Kapitel 111: dvādaśamāsatṛtīyāvratanirūpaṇam
Darlegung der Tṛtīyā-Gelübde der zwölf Monate
Titel rekonstruiert aus dem Kolophon, der (quellenbedingt versetzt) am Kopf der Datei src_kap112_raw.txt erscheint („...dvādaśamāsatṛtīyāvratanirūpaṇaṃ nāma dvādaśādhikaśatatamo 'dhyāyaḥ“) und inhaltlich eindeutig Kapitel 111 zuzuordnen ist; vgl. Anmerkung zu Kapitel 109.
Sanātana sprach: Höre, Nārada, ich werde dir die Gelübde des dritten Mondtags (Tṛtīyā) verkünden, durch deren rechten Vollzug eine Frau rasch Eheglück erlangt.
Wort für Wort
sanātana uvāca
Sanātana sprach:
śṛṇu nārada vakṣyāmi
höre, Nārada, ich werde verkünden
tṛtīyāyā vratāni te
dir die Gelübde des dritten Mondtags
yāni samyagvidhāyāśu nārī saubhāgyamāpnuyāt
durch deren rechten Vollzug eine Frau rasch Eheglück erlangt
Der eigentliche Kolophon des vorangehenden Kapitels (110, Dvitīyā-Vrata) erscheint quellenbedingt versetzt am Kopf dieser Datei und wurde nicht mitübersetzt (vgl. Anmerkung zu Kapitel 109).
Am dritten Tag der hellen Hälfte des Caitra, nachdem man Gaurī zusammen mit ihrem Gatten dargestellt hat – golden, oder silbern, oder kupfern oder aus Ton, o Zweifachgeborener –
Wort für Wort
caitraśuklatṛtīyāyāṃ
am dritten Tag der hellen Hälfte des Caitra
gaurīṃ kṛtvā sabhartṛkām
nachdem man Gaurī zusammen mit ihrem Gatten dargestellt hat
abhyarcya gandhapuṣpādyairvastrairābharaṇaiḥ śubhaiḥ / dūrvākāṇḍaiśca vidhivatsopavāsā tu kanyakā
soll man (sie) mit Duftstoffen, Blumen und dergleichen, mit Gewändern und heilvollem Schmuck sowie mit Dūrvā-Gras-Stängeln nach Vorschrift verehren; die Jungfrau (tue dies) fastend,
Wort für Wort
abhyarcya gandhapuṣpādyaiḥ
soll man verehren mit Duftstoffen, Blumen und dergleichen
varārthinī ca saubhāgyaputrabhartrarthinī tathā / dvijabhāryā bhartṛmatīḥ kanyakāṃ vā sulakṣaṇāḥ
sei es eine, die nach einem Bräutigam verlangt, oder eine, die nach Eheglück, Sohn und Gatten verlangt; die Gattin eines Brahmanen, die einen Gatten hat, oder eine wohlgezeichnete Jungfrau,
Wort für Wort
varārthinī ca
eine, die nach einem Bräutigam verlangt
saubhāgyaputrabhartrarthinī tathā
oder ebenso eine, die nach Eheglück, Sohn und Gatten verlangt
nachdem sie (die Göttin) mit Vermillon, Augenschminke, Gewändern und dergleichen erfreut hat, soll sie, frohen Sinnes, in der Nacht eine Nachtwache halten, im Wunsch nach Vollendung des Gelübdes.
Wort für Wort
siṃdūrāñjanavastrādyaiḥ
mit Vermillon, Augenschminke, Gewändern und dergleichen
Nachdem man so zwölf Jahre lang das heilvolle Gaurī-Gelübde vollzogen hat, soll man das feierliche Gelöbnis von zwölf Kühen geben, zur Vollendung der Abschlussfeier.
Wort für Wort
evaṃ dvādaśavarṣāṇi
so zwölf Jahre lang
kṛtvā gaurīvrataṃ śubham
nachdem man das heilvolle Gaurī-Gelübde vollzogen hat
Der dritte Tag der hellen Hälfte des Rādha, der 'Akṣayā' genannt wird, dieser Tithi ist der Beginn des Tretā-Zeitalters, der das im Kṛta-Zeitalter (Getane) unvergänglich macht.
Wort für Wort
rādhaśuklatṛtīyā yā
der dritte Tag der hellen Hälfte des Rādha, der
sākṣayā parikīrtitā
'Akṣayā' genannt wird
tithistretāyugādyā sā
dieser Tithi ist der Beginn des Tretā-Zeitalters
kṛtasyākṣayakāriṇī
der das im Kṛta-Zeitalter (Getane) unvergänglich macht
dve śukle dve tathā kṛṣṇe yugādī kavayo viduḥ / śukle pūrvāhnike grāhye kṛṣṇe caiva tapastatha
Zwei Yugādi-Tage fallen in die helle, zwei ebenso in die dunkle Monatshälfte – so wissen die Weisen die Yuga-Anfänge; in der hellen Hälfte ist der Vormittag maßgeblich, in der dunklen aber ebenso die Askese(-Zeit).
Wort für Wort
dve śukle dve tathā kṛṣṇe
zwei in der hellen, zwei ebenso in der dunklen (Monatshälfte)
yugādī kavayo viduḥ
die Yuga-Anfänge kennen die Weisen
śukle pūrvāhnike grāhye
in der hellen (Hälfte) ist der Vormittag maßgeblich
dvāparaṃ hi kalirbhādre pravṛttāni yugāni vai / tatra rādhatṛtīyāyāṃ śrīsametaṃ jagadgurum
Denn das Dvāpara- und das Kali-Zeitalter begannen im Bhādra – so begannen fürwahr die Zeitalter. Dort, am dritten Tag des Rādha, (soll man) den Lehrer der Welt, zusammen mit Śrī,
Wort für Wort
dvāparaṃ hi kalirbhādre
denn das Dvāpara und das Kali (begannen) im Bhādra
Mit ungeschältem Reis [?] soll man Viṣṇu verehren, auch mit ungeschältem Reis soll der Mensch baden; man soll Brahmanen mit Gerstenmehlbrei speisen und selbst davon essen.
Wort für Wort
akṣatnaiḥ [?] pūjayedviṣṇuṃ
mit ungeschältem Reis [?] soll man Viṣṇu verehren
snāyādapyakṣatairnaraḥ
auch mit ungeschältem Reis soll der Mensch baden
saktūnsaṃbhojayedviprān
man soll Brahmanen mit Gerstenmehlbrei speisen
svayamabhyavaharecca tān
und selbst davon essen
akṣatnaiḥ ist morphologisch auffällig; vermutlich für akṣataiḥ („mit ungeschältem Reis“), analog zur Wiederholung im selben Vers; mit [?] markiert.
mit Duftstoffen, Blumen, Gewändern und dergleichen soll die Frau, aus Verlangen nach Eheglück, dieses Rambhā-Gelübde, o Brahmane, der Vorschrift gemäß befolgen,
Wort für Wort
gandhapuṣpāṃśukādyaistu
mit Duftstoffen, Blumen, Gewändern und dergleichen
mit lieben Worten sehr erfreut, soll die Frau, aus Verlangen nach Eheglück, dieses Gelübde befolgen und (so) mit Reichtum und Getreide ausgestattet werden,
Wort für Wort
priyervākyairbhṛśaṃ prītā
mit lieben Worten sehr erfreut
nārī saubhāgyavāñchayā
die Frau, aus Verlangen nach Eheglück
samupāsya vrataṃ caitad
soll dieses Gelübde befolgen
dhanadhānyasamanvitā
und (so) mit Reichtum und Getreide ausgestattet werden
soll die, die die Vollendung des Gelübdes wünscht, ebenso ein Gastgeschenk übergeben lassen. Wenn eine Frau so sechzehn Jahre lang das heilvolle Gelübde vollzogen hat,
Wort für Wort
vratasaṃpūrtikāmā tu
die die Vollendung des Gelübdes wünscht
vāyanaṃ dāpayettathā
soll ebenso ein Gastgeschenk übergeben lassen
evaṃ ṣoḍaśavarṣāṇi
so, sechzehn Jahre lang
kṛtvā nārī vrataṃ śubham
wenn eine Frau das heilvolle Gelübde vollzogen hat
soll sie mit Hingabe die Abschlussfeier vollziehen, frei von Geiz mit dem Vermögen; im Pavillon, auf reiner (Kreis-)Zeichnung, die Verehrung Gaṇeśas und der anderen Götter,
Wort für Wort
udyāpanaṃ caredbhaktyā
soll sie mit Hingabe die Abschlussfeier vollziehen
samarpya devyai naivedyaṃ dvijeṣvetannivedayet / vāyanaṃ ca tataḥ paścāddadyātsaṃbandhibandhuṣu
nachdem sie der Göttin die Speiseopfergabe dargebracht hat, soll sie dies den Brahmanen darreichen; und danach soll sie das Gastgeschenk den Verwandten und Angehörigen geben.
Wort für Wort
samarpya devyai naivedyaṃ
nachdem sie der Göttin die Speiseopfergabe dargebracht hat
Nachdem sie das Abbild dem Lehrer gegeben hat, ebenso den Brahmanen die Priestergabe, erlangt die dem Vollzug des Gelübdes hingegebene Frau die volle Frucht.
bhādraśuklatṛtīyāyāṃ vrataṃ vai hāritālakam / kuryādbhaktyā vidhānena pādyārdhyārcana pūrvakam
Am dritten hellen Tag des Bhādra soll man mit Hingabe, nach Vorschrift, das Gelübde 'Hāritālaka' vollziehen, voran mit der Verehrung durch Fuß- und Ehrenwasser,
Wort für Wort
bhādraśuklatṛtīyāyāṃ
am dritten hellen Tag des Bhādra
vrataṃ vai hāritālakam
das Gelübde 'Hāritālaka' fürwahr
kuryādbhaktyā vidhānena
soll man mit Hingabe, nach Vorschrift, vollziehen
pādyārdhyārcanapūrvakam
voran mit der Verehrung durch Fuß- und Ehrenwasser
danach in einem goldenen Gefäß, oder auch in einem silbernen, kupfernen, aus Bambus oder aus Ton, nachdem man Speise mit Priestergabe hineingelegt hat,
Wort für Wort
tatastu kāñcane pātre
danach in einem goldenen Gefäß
rājate cāpi tāmrake
oder auch in einem silbernen, kupfernen
vaiṇave mṛnmaye vāpi
aus Bambus oder auch aus Ton
vinyasyānnaṃ sadakṣiṇam
nachdem man Speise mit Priestergabe hineingelegt hat
saphalaṃ ca savastraṃ ca dvijāya pratipādayet / tadante pāraṇaṃ kuryādiṣṭabandhujanaiḥ saha
soll man (sie), zusammen mit Früchten und Gewand, dem Brahmanen übergeben; am Ende dessen soll man das Fastenbrechen zusammen mit lieben Verwandten und Leuten vollziehen.
Wort für Wort
saphalaṃ ca savastraṃ ca
zusammen mit Früchten und Gewand
dvijāya pratipādayet
soll man dem Brahmanen übergeben
tadante pāraṇaṃ kuryāt
am Ende dessen soll man das Fastenbrechen vollziehen
und mit dem daraus Gekochten ein Abbild der Göttin von schönem Antlitz [?] anfertigen, umgeben von Duftstoffen und Blumen, mit Blumengirlanden geschmückt,
Wort für Wort
tatpakkena tu nirmāya
und mit dem daraus Gekochten anfertigen
devyā mūrtiṃ suśomanām [?]
ein Abbild der Göttin von schönem Antlitz [?]
prakare gandhapuṣpāṇāṃ
umgeben von Duftstoffen und Blumen
puṣpamālāvibhūṣitām
mit Blumengirlanden geschmückt
suśomanām ist unklar; vermutlich verderbt für suśobhanām („schön, wohlgeschmückt“); mit [?] markiert.
saṃsthāpya pārvatīṃ tatra pūjayedbhaktibhāvitaḥ / gandhaiḥ puṣpaistathā dhūpairdīpairnaivedyavistaraiḥ
nachdem man Pārvatī dort aufgestellt hat, soll man, von Hingabe erfüllt, sie verehren, mit Duftstoffen, Blumen, sowie mit Räucherwerk, Lichtern und reichlichen Speiseopfergaben,
vividhaiśca phalairvipra namaskṛtya kṣamāpayet / tato visarjayaddevīṃ jalamadhye 'tha dakṣiṇām
und mit vielfältigen Früchten, o Brahmane; nachdem man sich verneigt hat, bitte man um Verzeihung; danach soll man die Göttin in die Mitte des Wassers entlassen, und danach die Priestergabe
Wort für Wort
vividhaiśca phalairvipra
und mit vielfältigen Früchten, o Brahmane
namaskṛtya kṣamāpayet
nachdem man sich verneigt hat, bitte man um Verzeihung
tato visarjayaddevīṃ
danach soll man die Göttin entlassen
jalamadhye 'tha dakṣiṇām
in die Mitte des Wassers, und danach die Priestergabe
Am Ende gelangt man durch die Kraft dieses Gelübdes in die Welt Gaurīs. Am dritten hellen Tag des Iṣa (Kārtika) soll man das Bṛhad-Gaurī-Gelübde [?] vollziehen,
Wort für Wort
gaurīlokaṃ prayātyante
am Ende gelangt man in die Welt Gaurīs
vratasyāsya prabhāvataḥ
durch die Kraft dieses Gelübdes
iṣaśuklatṛtīyāyāṃ
am dritten hellen Tag des Iṣa
bṛhadgaurīvrataṃ [?] caret
soll man das Bṛhad-Gaurī-Gelübde [?] vollziehen
bṛbadgaurīvratam ist wohl eine Verschreibung für bṛhadgaurīvratam („das große Gaurī-Gelübde“); mit [?] markiert.
fünf Jahre lang, nach der zuvor genannten Vorschrift, o Nārada; am Ende soll man den Lehrer verehren, sowie andere Brahmanen, mit Reichtum und dergleichen;
fünf verheiratete Frauen sollen verehrt werden mit Gewand, Schmuck und Sandelholzpaste, mit Miedern sowie Ohrringen und Halsketten, als der Harī (Gaurī) liebe (Frauen),
Nachdem sie die Ehrenwassergabe und die Gastgeschenke gegeben hat, soll sie danach schweigend essen; dessen Frucht (den Schmuck) soll sie am Hals tragen, zur Erfüllung aller Wünsche.
Wort für Wort
arghaṃ dattvā vāyanāni
nachdem sie das Ehrenwasser und die Gastgeschenke gegeben hat
Danach, am Morgen, nachdem sie aufgestanden ist, geschmückt, mit ihren Freundinnen, begleitet von Gesang und Musik, soll sie diese Gaurī im Fluss entlassen,
Wenn man so, o Brahmane, das Gelübde mit Hingabe vollzogen hat, erlangt man durch die Gnade der Göttin, nachdem man Genüsse genossen hat, am Ende des Körpers die Welt Gaurīs.
Wort für Wort
evaṃ kṛtvā vrataṃ bhaktyā
so, wenn man das Gelübde mit Hingabe vollzogen hat
dvija devīprasādataḥ
o Brahmane, durch die Gnade der Göttin
bhuktvā bhogāṃstu dehānte
nachdem man Genüsse genossen hat, am Ende des Körpers
Am dritten hellen Tag des Ūrja soll man das Viṣṇugaurī-Gelübde vollziehen, nachdem man die von der Welt Verehrte mit verschiedenartigen Ehrenerweisungen verehrt hat,
nachdem man eine verheiratete Frau, mit heilbringenden Gegenständen verehrt, gespeist hat, soll man sie unter Verneigung entlassen, zur Zufriedenstellung der Viṣṇugaurī.
Am dritten hellen Tag des Mārga(śīrṣa) soll man, nachdem man das heilvolle Haragaurī-Gelübde nach der zuvor genannten Vorschrift vollzogen hat, die Mutter der Welt verehren.
Wort für Wort
mārgaśuklatṛtīyāyāṃ
am dritten hellen Tag des Mārga
haragaurīvrataṃ śubham
das heilvolle Haragaurī-Gelübde
kṛtvā pūrvavidhānena
nachdem man nach der zuvor genannten Vorschrift vollzogen hat
Am dritten hellen Tag des Pauṣa soll man das Brahmāgaurī-Gelübde vollziehen, nach der zuvor genannten Vorschrift verehrt, o bester der Zweifachgeborenen,
brahmagaurīprasādena modate tatra saṃgatā / māghaśukladvitīyāyāṃ [?] pūjyā saubhāgyasuṃdarī
freut man sich durch die Gnade der Brahmāgaurī, dort mit ihr vereint. Am dritten [Quelle: 'zweiten', wohl fehlerhaft] hellen Tag des Māgha soll die schöne Eheglück-Verleiherin verehrt werden,
Wort für Wort
brahmagaurīprasādena
durch die Gnade der Brahmāgaurī
modate tatra saṃgatā
freut man sich, dort mit ihr vereint
māghaśukladvitīyāyāṃ [?]
am dritten [Quelle: 'zweiten' [?]] hellen Tag des Māgha
pūjyā saubhāgyasuṃdarī
soll die schöne Eheglück-Verleiherin verehrt werden
Die Quelle liest hier māghaśukladvitīyāyāṃ („am zweiten hellen Tag“), obwohl das gesamte Kapitel den dritten Tag (tṛtīyā) behandelt; vermutlich Verschreibung für māghaśuklatṛtīyāyāṃ; mit [?] markiert.
pūrvoktena vidhānena nālikerārghyadānataḥ / prasannā diśati svīyaṃ lokaṃ tu vratatoṣitā
nach der zuvor genannten Vorschrift, durch das Geben von Ehrenwasser mit Kokosnuss; gnädig gestimmt, gewährt sie, durch das Gelübde erfreut, ihre eigene Welt.
phaālgunasya site pakṣe tṛtīyā kulasaukhyadā / pūjitā gandhapuṣpādyaiḥ sarvamaṅgaladā bhavet
In der hellen Hälfte des Phālguna gewährt der dritte Tag Glück der Familie; verehrt mit Duftstoffen, Blumen und dergleichen, wird er zum Geber alles Heilvollen.
sarvāsu ca tṛtīyāsu vidhiḥ sādhāraṇo mune / devīpūjā viprapūjā dānaṃ homo visarjanam
Und bei allen dritten Tagen ist die Vorschrift allgemein, o Weiser: Verehrung der Göttin, Verehrung der Brahmanen, Gabe, Feueropfer, Entlassung (der Gottheit).
So wurden dir hier die Gelübde des dritten Mondtags erzählt; mit Hingabe vollzogen, mögen sie die gewünschten, im Sinn befindlichen Wünsche gewähren [?].
Wort für Wort
ityevaṃ kathitānīha
so wurden hier erzählt
tṛtīyāyā vratāni te
dir die Gelübde des dritten Mondtags
bhaktyā kṛtāni ceṣṭān tu
mit Hingabe vollzogen, aber die gewünschten
kāmāndardyu [?] manogatān
mögen sie geben [?], die im Sinn befindlichen Wünsche
kāmāndardyu ist unklar überliefert; sinngemäß als eine Form von „sie mögen (die Wünsche) geben“ (etwa kāmāndadyuḥ) gedeutet; mit [?] markiert.