idam ugrāya babhrave namo yo akṣeṣu tanūvaśī ghṛtena kaliṃ śikṣāmi sa no mṛḍātīdṛśe
Dies sei Verehrung dem gewaltigen, braunen Gott, der über die Würfel Macht über den Körper hat; mit Schmelzbutter besänftige ich den Unglückswurf; er sei uns bei solcher Gelegenheit gnädig.
Wort für Wort
idam
dies (Nom.)
ugrāya
dem gewaltigen (Dat.)
babhrave
dem braunen (Dat.)
namo
Verehrung (Nom.)
yo
der (Nom.)
akṣeṣu
über die Würfel (Lok.Pl.)
tanūvaśī
tanū 'Körper' + vaśī 'Macht habend' → Macht über den Körper hat (Nom.)
ghṛtena
mit Schmelzbutter (Instr.)
kaliṃ
den Unglückswurf (Akk.)
śikṣāmi
ich besänftige (1.Sg.Präs.)
sa
er (Nom.)
no
uns (Dat.)
mṛḍātīdṛśe
mṛḍāti 'sei gnädig' + īdṛśe 'bei solcher (Gelegenheit)' → sei gnädig, bei solcher (3.Sg.Opt.+Dat.)
Schmelzbutter bring den Apsaras dar, o Agni, Staub für die Würfel, Sand und Wasser; ihrem Anteil gemäß erfreut, die Opfergabe genießend, freuen sich die Götter an beiderlei Opfergaben.
Wort für Wort
ghṛtam
Schmelzbutter (Akk.)
apsarābhyo
den Apsaras (Dat.Pl.)
vaha
bring dar (Imp.2.Sg.)
tvam
du (Nom.)
agne
o Agni (Vok.)
pāṃsūn
Staub (Akk.Pl.)
akṣebhyaḥ
für die Würfel (Dat.Pl.)
sikatā
Sand (Akk.)
apaś
Wasser (Akk.)
ca
und
yathābhagaṃ
yathā 'gemäß' + bhagam 'Anteil' → ihrem Anteil gemäß (Adv.)
havyadātiṃ
havya 'Opfergabe' + dātim 'Gabe' → die Opfergabe (Akk.)
apsarasaḥ sadhamādaṃ madanti havirdhānam antarā sūryaṃ ca tā me hastau saṃ sṛjantu ghṛtena sapatnaṃ me kitavam randhayantu
Die Apsaras freuen sich am gemeinsamen Trunk zwischen dem Opferschuppen und der Sonne; sie sollen meine Hände mit Schmelzbutter vereinen; sie sollen meinen Rivalen, den Spieler, mir untertan machen.
Träufle Schmelzbutter über uns [Anm.: 'ādinavam', Bedeutung unsicher, wohl ein Ausdruck des Würfelspiels] für das Gegenspiel; erschlage wie einen Baum durch den Blitzstrahl, wer gegen uns spielt.
Wort für Wort
ādinavaṃ
(unklarer Ausdruck) [?]
pratidīvne
für das Gegenspiel (Dat.)
ghṛtenāsmāṃ
ghṛtena 'mit Schmalzbutter' + asmān 'über uns' → mit Schmalzbutter über uns (Instr.+Akk.)
abhi
über (Präfix)
kṣara
träufle (Imp.2.Sg.)
vṛkṣam
einen Baum (Akk.)
ivāśanyā
iva 'wie' + aśanyā 'durch den Blitzstrahl' → wie durch den Blitzstrahl (Adv.+Instr.)
yo no dyuve dhanam idaṃ cakāra yo akṣāṇāṃ glahanaṃ śeṣaṇaṃ ca sa no devo havir idaṃ juṣāṇo gandharvebhiḥ sadhamādaṃ madema
Wer uns diesen Einsatz beim Spiel gemacht hat, wer über Gewinn und Rest der Würfel bestimmt – dieser Gott, diese Opfergabe genießend, mit ihm wollen wir zusammen mit den Gandharven am gemeinsamen Trunk uns erfreuen.
saṃvasava iti vo nāmadheyam ugraṃpaśyā rāṣṭrabhṛto hy akṣāḥ tebhyo va indavo haviṣā vidhema vayaṃ syāma patayo rayīṇām
'Zusammenwohnende' ist euer Name, ihr Würfel, die ihr furchtbar dreinschaut und das Reich tragt; euch, ihr Somatropfen, wollen wir mit Opfergabe dienen; wir wollen Herren der Reichtümer sein.
devān yan nāthito huve brahmacaryaṃ yad ūṣima akṣān yad babhrūn ālabhe te no mṛḍantv īdṛśe
Wenn ich, bedrängt, die Götter anrufe, was wir an Enthaltsamkeit geübt haben, wenn ich die braunen Würfel berühre – sie sollen uns bei solcher Gelegenheit gnädig sein.