Kapitel 84: ṛgvede 9.84 · pavasva devamādano vicarṣaṇirapsā indrāya varuṇāya vāyave
Soma als Unsterblicher, der alle Wesen umströmt
Soma soll sich für Indra, Varuṇa und Vāyu läutern; er durchdringt alle Wesen, wird mit Kühen und Kräutern gemischt und mit Milch gestärkt. Vers 2 (samcṛtam vicṛtam) ist knapp und mehrdeutig.
Läutere dich, Götter-Berauscher, Überschauer, Wasser-Gewinner, für Indra, Varuṇa, Vāyu; / schaffe uns heute Weite mit Wohlergehen; im weiten Wohnsitz rufe das göttliche Volk an.
ā yastasthau bhuvanānyamartyo viśvāni somaḥ pari tānyarṣati / kṛṇvan saṃcṛtaṃ vicṛtamabhiṣṭaya induḥ siṣaktyuṣasaṃ na sūryaḥ
Der Unsterbliche, der alle Wesen bestiegen hat, Soma, strömt um sie alle herum. / Das Zusammengeknüpfte [und] das Gelöste [?] machend, folgt der Tropfen zur Hilfe, wie Sūrya der Morgenröte.
Der mit Kühen [Milch] gemischt wird, in den Kräutern, in der Götter Gunst anregend, guter Besitz nahe [?]; / mit dem Blitz läutert er sich, im Strom gepresst, Soma, Indra berauschend, das göttliche Volk.
Dieser Soma dort läutert sich, Tausendsieger, die rege, Morgenwache erweckende Rede antreibend. / Der Tropfen erhebt das Meer mit den Winden; in Indras Herz [und] in den Kufen lässt er sich nieder.
Zu ihm hin mischen die Kühe mit Milch den milchwachsenden Soma, mit Liedern, den Licht-Findenden. / Reichtum-gewinnend läutert sich der tatkräftige Saft, der Erregte, der Dichter, mit Dichtkunst, [das Licht] erfreuend [?].