / sthūraṃ ca rādhaḥ śatavat sahasravat
Die Schenkung des Nārya soll zu den Vyaśvas kommen, den Somaspendern; / und die Gabe [soll kommen], hundertfach, tausendfach, gewaltig.
Wort für Wort ā her (Präverb) nāryasya des Nārya (Gen. Sg.) dakṣiṇā Schenkung, Opferlohn (Nom. Sg.) vi-aśvān zu den Vyaśvas (Akk. Pl.) etu soll kommen (3. Sg. Imp.) sominaḥ Somaspender (Akk. Pl.) sthūram gewaltig, massig (Nom. Sg.) ca und rādhaḥ Gabe (Nom. Sg.) śata-vat hundertfach (Nom. Sg.) sahasra-vat tausendfach (Nom. Sg.) yat tvā pṛchādījānaḥ kuhayā kuhayākṛte / eṣo apaśritovalo gomatīmava tiṣṭhati
Wenn dich der Verehrende fragen sollte: wo, wo bist du [zu finden]? – Dieser da, der Vala, der abseits Geflohene, bewacht die rinderreiche [Höhle] [?] [Anm.: 30ab dunkel; eventuell Antwort auf die Frage nach Indras Aufenthalt, Anspielung auf den Vala-Mythos].
Wort für Wort yat wenn (Konj.) tvā dich (Akk. Sg.) pṛcchāt möge fragen (3. Sg. Opt.) ījānaḥ der Verehrende (Nom. Sg.) kuhayā wo, wo (Adv.) kuhayākṛte wo, wo [?] (Adv.) eṣaḥ dieser (Nom. Sg.) apa-śritaḥ abseits geflohen, abgeflüchtet (Nom. Sg.) valaḥ Vala (Nom. Sg.) go--matīm rinderreiche (Akk. Sg.) ava hinab (Präverb) tiṣṭhati steht, bleibt, bewacht (3. Sg.)
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