iṣurna dhanvan prati dhīyate matirvatso na māturupa sarjyūdhani / urudhāreva duhe agra āyatyasya vrateṣvapi soma iṣyate
Wie ein Pfeil auf dem Bogen wird der Gedanke angelegt; wie ein Kalb wird er zum Euter der Mutter losgelassen. / Wie eine Vielströmende melkt sie zuerst, [als] Kommende; nach seinen Geboten wird Soma angetrieben.
upo matiḥ pṛcyate sicyate madhu mandrājanī codate antarāsani / pavamānaḥ santaniḥ praghnatāmiva madhumān drapsaḥ pari vāramarṣati
Ja, der Gedanke wird [mit ihm] gemischt, der Honig wird gegossen; die Erfreuenden treiben [ihn] im Mund an. / Der sich Läuternde, ausgedehnt wie [Wege] der Schlagenden [?], der honigreiche Tropfen strömt durch das Sieb.
avye vadhūyuḥ pavate pari tvaci śrathnīte naptīraditer{ṛ}taṃ yate / harirakrān yajataḥ saṃyato mado nṛmṇā śiśāno mahiṣo na śobhate
Auf dem Schaffell läutert sich der Brautwerber, er bindet die Enkelinnen der Aditi, dem Ṛta entgegen gehend; / der Falbe, verehrungswürdig, zusammengehalten, der Rausch, hat sich [in Bewegung] gesetzt, Manneskraft schärfend, wie ein Büffel glänzt er.
ukṣā mimāti prati yanti dhenavo devasya devīrupa yanti niṣkṛtam / atyakramīdarjunaṃ vāramavyayamatkaṃ na niktampari somo avyata
Der Stier misst [ab], die Kühe kommen entgegen, des Gottes Göttinnen gehen zum Bereiteten hin; / er hat das strahlende Schafshaar-Sieb überschritten; wie ein Gewand, gesäubert, hat sich Soma umhüllt.
amṛktena ruśatā vāsasā hariramartyo nirṇijānaḥ pari vyata / divas pṛṣṭhaṃ barhaṇā nirṇije kṛtopastaraṇaṃ camvornabhasmayam
Mit unbeflecktem, glänzendem Gewand hat der Falbe, unsterblich, sich gesäubert, [es] umgelegt; / des Himmels Rücken, mit Kraft [gemacht], die Unterlage der beiden Holzschalen, [ist] himmelsgleich [?] bereitet.
Wie Strahlen der Sonne, eilend, berauschend, gemeinsam rauschen die Vorwärtsdrängenden dahin; / den ausgespannten Faden [entlang] fließen die schnellen Ströme; ohne Indra läutert sich kein Ort [Wesen] irgendwie. [Anm.: dhāma = Wohnsitz/Wesen; Bedeutung unsicher.]
Wie eines Flusses am Abhang, in der Tiefe, die Schnellen, vom Stier herabgeschüttet, die Rauschtränke, haben den Weg erreicht; / Heil sei uns im Wohnen für Zweifüßer und Vierfüßer, uns Gewinne, Soma; die Völker sollen sich niederlassen.
Diese Somasäfte, sich läuternd, sind wie Wagen zu Indra hin auf Gewinn zugefahren; / ausgepresst gehen sie durch das Schafsieb, das Wollhaar hinter sich lassend; die Falben [gehen] zum Regen.
Tropfen, für den großen Indra läutere dich, gnädig, untadelig, Feinde-Verzehrer; / bring glänzende Güter dem Sänger; ihr beiden, Himmel und Erde, fördert uns mit den Göttern.