Somalied: der Tropfen erzeugt die Lichträume und die Sonne in den Wassern, wird als Gott für die Götter geläutert, gemolken und zeugt die Götter; abschließend Bitte um Fülle.
Die Lichträume des Himmels erzeugend, die Sonne in den Wassern erzeugend, die Kühe und die Wasser anlegend, der Falbe. [Anm.: vasānaḥ gāḥ apaḥ 'sich kleidend in Kühe/Milch und Wasser', Bildrede.]
eṣa pratnena manmanā devo devebhyas pari / dhārayā pavate sutaḥ
Dieser, der Gott, wird mit alter Andacht/Gedanke für die Götter gepresst und strömt im Strom rings. [Anm.: pari devebhyaḥ 'für die Götter, rings'; Lesart plausibel.]
Für den Erstarkenden, den Eiligen, strömen die Somas zum Gewinn des Siegespreises, tausendfach kräftig. [Anm.: tūrvaye = 'für den Sieger/Überwinder', hier Indra, plausibel.]
duhānaḥ pratnamit payaḥ pavitre pari ṣicyate / krandan devānajījanat
Die alte Milch molk er, wird ins Seihtuch ringsum eingegossen, brüllend; er hat die Götter erzeugt. [Anm.: duhānaḥ ... payaḥ Bild des Melkens; devān ajījanat vgl. 9.96.5 (Soma als Erzeuger der Götter), plausibel.]