turāṇām aturāṇāṃ viśām avarjuṣīṇām samaitu viśvato bhago antarhastaṃ kṛtaṃ mama
Der Kraftvollen und der Kraftlosen, der Stämme, der nicht Abgewandten – von allen Seiten möge das Glück zusammenkommen, mir in der Hand liege der Glückswurf.
Wort für Wort
turāṇām
der Kraftvollen (Gen.Pl.)
aturāṇāṃ
a- 'nicht' + turāṇām 'der Kraftvollen' → der Kraftlosen (Gen.Pl.)
viśām
der Stämme (Gen.Pl.)
avarjuṣīṇām
a- 'nicht' + vṛjuṣīṇām 'der Abwendenden' → der nicht Abgewandten (Gen.Pl.f.)
samaitu
möge zusammenkommen (3.Sg.Imp.)
viśvato
von allen Seiten (Adv.)
bhago
das Glück (Nom.)
antarhastaṃ
antar 'innerhalb' + hastam 'Hand' → in der Hand (Adv.)
īḍe agniṃ svāvasuṃ namobhir iha prasakto vi cayat kṛtaṃ naḥ rathair iva pra bhare vājayadbhiḥ pradakṣiṇaṃ marutāṃ stomam ṛdhyām
Ich verehre Agni, den Hilfreichen, mit Verehrungen; hier ergeben möge er uns den Glückswurf aussuchen; wie mit kraftvoll fahrenden Wagen trage ich es vor; rechtsherum möge ich das Loblied der Maruts vollbringen.
vayaṃ jayema tvayā yujā vṛtam asmākam aṃśam ud ava bharebhare asmabhyam indra varīyaḥ sugaṃ kṛdhi pra śatrūṇāṃ maghavan vṛṣṇyā ruja
Wir möchten mit dir als Verbündetem den Einsatz gewinnen; unseren Anteil trage in jedem Kampfe empor; uns, o Indra, schaffe weiteren, guten Weg; zerbrich, o Gabenreicher, die Manneskräfte der Feinde.
Ich habe dich besiegt, den Zusammengekratzten, ich habe auch den Blockierten besiegt; wie der Wolf das Schaf zerreißt, so zerreiße ich deinen Glückswurf.
Wort für Wort
ajaiṣaṃ
ich habe besiegt (1.Sg.Aor.)
tvā
dich (Akk.)
saṃlikhitam
saṃ- 'zusammen' + likhitam 'gekratzt' → den Zusammengekratzten (Akk., Würfelterminus)
ajaiṣam
ich habe besiegt (1.Sg.Aor.)
uta
auch
saṃrudham
saṃ- 'zusammen, fest' + rudham 'verhindert' → den Blockierten (Akk.)
uta prahām atidīvā jayati kṛtam iva śvaghnī vi cinoti kāle yo devakāmo na dhanam ruṇaddhi sam it taṃ rāyaḥ sṛjati svadhābhiḥ
Und wer überspielt, gewinnt den Einsatz; wie ein Würfelspieler sammelt er den Glückswurf zur rechten Zeit; wer gottgefällig ist, hält den Reichtum nicht zurück; ihn lässt der Reichtum mit eigener Kraft strömen [Anm.: Fachvokabular des Würfelspiels („prahā“, „śvaghnī“) unsicher gedeutet].
Wort für Wort
uta
und
prahām
den Einsatz (Akk., Würfelterminus) [?]
atidīvā
ati 'über...hinaus' + dīvā 'Spieler' → der Überspieler (Nom.) [?]
jayati
gewinnt (3.Sg.Präs.)
kṛtam
den Glückswurf (Akk.)
iva
wie
śvaghnī
der Würfelspieler (Nom., Würfelterminus) [?]
vi
aus- (Präfix)
cinoti
sammelt (3.Sg.Präs.)
kāle
zur rechten Zeit (Lok.)
yo
wer (Nom.)
devakāmo
deva 'Gott' + kāmaḥ 'begehrend' → gottgefällig, gottliebend (Nom.)
na
nicht
dhanam
Reichtum (Akk.)
ruṇaddhi
hält zurück (3.Sg.Präs.)
sam
zusammen (Präfix)
it
eben (Partikel)
taṃ
ihn (Akk.)
rāyaḥ
der Reichtum (Nom.)
sṛjati
lässt strömen (3.Sg.Präs.)
svadhābhiḥ
sva 'eigen' + dhābhiḥ 'mit Kräften' → mit eigener Kraft (Instr.Pl.)
Mit Rindern mögen wir die böse Ratlosigkeit überwinden, oder mit Gerste den Hunger, o Vielgerufener; mögen wir alle unter den Königen als Erste, unversehrt, mit unseren Scharen die Preise gewinnen.
Wort für Wort
gobhiṣ
mit Rindern (Instr.Pl.)
ṭaremāmatiṃ
tarema 'wir möchten überwinden' + amatim 'die Ratlosigkeit' → mögen wir die Ratlosigkeit überwinden (1.Pl.Opt.+Akk.)
kṛtaṃ me dakṣiṇe haste jayo me savya āhitaḥ gojid bhūyāsam aśvajid dhanaṃjayo hiraṇyajit
Der Glückswurf ist in meiner rechten Hand, der Sieg ist in meiner linken gelegt; ich möchte Rinder gewinnen, Rosse gewinnen, Schätze gewinnen, Gold gewinnen.
Wort für Wort
kṛtaṃ
der Glückswurf (Nom.)
me
meiner (Gen.)
dakṣiṇe
rechten (Lok.)
haste
Hand (Lok.)
jayo
der Sieg (Nom.)
me
meiner (Gen.)
savya
linken (Lok.)
āhitaḥ
gelegt (Nom., Ptz.)
gojid
go 'Rinder' + jit 'gewinnend' → Rinder gewinnend (Nom.)
Ihr Würfel, gebt mir einen fruchtbringenden Wurf wie eine milchreiche Kuh; umgürtet mich mit dem Strom des Glückswurfs, wie man einen Bogen mit der Sehne umbindet.
Wort für Wort
akṣāḥ
o Würfel (Vok.Pl.)
phalavatīm
fruchtbringenden (Akk.f.)
dyuvaṃ
Wurf (Akk.)
datta
gebt (Imp.2.Pl.)
gāṃ
Kuh (Akk.)
kṣīriṇīm
milchreiche (Akk.f.)
iva
wie
saṃ
zusammen (Präfix)
mā
mich (Akk.)
kṛtasya
des Glückswurfs (Gen.)
dhārayā
mit dem Strom (Instr.)
dhanuḥ
Bogen (Akk.)
snāvneva
snāvnā 'mit der Sehne' + iva 'wie' → wie mit der Sehne (Instr.+iva)