iti śrībṛhannāradīyapurāṇe pūrvabhāge prathamapāde gaṅgāmāhātmye navamo 'dhyāyaḥ
_____________________________________________________________
nārada uvāca
viṣṇupādāgrasaṃbhūtā yā gaṅgetyabhidhīyate /
tadutpattiṃ vada bhrātaranugrāhyo 'smi te yadi
Nārada sprach: Diese, die aus der Fußspitze Viṣṇus entstanden ist und Gaṅgā genannt wird – ihre Entstehung erzähle mir, Bruder, wenn ich deiner Gnade würdig bin.
Wort für Wort
viṣṇupādāgrasaṃbhūtā
aus der Fußspitze Viṣṇus entstanden
yā gaṅgetyabhidhīyate
die Gaṅgā genannt wird
tadutpattiṃ vada bhrātar
ihre Entstehung erzähle, Bruder
anugrāhyo 'smi te yadi
wenn ich deiner Gnade würdig bin
[Anm.: Dem eigentlichen Vers 1 ist im Quelltext das Kolophon des vorangehenden Kapitels vorangestellt ('iti śrībṛhannāradīyapurāṇe... navamo 'dhyāyaḥ' = 'So endet... das neunte Kapitel' [Quellenzählung]), gefolgt von einer Trennlinie – ein reines Gliederungselement, das im sa-Feld zur Dokumentation mitgeführt, aber nicht in die de-Übersetzung von V.1 einbezogen wurde.]
Sanaka sprach: Höre, Nārada, ich werde dir die Entstehung der Gaṅgā verkünden, o Sündenloser – eine Erzählung, die sowohl den Sprechenden als auch den Hörenden Verdienst gibt, verdienstspendend und sündenvernichtend.
Wort für Wort
śṛṇu nārada vakṣyāmi
höre, Nārada, ich werde verkünden
gaṅgotpattiṃ tavānagha
dir die Entstehung der Gaṅgā, o Sündenloser
vadṛtāṃ śṛṇvatāṃ caiva
für die Sprechenden wie für die Hörenden
puṇyadāṃ pāpanāśinīm
verdienstspendend, sündenvernichtend
[?] vadṛtāṃ: wohl vadatāṃ ('für die Sprechenden').
Die Götter gelten stets als die zuvor Geborenen, weshalb die anderen als Daityas bezeichnet werden. Der erste Daitya, Ditis Sohn, war der mächtige Hiraṇyakaśipu.
Wort für Wort
sadā sapūrvadevāstu
die Götter gelten stets als die zuvor Geborenen [?]
yato daityāḥ prakīrtitāḥ
weshalb die anderen als Daityas bezeichnet werden
ādir daityo diteḥ putro
der erste Daitya, Ditis Sohn
hiraṇyakaśipurbalī
der mächtige Hiraṇyakaśipu
[?] sadā sapūrvadevāstu: Sinn unsicher, sinngemäß wiedergegeben.
Dessen Elefanten zählten zehntausend Koṭi mal hunderttausend, ebenso viele Streitwagen, o Fürst der Weisen; bei jedem einzelnen Elefanten standen fünfhundert Fußsoldaten – was soll sein vorzügliches Heer noch weiter beschrieben werden?
Wort für Wort
gajāśca yasyāyutakoṭilakṣāḥ
dessen Elefanten zehntausend Koṭi mal hunderttausend [zählten]
tāvanta evāścarathā munīndra
ebenso viele Streitwagen, o Fürst der Weisen
gajegaje pañcaśatī padāteḥ
bei jedem Elefanten fünfhundert Fußsoldaten
kiṃ varṇyate tasya camūrvariṣṭā
was soll sein vorzügliches Heer beschrieben werden
Die beiden ersten unter seinen Millionen Ministern waren mit Namen Kumbhāṇḍa und ferner Kūpakarṇa. Dem Vater gleich an Tapferkeit und Kraft war Bāṇa der älteste unter Balis hundert Söhnen.
Bali, entschlossen, die Götter zu besiegen, brach mit einem großen Heer auf; mit Bannern und Schirmen ließ er den Himmel gleichsam an die Wellen und Blitze des Ozeans erinnern.
Wort für Wort
baliḥ surāñjetumanāḥ pravṛttaḥ
Bali, entschlossen, die Götter zu besiegen
sainyena yukto mahatā pratasthe
brach mit einem großen Heer auf
dhvajātapartrair
mit Bannern und Schirmen
gaganāburāśestaraṅgavidyutsmaraṇaṃ prakurvan
ließ den Himmel an die Wellen und Blitze des Ozeans erinnern
[?] gaganāburāśes: wohl gagana-ambu-rāśeḥ ('des Himmelswasser-Ozeans', poet. für 'Himmel').
Der Feind der Götter erreichte die Stadt Indras, des Vṛtra-Feindes, und umzingelte sie mit Daityas, die wie Löwenkönige furchtlos waren; und ebenso zogen die Götter, Indra der Donnerkeilträger und die anderen, zum Kampf aus der Stadt aus.
Wort für Wort
avāpya vṛtrāripuraṃ surārī
der Feind der Götter, die Stadt des Vṛtra-Feindes [Indra] erreichend
rurogha daityairmṛgarājagāḍhaiḥ
umzingelte sie mit löwenkönigsgleichen Daityas
suraśca yuddhāya purāttathaiva
und ebenso die Götter zum Kampf aus der Stadt
viniryayurvajrakarādayaśca
zogen sie aus, der Donnerkeilträger und die anderen
Darauf entbrannte zwischen Göttern und Daityas ein schrecklicher Kampf, dem Donnergrollen der Weltuntergangswolken gleich, voller Aufruhr vom Klang der Kriegstrommeln.
śaradundubhinidhvānaiḥ siṃhanādaiḥ siṃhanādaiḥ suradviṣām /
bhāṅkāraiḥ syandanānāṃ ca bāṇakreṅgāraniḥsvanaiḥ
Durch das Dröhnen von Pfeilen und Kriegstrommeln, durch die Löwenrufe der Götterfeinde, durch das Rasseln der Streitwagen und das schrille Sirren der Pfeile –
Wort für Wort
śaradundubhinidhvānaiḥ
durch das Dröhnen von Pfeilen und Kriegstrommeln
siṃhanādaiḥ suradviṣām
durch die Löwenrufe der Götterfeinde
bhāṅkāraiḥ syandanānāṃ ca
und durch das Rasseln der Streitwagen
bāṇakreṅgāraniḥsvanaiḥ
und das schrille Sirren der Pfeile
[Anm.: 'siṃhanādaiḥ' erscheint im Quelltext doppelt (Dittographie); nur einmal übersetzt.]
Angesichts des Feuers, das durch das Aneinanderschlagen der von Göttern und Dämonen abgeschossenen Pfeile entstand, hielt die ganze Welt dies, erschrocken erblickend, für einen vorzeitigen Weltuntergang.
Wort für Wort
surāsuravinirmuktabāṇaniṣpeṣajānale
im Feuer aus dem Aneinanderschlagen der von Göttern und Dämonen abgeschossenen Pfeile
Das Heer der Götterfeinde, das eine Flut blitzender Waffen trug, leuchtete gleich einer von zuckenden Blitzen durchzogenen, von Wolken bedeckten Nacht.
In jenem Kampf zerschmetterten die Götter, von rascher Tatkraft, mit überaus furchtbaren eisernen Pfeilen die von den Götterfeinden geschleuderten Berge.
Wort für Wort
tasminyuddhe mahādhoraiḥ
in jenem Kampf, mit überaus furchtbaren [Pfeilen]
girīn kṣitpān surāribhiḥ
die von den Götterfeinden geschleuderten Berge
nārācaiścūrṇayāmāsur
zerschmetterten sie mit eisernen Pfeilen
vevāste laghuvikramāḥ
die Götter, von rascher Tatkraft
[?] mahādhoraiḥ: wohl mahāghoraiḥ; vevāste: wohl devāste (devāḥ te).
ye daityā nihatā devaiḥ prasahya saṅgare tadā /
te devabhāvamāpannā daiteyānsamupādravan
Diejenigen Daityas, die damals von den Göttern in der Schlacht gewaltsam erschlagen wurden, erlangten Götternatur und griffen nun ihrerseits die Daityas an.
Wort für Wort
ye daityā nihatā devaiḥ
die Daityas, die von den Göttern erschlagen wurden
prasahya saṅgare tadā
damals gewaltsam in der Schlacht
te devabhāvamāpannā
diese erlangten Götternatur
daiteyānsamupādravan
und griffen die Daityas an
[Anm.: Motiv der gefallenen Krieger, die nach dem Tod in eine höhere Existenzform übergehen und auf der Gegenseite weiterkämpfen.]
– mit Keulen, Elefantenhaken, mit Pflugscharen und Dreizack-Lanzen, mit Wurfspeeren, Steinen, mit todbringenden Geschossen, mit Schlingen und mit Handflächen und Fäusten –
Wort für Wort
musalairaṅkuśeśvaiva
mit Keulen und Elefantenhaken
lāṅgalaiḥ paṭṭiśaistathā
mit Pflugscharen und ebenso Dreizack-Lanzen
śaktyopalaiḥ śataghrībhiḥ
mit Wurfspeeren, Steinen, todbringenden Geschossen
– mit Dreizacken, Pfeilen und Eisenpfeilen, mit Wurfgeschossen und Hämmern, geführt von Kämpfern auf Wagen, Pferden, Elefanten und zu Fuß, wuchs die Schlacht zu einem wilden Durcheinander.
Wort für Wort
śūlairnālīkanārācaiḥ
mit Dreizacken, Pfeilen und Eisenpfeilen
kṣepaṇīyaiḥsamudraraiḥ
mit Wurfgeschossen und Hämmern
rathāśvanāgapadagaiḥ
von Kämpfern auf Wagen, Pferden, Elefanten und zu Fuß
saṅkulo vavṛdhe raṇaḥ
wuchs die Schlacht zum wilden Durcheinander
[?] samudraraiḥ: wohl samudgaraiḥ ('mit Hämmern').
bubhuje 'vyāhataiścaryapravṛddhaśrīrmahābalaḥ /
ityāja cāśvameghaiḥ sa viṣṇuprīṇanatatparaḥ
– genoss sie, mit ungehinderter Herrschaft und gewachsenem Glanz, der überaus Kraftvolle; und er brachte Roßopfer dar, eifrig darauf bedacht, Viṣṇu zu erfreuen.
Wort für Wort
bubhuje 'vyāhataiścaryapravṛddhaśrīrmahābalaḥ
genoss sie, von ungehinderter Herrschaft, mit gewachsenem Glanz, der überaus Kraftvolle
ityāja cāśvameghaiḥ
und er opferte mit Roßopfern
sa viṣṇuprīṇanatatparaḥ
er, eifrig darauf bedacht, Viṣṇu zu erfreuen
[?] ityāja: wohl iyāja ('er opferte'); aśvameghaiḥ: wohl aśvamedhaiḥ.
Und er übte im Himmel die Herrschaft Indras aus, und ebenso das Amt der Weltenhüter; er veranstaltete jene Opfer zur Erfreuung der Götter, durch die die Brahmanen sonst die Opfer vollziehen.
teṣu yajñeṣu sarveṣu havirbhuṅkte sa daityarāṭ /
aditiḥ svātmajānvīkṣya devamātātiduḥkhitā
Bei all jenen Opfern genoss der Daitya-König selbst das Opferschmalz. Aditi, die Göttermutter, war, als sie ihre eigenen Söhne so gedemütigt sah, überaus betrübt.
vṛthātra nivasāmīti matvāgāddhimavadgiram /
śakrasyaiśvaryamicchantī daityānāṃ ca parājayam
'Vergeblich weile ich hier', so denkend, ging sie zum Himālaya-Berg, die Herrschaft Indras und die Niederlage der Daityas erstrebend.
Wort für Wort
vṛthātra nivasāmīti matvā
'vergeblich weile ich hier', so denkend
agāddhimavadgiram
ging sie zum Himālaya-Berg
śakrasyaiśvaryamicchantī
die Herrschaft Indras erstrebend
daityānāṃ ca parājayam
und die Niederlage der Daityas
[Anm.: Im Quelltext trägt dieser Vers irrtümlich die Marke 'V.24' (Wiederholung einer bereits vergebenen Versnummer); der Sache und Reihenfolge nach handelt es sich um V.34, so auch hier gezählt.]
tato jalāśamā vāyubhojanāhāravarjitā /
sañcidānandasandohaṃ dhyāyatyātmānamatmanā
– darauf nur von Wasser lebend, schließlich auf jede Nahrung verzichtend, nur von Luft lebend, betrachtete sie mit dem Geist das Selbst als die Fülle von Sein, Bewusstsein und Wonne.
Wort für Wort
tato jalāśamā
darauf nur Wasser [zu sich nehmend]
vāyubhojanāhāravarjitā
auf Nahrung verzichtend, nur von Luft lebend
sañcidānandasandohaṃ
die Fülle von Sein, Bewusstsein und Wonne
dhyāyatyātmānamatmanā
betrachtete sie mit dem Geist das Selbst
[?] jalāśamā: wohl jalāśanā ('nur Wasser zu sich nehmend').
yadi jananti daiteyā mahahukhaṃ tato bhavet /
tyajedaṃ duḥkhabahulaṃ kāyaśoṣaṇakāraṇam
'Falls die Daityas davon erfahren, würde großes Leid für uns entstehen. Gib diese Askese auf, die so reich an Leid ist und die Ursache für die Austrocknung deines Körpers ist.'
prayāsasādhyaṃ sukṛtaṃ na praśaṃsanti paṇḍitāḥ /
śarīraṃ yantato rakṣyaṃ dharmasādhanatatparaiḥ
'Ein durch übermäßige Anstrengung erlangtes Verdienst loben die Gelehrten nicht; der Körper ist von denen, die eifrig auf die Mittel zum Dharma bedacht sind, mit Sorgfalt zu schützen.'
Wort für Wort
prayāsasādhyaṃ sukṛtaṃ
ein durch [übermäßige] Anstrengung erlangtes Verdienst
na praśaṃsanti paṇḍitāḥ
loben die Gelehrten nicht
śarīraṃ yantato rakṣyaṃ
der Körper ist mit Sorgfalt zu schützen
dharmasādhanatatparaiḥ
von denen, die auf die Mittel zum Dharma bedacht sind
Menschen, die ihrer Mutter beraubt sind, o Mutter, sind fürwahr fast wie tot; ebenso Kühe oder andere Tiere.
Wort für Wort
mātrā hīnā janā mātar
Menschen, die ihrer Mutter beraubt sind, o Mutter
mṛtaprāyā na saṃśayaḥ
sind fast wie tot, ohne Zweifel
gāvo vā paśavo vāpi
ob Kühe oder andere Tiere
yatra gāvo mahīruhāḥ
[Lesung unsicher]
[Anm.: Pāda b (gāvo vā paśavo vāpiyatra gāvo mahīruhāḥ) ist unklar/verderbt überliefert, mit auffälliger Doppelung von 'gāvaḥ' und Erwähnung von 'mahīruhāḥ' ('Bäume'); Sinn sinngemäß und mit Vorbehalt wiedergegeben.]
māturdarśanamātreṇa labhate paramāṃ mudam /
anne vā salile vāpi dhanādau vā priyāsu ca
Allein durch den Anblick der Mutter erlangt er höchste Freude – sei es Freude an Speise, an Wasser, an Reichtum und dergleichen, oder an geliebten Frauen.
Wort für Wort
māturdarśanamātreṇa
allein durch den Anblick der Mutter
labhate paramāṃ mudam
erlangt er höchste Freude
anne vā salile vāpi
an Speise oder an Wasser
dhanādau vā priyāsu ca
an Reichtum und dergleichen, oder an geliebten [Frauen]
kadācidvimukho yāti jano mātari ko 'pi na /
yasya mātā gṛhe nāsti yatra dharmaparāyaṇā /
sādhvī ca strī patiprāṇā gantavyaṃ tena vai vanam
Niemals wendet sich ein Mensch von der Mutter ab. Wessen Mutter nicht im Hause weilt, und wo auch keine dem Dharma ergebene, tugendhafte, dem Gatten wie ihrem Leben hingegebene Frau ist, der soll fürwahr in den Wald gehen.
Wort für Wort
kadācidvimukho yāti
irgendwann wendet sich ab
jano mātari ko 'pi na
kein Mensch jemals von der Mutter
yasya mātā gṛhe nāsti
wessen Mutter nicht im Haus ist
yatra dharmaparāyaṇā sādhvī ca strī patiprāṇā
wo keine dem Dharma ergebene, tugendhafte, dem Gatten ergebene Frau ist
gantavyaṃ tena vai vanam
der soll fürwahr in den Wald gehen
[Anm.: Der Vers umfasst im Quelltext drei Pādas statt der üblichen zwei.]
dharmaśca nārāyaṇabhaktihīnāṃ dhanaṃ ca sadbhogavivarjitaṃ hi /
gṛhaṃ ca māryātanayervihīnaṃ yathā tathā mātṛvihīnamartyaḥ
Und wie ein Dharma, dem die Hingabe an Nārāyaṇa fehlt, und ein Reichtum, dem der rechte Genuss fehlt, und ein Haus, dem Gattin und Kinder fehlen, wertlos sind – ebenso ist ein Sterblicher, dem die Mutter fehlt.
So gesprochen habend, fassten alle Asuras, als sie Aditi, die ganz dem Gedenken an Hari hingegeben war, erblickten, von Zorn erfasst, den Wunsch, sie zu töten.
Wort für Wort
evamuktvāsurāḥ sarve
so gesprochen habend, alle Asuras
haridhyānaparāyaṇām nirīkṣya
Aditi, dem Gedenken an Hari hingegeben, erblickend
kalpāntameghanirghoṣāḥ krodhasaṃraktalocanāḥ /
daṃṣṭragrairasṛjanvahniṃ so 'dahatkānanaṃ kṣaṇāt
Mit einem Getöse wie dem Donnern der Weltuntergangswolken, mit vor Zorn geröteten Augen, erzeugten sie mit den Spitzen ihrer Fangzähne Feuer, das im Nu den Wald verbrannte.
Wort für Wort
kalpāntameghanirghoṣāḥ
mit einem Getöse wie dem Donnern der Weltuntergangswolken
krodhasaṃraktalocanāḥ
mit vor Zorn geröteten Augen
daṃṣṭragrairasṛjanvahniṃ
erzeugten sie mit den Spitzen ihrer Fangzähne Feuer
śatayojanavistīrṇaṃ nānājīvasamākulam /
tenaiva dagdhā daiteyā ye pradharṣayituṃ gatāḥ
Ein Wald, hundert Yojanas ausgedehnt, von mancherlei Lebewesen erfüllt – eben durch dieses Feuer wurden die Daityas verbrannt, die ausgezogen waren, um Aditi anzugreifen.
Wort für Wort
śatayojanavistīrṇaṃ
hundert Yojanas ausgedehnt
nānājīvasamākulam
von mancherlei Lebewesen erfüllt
tenaiva dagdhā daiteyā
eben durch dieses [Feuer] wurden die Daityas verbrannt
Sie allein blieb übrig, die Mutter der Götter, nach hundert Jahren der Askese, den Geist an den Unvergänglichen geheftet – beschützt durch Viṣṇus Sudarśana-Diskus, den Beender der Daityas, der Mitleid mit den Seinen hat.
Wort für Wort
saivāvaśiṣṭā jananī surāṇām
sie allein blieb übrig, die Mutter der Götter
abdācchatādacyutasaktacitā
nach hundert Jahren, den Geist an den Unvergänglichen geheftet
saṃrakṣitā viṣṇusudarśanena
beschützt durch Viṣṇus Sudarśana-Diskus
daityāntakena svajanānukampinā
den Beender der Daityas, der mit den Seinen Mitleid hat