Kapitel 83: ṛgvede 9.83 · pavitraṃ te vitataṃ brahmaṇas pate prabhurgātrāṇi paryeṣiviśvataḥ
Das ausgespannte Sieb und die Glut des Läuterers
Das Sieb des Soma wird als weit ausgespanntes Läuterungsgewebe im Himmel verstanden; nur wer durchgeglüht (‚gar‘) ist, erlangt es. Vers 1 und 4 enthalten unsichere Wörter (āma, nidhayā).
pavitraṃ te vitataṃ brahmaṇas pate prabhurgātrāṇi paryeṣiviśvataḥ / ataptatanūrna tadāmo aśnute śṛtāsa id vahantastat samāśata
Dein Sieb ist ausgespannt, o Herr des Brahman; du, der Mächtige, durchziehst die Glieder ringsum. / Wer den Leib nicht durchglüht hat, der Rohe, erlangt das nicht; nur die Gargewordenen, die es tragen, erreichen es gemeinsam.
tapoṣ pavitraṃ vitataṃ divas pade śocanto asya tantavo vyasthiran / avantyasya pavītāramāśavo divas pṛṣṭhamadhitiṣṭhanti cetasā
Das Sieb der Glut ist ausgespannt am Standort des Himmels; leuchtend haben sich seine Fäden ausgebreitet. / Die Schnellen schützen den Läuterer; sie besteigen den Rücken des Himmels mit Einsicht.
Der Scheckige, der Erste, hat die Morgenröten aufleuchten lassen; der Stier trägt die Wesen, nach Gewinn verlangend. / Die Zauberkundigen haben durch seine Zauberkraft gemessen; die männerschauenden Väter haben den Keim gesetzt.
Der Gandharva bewacht so seine Spur; der Wunderbare hütet die Geburten der Götter. / Er fasst den Trug/Schmutz mit der Fessel [?], der Herr des Schatzes; die besten Werker erlangen den Anteil am Honig.
Die Spende, du der Spendenreiche [?], das große göttliche Heim, Dunst als Gewand tragend, umgehst du die Weihehandlung. / Als König, dessen Wagen das Sieb ist, bist du auf den Preis gestiegen; tausendzackig gewinnst du hohen Ruhm.