Kapitel 11: ṛgvede 9.11 · upāsmai gāyatā naraḥ pavamānāyendave
Aufforderung zum Lobgesang auf den läuternden Soma
Aufforderungen an Sänger und Pressende, Soma zu besingen, zu pressen, zu läutern und in Indra zu bringen; dann Bitten an den Fließenden um Wohl, Reichtum und Vernichtung der Feinde.
abhi te madhunā payo 'tharvāṇo aśiśrayuḥ / devaṃ devāya devayu
Zu dir haben die Atharvans die Milch mit Honig herangebracht; den Gott für den Gott, der Gott begehrt (den Gott begehrenden). [Anm.: aśiśrayuḥ 'haben angelegt/vermischt'; Atharvan = Angehörige einer alten Priestergruppe.]
Den mit den aus der Hand fallenden Steinen gepressten Soma läutert; im Süßen (Wasser/Milch) laufe der Honig zu. [Anm.: madhau 'im Süßen' vermutlich die Milch/Wasser; dhāvata 'lasst laufen, spült'.]
indrāya soma pātave madāya pari ṣicyase / manaścin manasas patiḥ
Für Indra, Soma, zum Trinken, zum Rausch wirst du ringsum gegossen, der du Denker des Geistes bist, Herr des Geistes. [Anm.: manaścit wörtlich 'den Geist erkennend/wahrnehmend'.]
Läuternder, lecke uns Manneskraft, Reichtum zu, Soma; Tropfen, mit Indra als unserem Gefährten. [Anm.: rirīhi wörtlich 'lecke, sei uns sein Leckender'; gemeint 'gib uns reichlich'.]