Die Paurṇamāsī hat gesiegt; in ihr wollen wir, mit den Göttern in ihrer Größe zusammenwohnend, auf dem Rücken des Himmelsgewölbes uns an der Labung erfreuen.
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā rūpāṇi paribhūr jajāna yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇām
O Prajāpati, kein anderer als du, alles überragend, hat all diese Gestalten hervorgebracht; was wir dir wunschgemäß opfern, das werde uns zuteil – wir wollen Herren der Reichtümer sein.
Wort für Wort
prajāpate
o Prajāpati (Vok.)
na
nicht
tvad
als du (Abl.)
etāny
diese (Akk.Pl.n)
anyo
ein anderer (Nom.)
viśvā
alle (Akk.Pl.n)
rūpāṇi
Gestalten (Akk.Pl.)
paribhūr
pari 'ringsum' + bhūḥ 'seiend' → alles überragend (Nom.)
jajāna
hat hervorgebracht (3.Sg.Perf.)
yatkāmās
yat 'was' + kāmāḥ 'begehrt, Wunsch' → was wunschgemäß (Nom.Pl.)
paurṇamāsī prathamā yajñiyāsīd ahnāṃ rātrīṇām atiśarvareṣu ye tvām yajñair yajñiye ardhayanty amī te nāke sukṛtaḥ praviṣṭāḥ
Die Paurṇamāsī war unter den Tagen und Nächten die erste, der Opfer zukam, [Anm.: 'atiśarvareṣu' – wörtl. 'in den (Nächten) über die dunklen Nächte hinaus', Sinn unsicher]; die dich, Opferwürdige, mit Opfern fördern, jene Rechtschaffenen sind in die Himmelswelt eingegangen.
Wort für Wort
paurṇamāsī
die Paurṇamāsī (Nom.)
prathamā
die erste (Nom.f.)
yajñiyāsīd
yajñiyā 'opferwürdig' + āsīt 'war' → opferwürdig war (Nom.f.+3.Sg.Impf.)
ahnāṃ
der Tage (Gen.Pl.)
rātrīṇām
der Nächte (Gen.Pl.)
atiśarvareṣu
in den Nächten über die dunklen hinaus (Lok.Pl.) [?]