Quellen der Menschheit

Nārada-Purāṇa (Nāradīya)

Kapitel 115: sūryārādhanasaptamīvratāni Die Saptamī-Gelübde der Sonnenverehrung (in den zwölf Monaten)

sanātana uvāca / śṛṇu nārada vakṣyāmi saptamyāste vratānyaham / yāni kṛtvā naro bhaktyā sūryasāyujyamāpnuyāt

Sanātana sprach: Höre, Nārada, ich werde die Gelübde des Saptamī-Tages verkünden, durch deren Vollzug ein Mensch mit Hingabe die Vereinigung mit der Sonne (Sāyujya) erlangt.

Wort für Wort
sanātana uvāca
Sanātana sprach:
śṛṇu nārada
höre, Nārada
vakṣyāmi saptamyāḥ te vratāni aham
ich werde dir die Gelübde des Saptamī-Tages verkünden
yāni kṛtvā naraḥ bhaktyā
durch deren Vollzug ein Mensch mit Hingabe
sūryasāyujyam āpnuyāt
die Vereinigung (sāyujya) mit der Sonne erlangt

caitre tu śuklasaptamyāṃ bahiḥ snānaṃ samācaret / sthaṇḍile gomayālipte gauramṛttikayāstṛte

Im Monat Caitra aber soll man an der hellen Saptamī im Freien baden, auf einem mit Kuhdung bestrichenen, mit heller Erde bestreuten Altarplatz.

Wort für Wort
caitre tu śuklasaptamyām
im Caitra aber an der hellen Saptamī
bahiḥ snānaṃ samācaret
soll man draußen ein Bad vollziehen
sthaṇḍile gomayālipte
auf einem mit Kuhdung bestrichenen Altarplatz
gauramṛttikayā āstṛte
der mit heller Erde bestreut ist

likhitvāṣṭadalaṃ padmaṃ karṇikāyāṃ vibhāvam / vinyasetpūrvapatre tu devau dvau kṛtadhātukau

Nachdem man einen achtblättrigen Lotus gezeichnet hat, setze man in die Blütenmitte den Strahlenden [wohl Sūrya, evtl. verschrieben für 'vibhāvasum'] [?]; auf das östliche Blatt aber setze man zwei Götter, die mit Farbpigment (dhātu) gestaltet sind [?].

Wort für Wort
likhitvā aṣṭadalaṃ padmam
nachdem man einen achtblättrigen Lotus gezeichnet hat
karṇikāyāṃ vibhāvam
in der Blütenmitte den Strahlenden (Sūrya) [?]
vinyaset pūrvapatre tu
man setze aber auf das östliche Blatt
devau dvau kṛtadhātukau
zwei mit Mineralfarbe gestaltete Götter [?]

[Anm.: 'vibhāvam' evtl. Verschreibung für 'vibhāvasum' (Epitheton der Sonne/des Feuers); 'kṛtadhātukau' unsicher, evtl. 'aus farbigem Mineral gestaltet'.]

āgneyaṃ ca nyasenpatre gandharvauṃ kṛtakārakau / dakṣiṇe ca nyasetpatre tathaiva rākṣasadvayam

Und auf das südöstliche Blatt setze man zwei Gandharven, die als kunstfertige Werkmeister gelten [?]; und auf das südliche Blatt ebenso ein Paar Rākṣasas.

Wort für Wort
āgneyaṃ ca patre nyaset
und auf das südöstliche (Agni-)Blatt setze man
gandharvau kṛtakārakau
zwei Gandharven, kunstfertige Werkmeister [?]
dakṣiṇe ca patre nyaset
und auf das südliche Blatt setze man
tathaiva rākṣasadvayam
ebenso ein Paar Rākṣasas

ākṛtau dvau nyasetpatre nairṛte munisattama / kādraveyau mahānāgau paścime kṛtacārakau

Auf das südwestliche Blatt setze man zwei gestaltete [Wesen] [?], o bester der Weisen; auf das westliche [Blatt] die beiden Söhne der Kadrū, die großen Schlangen, die umherziehenden [?].

Wort für Wort
ākṛtau dvau nyaset patre nairṛte
auf das südwestliche Blatt setze man zwei gestaltete (Wesen) [?]
munisattama
o bester der Weisen
kādraveyau mahānāgau
die beiden Kadrū-Söhne, die großen Schlangen
paścime kṛtacārakau
auf das westliche (Blatt), die umherziehenden [?]

[Anm.: 'ākṛtau' und 'kṛtacārakau' unsichere Lesungen.]

vāyavya yātudhānau dvau uttare ca ṛṣidvayam / aiśānye vinyasetpatpe grahameko dvijottama

Auf das nordwestliche Blatt setze man zwei Yātudhānas (Dämonen); und auf das nördliche [Blatt] ein Paar Ṛṣis; auf das nordöstliche Blatt setze man einen einzelnen Planeten(-gott), o Bester der Zweifachgeborenen.

Wort für Wort
vāyavye yātudhānau dvau
auf das nordwestliche (Blatt) zwei Yātudhānas
uttare ca ṛṣidvayam
und auf das nördliche ein Paar Ṛṣis
aiśānye vinyaset patre
auf das nordöstliche Blatt setze man
graham ekaḥ dvijottama
einen einzelnen Planeten(-gott), o bester Zweifachgeborener

[Anm.: 'patpe' im Quelltext, wohl Druckfehler für 'patre'.]

teṣāṃ saṃpūjanaṃ kāryaṃ gandhamālyānulepanaiḥ / dīpairdhūpaiḥ sanaivedyaistāṃbūlakramukādibhiḥ

Ihre Verehrung soll vollzogen werden mit Duftstoffen, Blumengirlanden und Salben, mit Lampen, Räucherwerk, samt Speiseopfer, Betel, Arekanuss und dergleichen.

Wort für Wort
teṣāṃ saṃpūjanaṃ kāryam
ihre Verehrung ist zu vollziehen
gandhamālyānulepanaiḥ
mit Duftstoffen, Girlanden und Salben
dīpaiḥ dhūpaiḥ sanaivedyaiḥ
mit Lampen, Räucherwerk, samt Speiseopfer
tāṃbūlakramukādibhiḥ
mit Betel, Arekanuss und dergleichen

evaṃ saṃpūjya homaṃ tu ghṛtenāṣṭaśataṃ caret / sūryasyāṣṭāṣṭa cānyeṣāṃ pradadyādāhutīḥ kramāt

Nachdem man so verehrt hat, vollziehe man mit Ghee ein Feueropfer von hundertacht Opferungen; der Sonne acht und den anderen Gottheiten je acht Opferspenden gebe man der Reihe nach.

Wort für Wort
evaṃ saṃpūjya
nachdem man so verehrt hat
homaṃ tu ghṛtena aṣṭaśataṃ caret
vollziehe man ein Feueropfer mit Ghee, hundertacht(mal)
sūryasya aṣṭa
der Sonne acht
aṣṭa ca anyeṣām
und acht den anderen
pradadyāt āhutīḥ kramāt
gebe man die Opferspenden der Reihe nach

nāmamantreṇa vedyāṃ vā tataḥ pūrṇāhutiṃ dadet / dakṣiṇā ca tato deyā dvijebhyaḥ śaktito dvija

Mit dem Namensmantra oder auf dem Altar gebe man darauf die Vollopferung (Pūrṇāhuti); und danach soll den Brahmanen entsprechend dem eigenen Vermögen eine Gabe (Dakṣiṇā) gegeben werden, o Zweifachgeborener.

Wort für Wort
nāmamantreṇa vedyāṃ vā
mit dem Namensmantra oder auf dem Altar
tataḥ pūrṇāhutiṃ dadet
dann gebe man die Vollopferung
dakṣiṇā ca tato deyā
und danach ist eine Gabe zu geben
dvijebhyaḥ śaktitaḥ dvija
den Brahmanen entsprechend dem Vermögen, o Zweifachgeborener

etatkṛtvā vidhaānaṃ tu sarvasaukhyamavāpnuyāt / dehānte maṇḍalaṃ bhānorbhattvā gacchetparaṃ padam

Wer dieses Ritual vollzogen hat, erlangt alles Glück; am Ende des Körpers gelangt er zur Scheibe der Sonne und geht darauf in den höchsten Ort ein.

Wort für Wort
etat kṛtvā vidhānaṃ tu
wer dieses Ritual vollzogen hat
sarvasaukhyam avāpnuyāt
erlangt alles Glück
dehānte maṇḍalaṃ bhānoḥ
am Ende des Körpers zur Scheibe der Sonne
bhūtvā gacchet paraṃ padam
gelangend geht er zum höchsten Ort [?]

[Anm.: 'vidhaānaṃ' im Quelltext, wohl Druckfehler für 'vidhānaṃ'; 'bhattvā' unsicher, wohl für 'bhūtvā' oder 'gatvā'.]

vaiśākhaśuklasaptamyāṃ jahnunā jāhnavī svayam / krodhātpītā punastyaktā karṇarandhrāttu dakṣiṇāt

An der hellen Saptamī des Vaiśākha wurde die Jāhnavī (Gaṅgā) selbst einst von Jahnu im Zorn ausgetrunken und dann wieder aus dessen rechtem Ohrloch entlassen.

Wort für Wort
vaiśākhaśuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Vaiśākha
jahnunā jāhnavī svayam
die Jāhnavī (Gaṅgā) selbst von Jahnu
krodhāt pītā
aus Zorn getrunken
punaḥ tyaktā karṇarandhrāt tu dakṣiṇāt
wieder freigelassen aber aus dem rechten Ohrloch

tāṃ tatra pūjayetsnātvā pratyūṣe vimale jale / gandhapuṣpākṣatādyaiśca sarvairevopacārakaiḥ

Sie (Gaṅgā) verehre man dort, nachdem man in der Morgendämmerung im reinen Wasser gebadet hat, mit Duftstoffen, Blumen, ungeschältem Reis und dergleichen sowie mit allen übrigen Ehrengaben.

Wort für Wort
tāṃ tatra pūjayet snātvā
sie verehre man dort, nachdem man gebadet hat
pratyūṣe vimale jale
in der Morgendämmerung im reinen Wasser
gandhapuṣpākṣatādyaiḥ ca
mit Duftstoffen, Blumen, ungeschältem Reis und dergleichen
sarvaiḥ eva upacārakaiḥ
und mit allen Ehrengaben

tato ghaṭasahasraṃ tu deyaṃ gaṅgāvrate tvidam / bhaktyā kṛtaṃ saptakulaṃ nayetsvargamasaṃśayaḥ

Danach sollen tausend Wasserkrüge gegeben werden - dies ist bei diesem Gaṅgā-Gelübde vorgeschrieben; mit Hingabe vollzogen, führt es sieben Geschlechter zweifelsohne in den Himmel.

Wort für Wort
tataḥ ghaṭasahasraṃ tu deyam
danach sollen tausend Krüge gegeben werden
gaṅgāvrate tu idam
bei diesem Gaṅgā-Gelübde
bhaktyā kṛtaṃ saptakulam
mit Hingabe vollzogen, sieben Geschlechter
nayet svargam asaṃśayaḥ
führt es zweifellos in den Himmel

kamalavratamapyatra proktaṃ tadvidhirucyate / tilamātraṃ tu sauvarṇaṃ vidhāya kamalaṃ śubham

Auch das Lotus-Gelübde (Kamalavrata) wird hier genannt; seine Regel wird nun dargelegt: Man fertige einen goldenen, glückverheißenden Lotus von der Größe eines Sesamkorns.

Wort für Wort
kamalavratam api atra proktam
auch das Lotus-Gelübde wird hier genannt
tadvidhiḥ ucyate
seine Vorschrift wird dargelegt
tilamātraṃ tu sauvarṇam
von Sesamkorngröße, aus Gold
vidhāya kamalaṃ śubham
nachdem man einen glückverheißenden Lotus gefertigt hat

vastrayugmāvṛtaṃ kṛtvā gandhadhūpādinārcayet / namaste padmahastāya namaste viśvadhāriṇe

Man umhülle ihn mit einem Kleiderpaar und verehre ihn mit Duftstoff, Räucherwerk und dergleichen: 'Verehrung dir, der du den Lotus in der Hand hältst! Verehrung dir, dem Erhalter des Universums!'

Wort für Wort
vastrayugmāvṛtaṃ kṛtvā
nachdem man ihn mit einem Kleiderpaar umhüllt hat
gandhadhūpādinā arcayet
verehre man mit Duftstoff, Räucherwerk und dergleichen
namaste padmahastāya
Verehrung dir, der den Lotus in der Hand trägt
namaste viśvadhāriṇe
Verehrung dir, dem Träger des Universums

divākara namastubhyaṃ prabhākara namo 'stu te / iti saṃprārthya deveśaṃ sūrye cāstamupāgate

'O Tagesbereiter (Divākara), Verehrung dir! O Lichtbringer (Prabhākara), Verehrung sei dir!' - so bitte man den Göttergebieter; und wenn die Sonne untergegangen ist,

Wort für Wort
divākara namastubhyam
o Tagesbereiter, Verehrung dir
prabhākara namo 'stu te
o Lichtbringer, Verehrung sei dir
iti saṃprārthya deveśam
so bitte man den Göttergebieter
sūrye ca astam upāgate
und wenn die Sonne untergegangen ist

sodakuṃbhaṃ tu tatpadmaṃ kapilāṃ ca dvijer'payet / taddine tūpavastavyaṃ bhoktavyaṃ ca pare 'hani

diesen Lotus samt einem Wasserkrug sowie eine kapila-farbene Kuh übergebe man einem Brahmanen; an jenem Tag soll gefastet werden und am folgenden Tag gegessen werden.

Wort für Wort
sa-udakuṃbhaṃ tu tatpadmam
den Lotus samt Wasserkrug
kapilāṃ ca dvije arpayet
und eine kapila-Kuh übergebe man dem Brahmanen
taddine tu upavastavyam
an jenem Tag aber soll gefastet werden
bhoktavyaṃ ca pare 'hani
und gegessen werden am folgenden Tag

saṃbhojya brāhmaṇānbhaktyā vratasākalyamāpnuyāt / nibavrataṃ ca tatreva tadvidhānaṃ śṛṇuṣva me

Nachdem man Brahmanen mit Hingabe gespeist hat, erlangt man die Vollständigkeit des Gelübdes; und ebendort gibt es auch das Nimba-Gelübde - höre von mir seine Vorschrift.

Wort für Wort
saṃbhojya brāhmaṇān bhaktyā
nachdem man Brahmanen mit Hingabe gespeist hat
vratasākalyam āpnuyāt
erlangt man die Vollständigkeit des Gelübdes
nimbavrataṃ ca tatra eva
und ebendort gibt es auch das Nimba-Gelübde
tadvidhānaṃ śṛṇuṣva me
höre von mir seine Vorschrift

[Anm.: 'nibavrataṃ' im Quelltext, wohl Druckfehler für 'nimbavrataṃ' (vgl. V19-21 niṃbapatra).]

niṃbapatraiḥ smṛtā pūjā bhāskarasya dvijottama / khakholkāyeti mantreṇa praṇavādyena nārada

Mit Nimba-Blättern gilt die Verehrung des Sonnengottes vollzogen, o bester Zweifachgeborener, mit dem Mantra 'Khakholkāya', dem OM vorangestellt, o Nārada.

Wort für Wort
niṃbapatraiḥ smṛtā pūjā
mit Nimba-Blättern gilt die Verehrung
bhāskarasya dvijottama
des Sonnengottes, o bester Zweifachgeborener
khakholkāya iti mantreṇa
mit dem Mantra 'Khakholkāya'
praṇavādyena nārada
dem die Silbe Om vorangestellt ist, o Nārada

niṃbapatraṃ tato 'śnīyācchayedbhūmau ca vāgyataḥ / dvijānpare 'hni saṃbhojya svayaṃ bhuñjīta bandhubhiḥ

Danach esse man ein Nimba-Blatt und schlafe schweigend auf dem Boden; am folgenden Tag speise man die Brahmanen und esse selbst mit den Verwandten.

Wort für Wort
niṃbapatraṃ tato 'śnīyāt
danach esse man ein Nimba-Blatt
śayet bhūmau ca vāgyataḥ
und schlafe schweigend auf dem Boden
dvijān pare 'hni saṃbhojya
am folgenden Tag, nachdem man die Brahmanen gespeist hat
svayaṃ bhuñjīta bandhubhiḥ
esse man selbst mit den Verwandten

niṃbapatravrataṃ caitatkartṛāṇāṃ sarvasaukhyadam / saptamī śarkarākhyaiṣā proktā taccāpi me śṛṇu

Dieses Nimba-Blatt-Gelübde gewährt seinen Ausführenden alles Glück. Es gibt auch eine Saptamī namens Śarkarā (Zucker-Saptamī); auch davon höre von mir.

Wort für Wort
niṃbapatravrataṃ ca etat
und dieses Nimba-Blatt-Gelübde
kartṝṇāṃ sarvasaukhyadam
gewährt seinen Ausführenden alles Glück
saptamī śarkarākhyā eṣā
diese Saptamī, genannt Śarkarā
proktā tat ca api me śṛṇu
wird genannt; auch davon höre von mir

amṛtaṃ pibato hastātsūryasyāmṛtabindavaḥ / niṣpeturbhuvi cotpannāḥ śālimudgayavekṣavaḥ

Als er den Amṛta aus der Hand trank, fielen Tropfen des Amṛta der Sonne zu Boden, und auf der Erde entstanden daraus Reis, Mungbohnen, Gerste und Zuckerrohr.

Wort für Wort
amṛtaṃ pibataḥ hastāt
aus der Hand des [Sūrya], der den Amṛta trank
sūryasya amṛtabindavaḥ
Tropfen des Amṛta der Sonne
niṣpetuḥ bhuvi ca utpannāḥ
fielen und entstanden auf der Erde
śāli-mudga-yava-ikṣavaḥ
Reis, Mungbohne, Gerste und Zuckerrohr

śarkarā ca tatastasmādikṣusārāmṛtopamā / iṣṭā raverataḥ puṇyā śarkarā havyakavyayoḥ

Und daraus entstand der Zucker, aus dem Saft des Zuckerrohrs, dem Amṛta gleich; deshalb ist Zucker der Sonne lieb und heilig für Havya- und Kavya-Opfer (Götter- und Ahnenopfer).

Wort für Wort
śarkarā ca tataḥ tasmāt
und der Zucker daraus, deswegen
ikṣusāra-amṛta-upamā
dem Saft des Zuckerrohrs entsprungen, dem Amṛta gleich
iṣṭā raveḥ ataḥ puṇyā
deshalb der Sonne lieb und heilig
śarkarā havyakavyayoḥ
der Zucker für Havya- und Kavya-Opfer

śarkarāsaptamī caiva vājimedhapalapradā / sarvaduḥkhopaśamanī putrasaṃtativardhinī

Die Śarkarā-Saptamī gewährt die Frucht eines Pferdeopfers, sie stillt alles Leid und mehrt die Nachkommenschaft an Söhnen.

Wort für Wort
śarkarāsaptamī ca eva
und die Śarkarā-Saptamī
vājimedhapalapradā
gewährt die Frucht eines Pferdeopfers
sarvaduḥkhopaśamanī
sie stillt alles Leid
putrasaṃtativardhinī
sie mehrt die Nachkommenschaft an Söhnen

asyāntu śarkarādānaṃ śarkarābhojanaṃ tathā / kartavyaṃ hi prayatnena vratame tadravipriyam

An diesem Tag aber sollen Zuckerspende und ebenso Zuckeressen mit Eifer vollzogen werden; dies ist bei diesem Gelübde der Sonne lieb.

Wort für Wort
asyāṃ tu śarkarādānam
an diesem Tag aber Zuckerspende
śarkarābhojanaṃ tathā
und ebenso Zuckeressen
kartavyaṃ hi prayatnena
soll mit Eifer vollzogen werden
vratame tad ravipriyam
in diesem Gelübde ist dies der Sonne lieb

[Anm.: 'vratame' im Quelltext, metrisch/orthographisch unregelmäßig für 'vrate 'smin'.]

yaḥ kuryātparāyā bhaktyā sa vai sadgatimāpnuyāt / jyeṣṭhe tu śuklasaptamyāṃ jāta indro raviḥ svayam

Wer dieses Gelübde mit höchster Hingabe vollzieht, der erlangt wahrlich den guten Weg (Erlösung). An der hellen Saptamī des Jyeṣṭha wurde Indra, die Sonne selbst, geboren.

Wort für Wort
yaḥ kuryāt parayā bhaktyā
wer es mit höchster Hingabe vollzieht
sa vai sadgatim āpnuyāt
der erlangt wahrlich den guten Weg
jyeṣṭhe tu śuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Jyeṣṭha aber
jātaḥ indraḥ raviḥ svayam
wurde Indra, die Sonne selbst, geboren

taṃ saṃpūjya vidhānena sopavāso jitendriyaḥ / svargatiṃ labhate vipra devendrasya prasādataḥ

Wer ihn nach Vorschrift verehrt, fastend und mit gebändigten Sinnen, erlangt, o Brahmane, den Himmelsweg durch die Gnade des Götterfürsten.

Wort für Wort
taṃ saṃpūjya vidhānena
ihn nach Vorschrift verehrend
sopavāsaḥ jitendriyaḥ
fastend, mit gebändigten Sinnen
svargatiṃ labhate vipra
erlangt den Himmelsweg, o Brahmane
devendrasya prasādataḥ
durch die Gnade des Götterfürsten

āṣāḍhaśuklasaptamyāṃ vivasvānnāma bhāskaraḥ / jātastaṃ tatra saṃprārcya gandhapuṣpādibhiḥ pṛthak

An der hellen Saptamī des Āṣāḍha wurde der Sonnengott mit Namen Vivasvān geboren; wer ihn dort mit Duftstoffen, Blumen und dergleichen einzeln verehrt,

Wort für Wort
āṣāḍhaśuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Āṣāḍha
vivasvān nāma bhāskaraḥ jātaḥ
wurde der Sonnengott namens Vivasvān geboren
taṃ tatra saṃprārcya
ihn dort gut verehrend
gandhapuṣpādibhiḥ pṛthak
mit Duftstoffen, Blumen und dergleichen, einzeln dargebracht

labhate sūryasāyujyaṃ viprendrātra na saṃśayaḥ / śrāvaṇe śuklasaptamyāmavyaṅgākhyaṃ vrataṃ śubham

erlangt die Vereinigung mit der Sonne, o Fürst der Brahmanen - daran ist kein Zweifel. An der hellen Saptamī des Śrāvaṇa gibt es das glückverheißende Gelübde namens Avyaṅga.

Wort für Wort
labhate sūryasāyujyam
erlangt die Vereinigung mit der Sonne
viprendra atra na saṃśayaḥ
o Fürst der Brahmanen, daran ist kein Zweifel
śrāvaṇe śuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Śrāvaṇa
avyaṅgākhyaṃ vrataṃ śubham
gibt es das glückverheißende Gelübde namens Avyaṅga

kārpāsaṃ tu caturhastaṃ sārddha vastraṃ hi gopateḥ /// / pūjānte prītaye deyaṃ vratametacchubhāvaham

Ein vier Ellen langes Baumwollgewand, ein Gewand also für den Herrn der Kühe [Sūrya], soll am Ende der Verehrung zu seiner Freude gegeben werden; dieses Gelübde bringt Segen.

Wort für Wort
kārpāsaṃ tu caturhastam
ein Baumwollgewand aber von vier Ellen
sārdha vastraṃ hi gopateḥ
das Gewand für den Herrn der Kühe [Sūrya] [?]
pūjānte prītaye deyam
soll am Ende der Verehrung zur Freude gegeben werden
vratam etat śubhāvaham
dieses Gelübde bringt Segen

[Anm.: 'sārddha' unklar, evtl. 'sa-ardha' ('mit halbem Zuschlag') oder Druckfehler; Übersetzung sinngemäß.]

yadi ceddhastayukteyaṃ tadā syātpāpanāśinī / asyāṃ dānaṃ japo homaḥ sarvaṃ cākṣayyatāṃ vrajet

Und wenn dieses Gewand die volle Länge von vier Ellen hat [?], dann vernichtet es die Sünde; an diesem Tag werden Gabe, Gebetsmurmeln und Feueropfer - alles - unvergänglich.

Wort für Wort
yadi cet hastayuktā iyam
wenn diese Gabe die Ellenmaß-Länge hat [?]
tadā syāt pāpanāśinī
dann vernichtet sie die Sünde
asyāṃ dānaṃ japo homaḥ
an diesem Tag Gabe, Gebetsmurmeln, Feueropfer
sarvaṃ ca ākṣayyatāṃ vrajet
alles wird unvergänglich

[Anm.: 'hastayuktā' unsicher, wohl Bezug auf 'caturhasta' in V30.]

bhādre tu śuklasaptamyāmamuktābharaṇavratam / somasya tu maheśasya pūjanaṃ cātra kīrtitam

An der hellen Saptamī des Bhādra gibt es das Gelübde 'nicht abgelegter Schmuck' (Amuktābharaṇa); hier wird die Verehrung des Mondes und des großen Herrn [Śiva] gelehrt.

Wort für Wort
bhādre tu śuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Bhādra aber
amuktābharaṇavratam
das Gelübde des nicht abgelegten Schmucks
somasya tu maheśasya
des Mondes und des großen Herrn (Śiva)
pūjanaṃ ca atra kīrtitam
die Verehrung wird hier gelehrt

gaṅgādibhiḥ ṣoḍaśabhirupacāraiḥ samarcanam / prārthya praṇamya visṛjetsarvakāmasamṛddhaye

Die Verehrung geschieht mit den sechzehn Ehrengaben, beginnend mit Gangeswasser; nach dem Bitten und der Verneigung entlasse man die Gottheit zur Erfüllung aller Wünsche.

Wort für Wort
gaṅgādibhiḥ ṣoḍaśabhiḥ upacāraiḥ
mit den sechzehn Ehrengaben, beginnend mit Gangeswasser
samarcanam
erfolgt die Verehrung
prārthya praṇamya visṛjet
nach dem Bitten und Sich-Verneigen entlasse man die Gottheit
sarvakāmasamṛddhaye
zur Erfüllung aller Wünsche

phalasaptamikā ceyaṃ tadvidhānamudīryate / nālikeraṃ ca vṛntākaṃ nāraṅgaṃ bījapūrakam

Dies ist die Frucht-Saptamī (Phalasaptamikā); ihre Vorschrift wird nun dargelegt: Kokosnuss, Aubergine [?], Orange, Zitrusfrucht (Bijapūraka),

Wort für Wort
phalasaptamikā ca iyam
und dies ist die Frucht-Saptamī
tadvidhānam udīryate
ihre Vorschrift wird dargelegt
nālikeraṃ ca vṛntākam
Kokosnuss und Aubergine [?]
nāraṅgaṃ bījapūrakam
Orange, Zitrusfrucht

[Anm.: 'vṛntākam' bezeichnet gewöhnlich die Aubergine; als Frucht in dieser Aufzählung evtl. eine andere Baum-/Fruchtart gemeint [?].]

kūṣmāṇḍaṃ bṛhatīpūgamiti sapta phalāni vai / mahādevasya purato vinyasyāparadorakam

Kürbis, Bṛhatī-Frucht und Areka-Nuss - dies sind die sieben Früchte; nachdem man sie vor Mahādeva niedergelegt hat, binde man außerdem eine Schnur (um das Handgelenk).

Wort für Wort
kūṣmāṇḍaṃ bṛhatī pūgam
Kürbis, Bṛhatī-Frucht, Arekanuss
iti sapta phalāni vai
so sind es wahrlich sieben Früchte
mahādevasya purataḥ vinyasya
nachdem man sie vor Mahādeva niedergelegt hat
aparaṃ dorakam
nehme man außerdem eine Schnur

saptatantukṛtaṃ saptagranthiyuktaṃ dvijottama / saṃpūjya parayā bhaktyā dhārayedvāmake kare

Aus sieben Fäden gemacht, mit sieben Knoten versehen, o bester Zweifachgeborener; nachdem man sie mit höchster Hingabe verehrt hat, trage man sie am linken Arm.

Wort für Wort
saptatantukṛtaṃ saptagranthiyuktam
aus sieben Fäden gemacht, mit sieben Knoten versehen
dvijottama
o bester Zweifachgeborener
saṃpūjya parayā bhaktyā
nachdem man sie mit höchster Hingabe verehrt hat
dhārayet vāmake kare
trage man sie am linken Arm

strī naro dakṣiṇe caiva yāvadvarṣaṃ samāpyate / saṃbhojya viprānsaptaiva pāyasena visṛjyasa tān

Die Frau trage sie am rechten Arm, der Mann ebenso, bis ein Jahr vollendet ist; nachdem man genau sieben Brahmanen mit Milchreis (Pāyasa) gespeist hat, entlasse man sie.

Wort für Wort
strī naro dakṣiṇe ca eva
die Frau, der Mann ebenso am rechten Arm
yāvat varṣaṃ samāpyate
bis ein Jahr vollendet ist
saṃbhojya viprān sapta eva
nachdem man genau sieben Brahmanen gespeist hat
pāyasena visṛjya tān
mit Milchreis, entlasse man sie

[Anm.: 'visṛjyasa' im Quelltext, wohl Verschmelzung/Druckfehler für 'visṛjya sa (tān)'.]

svayaṃ bhuñjīta matimān vratasaṃpūrtihetave / phalāni tāni deyāni saptasvapi dvijeṣu ca

Der Kluge esse selbst, um die Vollständigkeit des Gelübdes zu erreichen; jene Früchte sollen auch den sieben Brahmanen gegeben werden.

Wort für Wort
svayaṃ bhuñjīta matimān
der Kluge esse selbst
vratasaṃpūrtihetave
um der Vollendung des Gelübdes willen
phalāni tāni deyāni
jene Früchte sollen gegeben werden
saptasu api dvijeṣu ca
auch den sieben Brahmanen

evaṃ tu sapta varṣāṇi kṛtvopāsya yathāvidhi / sāyujyaṃ labhate vipra mahādevasya tadvratī

Wer so sieben Jahre lang das Gelübde vorschriftsmäßig vollzieht und verehrt, erlangt, o Brahmane, als Gelübdehalter die Vereinigung mit Mahādeva.

Wort für Wort
evaṃ tu sapta varṣāṇi
so aber sieben Jahre lang
kṛtvā upāsya yathāvidhi
nachdem er vorschriftsmäßig vollzogen und verehrt hat
sāyujyaṃ labhate vipra
erlangt, o Brahmane
mahādevasya tadvratī
die Vereinigung mit Mahādeva, jener Gelübdehalter

āśvine śuklapakṣe tu vijñeyā śubhasaptamī / tasyāṃ kṛtasnānapūjo vācayitvā dvijottamān

In der hellen Hälfte des Āśvina ist die günstige Saptamī zu kennen; an ihr bade und verehre man, nachdem man beste Brahmanen Verse hat rezitieren lassen,

Wort für Wort
āśvine śuklapakṣe tu
in der hellen Hälfte des Āśvina aber
vijñeyā śubhasaptamī
ist die günstige Saptamī zu erkennen
tasyāṃ kṛtasnānapūjaḥ
an ihr, nachdem man gebadet und verehrt hat
vācayitvā dvijottamān
nachdem man beste Brahmanen Texte hat vortragen lassen

ārabhya kapilāṅgāṃ ca saṃpūjya prārthayettataḥ / tvāmahaṃ dadmi kalyāṇi prīyatāmaryamā svayam

und beginnend mit der Verehrung der Kapila-Kuh verehrt und dann bittet: 'Dich, o Heilbringende, gebe ich fort; möge Aryaman selbst zufrieden sein.'

Wort für Wort
ārabhya kapilāṅgāṃ ca
beginnend, auch die Kapila-Kuh
saṃpūjya prārthayet tataḥ
nachdem man verehrt hat, bitte man dann
tvām ahaṃ dadmi kalyāṇi
dich gebe ich, o Heilbringende
prīyatām aryamā svayam
möge Aryaman selbst zufrieden sein

pālaya tvaṃ jagatkatsnaṃ yato 'si dharmasambhavā / ityuktvā vedaviduṣe dattvā kṛtvā ca dakṣiṇām

'Beschütze du das ganze Universum, da du aus dem Dharma entstanden bist' - so gesprochen, übergebe man die Kuh einem Vedakundigen und gebe eine Gabe (Dakṣiṇā),

Wort für Wort
pālaya tvaṃ jagat kṛtsnam
beschütze du das ganze Universum
yataḥ asi dharmasaṃbhavā
da du aus dem Dharma entstanden bist
iti uktvā vedaviduṣe dattvā
so gesprochen, einem Vedakundigen gegeben habend
kṛtvā ca dakṣiṇām
und eine Gabe gemacht habend

namaskṛtya svayaṃ vipra visṛjetprāśayetvaravayam / pacagavyaṃ vrataṃ cetthaṃ vidhāya śvo dvijottamān

nachdem man sich verneigt hat, o Brahmane, entlasse man sie und lasse sie [das Pañcagavya] kosten [?]; nachdem man so das Fünf-Kuh-Erzeugnis-Gelübde vollzogen hat, [speise man] am folgenden Tag die besten Brahmanen,

Wort für Wort
namaskṛtya svayaṃ vipra
nachdem man sich verneigt hat, o Brahmane
visṛjet prāśayet [?]
entlasse man und lasse kosten [?] (Text unsicher)
pañcagavyaṃ vrataṃ ca ittham vidhāya
nachdem man so das Fünf-Kuh-Erzeugnis-Gelübde vollzogen hat
śvaḥ dvijottamān
am folgenden Tag die besten Brahmanen

[Anm.: 'prāśayetvaravayam' im Quelltext unklar, evtl. verderbt für 'prāśayet pañcagavyam'; 'pacagavyaṃ' wohl für 'pañcagavyaṃ'.]

bhojayitvā svayaṃ cādyāttadannaṃ dvijaśeṣitam / kṛtaṃ hyetadgataṃ vipra subhāṣyaṃ śraddhayānvitaḥ

nachdem man sie gespeist hat, esse man selbst jene Speise, die von den Brahmanen übriggelassen wurde; dies ist, o Brahmane, mit Glauben vollzogen, wie es wohlgesprochen überliefert ist [?].

Wort für Wort
bhojayitvā svayaṃ ca adyāt
nachdem man sie gespeist hat, esse man selbst
tadannaṃ dvijaśeṣitam
jene Speise, die von den Brahmanen übriggelassen wurde
kṛtaṃ hi etat gataṃ vipra
dies ist, o Brahmane, wahrlich so vollzogen [?]
subhāṣyaṃ śraddhayā anvitaḥ
wohlgesprochen überliefert, mit Glauben versehen [?]

[Anm.: Zweite Vershälfte unklar/möglicherweise verderbt.]

devadevaprasādena bhuktimuktimavāpnuyāt / atha kārtikaśuklāyāṃ śākākhyaṃ saptamīvratam

Durch die Gnade des Gottes der Götter erlangt man Genuss und Erlösung. Nun gibt es an der hellen (Saptamī) des Kārtika das Saptamī-Gelübde namens Śāka (Gemüse).

Wort für Wort
devadevaprasādena
durch die Gnade des Gottes der Götter
bhuktimuktim avāpnuyāt
erlangt man Genuss und Erlösung
atha kārtikaśuklāyām
nun an der hellen (Saptamī) des Kārtika
śākākhyaṃ saptamīvratam
das Saptamī-Gelübde namens Śāka

tasyāṃ tu saptaśākānisasvarṇakamalāni ca / pradadyātsaptaviprebhyaḥ śākāhārastataḥ svayam

An diesem Tag gebe man sieben Gemüsearten samt goldenen Lotusblüten sieben Brahmanen; danach ernähre man sich selbst nur von Gemüse.

Wort für Wort
tasyāṃ tu sapta śākāni
an diesem Tag aber sieben Gemüsearten
sasvarṇakamalāni ca
samt goldenen Lotusblüten
pradadyāt sapta viprebhyaḥ
gebe man sieben Brahmanen
śākāhāraḥ tataḥ svayam
danach ernähre man sich selbst von Gemüse

dvitīye 'hni dvijānbhojya datvā tebhyo 'nnadakṣiṇām / visṛjya bandhubhiḥ sārddhaṃ svayaṃ bhuñjīta vāgyataḥ

Am zweiten Tag speise man die Brahmanen, gebe ihnen Speise und Gabe (Dakṣiṇā), und nach der Entlassung esse man selbst schweigend zusammen mit den Verwandten.

Wort für Wort
dvitīye 'hni dvijān bhojya
am zweiten Tag, nachdem man die Brahmanen gespeist hat
datvā tebhyaḥ annadakṣiṇām
ihnen Speise[gabe] und Gabe gegeben habend
visṛjya bandhubhiḥ sārdham
nach der Entlassung, zusammen mit den Verwandten
svayaṃ bhuñjīta vāgyataḥ
esse man selbst schweigend

mārgasya sitasaptamyāṃ mitravratamudāhṛtam / yadviṣṇordakṣiṇaṃ netraṃ tadeva kṛtavāniha

An der hellen Saptamī des Mārgaśīrṣa wird das Mitra-Gelübde gelehrt; das rechte Auge Viṣṇus ist es, das eben dieses (als Sonne) hier gemacht hat [d.h. das rechte Auge Viṣṇus ward zur Sonne].

Wort für Wort
mārgasya sitasaptamyām
an der hellen Saptamī des Mārga(śīrṣa)
mitravratam udāhṛtam
wird das Mitra-Gelübde gelehrt
yat viṣṇoḥ dakṣiṇaṃ netram
was das rechte Auge Viṣṇus ist
tad eva kṛtavān iha
ebendieses ist hier (zur Sonne) geworden

adityāṃ kaśyapājjajñe mitro nāmā divākaraḥ / ato 'syāṃ pūjanaṃ tasya yathoktavidhinā dvija

Von Aditi durch Kaśyapa wurde der Tagesbereiter mit Namen Mitra geboren; daher erfolgt an diesem Tag seine Verehrung nach der genannten Vorschrift, o Zweifachgeborener.

Wort für Wort
adityāṃ kaśyapāt jajñe
in Aditi wurde von Kaśyapa geboren
mitraḥ nāma divākaraḥ
der Tagesbereiter mit Namen Mitra
ataḥ asyāṃ pūjanaṃ tasya
daher an diesem Tag seine Verehrung
yathoktavidhinā dvija
nach der genannten Vorschrift, o Zweifachgeborener

kṛtvā dvijānbhojayitvā saptaiva madhurādinā / suvarṇadakṣiṇāṃ datvā visṛjyāśnīta ca svayam

Nachdem man (das Ritual) vollzogen und genau sieben Brahmanen mit Süßspeisen und dergleichen gespeist hat, gebe man eine Goldgabe, entlasse sie und esse dann selbst.

Wort für Wort
kṛtvā dvijān bhojayitvā
nachdem man es vollzogen und die Brahmanen gespeist hat
sapta eva madhurādinā
genau sieben, mit Süßspeisen und dergleichen
suvarṇadakṣiṇāṃ datvā
nachdem man eine Goldgabe gegeben hat
visṛjya aśnīta ca svayam
nach der Entlassung esse man selbst

kṛtvaitadvidhinā lokaṃ sṛryyasya vrajati dhruvam / dvijobrāhmaṃ tathā śūdraḥ satkulejanma cāpnuyāt

Wer dies vorschriftsmäßig vollzieht, gelangt sicher in die Welt der Sonne; ein Zweifachgeborener (erlangt) die Brahma-Welt, und ebenso erlangt ein Śūdra dadurch Geburt in einer guten Familie.

Wort für Wort
kṛtvā etad vidhinā
wer dies vorschriftsmäßig vollzieht
lokaṃ sūryasya vrajati dhruvam
gelangt sicher in die Welt der Sonne
dvijaḥ brāhmaṃ tathā
ein Zweifachgeborener (erlangt) die Brahma-Welt, ebenso
śūdraḥ satkule janma ca āpnuyāt
erlangt ein Śūdra Geburt in einer guten Familie

pauṣasya śuklasaptamyāṃ vrataṃ cābhayasaṃjñitam / upoṣya bhānuṃ triḥsandhyaṃ samabhyarcya dharāsthitaḥ

An der hellen Saptamī des Pauṣa gibt es das Gelübde mit Namen Abhaya (Furchtlosigkeit); der Gelübdehalter faste und verehre, auf der Erde sitzend, die Sonne zu den drei Dämmerungszeiten,

Wort für Wort
pauṣasya śuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Pauṣa
vrataṃ ca abhayasaṃjñitam
und das Gelübde mit Namen Abhaya
upoṣya bhānuṃ triḥsandhyam
nach dem Fasten, die Sonne zu den drei Dämmerungen
samabhyarcya dharāsthitaḥ
verehrend, auf der Erde sitzend

kṣīrasiktānnasaṃbaddhaṃ modakaṃ prasthasaṃmitam / dvijāya datvā bhojyānyānsaptāṣṭabhyaśca dakṣiṇām

Ein mit Milch benetztes, aus Reis bereitetes Kügelchen (Modaka) im Maß eines Prastha gebe man dem Brahmanen, sowie weitere Speisen sieben oder acht Brahmanen samt einer Gabe.

Wort für Wort
kṣīrasiktānnasaṃbaddham
mit Milch benetzt, aus Reis bereitet
modakaṃ prasthasaṃmitam
ein Kügelchen im Maß eines Prastha
dvijāya datvā bhojyāni anyān
einem Brahmanen gegeben, weitere Speisen anderen
sapta-aṣṭābhyaḥ ca dakṣiṇām
sieben oder acht, sowie eine Gabe

pṛthavī vā suvarṇaṃ vā visṛjyāśnīta ca svayam / abhayākhyaṃ vrataṃ tvetatsarvasyābhayadaṃ smṛtam

(Man gebe) Land oder Gold; nach der Entlassung esse man selbst. Dieses Gelübde mit Namen Abhaya gilt als allem Furchtlosigkeit verleihend.

Wort für Wort
pṛthivī vā suvarṇaṃ vā
Erde/Land oder Gold (gebe man)
visṛjya aśnīta ca svayam
nach der Entlassung esse man selbst
abhayākhyaṃ vrataṃ tu etat
dieses Gelübde mit Namen Abhaya
sarvasya abhayadaṃ smṛtam
gilt als allem Furchtlosigkeit gebend

mārtaṇḍākhyaṃ vrataṃ nāma kathayanti dvijāḥ pare / ekameveti ca proktamekadaivatayā budhaiḥ

Andere Brahmanen nennen dieses Gelübde mit dem Namen Mārtaṇḍa; und es wird von den Weisen als 'ein einziges' bezeichnet, da es eine einzige Gottheit hat.

Wort für Wort
mārtaṇḍākhyaṃ vrataṃ nāma
das Gelübde mit dem Namen Mārtaṇḍa
kathayanti dvijāḥ pare
nennen es andere Brahmanen
ekam eva iti ca proktam
und es wird als 'ein einziges' bezeichnet
ekadaivatayā budhaiḥ
wegen der einen Gottheit, von den Weisen

māghe tu kṛṣṇasaptamyāṃ vrataṃ sarvāptisaṃjñakam / samupoṣya dine tasminsampūjyādityabimbakam

An der dunklen Saptamī des Māgha aber gibt es das Gelübde mit Namen Sarvāpti (Erreichung von Allem); nachdem man an jenem Tag gefastet hat, verehre man die Sonnenscheibe,

Wort für Wort
māghe tu kṛṣṇasaptamyām
an der dunklen Saptamī des Māgha aber
vrataṃ sarvāptisaṃjñakam
das Gelübde mit dem Namen Sarvāpti
samupoṣya dine tasmin
nachdem man an jenem Tag gefastet hat
sampūjya ādityabimbakam
verehre man die Sonnenscheibe

sauvarṇaṃ gandhapuṣpādyaiḥ kṛtvā rātrau ca jāgaram / pare 'hni viprānsambhojya pāyasena tu sapta vai

die goldene (Scheibe), mit Duftstoff, Blumen und dergleichen; und in der Nacht halte man Nachtwache; am folgenden Tag speise man genau sieben Brahmanen mit Milchreis,

Wort für Wort
sauvarṇaṃ gandhapuṣpādyaiḥ
die goldene (Scheibe) mit Duftstoff, Blumen und dergleichen
kṛtvā rātrau ca jāgaram
und in der Nacht Nachtwache haltend
pare 'hni viprān sambhojya
am folgenden Tag, nachdem man Brahmanen gespeist hat
pāyasena tu sapta vai
mit Milchreis, genau sieben

dakṣiṇāṃ nālikerāṇi tebhyo datvā guruṃ tataḥ / sauvarṇaṃ tu raverbimbaṃ yuktaṃ dakṣiṇayā nyayā

gebe ihnen Gabe und Kokosnüsse, danach dem Lehrer (Guru) die goldene Sonnenscheibe, versehen mit einer angemessenen Gabe,

Wort für Wort
dakṣiṇāṃ nālikerāṇi
Gabe und Kokosnüsse
tebhyo datvā guruṃ tataḥ
ihnen gegeben, danach dem Lehrer
sauvarṇaṃ tu raveḥ bimbam
die goldene Sonnenscheibe aber
yuktaṃ dakṣiṇayā nyayā
versehen mit einer gebührenden Gabe

samarpya ca bhṛśaṃ prārthya visṛjyādyātsvayaṃ tataḥ / etatsarvāptidaṃ nāma saṃproktaṃ sārvakāmikam

übergebe (sie), bitte inständig, entlasse (sie) und esse dann selbst. Dies ist es, was als 'Sarvāpti' - alle Wünsche gewährend - genannt wird.

Wort für Wort
samarpya ca bhṛśaṃ prārthya
nachdem man übergeben und inständig gebeten hat
visṛjya adyāt svayaṃ tataḥ
nach der Entlassung esse man dann selbst
etat sarvāptidaṃ nāma
dies mit Namen 'Alles gewährend'
saṃproktaṃ sārvakāmikam
wird genannt, alle Wünsche erfüllend

vratasyāsya prabhāveṇa dvaitaṃ sidhyeddhi sarvathā / māghasya śuklasaptamyāmacalākhyaṃ vrataṃ smṛtam

Durch die Kraft dieses Gelübdes gelingt fürwahr in jeder Hinsicht das Zweifache [wohl: Genuss und Erlösung, bhukti und mukti] [?]. An der hellen Saptamī des Māgha gilt das Gelübde mit Namen Acalā (die Unbewegliche).

Wort für Wort
vratasya asya prabhāveṇa
durch die Kraft dieses Gelübdes
dvaitaṃ sidhyet hi sarvathā
gelingt fürwahr in jeder Hinsicht das Zweifache [?]
māghasya śuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Māgha
acalākhyaṃ vrataṃ smṛtam
gilt das Gelübde mit Namen Acalā

[Anm.: 'dvaitaṃ' hier vermutlich i.S.v. 'beides' (bhukti und mukti); unsicher [?].]

trilocanajayantīyaṃ sarvapāpaharā smṛtā / rathākhyā saptamī ceyaṃ cakravartitvadāyinī

Dies ist der Geburtstag des Dreiäugigen (Śiva); er gilt als alle Sünde hinwegnehmend; und diese Saptamī heißt auch Ratha(-saptamī), sie verleiht die Herrschaft eines Weltenherrschers (Cakravartin).

Wort für Wort
trilocanajayantī iyam
dies ist der Geburtstag des Dreiäugigen
sarvapāpaharā smṛtā
sie gilt als alle Sünde hinwegnehmend
rathākhyā saptamī ca iyam
und diese Saptamī heißt auch Ratha(-saptamī)
cakravartitvadāyinī
sie verleiht die Herrschaft eines Weltenherrschers

asyāṃ samarcya savituḥ pratimāṃ tu haimīṃ haimāśvayuktarathagāṃ tu dadetsahebhām / yo bhāvabhaktisahitaḥ sa gato hi lokaṃ śambhoḥ sa modata ihāpi ca bhuktabhogaḥ

Wer an diesem Tag ein goldenes Abbild der Sonne verehrt und es, auf einen mit goldenen Rossen bespannten Wagen gestellt, samt Elefant hingibt - wer dies mit innerer Hingabe (tut), der gelangt fürwahr in die Welt Śambhus (Śivas), und er freut sich auch hier, nachdem er (alle irdischen) Genüsse genossen hat.

Wort für Wort
asyāṃ samarcya savituḥ pratimāṃ tu haimīm
wer an diesem Tag ein goldenes Abbild der Sonne verehrt
haimāśvayuktarathagāṃ tu dadet sahebhām
und es, auf einen mit goldenen Rossen bespannten Wagen gestellt, samt Elefant, hingibt
yo bhāvabhaktisahitaḥ sa gato hi lokaṃ śambhoḥ
wer mit innerer Hingabe (dies tut), gelangt fürwahr in die Welt Śambhus
sa modate ihāpi ca bhuktabhogaḥ
er freut sich auch hier, nachdem er die Genüsse genossen hat

bhāskarī saptamī ceyaṃ koṭibhāsvadgrahopamā / aruṇodayavelāyāmasyāṃ snānaṃ vidhīyate

Dies ist die Bhāskarī-Saptamī, vergleichbar mit Millionen leuchtender Planeten; an diesem Tag wird das Bad zur Zeit des Morgenrots vorgeschrieben.

Wort für Wort
bhāskarī saptamī ca iyam
und dies ist die Bhāskarī-Saptamī
koṭibhāsvadgrahopamā
vergleichbar mit Millionen leuchtender Planeten
aruṇodayavelāyām
zur Zeit des Morgenrots
asyāṃ snānaṃ vidhīyate
wird an diesem Tag das Bad vorgeschrieben

arkasya ca badaryāśca sapta sapta dalāni vai / nidhāya śirasi snāyātsaptajanmāghaśāntaye

Von Arka(-Baum) und von Badarī (Jujube) je sieben Blätter auf das Haupt gelegt, bade man zur Beruhigung der Sünden von sieben Geburten.

Wort für Wort
arkasya ca badaryāḥ ca
des Arka(-Baumes) und der Badarī (Jujube)
sapta sapta dalāni vai
je sieben Blätter
nidhāya śirasi snāyāt
auf das Haupt gelegt, bade man
saptajanmāghaśāntaye
zur Beruhigung der Sünden von sieben Geburten

putrapradaṃ vrataṃ cātra prāhādityaḥ svayaṃ prabhuḥ / yo māghasitaptamyāṃ pūjayenmāṃ vidhānataḥ

Der Sonnengott (Āditya), der Herr selbst, verkündete hier auch das Sohn-gewährende Gelübde: 'Wer an der hellen Saptamī des Māgha mich vorschriftsmäßig verehrt,'

Wort für Wort
putrapradaṃ vrataṃ ca atra
und das Sohn-gewährende Gelübde hier
prāha ādityaḥ svayaṃ prabhuḥ
verkündete der Sonnengott, der Herr, selbst
yo māghasitasaptamyām
wer an der hellen Saptamī des Māgha
pūjayen māṃ vidhānataḥ
mich vorschriftsmäßig verehrt

[Anm.: 'sitaptamyāṃ' im Quelltext, wohl für 'śuklasaptamyāṃ'.]

tasyāhaṃ putratāṃ yāsye svāṃśena bhṛśatoṣitaḥ / tasmājjitendriyo bhūtvā samupoṣya divāniśam

'dessen Sohn werde ich, sehr zufrieden gestellt, mit einem Teil meiner selbst werden. Deshalb soll man, nachdem man die Sinne gebändigt hat, Tag und Nacht fasten,'

Wort für Wort
tasya ahaṃ putratāṃ yāsye
dessen Sohn werde ich (selbst)
svāṃśena bhṛśatoṣitaḥ
sehr zufrieden gestellt, mit einem Teil meiner selbst
tasmāt jitendriyo bhūtvā
deshalb, nachdem man die Sinne gebändigt hat
samupoṣya divāniśam
Tag und Nacht fastend

pūjayedapare cāhni homaṃ kṛtvā dvijāṃ stataḥ / dadhyodanena payasā pāyasena ca bhojayet

und am folgenden Tag verehren, nach vollzogenem Feueropfer die Brahmanen, und sie mit Joghurtreis, Milch und Milchreis speisen.

Wort für Wort
pūjayet apare ca ahni
und am folgenden Tag verehre man
homaṃ kṛtvā dvijān tataḥ
nach vollzogenem Feueropfer dann die Brahmanen
dadhyodanena payasā
mit Joghurtreis, mit Milch
pāyasena ca bhojayet
und mit Milchreis speise man

anena vidhinā yamtu kurute putrasaptamīḥ / labhate sa tu satputraṃ cirāyuṣamanāmayam

Wer nach dieser Vorschrift die Sohn-Saptamī vollzieht, der erlangt einen guten Sohn von langem Leben und ohne Krankheit.

Wort für Wort
anena vidhinā yaṃ tu
wer nach dieser Vorschrift
kurute putrasaptamīḥ
die Sohn-Saptamī vollzieht
labhate sa tu satputram
der erlangt einen guten Sohn
cirāyuṣam anāmayam
von langem Leben, ohne Krankheit

tapasyaśuklasaptamyāṃ vratamarkapuṭaṃ caret // / arkapatrairyajedarkamarkapatrāṇi cāśnuyāt

An der hellen Saptamī des Tapasya (Māgha) vollziehe man das Arkapuṭa-Gelübde; mit Arka-Blättern verehre man die Sonne (Arka) und esse Arka-Blätter.

Wort für Wort
tapasyaśuklasaptamyām
an der hellen Saptamī des Tapasya
vratam arkapuṭaṃ caret
vollziehe man das Arkapuṭa-Gelübde
arkapatraiḥ yajet arkam
mit Arka-Blättern verehre man die Sonne (Arka)
arkapatrāṇi ca aśnuyāt
und esse Arka-Blätter

arkanāma japecchaśvaditthaṃ cārkapuṭavratam / dhanadaṃ putradaṃ caitatsarvapāpapraṇāśanam

Man murmle immer wieder den Namen der Sonne (Arka); so besteht das Arkapuṭa-Gelübde; es gewährt Reichtum, Söhne und vernichtet alle Sünden.

Wort für Wort
arkanāma japet śaśvat
man murmle immer wieder den Namen der Sonne
ittham ca arkapuṭavratam
so besteht das Arkapuṭa-Gelübde
dhanadaṃ putradaṃ ca etat
dies gewährt Reichtum und Söhne
sarvapāpapraṇāśanam
und vernichtet alle Sünden

[Anm.: 'japecchaśvat' im Quelltext, wohl für 'japet śaśvat'.]

trivargadāmiti prāhuḥ kecidetadvataṃ dvija / yajñavrataṃ tathāpyanye vidhivaddhomakarmaṇā

Manche nennen dieses Gelübde 'die drei Lebensziele (Trivarga) gebend', o Zweifachgeborener, andere wiederum das Opfer-Gelübde, wegen des vorschriftsmäßigen Feueropfer-Ritus.

Wort für Wort
trivargadām iti prāhuḥ
als 'die drei Ziele gebend' nennen
kecit etat vrataṃ dvija
manche dieses Gelübde, o Zweifachgeborener
yajñavrataṃ tathā api anye
als Opfer-Gelübde wiederum andere
vidhivat homakarmaṇā
wegen des vorschriftsmäßigen Feueropfer-Ritus

sarvāsu sarvamāseṣu saptamīṣu dvijottamaḥ / bhāskarārādhanaṃ proktaṃ sarvakāmikamityalam

An allen Saptamī-Tagen in allen Monaten ist, o bester Zweifachgeborener, die Verehrung der Sonne gelehrt worden, alle Wünsche erfüllend - genug damit.

Wort für Wort
sarvāsu sarvamāseṣu saptamīṣu
an allen Saptamī-Tagen in allen Monaten
dvijottamaḥ
o bester Zweifachgeborener
bhāskarārādhanaṃ proktam
die Verehrung der Sonne wurde gelehrt
sarvakāmikam iti alam
alle Wünsche erfüllend - genug damit

Interaktive Leseansicht des ganzen Werks