Kapitel 88: ṛgvede 9.88 · ayaṃ soma indra tubhyaṃ sunve tubhyaṃ pavate tvamasya pāhi
An Soma: Vergleiche mit Vāyu, Indra, Agni und Varuṇa
Preislied an Soma, der durch Vergleiche mit Vāyu, Nāsatyas, Pūṣan, Indra, Agni, Marut-Schar, Varuṇa, Mitra und Aryaman gepriesen wird. Der Saṃhitā-Text von 9.88.8 ist in der Quelle abgekürzt; dort wurde nur nach dem Padapāṭha übersetzt.
Dieser Soma, Indra, wird dir gepresst, dir läutert er sich; trink du von ihm. Den du dir gemacht hast, du hast den Tropfen erwählt, den Soma, zum Rausch, zur Genossenschaft.
sa īṃ ratho na bhuriṣāḷ ayoji mahaḥ purūṇi sātaye vasūni / ādīṃ viśvā nahuṣyāṇi jātā svarṣātā vana ūrdhvā navanta
Er ist wie ein vielbezwingender Wagen angeschirrt worden, um die vielen großen Güter zu gewinnen; dann haben alle nahuṣischen Geschlechter, im Holz aufgerichtet, beim Lichtgewinn gejauchzt [?].
vāyurna yo niyutvāniṣṭayāmā nāsatyeva hava ā śambhaviṣṭhaḥ / viśvavāro draviṇodā iva tman pūṣeva dhījavano 'si soma
Wer wie Vāyu gespannreich, von erwünschter Fahrt, wie die beiden Nāsatyas im Ruf bist du der Wohltuendste; alles Erwünschte, wie Draviṇodas von selbst, wie Pūṣan gedankenschnell bist du, Soma.
indro na yo mahā karmāṇi cakrirhantā vṛtrāṇāmasi somapūrbhit / paidvo na hi tvamahināmnāṃ hantā viśvasyāsisoma dasyoḥ
Der du wie Indra große Taten getan hast, bist Töter der Vṛtras, Soma, Burgenbrecher; denn wie Paidva bist du Töter der schlangennamigen (Wesen) [?]; du bist, Soma, Töter jedes Dasyu.
agnirna yo vana ā sṛjyamāno vṛthā pājāṃsi kṛṇute nadīṣu / jano na yudhvā mahata upabdiriyarti somaḥ pavamānaūrmim
Der wie Agni im Holz losgelassen mühelos seine Kräfte in den Flüssen entfaltet; wie ein Mann, ein Kämpfer, mit dem Getöse des Großen, erhebt Soma, sich läuternd, die Welle.
ete somā ati vārāṇyavyā divyā na kośāso abhravarṣāḥ / vṛthā samudraṃ sindhavo na nīcīḥ sutāso abhi kalaśānasṛgran
Diese Somas sind über die Haarsiebe, die Schafwoll(siebe) hinweg, wie himmlische Fässer, Wolkenregen, mühelos wie Ströme, die abwärts zum Meer gehen, die Gepressten, zu den Kelchen hin losgelassen worden.
śuṣmī śardho na mārutaṃ pavasvānabhiśastā divyā yathāviṭ / āpo na makṣū sumatirbhavā naḥ sahasrāpsāḥ pṛtanāṣāṇ na yajñaḥ
Kraftvoll, wie die Marut-Schar, läutere dich, unangefochten, wie der himmlische Stamm; wie Wasser rasch sei uns gutgesinnt, tausendwirkend [?], kampfüberwältigend wie eine Weihehandlung.
rājño nu te varuṇasya vratāni ... [Anm.: Saṃhitā-Text und Padapāṭha der Quelle stimmen an dieser Stelle nicht überein (verschoben oder gekürzt). Padapāṭha: rājñaḥ nu te varuṇasya vratāni bṛhat gabhīram tava soma dhāma śuciḥ tvam asi priyaḥ na mitraḥ dakṣāyyaḥ aryamā-iva asi soma]
Des Königs Varuṇa sind ja deine Satzungen; hoch, tief ist, Soma, deine Stätte; rein bist du, lieb wie ein Mitra, geschickt, wie Aryaman bist du, Soma. [Anm.: Saṃhitā-Text in der Quelle abgekürzt; übersetzt nach dem Padapāṭha.]