Kapitel 41: ṛgvede 9.41 · pra ye gāvo na bhūrṇayastveṣā ayāso akramuḥ
Somas Ansturm gegen den Unhold, Bitte um Fülle
Somalied: Vergleich mit brüllenden Rindern/Kriegerscharen, die die dunkle Haut abschlagen (dunkle Feinde; ob mythisch oder ritualbezogen, offen); dann Bitte um Nahrung, Himmel und Erde füllen, Schutz von allen Seiten. Vers 1 tvacam kṛṣṇām und Vers 6 viṣṭapam sind unsicher.
pra ye gāvo na bhūrṇayastveṣā ayāso akramuḥ / ghnantaḥ kṛṣṇāmapa tvacam
Hervor sind die, wie Kühe wild/unstet, die glänzenden Schnellen, geschritten, die dunkle Haut abschlagend. [Anm.: 'dunkle Haut' – Bild für Feinde/Gegner (plausibel), evtl. auch Filtertuch/Haut des Somastengels, spekulativ.]
Des Wohlweges gedenken wir; über die schwer zu schützende Brücke hinweg, den Dasyu, den Gesetzlosen, überwältigend. [Anm.: setu 'Brücke/Damm', durāvyam 'schwer zu behüten/erreichen' [?].]
pari ṇaḥ śarmayantyā dhārayā soma viśvataḥ / sarā raseva viṣṭapam
Rings um uns her ström mit Schutz gebendem Strom, Soma, von allen Seiten, wie ein Saft, der zum Gipfel/zur Oberfläche rinnt [?]. [Anm.: sarā raseva viṣṭapam – Bild unsicher, wörtlich 'fließ wie der Saft (die Flüssigkeit) zum viṣṭap-'.]