Quellen der Menschheit

Nārada-Purāṇa (Nāradīya)

Kapitel 93: viṣṇupurāṇānukramaṇam Zusammenfassung des Viṣṇu-Purāṇa

Brahmā fasst gegenüber Nārada Umfang und Aufbau des Viṣṇu-Purāṇa in sechs Aṃśas (Teilen) zusammen, das Parāśara dem Maitreya verkündet hat, einschließlich der Kṛṣṇa-Erzählung und der 'Viṣṇudharmottara'-Partie. Der am Kopf der Quelldatei stehende Kolophon gehört, wie in den Nachbarkapiteln, verschoben zum vorhergehenden Kapitel (vgl. Anm. zu V1).

śrībrahmovāca / śṛṇu vatsa pravakṣyāmi purāṇaṃ vaiṣṇavaṃ mahat / trayoviṃśatisahasraṃ sarvapātakanāśanam

Śrī-Brahmā sprach: Höre, mein Kind, ich will das große, Viṣṇu geweihte Purāṇa verkünden, [das] dreiundzwanzigtausend [Verse umfasst und] alle Sünden vernichtet.

Wort für Wort
śrībrahmovāca
Śrī-Brahmā sprach
śṛṇu vatsa pravakṣyāmi
höre, mein Kind, ich will verkünden
purāṇaṃ vaiṣṇavaṃ mahat
das große, Viṣṇu geweihte Purāṇa
trayoviṃśatisahasraṃ
dreiundzwanzigtausend [Verse]
sarvapātakanāśanam
alle Sünden vernichtend

Anm.: Vor dem eigentlichen Versbeginn steht im Quelltext die Zeile "iti śrībṛhannāradīyapurāṇe pūrvabhāge bṛhadupākhyāne caturthapāde padmapurāṇānukramaṇikāvarṇanaṃ nāma trinavatitamo 'dhyāyaḥ". Dies ist ein verschobener Kolophon: er gehört inhaltlich zum ABSCHLUSS des VORHERGEHENDEN Kapitels (Zusammenfassung des Padma-Purāṇa, Kap. 92), trägt aber fälschlich die Nummer des vorliegenden Kapitels (93). Das tatsächliche Kapitel 93 (dieses Kapitel) behandelt, wie der Vers-Inhalt zeigt, das Viṣṇu-Purāṇa. Der Kolophon wurde daher nicht als Vers übersetzt, sondern hier vermerkt (vgl. gleiches Muster in Kap. 90-92, 94 und 95-102).

yatrādibhāge nirviṣṭāḥ ṣaḍaṃśāḥ śaktijena ha / maitreyāyādime tatra purāṇasyāvatārikām

Worin im Anfangsteil sechs Teile (Aṃśas) enthalten sind, [verkündet] fürwahr von dem Sohn des Śakti [Parāśara]; dem Maitreya [wird] darin zu Beginn die Einleitung (Avatārikā) des Purāṇa [dargelegt].

Wort für Wort
yatrādibhāge nirviṣṭāḥ
worin im Anfangsteil enthalten sind
ṣaḍaṃśāḥ śaktijena ha
sechs Teile, fürwahr von dem Sohn des Śakti [Parāśara]
maitreyāya ādime tatra
dem Maitreya darin zu Beginn
purāṇasyāvatārikām
die Einleitung des Purāṇa

Anm.: 'śaktijena' = 'von dem aus Śakti Geborenen', d.h. dem Weisen Parāśara, Sohn des Śakti-Muni, der traditionelle Erzähler des Viṣṇu-Purāṇa an Maitreya.

ādikāraṇasargaśca devādīnāṃ ca saṃbhavaḥ / samudramathanākhyānaṃ dakṣādīnāṃ tato 'nvayaḥ

Und die Schöpfung aus der Urursache, und die Entstehung der Götter u.a., die Erzählung von der Quirlung des Ozeans, danach die Nachkommenschaft Dakṣas u.a.

Wort für Wort
ādikāraṇasargaśca
und die Schöpfung aus der Urursache
devādīnāṃ ca saṃbhavaḥ
und die Entstehung der Götter u.a.
samudramathanākhyānaṃ
die Erzählung von der Quirlung des Ozeans
dakṣādīnāṃ tato 'nvayaḥ
danach die Nachkommenschaft Dakṣas u.a.

dhruvasya caritaṃ caiva pṛthoścaritameva ca / pracetasaṃ tathākhyānaṃ prahlādasya kathānakam

Und auch das Leben Dhruvas, ebenso das Leben Pṛthus, ebenso die Erzählung von den Pracetas, die Geschichte Prahlādas,

Wort für Wort
dhruvasya caritaṃ caiva
und auch das Leben Dhruvas
pṛthoścaritameva ca
ebenso auch das Leben Pṛthus
pracetasaṃ tathākhyānaṃ
ebenso die Erzählung von den Pracetas
prahlādasya kathānakam
die Geschichte Prahlādas

pṛthagrājyādhikārākhyā prathamoṃ'śaitīritaḥ / priyavratānvayākhyākhyānaṃ dvīpavarṣanirūpaṇam

[und] die einzeln dargelegte Erzählung von der Herrschaftsbefugnis – so wird der erste Aṃśa (Teil) genannt. [Sodann] die Erzählung von der Nachkommenschaft Priyavratas, die Bestimmung der Kontinente (Dvīpas) und Länder (Varṣas),

Wort für Wort
pṛthagrājyādhikārākhyā
die einzeln dargelegte Erzählung von der Herrschaftsbefugnis
prathamo 'ṃśa iti īritaḥ
so wird [dies] als erster Aṃśa genannt
priyavratānvayākhyākhyānaṃ
die Erzählung von der Nachkommenschaft Priyavratas
dvīpavarṣanirūpaṇam
die Bestimmung der Kontinente und Länder

pātālanarakākhyānaṃ saptasvarganirūpaṇam / sūryādivārakathanaṃ pṛthaglakṣaṇasaṃyutam

die Erzählung von den Unterwelten und Höllen, die Bestimmung der sieben Himmel, die Erzählung von den mit Sūrya beginnenden Wochentagen, versehen mit je eigenen Merkmalen,

Wort für Wort
pātālanarakākhyānaṃ
die Erzählung von den Unterwelten und Höllen
saptasvarganirūpaṇam
die Bestimmung der sieben Himmel
sūryādivārakathanaṃ
die Erzählung von den mit Sūrya beginnenden Wochentagen
pṛthaglakṣaṇasaṃyutam
versehen mit je eigenen Merkmalen

Anm.: 'sūryādivārakathanam' evtl. Beschreibung der Planeten-Wochentage (Sūrya usw.).

caritaṃ bharatasyātha muktimārganidarśanam / nidāghaṛbhusaṃvādo dvitīyoṃśa udāhṛtaḥ

sodann das Leben Bharatas, die Aufweisung des Erlösungswegs, das Gespräch zwischen Nidāgha und Ṛbhu – [dies] wird als zweiter Aṃśa bezeichnet.

Wort für Wort
caritaṃ bharatasya atha
sodann das Leben Bharatas
muktimārganidarśanam
die Aufweisung des Erlösungswegs
nidāghaṛbhusaṃvādo
das Gespräch zwischen Nidāgha und Ṛbhu
dvitīyo 'ṃśa udāhṛtaḥ
wird als zweiter Aṃśa bezeichnet

manvantarasamākhyānaṃ vedavyāsāvatārakam / narakoddhārakaṃ karma gaditaṃ ca tataḥ param

Die Erzählung von den Manvantaras, die Herabkunft des Veda-Vyāsa, und darüber hinaus wird die Handlung dargelegt, die aus der Hölle errettet.

Wort für Wort
manvantarasamākhyānaṃ
die Erzählung von den Manvantaras
vedavyāsāvatārakam
die Herabkunft des Veda-Vyāsa
narakoddhārakaṃ karma
die Handlung, die aus der Hölle errettet
gaditaṃ ca tataḥ param
und darüber hinaus wird dargelegt

sagarasyaurvasaṃvāde sarvadharmanirūpaṇam / śrāddhakalpaṃ tathoddiṣṭaṃ varṇāśramanibandhanam

Im Gespräch zwischen Sagara und Aurva [erfolgt] die Bestimmung aller Dharmas; ebenso wird die Ordnung der Ahnenopfer (Śrāddha) [und] die Regelung von Kaste und Lebensstufe dargelegt.

Wort für Wort
sagarasyaurvasaṃvāde
im Gespräch zwischen Sagara und Aurva
sarvadharmanirūpaṇam
die Bestimmung aller Dharmas
śrāddhakalpaṃ tathoddiṣṭaṃ
ebenso wird die Ordnung der Ahnenopfer dargelegt
varṇāśramanibandhanam
die Regelung von Kaste und Lebensstufe

sadācāraśca kathito māyāmohakathā tataḥ / tṛtīyoṃ'śo 'yamuditaḥ sarvapāpapraṇāśanaḥ

Und der rechte Wandel (Sadācāra) wird erzählt, danach die Erzählung von Māyāmoha – dies wird als dritter Aṃśa dargelegt, der alle Sünden vernichtet.

Wort für Wort
sadācāraśca kathito
und der rechte Wandel wird erzählt
māyāmohakathā tataḥ
danach die Erzählung von Māyāmoha
tṛtīyo 'ṃśo 'yam uditaḥ
dies wird als dritter Aṃśa dargelegt
sarvapāpapraṇāśanaḥ
der alle Sünden vernichtet

sūryavaṃśakatha puṇyā somavaṃśānukīrtanam / caturtheṃ'śemuniśreṣṭha nānārājakathānvitam

Die heilige Erzählung von der Sonnendynastie, die Besingung der Monddynastie – im vierten Aṃśa, o bester der Weisen, versehen mit den Geschichten mancherlei Könige,

Wort für Wort
sūryavaṃśakathā puṇyā
die heilige Erzählung von der Sonnendynastie
somavaṃśānukīrtanam
die Besingung der Monddynastie
caturthe 'ṃśe muniśreṣṭha
im vierten Aṃśa, o bester der Weisen
nānārājakathānvitam
versehen mit den Geschichten mancherlei Könige

Anm.: 'sūryavaṃśakatha' – vermutlich Verschreibung für 'sūryavaṃśakathā'.

kṛṣṇāvatārasaṃpraśno gokulīyā kathā tataḥ / pūtanādivadho bālye kaumāre 'ghādihiṃsanam

die Frage nach der Herabkunft Kṛṣṇas, danach die Geschichte von Gokula, die Tötung der Pūtanā u.a. in der Kindheit, im Knabenalter die Vernichtung Aghas u.a.,

Wort für Wort
kṛṣṇāvatārasaṃpraśno
die Frage nach der Herabkunft Kṛṣṇas
gokulīyā kathā tataḥ
danach die Geschichte von Gokula
pūtanādivadho bālye
die Tötung der Pūtanā u.a. in der Kindheit
kaumāre 'ghādihiṃsanam
im Knabenalter die Vernichtung Aghas u.a.

kaiśore kaṃsahananaṃ māthuraṃ caritaṃ tathā / tatastu yauvane proktā līlā dvāravatībhavā

im Jünglingsalter die Tötung Kaṃsas, ebenso das Wirken in Mathurā; danach aber wird im Erwachsenenalter das in Dvāravatī geschehene Spiel (Līlā) verkündet,

Wort für Wort
kaiśore kaṃsahananaṃ
im Jünglingsalter die Tötung Kaṃsas
māthuraṃ caritaṃ tathā
ebenso das Wirken in Mathurā
tatastu yauvane proktā
danach aber wird im Erwachsenenalter verkündet
līlā dvāravatībhavā
das in Dvāravatī geschehene Spiel

sarvadaityavadho yatra vivāhāśca pṛthagvidhāḥ / yatra sthitvājagannāthaḥ kṛṣṇo yogeśvareśvaraḥ

worin die Tötung aller Daityas [geschildert wird] und die mannigfaltigen Hochzeiten, worin, dort weilend, der Herr der Welt, Kṛṣṇa, der Herr der Herren des Yoga,

Wort für Wort
sarvadaityavadho yatra
worin die Tötung aller Daityas
vivāhāśca pṛthagvidhāḥ
und die mannigfaltigen Hochzeiten
yatra sthitvā jagannāthaḥ
worin, dort weilend, der Herr der Welt
kṛṣṇo yogeśvareśvaraḥ
Kṛṣṇa, der Herr der Herren des Yoga

bhūbhāraharaṇaṃ cakre pareṣāṃ hananādibhiḥ / aṣṭāvakrīyamākhyānaṃ pañcamoṃ'śa itīritaḥ

die Last der Erde durch das Töten der Feinde u.a. hinwegnahm – [darin auch] die Erzählung von Aṣṭāvakra; [all dies] wird als fünfter Aṃśa genannt.

Wort für Wort
bhūbhāraharaṇaṃ cakre
die Last der Erde nahm er hinweg
pareṣāṃ hananādibhiḥ
durch das Töten der Feinde u.a.
aṣṭāvakrīyam ākhyānaṃ
die Erzählung von Aṣṭāvakra
pañcamo 'ṃśa iti īritaḥ
wird als fünfter Aṃśa genannt

kalijaṃ caritaṃ proktaṃ cāturvidhyaṃ layasya ca / brahmajñānasamuddeśaḥ khāṇḍikyasya nirūpitaḥ

Das im Kaliyuga geborene Wirken wird verkündet, sowie die Viergestalt der Weltauflösung (Pralaya); die Darlegung des Brahman-Wissens wird [im Gespräch] mit Khāṇḍikya dargestellt,

Wort für Wort
kalijaṃ caritaṃ proktaṃ
das im Kaliyuga geborene Wirken wird verkündet
cāturvidhyaṃ layasya ca
sowie die Viergestalt der Weltauflösung
brahmajñānasamuddeśaḥ
die Darlegung des Brahman-Wissens
khāṇḍikyasya nirūpitaḥ
wird [im Gespräch] mit Khāṇḍikya dargestellt

keśidhvajena cetyeṣa ṣaṣṭhāeṃ'śaḥ parikīrtitaḥ / ataḥ paraṃ tu sūtena śaunakādibhirādarāt

und mit Keśidhvaja – so wird dieser sechste Aṃśa genannt. Danach aber wird von Sūta, [befragt] von Śaunaka u.a. mit Ehrerbietung,

Wort für Wort
keśidhvajena ca iti eṣa
und mit Keśidhvaja – so [ist] dieser
ṣaṣṭho 'ṃśaḥ parikīrtitaḥ
der sechste Aṃśa wird genannt
ataḥ paraṃ tu sūtena
danach aber von Sūta
śaunakādibhirādarāt
von Śaunaka u.a. mit Ehrerbietung

pṛṣṭena coditāḥ śaśvadviṣṇudharmottarāhvayāḥ / nānādharmakathāḥ puṇyā vratāni niyamā yamāḥ

auf die Frage hin ständig die sogenannten 'Viṣṇudharmottara' dargelegt: mannigfaltige heilige Erzählungen vom Dharma, Gelübde, Regeln (Niyamas), Zügelungen (Yamas),

Wort für Wort
pṛṣṭena coditāḥ śaśvad
auf die Frage hin ständig dargelegt
viṣṇudharmottarāhvayāḥ
die sogenannten 'Viṣṇudharmottara'
nānādharmakathāḥ puṇyā
mannigfaltige heilige Erzählungen vom Dharma
vratāni niyamā yamāḥ
Gelübde, Regeln (Niyamas), Zügelungen (Yamas)

dharmaśāstraṃ cārthaśāstraṃ vedāntaṃ jyotiṣaṃ tathā / vaṃśākhyānaṃ prakaraṇāt stotrāṇi manavastathā

die Dharmaśāstra und die Arthaśāstra, das Vedānta, ebenso die Jyotiṣa (Sternkunde), die Erzählung der Dynastien im Zusammenhang, Lobpreisungen, ebenso die Manus,

Wort für Wort
dharmaśāstraṃ cārthaśāstraṃ
die Dharmaśāstra und die Arthaśāstra
vedāntaṃ jyotiṣaṃ tathā
das Vedānta, ebenso die Jyotiṣa
vaṃśākhyānaṃ prakaraṇāt
die Erzählung der Dynastien im Zusammenhang
stotrāṇi manavastathā
Lobpreisungen, ebenso die Manus

nānāvidyāstathā proktāḥ sarvalokopakārikāḥ / etadviṣṇupurāṇaṃ vai sarvaśāstrārthasaṃgraham

und ebenso werden mancherlei Wissenschaften verkündet, die allen Welten nützlich sind. Dies ist das Viṣṇu-Purāṇa, fürwahr eine Zusammenfassung des Sinns aller Lehrwerke (Śāstras),

Wort für Wort
nānāvidyāstathā proktāḥ
und ebenso werden mancherlei Wissenschaften verkündet
sarvalokopakārikāḥ
die allen Welten nützlich sind
etadviṣṇupurāṇaṃ vai
dies ist fürwahr das Viṣṇu-Purāṇa
sarvaśāstrārthasaṃgraham
eine Zusammenfassung des Sinns aller Lehrwerke

vārāhakalpavṛttāntaṃ vyāsena kathitaṃ tviha / yo naraḥ paṭhate bhaktyā yaḥ śṛṇoti ca sādaram

das Geschehen des Varāha-Kalpa, hier von Vyāsa erzählt. Der Mensch, der es mit Hingabe liest, und wer es ehrfurchtsvoll hört,

Wort für Wort
vārāhakalpavṛttāntaṃ
das Geschehen des Varāha-Kalpa
vyāsena kathitaṃ tu iha
hier aber von Vyāsa erzählt
yo naraḥ paṭhate bhaktyā
der Mensch, der es mit Hingabe liest
yaḥ śṛṇoti ca sādaram
und wer es ehrfurchtsvoll hört

tāvubhau viṣṇulokaṃ hi vrajetāṃ bhuktabhogakau / tallikhitvā ca yo dadyādāṣāḍhyāṃ ghṛtadhenunā

die beiden gehen fürwahr, nachdem sie [ihre irdischen] Genüsse genossen haben, in die Welt Viṣṇus ein. Und wer es niederschreibt und am [Vollmondtag des Monats] Āṣāḍha mit einer Kuh aus Ghee [versehen] gibt,

Wort für Wort
tāvubhau viṣṇulokaṃ hi
die beiden [gehen] fürwahr in die Welt Viṣṇus
vrajetāṃ bhuktabhogakau
ein, nachdem sie [ihre] Genüsse genossen haben
tal likhitvā ca yo dadyāt
und wer es niederschreibt und gibt
āṣāḍhyāṃ ghṛtadhenunā
am Āṣāḍha-[Vollmond] mit einer Kuh aus Ghee

sahitaṃ viṇubhaktāya purāṇārthavidedvija / sa yāti vaiṣṇavaṃ dhāma vimānenārkavarcasā

einem Viṣṇu-Verehrer, der den Sinn des Purāṇa kennt, o Brahmane, [versehen] mitsamt [der Kuh übergibt], der geht in die Stätte Viṣṇus ein, in einem Himmelswagen von der Leuchtkraft der Sonne.

Wort für Wort
sahitaṃ viṣṇubhaktāya
mitsamt [der Kuh] einem Viṣṇu-Verehrer
purāṇārthavide dvija
der den Sinn des Purāṇa kennt, o Brahmane
sa yāti vaiṣṇavaṃ dhāma
der geht in die Stätte Viṣṇus ein
vimānenārkavarcasā
in einem Himmelswagen von der Leuchtkraft der Sonne

Anm.: Quelltext 'viṇubhaktāya' – Verschreibung für 'viṣṇubhaktāya'.

yaśca viṣṇupurāṇasya samanukramaṇīṃ dvija / kathayecchṛṇuyādvāpi sa purāṇaphalaṃ labhet

Und wer, o Brahmane, die Zusammenfassung des Viṣṇu-Purāṇa erzählt oder auch hört, der erlangt die Frucht des Purāṇa.

Wort für Wort
yaśca viṣṇupurāṇasya
und wer des Viṣṇu-Purāṇa
samanukramaṇīṃ dvija
die Zusammenfassung, o Brahmane
kathayecchṛṇuyādvāpi
erzählt oder auch hört
sa purāṇaphalaṃ labhet
der erlangt die Frucht des Purāṇa

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