Kapitel 79: ṛgvede 9.79 · acodaso no dhanvantvindavaḥ pra suvānāso bṛhaddiveṣu harayaḥ
Bitte um Güter und Abwehr der Missgunst
Die Tropfen sollen Güter bringen und Missgunst und Feinde abwehren; Vers 4 erzählt von Nabel des Soma im Himmel und seinem Pressen mit Steinen und Fingern. Vers 1 (vi naśan) ist syntaktisch unsicher.
acodaso no dhanvantvindavaḥ pra suvānāso bṛhaddiveṣu harayaḥ / vi ca naśan na iṣo arātayo 'ryo naśanta saniṣanta no dhiyaḥ
Unangetrieben sollen unsere Tropfen strömen, die gepressten Falben, in den hohen Himmelslichtern. / Und die Missgunstmächte, die uns von den Labungen [fernhalten wollen], sollen zugrunde gehen [?]; der Fremde soll verloren gehen; unsere Gedanken sollen Gewinn erlangen.
Es sollen unsere rauschströmenden Tropfen hervor strömen, mit denen wir Güter oder Rosse antreiben. / Über jede Krümmung irgendeines Sterblichen hinaus wollen wir Güter auf jede Weise heranbringen.
uta svasyā arātyā arirhi ṣa utānyasyā arātyā vṛko hi ṣaḥ / dhanvan na tṛṣṇā samarīta tānabhi soma jahipavamāna durādhyaḥ
Sei es aus eigener Missgunst, denn er ist der Fremde, sei es aus fremder Missgunst, denn er ist ein Wolf: / wie Durst in der Wüste soll sie überwältigen [?]; erschlage sie, Soma, Sichläuternder, die Übelgesinnten.
divi te nābhā paramo ya ādade pṛthivyāste ruruhuḥ sānavikṣipaḥ / adrayastvā bapsati goradhi tvacyapsu tvā hastairduduhurmanīṣiṇaḥ
Im Himmel ist dein höchster Nabel, den er genommen hat; auf der Erde Rücken sind deine Finger hinaufgestiegen. / Die Steine zermalmen dich auf des Rindes Fell; im Wasser haben dich die Denker mit den Händen gemolken.
evā ta indo subhvaṃ supeśasaṃ rasaṃ tuñjanti prathamā abhiśriyaḥ / nidaṃ-nidaṃ pavamāna ni tāriṣa āviste śuṣmo bhavatu priyo madaḥ
So treiben, o Indu, die ersten Beimischungen deinen wohlgestalten, schönen Saft hervor [?]. / Jeden Spott überwinde, Sichläuternder; offenbar soll deine Kraft sein, dein lieber Rausch.