Kapitel 36: ṛgvede 9.36 · asarji rathyo yathā pavitre camvoḥ sutaḥ
Der wache Soma läuft durch das Seihtuch
Somalied: Soma als Renner in Seihtuch und Kufen, als Wagenzieher der Götter, der Lichter leuchten lässt und Güter schenkt; zuletzt Steigen auf den Rücken des Himmels.
Losgelassen wurde er wie ein Wagenpferd im Seihtuch, gepresst zwischen den beiden Schalen; der Renner ist in den Wettlauf/Kampfplatz eingetreten. [Anm.: kārṣman = Furche/Rennbahn, plausibel.]
sa vahniḥ soma jāgṛviḥ pavasva devavīrati / abhi kośaṃ madhuścutam
Er, der Wagenzieher, Soma, der Wache, ström hin, die Götter suchend, zum Behälter/Fass, honigtriefend. [Anm.: vahni = Zugtier/Fahrer, deva-vīḥ als 'die Götter begehrend'.]
sa no jyotīṃṣi pūrvya pavamāna vi rocaya / kratve dakṣāyano hinu
Du, der Frühere, lass uns die Lichter erstrahlen, du Sich-Läuternder; sende uns zur Einsicht und zur Geschicklichkeit hin. [Anm.: kratve dakṣāya wohl 'zu Einsicht/Tatkraft und Geschick'.]
sa viśvā dāśuṣe vasu somo divyāni pārthivā / pavatāmāntarikṣyā
Er, Soma, ströme dem Opfernden alle Güter zu, die himmlischen, irdischen und die des Luftraums. [Anm.: pavatām als Imp. 3. Sg. Med. 'er möge strömen' mit ā, plausibel.]