Quellen der Menschheit

Atharvaveda-Saṃhitā · Kāṇḍa 7

Sūkta 57

yad āśasā vadato me vicukṣubhe yad yācamānasya carato janāṃ anu yad ātmani tanvo me viriṣṭaṃ sarasvatī tad ā pṛṇad ghṛtena

Was mir beim Reden mit Hoffnung ins Wanken geriet, was dem Bittenden, der unter den Leuten umhergeht, misslang, was an mir selbst, an meinem Leib, verletzt wurde – das möge Sarasvatī mit Schmalz wieder auffüllen [Anm.: einzelne Wendungen dieses Verses sind unsicher gedeutet].

Wort für Wort
yad
was
āśasā
mit Hoffnung (Instr.)
vadato
beim Reden (Gen., Ptz.)
me
mir (Gen.)
vicukṣubhe
ins Wanken geriet (3.Sg.Perf.Med.)
yad
was
yācamānasya
des Bittenden (Gen., Ptz.)
carato
der umhergeht (Gen., Ptz.)
janāṃ
unter den Leuten (Akk.Pl.)
anu
entlang (Präp.)
yad
was
ātmani
an mir selbst (Lok.)
tanvo
am Leib (Lok.)
me
mein (Gen.)
viriṣṭaṃ
verletzt wurde (Nom./Akk., Ptz.)
sarasvatī
Sarasvatī (Nom., Göttin)
tad
das (Akk.)
ā
auf (Präfix)
pṛṇad
möge auffüllen (3.Sg.Konj.)
ghṛtena
mit Schmalz (Instr.)

sapta kṣaranti siśave marutvate pitre putrāso apy avīvṛtann ṛtāni ubhe id asyobhe asya rājata ubhe yatete ubhe asya puṣyataḥ

Sieben strömen dem jungen, marutbegleiteten Vater; die Söhne haben die Wahrheiten wiederum offenbart; beide Teile herrschen von ihm, beide streben, beide gedeihen durch ihn [Anm.: knapper, bildhafter Vers, in Einzelheiten unsicher].

Wort für Wort
sapta
sieben (Nom.Pl., Ströme)
kṣaranti
sie strömen (3.Pl.Präs.)
siśave
dem jungen (Dat.)
marutvate
dem marutbegleiteten (Dat.)
pitre
dem Vater (Dat.)
putrāso
die Söhne (Nom.Pl.)
apy
wiederum (Adv.)
avīvṛtann
haben offenbart (3.Pl.Kaus.Aor.)
ṛtāni
die Wahrheiten (Akk.Pl.)
ubhe
beide (Nom.Dual)
id
eben (Partikel)
asyobhe
von ihm, beide (Gen.+Nom.Dual, sandhi) [?]
asya
von ihm (Gen.)
rājata
herrschen (3.Dual.Präs.) [?]
ubhe
beide (Nom.Dual)
yatete
streben (3.Dual.Präs.Med.)
ubhe
beide (Nom.Dual)
asya
durch ihn (Gen.)
puṣyataḥ
gedeihen (3.Dual.Präs.)

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks