Kapitel 33: ṛgvede 9.33 · pra somāso vipaścito 'pāṃ na yantyūrmayaḥ
Somaströme, drei Stimmen und vier Meere
Somalied mit Bildern: Wellen, Büffel, Kühe/Rede, Mütter der Ordnung. Vers 4 (tisro vācaḥ) und 5 (brahmīḥ, ṛtasya mātaraḥ) sind bildhaft; die Deutung der drei Stimmen bleibt offen. Vers 6: vier Meere des Reichtums.
Zu den Holzkufen hin, die braunen, hellen, haben sie mit dem Strom der Ordnung Kraft voller Rinder/Milch fließen lassen. [Anm.: gomantam = 'mit Rindern/Milch', Milchmischung, plausibel.]
Drei Stimmen erheben sich, die Kühe brüllen, die Milchkühe; der Falbe kommt brüllend. [Anm.: 'drei Stimmen' – rituell (die drei Ṛtvij-Rufe) plausibel, kosmisch (drei Welten) spekulativ; mimanti = 'muhen', gāvaḥ als Milch/Kühe.]
Hin haben die Brahma-Kundigen/heiligen Worte gejubelt, die jungen Mütter der Ordnung; sie putzen das Kind des Himmels heraus. [Anm.: brahmīḥ = 'zum brahman gehörig', evtl. Somaströme oder Hymnen, unsicher.]
Wort für Wort
abhi
hin (Präverb)
brahmīḥ
die zum brahman gehörigen (Nom. Pl.) [?]
anūṣata
sie haben gejubelt (3. Pl. Aor. Med.)
yahvīḥ
die Jungen/Kräftigen (Nom. Pl.)
ṛtasya
der Ordnung (Gen. Sg.)
mātaraḥ
Mütter (Nom. Pl.)
marmṛjyante
sie werden/putzen sich immer wieder (3. Pl. Intens. Med.)