Kapitel 80: ṛgvede 9.80 · somasya dhārā pavate nṛcakṣasa ṛtena devān havate divas pari
Die zehn Finger melken den Soma
Der Soma-Strom ruft die Götter, glänzt im Krug und wird von den zehn Fingern mit Steinen im Wasser gemolken; in Vers 2 sprechen Kühe ihm zu. Vers 1 (Bṛhaspatis Brüllen) und die Deutung von ayohata in Vers 2 sind knapp.
somasya dhārā pavate nṛcakṣasa ṛtena devān havate divas pari / bṛhaspate ravathenā vi didyute samudrāso na savanāni vivyacuḥ
Der Strom des Soma, des Männer-Überschauenden, läutert sich; mit der Ordnung ruft er die Götter vom Himmel her. / Durch Bṛhaspatis Gebrüll leuchtet er auf; wie Meere haben sie die Pressungen erfüllt.
Dich, Renner, die unantastbaren Kühe haben angejauchzt; glänzend steigst du in den [mit Metall] beschlagenen Schoß. / Der Gabenherren Lebenskraft verlängernd, großen Ruhm; für Indra läuterst du dich, Soma, der stierhafte Rausch.
In Indras Bauch läutert er sich, der Berauschendste, Kraft als Gewand tragend, zum Ruhm, sehr glückverheißend. / Zugewandt hat er alle Wesen überspannt; spielend rinnt der Falbe, der Renner, der Stier.
Dich, den für die Götter Honigreichsten, Tausendströmigen, melken die Männer, die zehn Finger. / Von den Männern, Soma, hervorgeschleudert, mit den Presssteinen gepresst, läutere dich zu allen Göttern, Tausendsieger.
Dich, den Honigreichen, melken die handbegabten zehn Finger mit Steinen im Wasser, den Stier. / Indra, Soma, berauschend [und] das göttliche Volk, strömst du, wie die Woge des Stroms, dich läuternd.