Kapitel 42: ṛgvede 8.42 · astabhnād dyāmasuro viśvavedā amimīta varimāṇaṃ pṛthivyāḥ
Varuṇa als Himmelsstützer; Anruf der Aśvin
Verse 1–3 preisen Varuṇa als Stützer des Himmels und Vermesser der Erde und bitten um Schutz und Führung; Verse 4–6 rufen die Aśvin (Nāsatyas) zum Somatrunk, mit Refrain „nabhantām anyake same“. Die Verse 4–6 wirken wie ein angefügter Teil.
Er stützte den Himmel, der Herr (asura), alles wissend [oder: alle Habe besitzend]; er maß die Weite der Erde aus; er ließ sich über allen Welten nieder als Allherrscher: dies alles sind Varuṇas Gebote.
evā vandasva varuṇaṃ bṛhantaṃ namasyā dhīramamṛtasya gopām / sa naḥ śarma trivarūthaṃ vi yaṃsat pātaṃ no dyāvāpṛthivī upasthe
So lobpreise Varuṇa, den Hohen, verehre den Weisen, den Hüter des Unsterblichen; er möge uns dreifachen Schutz ausbreiten. Behütet uns, Himmel und Erde, in eurem Schoß.
Diesen Gedanken des Lernenden, o Gott, [und] Willenskraft und Geschick richte zu, Varuṇa [?], damit wir alle Nöte überwinden und ein gut hinüberführendes Schiff besteigen mögen.
Zu euch beiden, Aśvin, haben die Presssteine [und] die begeisterten Weisen mit ihren Gedanken [euch] herbeibewegt, ihr Nāsatyas, zum Somatrunk. Es mögen die anderen allesamt zerbersten [?].
yathā vāmatriraśvinā gīrbhirvipro ajohavīt / nāsatyāsomapītaye nabhantāmanyake same
Wie Atri, der begeisterte Weise, euch beide, Aśvin, mit Liedern gerufen hat, ihr Nāsatyas, zum Somatrunk. Es mögen die anderen allesamt zerbersten [?].