pra devamachā madhumanta indavo 'siṣyadanta gāva ā na dhenavaḥ / barhiṣado vacanāvanta ūdhabhiḥ parisrutamusriyānirṇijaṃ dhire
Zum Gott hin sind die honigreichen Tropfen geflossen, wie Kühe, wie Milchkühe zu uns; / auf der Streu sitzend, mit Stimme begabt, haben die Rinder mit ihren Eutern das umfließende [Getränk] und das Gewand [der Milch] aufgenommen.
sa roruvadabhi pūrvā acikradadupāruhaḥ śrathayan svādatehariḥ / tiraḥ pavitramapriyannuru jrayo ni śaryāṇi dadhate deva ā varam
Er hat gebrüllt, die früheren angebrüllt; die Aufsteigenden lockernd schmeckt der Falbe; / durch das Sieb hindurchgehend, breit, Schwung [nehmend], legt der Gott die Waffen nieder auf die Umhüllung [?].
vi yo mame yamyā saṃyatī madaḥ sākaṃvṛdhā payasā pinvadakṣitā / mahī apāre rajasī vivevidadabhivrajannakṣitaṃ pāja ā dade
Er, der den beiden Regelnden, Zusammengehörigen [Himmel und Erde] ein Maß setzte, der Rausch, mit Milch die zusammen Wachsenden, Unversiegenden schwellen lässt: / er hat die zwei großen, grenzenlosen Räume aufgefunden und, [auf sie] zugehend, unversiegliche Kraft empfangen.
sa mātarā vicaran vājayannapaḥ pra medhiraḥ svadhayā pinvate padam / aṃśuryavena pipiśe yato nṛbhiḥ saṃ jāmibhirnasate rakṣate śiraḥ
Er, zwischen den beiden Müttern hin und her gehend, die Wasser zum Gewinn antreibend, der Weise, mästet mit Eigenkraft den Standort. / Der Stängel wird mit Gerste [Milch] geschmückt, von wo aus mit den Männern ... er kommt mit den Geschwistern zusammen und schützt das Haupt. [Anm.: Zeile 3-4 sehr schwierig; yataḥ und die 'Geschwister' (Finger?) unsicher.]
saṃ dakṣeṇa manasā jāyate kavir{ṛ}tasya garbho nihito yamā paraḥ / yūnā ha santā prathamaṃ vi jajñaturguhā hitaṃ janima nemamudyatam
Mit geschickter Absicht wird der Dichter erzeugt; der Keim des Ṛta ist niedergelegt, höher als die Zügel; / die beiden Jungen, die sie waren, haben zuerst getrennt [ihn hervorgebracht]: das in der Höhle Verborgene, die hochgehobene Entstehung, die Mitte [?]. [Anm.: rätselhaft; mögliche Ebene: rituell/kosmisch, plausibel; innerlich spekulativ.]
Die Gestalt des Erfreuenden fanden die Weisen, als der Falke die Speise von weither brachte. / Ihn, den Gutwachsenden, säuberten sie in den Strömen, den Verlangenden, den Stängel, den Umgehenden, den Lobenswerten.
Dich, Soma, den Ausgepressten, säubern die zehn Frauen, den von Sehern mit Gedanken, mit Andachten Bereiteten; / der du in Schafshaarsieben, durch die Anrufungen der Götter, von wo an du mit den Männern zum Gewinn Kampfpreis erreichst, [strömst].
Den ringsum Gehenden, Kraftvollen, gut Sitzenden, Soma, haben die Gedanken, die Lobrufe angestimmt, / der mit Strom, honigreich, mit Woge vom Himmel her die Rede erregt, der Reichtum Bezwingende, Unsterbliche.
Dieser regt vom Himmel her den ganzen Raum an; Soma, sich läuternd, setzt sich in den Gefäßen nieder. / Mit Wasser, mit Milch wird er gesäubert, mit Presssteinen ausgepresst; sich läuternd findet der Tropfen die Weite, das Liebe.
So läutere dich, Soma, beim Eingegossenwerden, [uns] das buntscheckigste Lebensgut verleihend; / für ein Leben ohne Hass wollen wir Himmel und Erde anrufen; ihr Götter, gebt uns Reichtum mit guten Männern.