die Vorschrift der Verehrung von Sonne u.a., danach die Vorschrift der Initiation; die Śrāddha-Verehrung, danach die Verehrung der neun Vyūhas, o Zweimalgeborener.
pūjāvidhānaṃ ca tathā vaiṣṇavaṃ pañjaraṃ tataḥ / yogādhyāyastato viṣṇornāmasāhasrakīrtanam
und ebenso die Vorschrift der Verehrung, dann der vaiṣṇavische Schutzkäfig(-Mantra), dann das Yoga-Kapitel, dann die Verkündung der Tausend Namen Viṣṇus.
die Meditation auf Viṣṇu, dann die Sonnenverehrung, die Verehrung des Mṛtyuñjaya, der Rosenkranz-Mantra, die Śiva-Verehrung, dann die Gaṇa(pati)-Verehrung.
die Gopāla-Verehrung, die Verehrung des Trailokyamohana-Śrīdhara, die Viṣṇu-Verehrung, die Verehrung der fünf Elemente, die Cakra-Verehrung, die Götterverehrung.
Wort für Wort
gopālapūjā
die Gopāla-Verehrung
trailokyamohanaśrīdharārcanam
die Verehrung des Trailokyamohana-Śrīdhara
viṣṇvarcā pañcatattvārcā
die Viṣṇu-Verehrung, die Verehrung der fünf Elemente
Nyāsa u.a. und die Verehrung der Dämmerungszeiten, die Durgā-Verehrung, dann die Götterverehrung, die Māheśvarī-Verehrung, und dann die Verehrung bei der Pavitra-Anlegung.
mūrtidhyāṃnavāstumānaṃ prāsādānāṃ ca lakṣaṇam / pratiṣṭhā sarvadevānāṃ pṛthakpūjā vidhānataḥ
die Meditation auf die Kultgestalt, das Vāstu-Maß, und die Kennzeichen der Tempelbauten, die Weihung aller Götter, die Verehrung jedes Einzelnen nach Vorschrift.
der sechsgliedrige Yoga, die Dharmas der Gabe, die Vorschrift und Ausübung der Sühne, die Erzählung von den Herren der Erdteile und den Höllen, der Sonnen-Vyūha und die Astrologie.
Wort für Wort
yogo 'ṣṭāṅgo dānadharmāḥ
der achtgliedrige Yoga, die Dharmas der Gabe
prayaścittavidhikriyā
die Vorschrift und Ausübung der Sühne
dvīpeśanarakākhyānaṃ
die Erzählung von den Herren der Erdteile und den Höllen
die Körperzeichenlehre, die Stimmenkunde, die Prüfung der neun Edelsteine, dann die Herrlichkeit der Pilgerstätten, die vorzügliche Herrlichkeit von Gayā.
tato manvantarākhyānaṃ pṛthakpṛthagvibhāgaśaḥ / pitrākhyānaṃ varṇadharmā dravyaśuddhiḥ samarpaṇam
dann die Erzählung der Manvantaras, je einzeln nach Abschnitten, die Erzählung von den Vorfahren, die Kasten-Dharmas, die Reinheit der Substanzen, die Übergabe (der Opfergaben).
Wort für Wort
tato manvantarākhyānaṃ
dann die Erzählung der Manvantaras
pṛthakpṛthagvibhāgaśaḥ
je einzeln nach Abschnitten
pitrākhyānaṃ varṇadharmā
die Erzählung von den Vorfahren, die Kasten-Dharmas
das Śrāddha, die Verehrung des Vināyaka, das Planetenopfer, ebenso die Lebensstufen, die Geburtszeremonie, die Totenreinheit, die Ethiklehre, die Vorschriften der Gelübde.
das Sonnengeschlecht, das Mondgeschlecht, die Erzählung von Haris Herabkünften, das Rāmāyaṇa, Haris (Kṛṣṇas) Geschlecht, dann die Erzählung des Bhārata.
zuvor die Diagnostik der Āyurveda-Lehre, die Behandlung, die aus Substanzen entstehenden Eigenschaften, der krankheitsvernichtende Viṣṇu-Panzer(-Mantra), der Garuḍa(-Mantra), der Tripura-Mantra.
Wort für Wort
āyurvedanidānaṃ prāk
zuvor die Diagnostik der Āyurveda-Lehre
cikikatsā dravyajā guṇāḥ
die Behandlung, die aus Substanzen entstehenden Eigenschaften
chandaḥ śāstraṃ sadācārastataḥ snānavidhiḥ smṛtaḥ / tarpaṇaṃ vaiśvadevaṃ ca saṃdhyā pārvaṇakarma ca
die Metriklehre, das rechte Verhalten, dann die überlieferte Badevorschrift, das Tarpaṇa-Ritual, das Vaiśvadeva-Opfer, die Dämmerungsandacht und die Pārvaṇa-Zeremonie.
das tägliche Śrāddha, das ‚Sarpiḍa' genannte (Śrāddha), die Essenz des Dharma, die Sühne der Sünde, der Rückübergang — so wurden die Dharmas der Zeitalter genannt, die Frucht des Kṛta-Zeitalters.
Wort für Wort
nityaśrāddhaṃ sarpiḍākhyaṃ
das tägliche Śrāddha, das ‚Sarpiḍa' genannte
dharmasāro 'ghaniṣkṛtiḥ
die Essenz des Dharma, die Sühne der Sünde
pratisaṃkrama uktāḥ sma
der Rückübergang — so wurden genannt
yugadharmāḥ kṛteḥ phalam
die Zeitalter-Dharmas, die Frucht des Kṛta-Zeitalters
der ‚Jñānāmṛta', der ‚Guhāṣṭaka', die mit ‚Viṣṇuverehrung' benannte Hymne, die Vedānta- und Sāṃkhya-Lehrsätze, das Brahman-Wissen, ebenso das Ātman(-Wissen).
Wort für Wort
jñānāmṛtaṃ guhuṣṭakaṃ
der ‚Jñānāmṛta', der ‚Guhāṣṭaka' [?]
stotraṃ viṣṇvarcanāhvayam
die mit ‚Viṣṇuverehrung' benannte Hymne
vedāntasāṃkhyasiddhānto
die Vedānta- und Sāṃkhya-Lehrsätze
brahmajñānaṃ tathālmakam
das Brahman-Wissen, ebenso das Ātman-Wissen [?]
[?] „guhuṣṭakaṃ“ vermutlich für „guhyāṣṭakaṃ“ oder „guhāṣṭakaṃ“ (ein Achtvers-Hymnus); „tathālmakam“ vermutlich für „tathātmakam“ (Ātman-Wissen).
die Essenz der Gītā, die Verkündung der Frucht — so wird dieser vordere Abschnitt genannt. Nun, in dessen hinterem Abschnitt, wird zuvor der Preta-Kalpa dargelegt.
dānādikaṃ phalaṃ cāpi proktamantrorddhadaihikam / yamalokasthamārgasya varṇana ca taḥ param
und auch die verkündete Frucht der Gabe u.a., die nach dem Tod (jenseits des Körpers) verkündeten (Riten), und danach die Beschreibung des Weges zur Welt Yamas.
Wort für Wort
dānādikaṃ phalaṃ cāpi
und auch die Frucht der Gabe u.a.
proktam antrorddhadaihikam
die nach dem Tod verkündeten (Riten) [?]
yamalokasthamārgasya
des zur Welt Yamas führenden Weges
varṇana ca taḥ param
und danach die Beschreibung
[?] „proktamantorddhadaihikam“ ist unsicher segmentiert, sinngemäß als „die nach dem Körper(-Tod) verkündeten (Riten)“ gedeutet.
pretakṛtyavicāraśca sarpiḍīkaraṇoktayaḥ / pretatvamokṣaṇākhyānaṃ dānāni ca vimuktaye
und die Erörterung der Geister-Riten, die Vorschriften der Sarpiḍī-Zeremonie, die Erzählung von der Befreiung aus dem Geisterdasein, und die Gaben zur Befreiung.
Wort für Wort
pretakṛtyavicāraśca
und die Erörterung der Geister-Riten
sarpiḍīkaraṇoktayaḥ
die Vorschriften der Sarpiḍī-Zeremonie
pretatvamokṣaṇākhyānaṃ
die Erzählung von der Befreiung aus dem Geisterdasein
die Erzählung von der Errettung aus dem Geisterdasein, die Bestimmung des Handelnden der Riten, die Erzählung von den vor dem Tod (auszuführenden) Riten, die Darstellung der nachfolgenden Riten.
Wort für Wort
pretatvoddhārakathanaṃ
die Erzählung von der Errettung aus dem Geisterdasein
karmakṛrttṛvinirṇayaḥ
die Bestimmung des Handelnden der Riten
mṛtyoḥ pūrvakriyākhyānaṃ
die Erzählung von den vor dem Tod auszuführenden Riten
das mittlere sechzehnfache Śrāddha, die zum Himmelserlangen führenden Riten, dann die Berechnung der Geburts-Unreinheitszeit, die Nārāyaṇa-Bali-Zeremonie.
die Herrlichkeit der Stier-Freilassung, die Vermeidung des Verbotenen, und die Vorschrift der Riten bei vorzeitigem Tod, die Reifung der Taten der Menschen.
und die Erörterung des zu Tuenden und nicht zu Tuenden, die Viṣṇu-Meditation zur Befreiung, die vorgeschriebene Erzählung über den Himmelsgang, die Darstellung der Himmelsfreuden.
Wort für Wort
kṛtyākṛtyavicāraśca
und die Erörterung des zu Tuenden und nicht zu Tuenden
viṣṇudhyānavimuktaye
die Viṣṇu-Meditation zur Befreiung
svargatau vihitākhyānaṃ
die vorgeschriebene Erzählung über den Himmelsgang
und die Beschreibung der Erdenwelt, die Beschreibung der sieben Unterwelten, die Erzählung der fünf oberen Welten, die Verkündung des Bestehens des Weltenei.
die mannigfaltige Geschichte des Weltenei, die Darstellung von Brahman und der Einzelseele, die Erzählung von der endgültigen Auflösung, die Darlegung des Fruchtlobs.
So ist dies das Purāṇa mit Namen Garuḍa, das Genuss und Erlösung verleiht, verkündet als sündenbesänftigend für die Menschen, die es lesen (und) hören.
likhitvaitatpurāṇaṃ tu viṣuve yaḥ prayacchati / sauvarṇahaṃsayugmāḍhyaṃ viprāya sa divaṃ vrajet
Wer dieses Purāṇa niederschreibt und es zur Tagundnachtgleiche, versehen mit einem goldenen Schwanenpaar, einem Brahmanen übergibt, der geht zum Himmel.