Kapitel 91: ṛgvede 8.91 · kanyā vāravāyatī somamapi srutāvidat
Apālās Soma und ihre Heilung durch Indra
Erzählend-zauberhaftes Lied: ein Mädchen (nach V. 7 Apālā) findet Soma, presst ihn im Mund und ruft Indra; dann Bitte um Wuchs auf Kopf, Feld und Leib und Verwandlung der Haut. Der Text ist an vielen Stellen dunkel (Sinn von V. 3, V. 5-6 als Haar-/Fruchtbarkeitsspruch [?]); V. 7 spielt auf Durchziehen durch Nabenlöcher an.
Das Mädchen, Wasser holend [?], fand auf dem Weg [?] den Soma. / Sie sagte, ihn nach Hause tragend: Für Indra will ich dich auspressen, für den Mächtigen will ich dich auspressen.
Du da, der du als Männlein von Haus zu Haus gehst, umherspähend – / trink dies zahngepresste [Gemisch], mit Röstkorn, mit Brei, mit Kuchen, mit Lobsprüchen.
Kaum beachten wir dich, kaum [?] gehen wir zu dir [?]. / Ganz sacht gleichsam, ganz allmählich gleichsam – für Indra, Tropfen, fließe rings. [Anm.: Erster Halbvers unsicher; cikitsāmaḥ „wir beachten/erkennen“ (auch „heilen“).]
imāni trīṇi viṣṭapā tānīndra vi rohaya / śirastatasyorvarāmādidaṃ ma upodare
Diese drei Höhen/Stellen [?], Indra, lass wachsen: / das Haupt des Vaters, die Flur und dies mein [Ding] am Unterleib. [Anm.: Bildrede von Haarwuchs/Fruchtbarkeit möglich; wörtlich unsicher.]
In die Öffnung des Wagens, in die des Lastwagens, in die des Jochs, du Hundertkräftiger, / hast du, Indra, die Apālā dreimal gereinigt und ihr eine sonnenfarbene Haut gemacht.