Kapitel 73: hanumanmantrakathanam
Erzählung des Hanumat-Mantras
Titel gemäß der in der Aufgabenstellung vorgegebenen Kolophon-Angabe (dort im Kolophon als 74. Kapitel, catuḥsaptatitama, bezeichnet; dortiges OCR-Artefakt „buhadupākhyāne“ für „bṛhadupākhyāne“ stillschweigend korrigiert). Dieser für Kapitel 73 maßgebliche Kolophon ist im vorliegenden Quelltext (src_kap73_raw.txt) selbst nicht enthalten; er wäre, dem bereits für Kapitel 72 und 77 dokumentierten Verschiebungsmuster der Quelle folgend, am Anfang von V.1 des NÄCHSTEN Kapitels (74) zu erwarten, dessen Rohtext hier nicht vorliegt. Umgekehrt beginnt V.1 der vorliegenden Datei ihrerseits mit der Schlusskolophonzeile des VORANGEHENDEN Kapitels 72 (dort selbst als 73., trisaptatitama, „rāmādyupāsanāvarṇanam“ bezeichnet; siehe Anm. zu V.1). Ein eigener Schlusskolophon zum vorliegenden Kapitel 73 fehlt somit in dessen Quelltext.
So [endet] im ehrwürdigen Bṛhannāradīya-Purāṇa, im Pūrvabhāga, in der großen Nebenerzählung, im Sanatkumāra-Abschnitt, im dritten Pāda, das mit „Beschreibung der Verehrung Rāmas u.a.“ betitelte 73. Kapitel. – Nun werden, o Fürst der Brahmanen, die alle Wünsche gewährenden Mantras Hanumats verkündet, durch deren Verehrung Menschen dessen Wandel gleich werden.
das mit „Beschreibung der Verehrung Rāmas u.a.“ betitelte 73. Kapitel
athocyante hanumato mantrāḥ sarveṣṭadāyakāḥ
nun werden die alle Wünsche gewährenden Mantras Hanumats verkündet
yānsamārādhya viprendra tattulyācaraṇā narāḥ
durch deren Verehrung, o Fürst der Brahmanen, Menschen dessen Wandel gleich werden
[Anm.: Wie schon für Kapitel 72 (siehe dort Anm. zu V.1) beginnt auch dieses Kapitel mit der versehentlich mitgeführten Schlusskolophonzeile des vorangehenden Kapitels (72, „Beschreibung der Verehrung Rāmas u.a.“, im Kolophon als 73. bezeichnet). Die für das vorliegende, projektintern als Kapitel 73 geführte Stück maßgebliche, in der Aufgabenstellung vorgegebene Kolophon-Angabe („hanumanmantrakathanam“, im Kolophon als 74., catuḥsaptatitama, bezeichnet) findet sich demselben Verschiebungsmuster folgend am Anfang von V.1 des nächsten, hier nicht vorliegenden Kapitels 74. Ein eigener Schlusskolophon fehlt am Ende des vorliegenden Kapitels. Ferner liegt in „buhadupākhyāne“ eine offensichtliche OCR-Verschreibung für „bṛhadupākhyāne“ vor.]
manuḥ svaredusaṃyuktaṃ gaganaṃ ca bhagānvitāḥ / / hasaphaāgniniśādhīśāḥdvitīyaṃ bījamīritam
Der Mantra [beginnt mit einer Silbe], verbunden mit Vokal und Mond(-Bindu); [dann] der Himmel (gagana, Null) und mit Bhaga versehen; „ha, pha, Agni, der Herr der Nacht“ [Mond] – dies wird als die zweite Keimsilbe genannt.
Wort für Wort
manuḥ svaredusaṃyuktaṃ gaganaṃ ca bhagānvitāḥ
der Mantra, verbunden mit Vokal und Mond(-Bindu); der Himmel (Null) und mit Bhaga versehen
hasaphaāgniniśādhīśāḥ dvitīyaṃ bījamīritam
„ha, pha, Agni, der Herr der Nacht“ [Mond] – dies wird als die zweite Keimsilbe genannt
[?: Der Vers verwendet ein zahlensymbolisches Kūṭa-System (Silben werden über Zahlwörter wie „gagana“=Null, „agni“=drei, „niśādhīśa“ [Mond]=eins kodiert), dessen genaue Auflösung in die tatsächlichen Lautwerte nicht sicher rekonstruierbar ist.]
Mit Vokal, Bhṛgu und Agni versehen, reich an Mond und Bhaga [?] – dies wird als die dritte Keimsilbe genannt; der Himmelsraum, mit Bhṛgu, dem eigenen Agni und Mond verbunden, sei die vierte,
Wort für Wort
svaphaāgnayo bhagendvāḍhyāstṛtīyaṃ bījamīritam
mit Vokal, Bhṛgu und Agni versehen, reich an Bhaga und Mond – die dritte Keimsilbe
viyadbhṛgvagnimanvinduyuktaṃ syāñca caturthakam
der Himmelsraum, mit Bhṛgu, dem eigenen Agni und Mond verbunden, sei die vierte
[?: Auch hier bleibt die genaue Zuordnung der zahlensymbolischen Kūṭa-Ausdrücke (Bhṛgu, Agni, Indu u.a.) zu den intendierten Lautwerten unsicher.]
die fünfte, reich an Bhaga und Mond, aus Himmelsraum, Bhṛgu und dem eigenen Agni; reich an Manu und Mond, dann „ha“ und „sa“ – die sechste, endend auf „nge“ – dann wird das Wort „hanumān“ gebildet.
Wort für Wort
pañcamaṃ bhagacandrāḍhyāviyadbhṛgusvakāgnayaḥ
die fünfte, reich an Bhaga und Mond, aus Himmelsraum, Bhṛgu und dem eigenen Agni
reich an Manu und Mond, „ha“ und „sa“ – die sechste, endend auf „nge“ – dann das Wort „hanumān“
[?: Wie in den vorangehenden Versen bleibt die exakte phonetische Auflösung des Kuuta-Codes unsicher; klar erkennbar ist jedoch, dass die so gebildete Silbenfolge auf das Wort „hanumān“ hinausläuft.]
Hanumān ist die Gottheit, die sechste Silbe die Keimsilbe, die zweite die Kraftsilbe; mit den sechs Keimsilben bilde man die sechs Glieder(-mantras): am Scheitel, an der Stirn, an beiden Augen, im Antlitz,
Wort für Wort
devatā hanumānbījaṃ ṣaṣṭaṃ śaktirdvatīyakam
Hanumān ist die Gottheit, die sechste Silbe die Keimsilbe, die zweite die Kraftsilbe
ṣaḍbījaiśca ṣaḍaṅgāni śirobhāle dṛśormukhe
mit den sechs Keimsilben die sechs Glieder(-mantras): am Scheitel, an der Stirn, an beiden Augen, im Antlitz
an beiden Armen, am Herzen, am Bauch und am Nabel, an der Fahne [?], an beiden Knien und an beiden Füßen lege man der Reihe nach die Silben auf.
Wort für Wort
galabāhudvaye caiva hṛdi kukṣau ca nābhitaḥ
an beiden Armen, am Herzen, am Bauch und am Nabel
dhvaje jānudvaye pādadvaye varṇānkramānnyaset
an der Fahne [?], an beiden Knien und an beiden Füßen lege man der Reihe nach die Silben auf
[?: „dhvaje“ (an der Fahne) ist als Körperstelle ungewöhnlich; möglicherweise ist eine andere, ähnlich lautende Körperbezeichnung im Quelltext entstellt.]
Die sechs Keimsilben und das Silbenpaar am Scheitel, an der Stirn, im Antlitz, am Herzen, am Nabel, an den Schenkeln, an den Unterschenkeln und an den Füßen lege man der Reihe nach auf.
Wort für Wort
ṣaḍbījāni padadvandvaṃ mūrdhni bhāle mukhe hṛdi
die sechs Keimsilben, das Silbenpaar am Scheitel, an der Stirn, im Antlitz, am Herzen
nābhāvūrvorjaṅghayośca pādayorvinyasetkramāt
am Nabel, an den Schenkeln, an den Unterschenkeln und an den Füßen lege man der Reihe nach auf
der beständig in der Meditation über Sri Rāmas Lotosfüße verweilt, von Sugrīva und den anderen Vorzüglichen verehrt wird; man verehre den Windsohn, der durch sein Gebrüll die Rākṣasas erschreckt.
Wort für Wort
śrīrāmāṅghridhyānaniṣṭaṃ sugrīvapramukhārcitam
der beständig in der Meditation über Sri Rāmas Lotosfüße verweilt, von Sugrīva und den Vorzüglichen verehrt wird
vitrāsayantaṃ nādena rākṣasānmārutiṃ bhajet
der durch sein Gebrüll die Rākṣasas erschreckt – man verehre den Windsohn
So meditierend, die Sinne bezwungen, wiederhole man tausend Sonnen(-mal, d.h. zwölftausendmal) den Mantra; ein Zehntel davon opfere man mit Reiskörnern, gemischt mit Milch, Dickmilch und Ghee.
Wort für Wort
dhyātvaivaṃ prajapedbhānusahasraṃ vijitaindriyaḥ
so meditierend, die Sinne bezwungen, wiederhole man tausend Sonnen(-mal) den Mantra
daśāṃśaṃ juhuyādbīhīnpayodadhyājyamiśritān
ein Zehntel davon opfere man mit Reiskörnern, gemischt mit Milch, Dickmilch und Ghee
Auf dem zuvor genannten vaiṣṇava-Sitz (Pīṭha) setze man, nachdem man mit dem Grundmantra die Gestalt geistig gesetzt hat, die Gottheit dort herbeigerufen und mit Fußwasser u.a. Gaben verehrt,
Wort für Wort
pūrvokte vaiṣṇave pīṭhe mūrttiṃ saṃkalpya mūlataḥ
auf dem zuvor genannten vaiṣṇava-Sitz, nachdem man mit dem Grundmantra die Gestalt geistig gesetzt hat
āvāhya tatra saṃpūjya pādyādibhirupāyanaiḥ
dort herbeigerufen und mit Fußwasser u.a. Gaben verehrt
keśareṣvaṅgapūjā syātpatreṣu ca tator'cayet / / rāmabhakto mahātejāḥ kapirājo mahābalaḥ
an den Staubfäden geschehe die Gliederverehrung, auf den Blättern verehre man ihn ferner: den Raama-Verehrer, den Glanzvollen, den Affenkönig, den Starkkräftigen,
Wort für Wort
keśareṣvaṅgapūjā syātpatreṣu ca tator'cayet
an den Staubfäden geschehe die Gliederverehrung, auf den Blättern verehre man ihn ferner
rāmabhakto mahātejāḥ kapirājo mahābalaḥ
den Raama-Verehrer, den Glanzvollen, den Affenkönig, den Starkkräftigen
Suṣeṇa, Dvivida, Mainda – die Weltenhüter (Lokapaala) verehre man ferner; nachdem man auch die mit Vajra beginnenden Waffen verehrt hat, wird der Mantra so vollendet (siddha).
Wort für Wort
suṣeṇaṃ dvividaṃ maindaṃ lokapālastator'cayet
Suṣeṇa, Dvivida, Mainda – die Weltenhüter verehre man ferner
vajrādyānapi saṃpūjya siddhaścaivaṃ manurbhavet
nachdem man auch die mit Vajra beginnenden Waffen verehrt hat, wird der Mantra so vollendet
mantraṃ navaśataṃ rātrau japeddaśadināvadhi / / yo narastasya naśyanti rājaśatrūtthabhītayaḥ
Den Mantra wiederhole man neunhundertmal des Nachts, zehn Tage lang: dem Mann, der so verfährt, vergehen die von königlichen Feinden ausgehenden Ängste.
Wort für Wort
mantraṃ navaśataṃ rātrau japeddaśadināvadhi
den Mantra wiederhole man neunhundertmal des Nachts, zehn Tage lang
yo narastasya naśyanti rājaśatrūtthabhītayaḥ
dem Mann, der so verfährt, vergehen die von königlichen Feinden ausgehenden Ängste
Mit dem hundertacht[mal] besprochenen Wasser wird Gift vernichtet; mit demselben, mit diesem Mantra besprochenen Wasser wird das Fieber, das von Unholden, Epilepsie und Zauberwerk entsteht,
Wort für Wort
aṣṭottaraśatenāṃbu mantritaṃ viṣanāśanam
mit hundertacht[mal] besprochenem Wasser wird Gift vernichtet
bhūtāpasmārakṛtyotthajvare tanmantramantritaiḥ
beim Fieber, das von Unholden, Epilepsie und Zauberwerk entsteht, mit diesem Mantra besprochenem Wasser
Der Mantra-Kundige, dessen Glieder mit der so bemantelten Asche bestrichen sind, und der die damit besprochene Milch genießt und zum Kampf zieht, wird von den Waffenscharen nicht versehrt;
Wort für Wort
tajjaptabhasmaliptāṅgo bhuktvā tanmantritaṃ payaḥ
dessen Glieder mit der so bemantelten Asche bestrichen sind, wer die damit besprochene Milch genießt
yoddhuṃ gacchecca yo mantrī śastrasaṃghairṃna bādhyate
und der Mantra-Kundige, der zum Kampf zieht, wird von den Waffenscharen nicht versehrt
śaskṣataṃ vraṇasphoṭo lūtāsphoṭo 'pi bhasmanā / / trirjaptena ca saṃspṛṣṭāḥ śuṣyantyeva na saṃśayaḥ
eine Wunde, eine Geschwulst, auch ein Spinnenbiss werden, dreimal mit Asche, die mit diesem Mantra besprochen ist, berührt, gewiss austrocknen, ohne Zweifel.
Wort für Wort
śaskṣataṃ vraṇasphoṭo lūtāsphoṭo 'pi bhasmanā
eine Wunde, eine Geschwulst, auch ein Spinnenbiss, mit Asche
trirjaptena ca saṃspṛṣṭāḥ śuṣyantyeva na saṃśayaḥ
dreimal mit dem besprochenen Asche berührt, trocknen gewiss aus, ohne Zweifel
man vergrabe ihn, den Mantra sprechend, rasch, nachdem man ihn besprochen hat, an der Türschwelle des Feindes, unbemerkt: die miteinander verfeindeten Gegner fliehen alsbald auseinander.
Wort für Wort
nikhanedabhimantryāśuśatrūṇāṃ dvāryalakṣitaḥ
man vergrabe ihn, rasch, nachdem man ihn besprochen hat, an der Türschwelle des Feindes, unbemerkt
vidveṣaṃ mitha āpannāḥ palāyante 'rayo 'cirāt
die in gegenseitige Feindschaft geratenen Gegner fliehen alsbald auseinander
bhasmāṃbu candanaṃ mantrī mantreṇānena mantritam / / bhakṣyādiyojitaṃ yasmai dadāti sa tu dāsavat
Aschewasser oder Sandelholz, vom Mantra-Kundigen mit diesem Mantra besprochen und jemandem als Speise u.ä. gegeben – wer es erhält, wird ihm wie ein Sklave ergeben.
Wort für Wort
bhasmāṃbu candanaṃ mantrī mantreṇānena mantritam
Aschewasser, Sandelholz, vom Mantra-Kundigen mit diesem Mantra besprochen
bhakṣyādiyojitaṃ yasmai dadāti sa tu dāsavat
wem er es, mit Speise u.ä. versehen, gibt – der wird ihm wie ein Sklave
Selbst grausame Tiere werden so gefügig. Nachdem man die aus dem Bau einer Schlange oder von der Wurzel eines Karañja-Baumes genommene Erde genommen hat,
Wort für Wort
krūrāśca jantavo 'pyevaṃ bhavanti vaśavartinaḥ
selbst grausame Tiere werden so gefügig
gṛhītveśanadiskaṃsthaṃ karañjatarumūlakam
nachdem man die aus dem Schlangenbau [?] oder an der Wurzel eines Karañja-Baumes gefundene Erde genommen hat
[?: „īśanadiskaṃsthaṃ“ ist unklar überliefert; sinngemäß als „aus dem Bau einer bestimmten Schlangenart“ wiedergegeben.]
Man vergrabe es, gegenüber der Tür des Hauses zugewandt, den Mantra murmelnd; Widrigkeiten durch Planetendämonen, Zauberwerk, Krankheit, Feuer, Gift, Diebe und Könige
Wort für Wort
gṛhasyābhimukhī dvāre nikhanenmantramuñcaran
man vergrabe es, gegenüber der Tür des Hauses zugewandt, den Mantra murmelnd
grahābhicārarogāgniviṣacauranṛpodbhavāḥ
Widrigkeiten durch Planetendämonen, Zauberwerk, Krankheit, Feuer, Gift, Diebe und Könige
kṛtvā prāṇapratiṣṭāntaṃ bhindyācchastrairmanuṃ japan / / mantrānte proñcarecchatrornāma chindhi ca bhindhi ca
Nachdem man die Lebenseinsetzung vollzogen hat, durchbohre man es mit Waffen, den Mantra murmelnd; am Ende des Mantras spreche man den Namen des Feindes aus und die Worte „zerschneide“ und „zerspalte“.
Wort für Wort
kṛtvā prāṇapratiṣṭāntaṃ bhindyācchastrairmanuṃ japan
nachdem man die Lebenseinsetzung vollzogen hat, durchbohre man es mit Waffen, den Mantra murmelnd
mantrānte proñcarecchatrornāma chindhi ca bhindhi ca
am Ende des Mantras spreche man den Namen des Feindes aus und „zerschneide“, „zerspalte“
mārayeti ca tasyānte dantairoṣṭaṃ nipūḍya ca / / pāṇyostale prapīḍyātha tyaktvā taṃ svagṛhaṃ vrajet
und am Ende des Namens das Wort „töte“; nachdem man mit den Zähnen die Lippe zusammengepresst und das Abbild zwischen den Handflächen gedrückt hat, lasse man es zurück und begebe sich zu seinem eigenen Haus.
Wort für Wort
mārayeti ca tasyānte dantairoṣṭaṃ nipūḍya ca
und am Ende [des Namens] „töte“; nachdem man mit den Zähnen die Lippe zusammengepresst hat
mit Dhattūra-Früchten und -Blüten sowie mit Nägeln, Körperhaaren und Giften, mit den Federn von Krähen, Eulen und Geiern, entstanden aus dem am Lebensende [ausgeschiedenen] Schleim [?],
Wort für Wort
dhattūraphalapuṣpaiśca nakharomaviṣairapi
mit Dhattūra-Früchten und -Blüten sowie mit Nägeln, Körperhaaren und Giften
mit den Federn von Krähen [?], Eulen und Geiern, entstanden aus Schleim [?]
[?: „śleṣmāntakākṣajaiḥ“ ist als Kompositum unklar überliefert; die genaue Bestimmung dieses Ritualbestandteils bleibt unsicher. Die Klammerangabe „(kāka)“ im Wort „dvika(kāka)kauśikagṛdhrāṇām“ findet sich bereits so im Quelltext und wird als dessen eigene, editorisch anmutende Verdeutlichung („dvika“ = „kāka“, Krähe) unverändert wiedergegeben.]
mit Brennholz, dreihundertmal, mit dem Gesicht zur Richtung des Yama [Süden] gewandt [?], opfere man nachts im Feuer; wer dies sieben Tage lang tut, tötet den übermütigen Feind.
Wort für Wort
samiddhistriśataṃ yāmayadiṅmukho juhuyānniśi
mit Brennholz, dreihundertmal, mit dem Gesicht nach Süden [?] gewandt, opfere man nachts im Feuer
evaṃ saptadinaṃ kurvanmārayeduddhataṃ ripun
wer dies sieben Tage lang tut, tötet den übermütigen Feind
[?: „yāmayadiṅmukhaḥ“ ist im Quelltext unklar überliefert; sinngemäß als „mit dem Gesicht zur Himmelsrichtung des Yama (Süden) gewandt“ wiedergegeben.]
Zur Erschreckung wiederhole man drei Nächte lang auf dem Leichenverbrennungsplatz sechshundertmal; dann erhebt sich ein Vetāla (Totengeist) und verkündet, was an Gutem und Schlechtem bevorsteht.
Wort für Wort
vitrāsastridinaṃ rātrau śmaśāne ṣaṭśataṃ japet
zur Erschreckung wiederhole man drei Nächte lang auf dem Leichenverbrennungsplatz sechshundertmal
tato vetāla utthāya vadedbhāvi śubhāśubham
dann erhebt sich ein Vetāla und verkündet, was an Gutem und Schlechtem bevorsteht
durch die Macht des Mantras entsteht gewiss Bewegung in ihnen, ohne Zweifel. Am achten oder vierzehnten Tag des Mondmonats, an einem Mars-Tag (Dienstag) oder Sonnentag (Sonntag),
Wort für Wort
mantraprabhāvāñcalanaṃ bhavatyeva na saṃśayaḥ
durch die Macht des Mantras entsteht gewiss Bewegung in ihnen, ohne Zweifel
aṣṭamyāṃ vā caturdaśyāṃ kuje vā ravivāsare
am achten oder vierzehnten Tag des Mondmonats, an einem Mars-Tag oder Sonnentag
tailadīpaṃ vāmabhāge ghṛtadīpaṃ tu dakṣiṇe / / saṃsthāpyāvāhayetpaścānmūlamantreṇa mantravit
Eine Öllampe stelle man auf der linken Seite auf, eine Ghee-Lampe aber auf der rechten; danach rufe der Mantra-Kundige die Gottheit mit dem Grundmantra herbei.
Wort für Wort
tailadīpaṃ vāmabhāge ghṛtadīpaṃ tu dakṣiṇe
eine Öllampe auf der linken Seite, eine Ghee-Lampe aber auf der rechten
saṃsthāpyāvāhayetpaścānmūlamantreṇa mantravit
nachdem man sie aufgestellt hat, rufe der Mantra-Kundige mit dem Grundmantra herbei
dhūpaṃ dīpaṃ pradāyātha naivedyaṃ ca samarpayet / / apūpamodanaṃ śākamodakānvaṭakādikam
Nachdem man Räucherwerk und Licht dargebracht hat, biete man auch Speiseopfer dar: Kuchen, gekochten Reis, Gemüse, Modaka-Süßspeisen, Vaṭaka-Gebäck u.a.
Wort für Wort
dhūpaṃ dīpaṃ pradāyātha naivedyaṃ ca samarpayet
nachdem man Räucherwerk und Licht dargebracht hat, biete man auch Speiseopfer dar
in drei Teile geteilt, mit Areca-Nüssen versehen, biete man sie allein mit dem Grundmantra dar. So, nachdem er verehrt hat, wiederhole der Mantra-Kundige den Mantra tausendmal.
Wort für Wort
tridhā kṛtvā sapūgāni mūlenaiva samarpayet
in drei Teile geteilt, mit Areca-Nüssen versehen, biete man sie allein mit dem Grundmantra dar
evaṃ saṃpūjya mantrajño japeddaśaśanta manum
so, nachdem er verehrt hat, wiederhole der Mantra-Kundige den Mantra tausendmal [?]
[?: „japeddaśaśanta manum“ ist im Quelltext unklar; sinngemäß als „japet daśaśataṃ manum“ (man wiederhole den Mantra tausendmal) aufgefasst.]
Nachdem der Weise die Kampfer-Ārtī (Lichtschwenkung) vollzogen und die Gottheit auf mannigfache Weise gepriesen hat, teile er sein eigenes Anliegen mit und entlasse sie sodann vorschriftsmäßig.
Wort für Wort
karpūrārārtikaṃ kṛtvā stutvā ca bahudhā sudhīḥ
nachdem der Weise die Kampfer-Ārtī vollzogen und auf mannigfache Weise gepriesen hat
nijepsitaṃ nivedyātha vidhivadvisṛjettataḥ
teile er sein eigenes Anliegen mit und entlasse sie sodann vorschriftsmäßig
Und nachdem er, seinen Mitteln entsprechend, eine Gabe (Dakṣiṇā) gegeben hat, entlasse der Weise sie; danach speise er selbst zusammen mit seinen lieben Angehörigen, schweigend.
Wort für Wort
dakṣiṇāṃ ca yathā śakti dattvā tān visṛjetsudhīḥ
und nachdem er, seinen Mitteln entsprechend, eine Gabe gegeben hat, entlasse der Weise sie
tata iṣṭagaṇaiḥ sārddhaṃ svayaṃ bhuñjīta vāgyataḥ
danach speise er selbst zusammen mit seinen lieben Angehörigen, schweigend
den Namen des zu Bezwingenden im zweiten Kasus endend, dann „befreie, befreie“ - davor wische man es mit der linken Hand aus und schreibe es dann wieder; nachdem man es so hundertundacht Mal geschrieben hat, wische man es wieder aus.
Wort für Wort
sādhyanāma dvitīyāntaṃ vimocaya vimocaya
den Namen des zu Bezwingenden im zweiten Kasus endend, „befreie, befreie“
tatpūrvaṃ mārjayedvāmapāṇinātha punarlikhet
davor wische man es mit der linken Hand aus und schreibe es dann wieder
evamaṣṭottaraśataṃ likhitvā mārjayetpunaḥ
nachdem man es so hundertundacht Mal geschrieben hat, wische man es wieder aus
Mit Senfkörnern erzeugt das Opfer Bezauberung, bei Entzweiung mit Hayamāra-Samen [?]; mit Safran oder Feuerholz-Scheiten, auch mit Pfefferkörnern und Kreuzkümmel,
Wort für Wort
sarṣapairvaśyakṛddhomo vidveṣe hayamārajaiḥ
mit Senfkörnern erzeugt das Opfer Bezauberung, bei Entzweiung mit Hayamāra-Samen [?]
kuṅkumairidhmakāṣṭhairvā marīcairjīrakairapi
mit Safran oder Feuerholz-Scheiten, auch mit Pfefferkörnern und Kreuzkümmel
[?: „hayamārajaiḥ“ ist als Pflanzenbezeichnung unklar überliefert.]
oder auch sorgfältig mit ölgetränkten Nirguṇḍī-Holzscheiten; für eheliches Glück (Saubhāgya) mit Sandelholz, mit Indralocana [?] oder mit Gewürznelken,
Wort für Wort
tailāktābhiśca nirguṇḍīsamidbhirvā prayatnataḥ
oder auch sorgfältig mit ölgetränkten Nirguṇḍī-Holzscheiten
saubhāgye candanaiścendralocanairvā lavaṅgakaiḥ
für eheliches Glück mit Sandelholz, mit Indralocana [?] oder mit Gewürznelken
[?: „indralocanaiḥ“ ist als Pflanzenbezeichnung unklar überliefert.]
mit duftenden Blüten zur Erlangung von Kleidung, mit dem jeweiligen Getreide zur Erlangung ebendessen; mit dem Staub von den Füßen des Feindes, vermischt mit Senf und Salz,
homayetsaptarātraṃ ca ripuryāti yamālayam / / dhānyaiḥ saṃprāpyate dhānyamannairannasamucchrayaḥ
opfere man sieben Nächte lang im Feuer - der Feind geht zu Yamas Wohnstatt ein. Durch Getreide wird Getreide erlangt, durch Speise eine Fülle von Speise;
Wort für Wort
homayetsaptarātraṃ ca ripuryāti yamālayam
opfere man sieben Nächte lang im Feuer - der Feind geht zu Yamas Wohnstatt ein
tilājyakṣīramadhubhirmahiṣīgosamṛddhaye / / kiṃ bahūktairviṣe vyādhau śāntau mohe ca māraṇe
mit Sesam, Ghee, Milch und Honig zur Vermehrung von Büffelkühen und Rindern. Was soll man viel reden - bei Gift, Krankheit, Besänftigung, Verwirrung und Tötung,
Wort für Wort
tilājyakṣīramadhubhirmahiṣīgosamṛddhaye
mit Sesam, Ghee, Milch und Honig zur Vermehrung von Büffelkühen und Rindern
kiṃ bahūktairviṣe vyādhau śāntau mohe ca māraṇe
was soll man viel reden - bei Gift, Krankheit, Besänftigung, Verwirrung und Tötung
bei Streit, Lähmung, Würfelspiel, Furcht vor Unholden und in Bedrängnis, bei Bezauberung, im Kampf, bei Verletzung, im Gottesurteil, bei Befreiung aus Fesseln, im großen Wald,
Wort für Wort
vivāde staṃbhane dyūte bhūtabhītau ca saṃkaṭe
bei Streit, Lähmung, Würfelspiel, Furcht vor Unholden und in Bedrängnis
vaśye yuddhe kṣate divye bandhamokṣe mahāvane
bei Bezauberung, im Kampf, bei Verletzung, im Gottesurteil, bei Befreiung aus Fesseln, im großen Wald
Man zeichne drei Ringe, versehen mit der Form eines Schweifes; in der Mitte schreibe man den Namen des zu Bezwingenden, umschlossen von der Pāśa-Keimsilbe.
Wort für Wort
lāṅgūlākārasaṃyuktaṃ valayatritayaṃ likhet
man zeichne drei Ringe, versehen mit der Form eines Schweifes
sādhyanāma likhenmadhye pāśibīja praveṣṭitam
in der Mitte schreibe man den Namen des zu Bezwingenden, umschlossen von der Pāśa-Keimsilbe
Darüber fertige man einen Lotos mit acht Blütenblättern; auf die Blätter schreibe man das Kavaca; außerhalb davon zeichne man einen Kranz von Zähnen [?], außerhalb davon ein Viereck.
Wort für Wort
uparyaṣṭacchadaṃ kṛtvā patreṣu kavacaṃ likhet
darüber fertige man einen Lotos mit acht Blütenblättern; auf die Blätter schreibe man das Kavaca
tadbahirdaṃhamālikhya tadbahiścaturasrakam
außerhalb davon zeichne man einen Kranz von Zähnen [?], außerhalb davon ein Viereck
[?: „daṃham“ ist unklar überliefert; sinngemäß etwa als „Zähne/Reißzähne“ (daṃṣṭrā) wiedergegeben.]
koṇeṣvakuṃśamālikhya mālāmantreṇa veṣṭayet / / tatsarvaṃ veṣṭayedyantravalayatritayena ca
Nachdem man in den Ecken den Haken (Aṅkuśa) gezeichnet hat, umhülle man es mit dem Girlanden-Mantra (Mālāmantra); dies alles umhülle man mit den drei Yantra-Ringen.
Wort für Wort
koṇeṣvakuṃśamālikhya mālāmantreṇa veṣṭayet
nachdem man in den Ecken den Haken gezeichnet hat, umhülle man es mit dem Girlanden-Mantra
getragen auch von Frauen und Kindern, gewinnt es die Herzen der Menschen; allein durch den Anblick des Trägers verschwinden Unholde, Zauberwerk und Piśācas.
Wort für Wort
yoṣitāmapi bālānāṃ dhṛtaṃ janamanoharam
getragen auch von Frauen und Kindern, gewinnt es die Herzen der Menschen
bhūtakṛtyāpiśācānāṃ darśanādeva nāśanam
allein durch den Anblick verschwinden Unholde, Zauberwerk und Piśācas
Nun werde der Girlanden-Mantra (Mālāmantra) verkündet: der Praṇava, „Vāc“ (die Sprachgöttin), „Viṣṇus Hausherrin“ (Lakṣmī), verbunden mit drei langen Vokalen, „Māyā“ (hrīṃ) - das zuvor genannte Fünfergefüge (Kūṭapañcaka).
Wort für Wort
mālāmantramatho vakṣye tāro vāgviṣṇugehinī
nun werde der Girlanden-Mantra verkündet: der Praṇava, „Vāc“, „Viṣṇus Hausherrin“
dīrghatrayānvitā māyā prāguktaṃ kūṭapañcakam
verbunden mit drei langen Vokalen, „Māyā“ - das zuvor genannte Fünfergefüge
[?: Der Verweis „prāguktaṃ kūṭapañcakam“ (das zuvor genannte Fünfergefüge) bezieht sich vermutlich auf ein an früherer Stelle des Purāṇa dargelegtes Silbenschema, das im vorliegenden Kapitelausschnitt nicht greifbar ist.]
„Dhruva“, „hṛt“, „Hanumān“, endend auf „ṅe“, sodann „der offenkundig Tapfere“, endend auf „der den Kreis der Himmelsrichtungen Erobernde“ - man spreche das Wort „Ruhmes-Baldachin“.
Wort für Wort
dhruvo hṛddhanumānṅeṃto 'tha prakaṭaparākramaḥ
„Dhruva“, „hṛt“, „Hanumān“, endend auf „ṅe“, sodann „der offenkundig Tapfere“
ākrāntadigmaṇḍalānte yaśovitānasaṃvadet
endend auf „der den Kreis der Himmelsrichtungen Erobernde“ - man spreche „Ruhmes-Baldachin“
dhavalīkṛtavarṇānte jagattritayavajra ca / / dehajvaladagnisūrya koṭyante ca samaprabha
endend auf „der die Farbe [der Welt] weiß gemacht hat“ [?], und „der Blitz der drei Welten“; „der im Leib lodernde Feuer-Sonne“, endend auf „zehnmillionenfach gleich strahlend“.
Wort für Wort
dhavalīkṛtavarṇānte jagattritayavajra ca
endend auf „der die Farbe weiß gemacht hat“ [?], und „der Blitz der drei Welten“
dehajvaladagnisūrya koṭyante ca samaprabham
„der im Leib lodernde Feuer-Sonne“, endend auf „zehnmillionenfach gleich strahlend“
[?: „dhavalīkṛtavarṇa“ (der die Farbe weiß gemacht hat) ist in seinem Bezug unklar; möglicherweise Anspielung auf ein Ereignis der Hanumat-Legende.]
tanūruhapadānte tu rudrāvatāra saṃvadet / / laṅkāpurī tataḥ paścāddahanodadhilaṅghana
endend auf das Wort „der auf den Körperhaaren [Getragene]“ [?], man spreche „die Inkarnation Rudras“; sodann „die Stadt Laṅkā“, „das Verbrennen“ und „das Überspringen des Ozeans“.
Wort für Wort
tanūruhapadānte tu rudrāvatāra saṃvadet
endend auf das Wort „auf den Körperhaaren“ [?] spreche man „die Inkarnation Rudras“
laṅkāpurī tataḥ paścāddahanodadhilaṅghana
sodann „die Stadt Laṅkā“, „das Verbrennen“ und „das Überspringen des Ozeans“
danach spreche man das Wort „das Haupt des Zehnhalsigen“, „der das Ende bereitet“; endend auf „Sītā“ das Wort „atmend“, endend auf „Vāyu“ spreche man „der Sohn“ aus.
Wort für Wort
daśagrīvaśiraḥ paścātkṛtāntakapadaṃ vadet
danach spreche man „das Haupt des Zehnhalsigen“, „der das Ende bereitet“
sītānte śvasanapadaṃ vāyvante sutamīrayet
endend auf „Sītā“ das Wort „atmend“, endend auf „Vāyu“ „der Sohn“
vibhañjanānte brahmāstrabrahmaśakti graseti ca / / lakṣmaṇānte śaktibhedanivāraṇapadaṃ vadet
endend auf „das Zerschmettern“ [spreche man] „Brahmāstra“, „Brahmās Kraft, verschlinge!“; endend auf „Lakṣmaṇa“ spreche man das Wort „die Abwehr der Zerspaltung durch die Śakti-Waffe“ aus.
Wort für Wort
vibhañjanānte brahmāstrabrahmaśakti graseti ca
endend auf „das Zerschmettern“ „Brahmāstra“, „Brahmās Kraft, verschlinge!“
lakṣmaṇānte śaktibhedanivāraṇapadaṃ vadet
endend auf „Lakṣmaṇa“ spreche man „die Abwehr der Zerspaltung durch die Śakti“ aus
rākṣasīsaṃghaśabdānte vidāraṇapadaṃ vadet / / kuṃbhakarṇādisaṃkīrtyavadhānte ca parāyaṇa
endend auf das Wort „die Schar der Rākṣasīs“ spreche man „das Zerreißen“ aus; endend auf die Nennung „Kumbhakarṇa u.a. Tötung“ [das Wort] „hingegeben“.
Wort für Wort
rākṣasīsaṃghaśabdānte vidāraṇapadaṃ vadet
endend auf das Wort „die Schar der Rākṣasīs“ spreche man „das Zerreißen“ aus
kuṃbhakarṇādisaṃkīrtyavadhānte ca parāyaṇa
endend auf die Nennung „Kumbhakarṇa u.a. Tötung“ „hingegeben“
śrīrāmabhaktivarṇānte tatpareti samudra ca / / vyomadrumalaṅghaneti mahāsāmarthya saṃvadet
endend auf das Wort „Hingabe an Śrī Rāma“ [das Wort] „ihm ergeben“ und „Ozean“; „das Überspringen des Himmelsraums und der Bäume“ - man spreche „große Fähigkeit“.
Wort für Wort
śrīrāmabhaktivarṇānte tatpareti samudra ca
endend auf „Hingabe an Śrī Rāma“ „ihm ergeben“ und „Ozean“
vyomadrumalaṅghaneti mahāsāmarthya saṃvadet
„das Überspringen des Himmelsraums und der Bäume“ - man spreche „große Fähigkeit“
mahātejaḥpuñjaśabdādvirājamānavoñcaret / / svāmivacanasaṃpāditārjunānte ca saṃyuga
nach dem Wort „Anhäufung großen Glanzes“ spreche man „leuchtend erscheinend“ aus; endend auf „vollbracht durch das Wort des Herrn“ [das Wort] „im Kampf mit Arjuna“.
Wort für Wort
mahātejaḥpuñjaśabdādvirājamānavoñcaret
nach dem Wort „Anhäufung großen Glanzes“ spreche man „leuchtend erscheinend“ aus
svāmivacanasaṃpāditārjunānte ca saṃyuga
endend auf „vollbracht durch das Wort des Herrn“ „im Kampf mit Arjuna“
endend auf „Gefährte“ [spreche man] „Jüngling“ [und] das Wort „Brahmacārin“; nach der Erhebung des Wortes „tiefdröhnend“ spreche man „der südliche Weg“; endend auf die Worte „Mārtāṇḍa“ und „Meru“ spreche man „Bergpodest“ aus.
Wort für Wort
sahāyānte kumāreti brahmacārinpadaṃvadet
endend auf „Gefährte“ spreche man „Jüngling“ und „Brahmacārin“
gaṃbhīraśabdodayānte dakṣiṇāpatha saṃvadet
nach „tiefdröhnend“ spreche man „der südliche Weg“
mārttāṇḍameru śabdānte vadetparvatapīṭikā
endend auf „Mārtāṇḍa“ und „Meru“ spreche man „Bergpodest“ aus
arcanānte tu sakalamantrānte mapadaṃ vadet / / ācāryamama śabdānte sarvagrahavināśana
endend auf „Verehrung“ spreche man am Ende des ganzen Mantras das Wort „mir“ aus; endend auf das Wort „mein Lehrer“ [spreche man] „die Vernichtung aller Planetendämonen“.
Wort für Wort
arcanānte tu sakalamantrānte mapadaṃ vadet
endend auf „Verehrung“ spreche man am Ende des ganzen Mantras das Wort „mir“ aus
ācāryamama śabdānte sarvagrahavināśana
endend auf das Wort „mein Lehrer“ „die Vernichtung aller Planetendämonen“
tatastribhuvanānte tu puṃstrīnapuṃsakātmakam / / sarvajīvapadānte tu jātaṃ vaśayayugmakam
sodann, endend auf „die drei Welten“, „Mann, Frau und Zwitterwesen“; endend auf „jedes Lebewesen“ [spreche man] das entstandene Bezauberungs-Paar [aus].
Wort für Wort
tatastribhuvanānte tu puṃstrīnapuṃsakātmakam
sodann, endend auf „die drei Welten“, „Mann, Frau und Zwitterwesen“
sarvajīvapadānte tu jātaṃ vaśayayugmakam
endend auf „jedes Lebewesen“ das entstandene Bezauberungs-Paar
mamājñākārakaṃ paścātsaṃpādaya yugaṃ punaḥ / / tato nānānāmadheyānsarvān rājñaḥ sa saṃpaṭhet
danach das Wort „meinen Befehl Ausführenden“ und wiederum das Paar „vollbringe!“; danach rezitiere er alle die verschiedenen Namen der Könige [der Feinde].
Wort für Wort
mamājñākārakaṃ paścātsaṃpādaya yugaṃ punaḥ
danach „meinen Befehl Ausführenden“ und wiederum das Paar „vollbringe!“
tato nānānāmadheyānsarvān rājñaḥ sa saṃpaṭhet
danach rezitiere er alle die verschiedenen Namen der Könige
Die Silbe „Lajjā“ (hrīṃ), verbunden mit drei langen Vokalen, ein Dreiergefüge von „ho“, dann „komm her!“ als Paar; rückläufig die fünf Silbengefüge; „alle Feinde“ und „töte“ als Paar.
Wort für Wort
lajjādīrghatrayopetā hotrayaṃ caihi yugmakam
die Silbe „Lajjā“, verbunden mit drei langen Vokalen, ein Dreiergefüge von „ho“, „komm her!“ als Paar
vilomaṃ pañcakūṭāni sarvaśatrūnhanadvayam
rückläufig die fünf Silbengefüge; „alle Feinde“ und „töte“ als Paar
endend auf „alle Bösen und Übeltäter“ das Wort „die Münder“ und „vernagle“ als Paar; ein Dreiergefüge von „dhe“, ein Dreiergefüge von Kavaca, ein Dreiergefüge von „phaṭ“, danach ein Dreiergefüge von „hā“.
Wort für Wort
sarvaduṣṭadurjanānte mukhāni kīlayadvayam
endend auf „alle Bösen und Übeltäter“ „die Münder“ und „vernagle“ als Paar
Bei großer Gefahr, bei großem Unheil gedacht, vernichtet dieser das Leid. Vom zwölfsilbigen Mantra das Sechsergefüge fortgelassen, sowie die erste Keimsilbe,
Wort für Wort
mahābhaye mahotpāte smṛto 'yaṃ duḥkhanāśanaḥ
bei großer Gefahr, bei großem Unheil gedacht, vernichtet dieser das Leid
dvādaśārṇasya ṣaṭkūṭaṃ tyaktvā bījaṃ tathādimam
vom zwölfsilbigen Mantra das Sechsergefüge fortgelassen, sowie die erste Keimsilbe
Hanumān wird als Gottheit genannt, die Anwendung dient der Erlangung von allem. Mit den fünf Keimsilben, dem ganzen Mantra, bilde man die sechs Glieder(-mantras).
Wort für Wort
hanumāndevatā prokto viniyogo 'khilāptaye
Hanumān wird als Gottheit genannt, die Anwendung dient der Erlangung von allem
pañcabījaiḥ samastena ṣaḍaṅgāni samācaret
mit den fünf Keimsilben, dem ganzen Mantra, bilde man die sechs Glieder(-mantras)
diese fünf, mit Hanumat beginnend, sind, mit der Keimsilbe beginnend, wiederum mit „ṅe“ verbunden; diese Mantras der sechs Glieder gelten für Meditation, Verehrung usw. wie zuvor.
Wort für Wort
hanumadādyāḥ pañcaite bījādyā ṅeyutāḥ punaḥ
diese fünf, mit Hanumat beginnend, mit der Keimsilbe beginnend, wiederum mit „ṅe“ verbunden
ṣaḍaṅgamanavo hyete dhyānapūjādi pūrvavat
diese Mantras der sechs Glieder gelten für Meditation, Verehrung usw. wie zuvor
Der Praṇava, „Vāgbhava“ (aiṃ), „Padmā“ (Lakṣmī, śrīṃ), „Māyā“ (hrīṃ), verbunden mit drei langen Vokalen - dies sind die fünf Silbengefüge; dieser Mantra hat elf Silben (Rudra-Zahl) und verleiht alle Siddhis.
Wort für Wort
praṇavo vāgbhavaṃ padmā māyā dīrghatrayānvitā
der Praṇava, „Vāgbhava“, „Padmā“, „Māyā“, verbunden mit drei langen Vokalen
pañcakūṭāni mantro 'yaṃ rudrārṇaḥ sarvasiddhidaḥ
dies sind die fünf Silbengefüge; dieser Mantra hat elf Silben (Rudra-Zahl) und verleiht alle Siddhis
namo bhagavate paścādanantaścandraśekharāṃ / / janeyāya mahānte tu balāyānte 'gnivallabhā
„Namo bhagavate“, danach [Textstelle unklar überliefert], „āñjaneyāya“, endend auf „mahā“ (groß), endend auf „balā“ (Kraft), „Agnis Geliebte“ (Svāhā).
Wort für Wort
namo bhagavate paścādanantaścandraśekharāṃ
„namo bhagavate“, danach [unklare Wortfolge]
janeyāya mahānte tu balāyānte 'gnivallabhā
„-āñjaneyāya“, endend auf „mahā“, endend auf „balā“, „Agnis Geliebte“
[Anm.: Die Wortfolge „anantaścandraśekharāṃ“ zwischen „namo bhagavate“ und „-janeyāya“ ist im Quelltext offenkundig verderbt bzw. als Fremdkörper eingedrungen; sie ergibt hier keinen erkennbaren Sinn und wurde daher nicht in die Übersetzung übernommen. Die Silbenfolge ergibt, ohne diesen Einschub, ersichtlich den bekannten Mantra „oṃ namo bhagavate āñjaneyāya mahābalāya svāhā“ (vgl. das „aṣṭādaśārṇaḥ“, achtzehnsilbig, in V.107).]
„Haṃ“ wird von den Weisen als Keimsilbe genannt, „Agnis Gattin“ (Svāhā) als Kraftsilbe; „āñjaneyāya“ ist das Herz(-Glied), das Haupt(-Glied) aber gehört der Rudra-Gestalt,
Wort für Wort
haṃ bījaṃ vahnivanitā śaktiḥ proktā manīṣibhiḥ
„haṃ“ wird von den Weisen als Keimsilbe genannt, „Agnis Gattin“ als Kraftsilbe
āñjaneyāya hṛdayaṃ śiraśca rudramūrtaye
„āñjaneyāya“ ist das Herz(-Glied), das Haupt(-Glied) gehört der Rudra-Gestalt
am Schopf(-Glied) steht „vāyuputrāya“, „agnigarbhāya“ am Kavaca(-Glied); „rāmadūtāya“ sei das Auge(-Glied), „vahni-astrāya“ [?] wird als Astra(-Glied) genannt.
Wort für Wort
śikhāyāṃ vāyuputrāyāgnigarbhāya varmaṇi
am Schopf(-Glied) „vāyuputrāya“, „agnigarbhāya“ am Kavaca(-Glied)
rāmadūtāya netraṃ syādbahyāstrāyāstramīritam
„rāmadūtāya“ sei das Auge(-Glied), „vahni-astrāya“ [?] wird als Astra(-Glied) genannt
[?: „bahyāstrāya“ ist im Quelltext unklar; sinngemäß als „vahni-astrāya“ oder Ähnliches aufgefasst.]
Man gedenke des Windsohns (Māruti), von der Farbe geglühten Goldes, mit zum Furchtvertreiben gefalteten Händen [?], dessen Antlitz von schwingenden Ohrringen erstrahlt, lotosäugig.
Wort für Wort
tatpacāmīkaranibhaṃ bhīghnasaṃvihitāñjalim
von der Farbe geglühten Goldes, mit zum Furchtvertreiben gefalteten Händen [?]
calatkuṇḍaladīptāsyaṃ padmakṣaṃ mārutiṃ smaret
dessen Antlitz von schwingenden Ohrringen erstrahlt, lotosäugig - man gedenke des Windsohns
[?: „bhīghnasaṃvihitāñjalim“ (etwa: mit zur Furchtvertreibung gefalteten Händen) bleibt in der genauen Konstruktion unsicher.]
So meditierend, nachdem man zehntausendmal wiederholt hat, opfere man ein Zehntel davon mit Sesam; auf dem vaiṣṇava-Sitz verehre man nach der zuvor genannten Weise.
Wort für Wort
dhyātvaivamayutaṃ japtvā daśāṃśaṃ juhuyāttilaiḥ
so meditierend, nachdem man zehntausendmal wiederholt hat, opfere man ein Zehntel davon mit Sesam
vaiṣṇave pūjayetpīṭhe prāguddiṣṭena vartmanā
auf dem vaiṣṇava-Sitz verehre man nach der zuvor genannten Weise
Wer täglich hundertundacht[mal wiederholt], nur nachts speisend, die Sinne bezwungen, wiederholt, wird von geringfügigen Krankheiten befreit, daran ist kein Zweifel.
Wort für Wort
aṣṭottaraśataṃ nityaṃ naktabhojī jitendriyaḥ
wer täglich hundertundacht[mal], nur nachts speisend, die Sinne bezwungen
japitvā kṣudrarogebhyo mucyate nātra saṃśayaḥ
wiederholt, wird von geringfügigen Krankheiten befreit, daran ist kein Zweifel
Zur Abwehr schwerer Krankheit aber wiederhole man täglich tausendmal, meditierend über den Affen, den Vernichter der Rākṣasa-Scharen, den Vertreiber der Armut.
Wort für Wort
mahāroganivṛttyai tu sahasraṃ pratyahaṃ japet
zur Abwehr schwerer Krankheit aber wiederhole man täglich tausendmal
rākṣasaughaṃ vinighnantaṃ kapiṃ dhyātvādhanāśanam
meditierend über den Affen, den Vernichter der Rākṣasa-Scharen, den Vertreiber der Armut
wer zehntausendmal wiederholt, stiftet Frieden zwischen zwei Königen. Wer, über ihn meditierend, wie er Laṅkā verbrannte, den Mantra zehntausendmal wiederholt,
Wort für Wort
prajapedayutaṃ yastu saṃdhiṃ kuryāddvipadvayoḥ
wer zehntausendmal wiederholt, stiftet Frieden zwischen zwei Königen
dhyātvā laṅkāṃ dahṝntaṃ tamayutaṃ prajapenmanum
wer, meditierend, wie er Laṅkā verbrannte, den Mantra zehntausendmal wiederholt
yo yāti so 'cirātsveṣṭaṃ sādhayitvā gṛhe vrajet / / hanumantaṃ sadā gehe yor'cayejjapatatparaḥ
kehrt, wer so auszieht, binnen kurzem, nachdem er sein Anliegen vollbracht hat, nach Hause zurück. Wer stets zu Hause Hanumant verehrt, der Wiederholung ergeben,
Wort für Wort
yo yāti so 'cirātsveṣṭaṃ sādhayitvā gṛhe vrajet
kehrt, wer auszieht, binnen kurzem, nachdem er sein Anliegen vollbracht hat, nach Hause zurück
hanumantaṃ sadā gehe yor'cayejjapatatparaḥ
wer stets zu Hause Hanumant verehrt, der Wiederholung ergeben
viyatseṃdurhanumate tato rudrātmakāya ca / / varmāstrānto mahāmantro dvādaśārṇo 'ṣṭasiddhikṛt
„der Himmelsraum“ (Null), verbunden mit „Mond“ (Anusvāra), „hanumate“, dann „dem Rudra-wesenhaften“, endend mit Kavaca und Astra - dieser große Mantra ist zwölfsilbig und bewirkt die acht Siddhis.
Wort für Wort
viyatseṃdurhanumate tato rudrātmakāya ca
„der Himmelsraum“, verbunden mit „Mond“, „hanumate“, dann „dem Rudra-wesenhaften“
varmāstrānto mahāmantro dvādaśārṇo 'ṣṭasiddhikṛt
endend mit Kavaca und Astra - dieser große Mantra ist zwölfsilbig und bewirkt die acht Siddhis
Rāmacandra ist sein Seher, Jagatī wird als sein Versmaß genannt; Hanumān ist die Gottheit, die erste Silbe die Keimsilbe, „hum“ wird als Kraftsilbe genannt.
Wort für Wort
rāmacandro muniścāsya jagatī chanda īritam
Rāmacandra ist sein Seher, Jagatī wird als sein Versmaß genannt
hanumāndevatāṃ bījamādyaṃ śaktirhumīritā
Hanumān ist die Gottheit, die erste Silbe die Keimsilbe, „hum“ wird als Kraftsilbe genannt
Mit der Keimsilbe, versehen mit den sechs langen Vokalen, bilde man die sechs Glieder(-mantras). Man meditiere über ihn, wie er einen großen Berg entwurzelt hat und gegen Rāvaṇa anstürmt,
Wort für Wort
ṣaḍdīrghabhājā bījena ṣaḍaṅgāni samācaret
mit der Keimsilbe, versehen mit den sechs langen Vokalen, bilde man die sechs Glieder(-mantras)
mahāśailaṃ samutpāṭya dhāvantaṃ rāvaṇaṃ prati
man meditiere, wie er einen großen Berg entwurzelt hat und gegen Rāvaṇa anstürmt
umgeben von den großen Helden, angeführt von Aṅgada, in Rudra-Gestalt, „bleib stehen, bleib stehen, Übeltäter, im Kampf!“ ausstoßend, einen furchtbaren Schall erzeugend,
Wort für Wort
aṅgadādyairmahāvīrairveṣṭitaṃ rudrarūpiṇam
umgeben von den großen Helden, angeführt von Aṅgada, in Rudra-Gestalt
tiṣṭha tiṣṭha raṇe duṣṭa sṛjantaṃ ghoraniḥ svanam
„bleib stehen, bleib stehen, Übeltäter, im Kampf!“ ausstoßend, einen furchtbaren Schall erzeugend
in Śiva-Gestalt - nachdem man ihn verehrt und über ihn meditiert hat, wiederhole man hunderttausendmal den Mantra; ein Zehntel davon opfere man mit Reiskörnern, gemischt mit Milch, Dickmilch und Ghee.
Wort für Wort
śaivarūpiṇamabhyarcya dhyātvā lakṣa japenmanum
in Śiva-Gestalt - nachdem man ihn verehrt und über ihn meditiert hat, wiederhole man hunderttausendmal den Mantra
daśāṃśaṃ juhuyādvīhīnpayodadhyājyamiśritān
ein Zehntel davon opfere man mit Reiskörnern, gemischt mit Milch, Dickmilch und Ghee
Auf dem zuvor genannten vaiṣṇava-Sitz, der mit Vimalā u.a. versehen ist, ist nach geistiger Setzung der Gestalt mit dem Grundmantra die Verehrung Hanumāns zu vollziehen.
Wort für Wort
pūrvokte vaiṣṇave pīṭhe vimalādisamanvite
auf dem zuvor genannten vaiṣṇava-Sitz, der mit Vimalā u.a. versehen ist
mūrtiṃ saṃkalpya mūlena pūjā kāryā hanūmataḥ
ist nach geistiger Setzung der Gestalt mit dem Grundmantra die Verehrung Hanumāns zu vollziehen
Allein schon die Meditation bewirkt für die Menschen gewiss Vollendung, ohne Zweifel. Nun werde, zum Wohle der Welten, seine besondere Übungsweise (Sādhana) verkündet.
Wort für Wort
dhyānaikamātro 'pi nṛṇāṃ siddhireva na saṃśayaḥ
allein schon die Meditation bewirkt für die Menschen gewiss Vollendung, ohne Zweifel
athāsya sādhanaṃ vakṣye lokānāṃ hitakāmyayā
nun werde, zum Wohle der Welten, seine Übungsweise verkündet
Durch dessen Gnade wird der Mantra-Kundige zum Sieger über die drei Welten. Morgens, nachdem man am Flussufer gebadet und sich auf eine Kuśa-Matte gesetzt hat,
Wort für Wort
mantrī yasya prasādena trailokyavijayī bhavet
durch dessen Gnade wird der Mantra-Kundige zum Sieger über die drei Welten
prātaḥ snātvā nadītīre upaviśya kuśāsane
morgens, nachdem man am Flussufer gebadet und sich auf eine Kuśa-Matte gesetzt hat
vollziehe man den Atemkontrolle (Prāṇāyāma) und die sechs Glieder ganz mit dem Grundmantra; nachdem man achtmal eine Handvoll Blüten dargebracht und über Rāma mit Sītā meditiert hat,
Wort für Wort
prāṇāyāmaṣaḍaṅge ca mūlena sakalaṃ caret
vollziehe man die Atemkontrolle und die sechs Glieder ganz mit dem Grundmantra
puṣpāñjalyaṣṭakaṃ datvā dhyātvā rāmaṃ sasītakam
nachdem man achtmal eine Handvoll Blüten dargebracht und über Rāma mit Sītā meditiert hat
Auf die Staubfäden(-mitte) schreibe man den Mantra; dorthin rufe man den Affenfürsten herbei; nachdem man mit dem Grundmantra die Gestalt geistig gesetzt und meditiert hat, biete man Fußwasser u.a. dar.
Wort für Wort
karmikāyāṃ likhenmantraṃ tatrāvāhya kapīśvaram
auf die Staubfäden(-mitte) schreibe man den Mantra; dorthin rufe man den Affenfürsten herbei
mūrtiṃ mūlena saṃkalpya dhyātvā pādyādikaṃ caret
nachdem man mit dem Grundmantra die Gestalt geistig gesetzt und meditiert hat, biete man Fußwasser u.a. dar
Nachdem man mit dem Grundmantra Duftstoffe, Blüten usw. alle dargebracht hat, verehre man an den Staubfäden die sechs Glieder(-mantras) und an den Blättern die Begleitgestalten.
Wort für Wort
gandhapuṣpādikaṃ sarvaṃ nivedya mūlamantrataḥ
nachdem man mit dem Grundmantra Duftstoffe, Blüten usw. alle dargebracht hat
kesareṣu ṣaḍaṅgāni daleṣu ca tator'cayet
verehre man an den Staubfäden die sechs Glieder(-mantras) und an den Blättern die Begleitgestalten
und auch die Weltenhüter, mit Vajra beginnend, verehre man danach. Wenn so der Mantra vollendet ist, erlange der Mantra-Kundige in sich selbst sein Anliegen.
Wort für Wort
dikpālāṃścāpi vajrādīnpūjayettadanantaram
und auch die Weltenhüter, mit Vajra beginnend, verehre man danach
evaṃ siddhe manau mantrī sādhayetsveṣṭamātmani
wenn so der Mantra vollendet ist, erlange der Mantra-Kundige in sich selbst sein Anliegen
Am Flussufer, im Wald, auf einem Berg oder auch an einem einsamen Ort vollziehe der beste Übende die Übung, nachdem er zuvor den Boden ergriffen [rituell in Besitz genommen] hat,
Wort für Wort
nadītīre kānane vā parvate vijane 'thavā
am Flussufer, im Wald, auf einem Berg oder auch an einem einsamen Ort
sādhayetsādhaka śreṣṭho bhūmigrahaṇapūrvakam
vollziehe der beste Übende die Übung, nachdem er zuvor den Boden ergriffen hat
die Speise bezwungen, den Atem bezwungen, die Rede bezwungen, die Sinne bezwungen; nachdem er die Richtungsbindung (Digbandha) u.a. vollzogen hat, mit vorangehender Auflegung, Meditation usw.,
Wort für Wort
jitāhāro jitaśvāso jitavākca jitendriyaḥ
die Speise bezwungen, den Atem bezwungen, die Rede bezwungen, die Sinne bezwungen
digbandha nādikaṃ kṛtvā nyāsadhyānādipūrvakam
nachdem er die Richtungsbindung u.a. vollzogen hat, mit vorangehender Auflegung, Meditation usw.
wiederhole er den Mantra-König hunderttausendmal, nachdem er wie zuvor verehrt hat; am Tag, an dem die hunderttausend Wiederholungen enden, vollziehe man eine große Verehrung.
Wort für Wort
lakṣaṃ japenmantrarājaṃ pūjayitvā tu pūrvavat
wiederhole er den Mantra-König hunderttausendmal, nachdem er wie zuvor verehrt hat
lakṣānti divasaṃ prāpya kuryyāñca pūjanaṃ mahat
am Tag, an dem die hunderttausend Wiederholungen enden, vollziehe man eine große Verehrung
Mit einsgerichtetem Sinn, recht über den Sohn des Windes meditierend, vollziehe man Tag und Nacht die Wiederholung, bis die Erscheinung (Darśana) der Gottheit eintritt.
Wort für Wort
ekāgramanasā samyagdhyātvā pavananandanam
mit einsgerichtetem Sinn, recht über den Sohn des Windes meditierend
divārātrau japaṃ kuryādyāvatsaṃdarśanaṃ bhavet
vollziehe man Tag und Nacht die Wiederholung, bis die Erscheinung eintritt
Nachdem der Affenfürst dem Übenden die gewünschte Gunst gewährt hat, und der beste der Übenden die Gunst erlangt hat, wandle er in eigenem Glück umher.
Wort für Wort
yathepsitaṃ varaṃ datvā sādhakāya kapīśvaraḥ
nachdem der Affenfürst dem Übenden die gewünschte Gunst gewährt hat
varaṃ labdhvā sādhakandro viharedātmanaḥ sukhaiḥ
und der beste der Übenden die Gunst erlangt hat, wandle er in eigenem Glück umher
Auch andere, dem eigenen Wohl dienende Anwendungen mag man vollziehen. – „Der Himmelsraum“ (Null), verbunden mit „Mond“ (Anusvāra), danach endend auf „ṅe“, „der Sohn des Windes“,
Wort für Wort
anyānapiprayogāṃśca sādhayedātmano hitān
auch andere, dem eigenen Wohl dienende Anwendungen mag man vollziehen
viyadinduyutaṃ paścānṅeṃtaṃ pavananandanam
„der Himmelsraum“, verbunden mit „Mond“, danach endend auf „ṅe“, „der Sohn des Windes“
endend auf „Agnis Geliebte“ (Svāhā) - dieser Mantra ist zehnsilbig und gewährt alle Wünsche; Seher usw. sind wie zuvor genannt, ebenso die sechs Glieder(-mantras) wie zuvor.
Wort für Wort
vahnipriyānto mantro 'yaṃ daśārṇaḥ sarvakāmadaḥ
endend auf „Agnis Geliebte“ - dieser Mantra ist zehnsilbig und gewährt alle Wünsche
munyādikaṃ ca pūrvoktaṃ ṣaḍaṅgānyapi pūrvavat
Seher usw. sind wie zuvor genannt, ebenso die sechs Glieder(-mantras) wie zuvor
Man meditiere über Hanumant im Kampf, mit dem Glanz von zehnmillionen Sonnen, der, um Rāvaṇa zu besiegen, herbeistürmt, der, ihn erblickend, rasch aufgesprungen ist,
Wort für Wort
dhyāyedraṇe hanūmantaṃ sūryakoṭisamaprabham
man meditiere über Hanumant im Kampf, mit dem Glanz von zehnmillionen Sonnen
dhāvantaṃ rāvaṇaṃ jetuṃ dṛṣṭvā satvaramutthitam
der, um Rāvaṇa zu besiegen, herbeistürmt, der, ihn erblickend, rasch aufgesprungen ist
so meditierend, wiederhole man hunderttausendmal und opfere mit einem Zehntel davon wie zuvor, der Weise; die Verehrung dieses Mantras wird, seiner Vorschrift gemäß, wie zuvor genannt.
Wort für Wort
lakṣaṃ japeddaśāṃśena juhuyātpūrvavatsudhīḥ
so meditierend, wiederhole man hunderttausendmal und opfere mit einem Zehntel davon wie zuvor, der Weise
pūrvavatpūjanaṃ proktaṃ mantra syāsya vidhānataḥ
die Verehrung dieses Mantras wird, seiner Vorschrift gemäß, wie zuvor genannt
wohlverborgen in allen Tantras, keinem x-Beliebigen mitzuteilen. Nachdem man in der Brahma-Stunde [vor Sonnenaufgang] aufgestanden ist, die täglichen Riten vollzogen hat, rein,
Wort für Wort
sugopyaṃ sarvatantreṣu na deyaṃ yasya kasyacit
wohlverborgen in allen Tantras, keinem x-Beliebigen mitzuteilen
brāhme muhūrte cotthāya kṛtanityakriyaḥ śuciḥ
nachdem man in der Brahma-Stunde aufgestanden ist, die täglichen Riten vollzogen hat, rein
nachdem man zu einem Fluss gegangen, dort gebadet und die heilige Furt (Tīrtha) achtfach herbeigerufen hat, besprenge man sich, nachdem man den Grundmantra wiederholt hat, in der Zahl der Ādityas (zwölfmal).
Wort für Wort
gatvā nadīṃ taḥ snātvā tīrthamāvāhya cāṣṭadhā
nachdem man zu einem Fluss gegangen, dort gebadet und die heilige Furt achtfach herbeigerufen hat
mūlamantraṃ tato japtvā siṃcedādityasaṃkhyayā
besprenge man sich, nachdem man den Grundmantra wiederholt hat, in der Zahl der Ādityas
Nachdem man so das Bad u.a. vollzogen hat, entweder am Ufer der Gaṅgā oder wiederum auf einem Berg oder auch im Wald, nachdem man zuvor den Boden ergriffen hat,
Wort für Wort
evaṃ snānādikaṃ kṛtvā gaṅgātīre 'thavā punaḥ
nachdem man so das Bad u.a. vollzogen hat, entweder am Ufer der Gaṅgā oder wiederum
parvate vā vane vāpi bhūmigrahaṇapūrvakam
auf einem Berg oder auch im Wald, nachdem man zuvor den Boden ergriffen hat
ādyavarṇaiḥ pūrakaṃ syātpañcavargaiśca kumbhakam / / recakaṃ ca punaryādyairevaṃ prāṇānniyanya ca
mit den Anfangssilben geschehe die Einatmung (Pūraka), mit den fünf Varga-Gruppen das Anhalten (Kumbhaka), und die Ausatmung (Recaka) wiederum mit den Ya-Silben beginnend - so, nachdem man den Atem gezügelt hat,
Wort für Wort
ādyavarṇaiḥ pūrakaṃ syātpañcavargaiśca kumbhakam
mit den Anfangssilben geschehe die Einatmung, mit den fünf Varga-Gruppen das Anhalten
recakaṃ ca punaryādyairevaṃ prāṇānniyanya ca
und die Ausatmung wiederum mit den Ya-Silben beginnend - so, nachdem man den Atem gezügelt hat
und die Elemente-Reinigung (Bhūtaśuddhi) u.a. bis hin zur Sitz-Einsetzung (Pīṭhanyāsa) vollzogen hat, meditiere man nach der zuvor genannten Vorschrift und verehre den Affenfürsten,
Wort für Wort
vidhāya bhūtaśuddhyādi pīṭhanyāsāvadhi punaḥ
und die Elemente-Reinigung u.a. bis hin zur Sitz-Einsetzung vollzogen hat
dhyātvā pūrvoktavidhinā saṃpūjya ca kapīśvaram
meditiere man nach der zuvor genannten Vorschrift und verehre den Affenfürsten
Mit einsgerichtetem Sinn wiederhole der Mantra-Kundige Tag und Nacht den Mantra; nachdem er großen Schrecken hervorgerufen hat [?], gewiss in den letzten drei Nachtwachen [?] -
Wort für Wort
ekāgramanasā mantrī divārātraṃ japenmanum
mit einsgerichtetem Sinn wiederhole der Mantra-Kundige Tag und Nacht den Mantra
mahābhayaṃ pradatvā tribhāgaśeṣāsu niścitam
nachdem er großen Schrecken hervorgerufen hat [?], gewiss in den letzten drei Nachtwachen [?]
[?: Der genaue Sinn von „mahābhayaṃ pradatvā tribhāgaśeṣāsu“ (etwa: nachdem großer Schrecken bewirkt wurde, in den im letzten Drittel verbleibenden [Nächten]) bleibt unsicher; möglicherweise ist eine Prüfung des Übenden durch anfängliche Schreckerscheinungen gemeint.]
In dieser Welt genießt er alle Wünsche und erlangt am Ende die Erlösung. – Man ziehe das Silbenpaar des Windes hervor [Vāyu-Silbe doppelt], dann „hanūmate“,
Wort für Wort
iha loke 'khilānkāmānbhuktvānte muktimāpnuyāt
in dieser Welt genießt er alle Wünsche und erlangt am Ende die Erlösung
sadyācitaṃ vāyuyugmaṃ hanūmanteti coddharet
man ziehe das Silbenpaar des Windes hervor, dann „hanūmate“
endend auf „phala“ (Frucht), verbunden mit dem Wort „phakriyā-netra“ [?], sodann die Kāma-Silbe; endend auf „dhag“, nachdem man „dhagiti“ ausgesprochen hat, sodann das Wort „āyur āsva“ [?].
Wort für Wort
phalānte phakriyānetrayuktā ca kāmikā tataḥ
endend auf „phala“, verbunden mit „phakriyā-netra“ [?], sodann die Kāma-Silbe
dhaggante dhagitetyuktvā āyurāsva padaṃ tataḥ
endend auf „dhag“, nachdem man „dhagiti“ ausgesprochen hat, das Wort „āyur āsva“ [?]
[?: Diese Textstelle („phakriyānetrayuktā“, „āyurāsva padam“) ist im Quelltext unklar bzw. verderbt überliefert; die genaue Auflösung dieses Mantra-Fragments bleibt unsicher.]
„der Rote“ [?], „Garuḍa“, „Heti“ (Waffe), „Bāṇa“ (Pfeil, 5), „Netra“ (Auge, 2) - so die Silbenzahl des Mantras; Seher usw. sind wie zuvor genannt; Hari ist der Vertreiber von Milzkrankheit,
Wort für Wort
lohito garuḍo hetibāṇanetrākṣaro manuḥ
„der Rote“ [?], „Garuḍa“, „Heti“, „Bāṇa“, „Netra“ - so die Silbenzahl des Mantras
munyādikaṃ tu pūrvoktaṃ plīharogaharo hariḥ
Seher usw. sind wie zuvor genannt; Hari ist der Vertreiber von Milzkrankheit
[?: „lohitaḥ“ (der Rote) ist als Bestandteil der zahlensymbolischen Silbenangabe in seinem genauen Bezug unsicher.]
„die Befreiung aus der Fessel“, „mache“ als Paar, endend auf „svāhā“ - dies gilt als der Mantra. Īśvara ist sein Seher, Anuṣṭubh sein Versmaß, wiederum die Gottheit.
Wort für Wort
bandhamokṣaṃ kuruyugaṃ svāhānto 'yaṃ manurmataḥ
„die Befreiung aus der Fessel“, „mache“ als Paar, endend auf „svāhā“ - dies gilt als der Mantra
īśvaro 'sya muniśchando 'nuṣṭupca devatā punaḥ
Īśvara ist sein Seher, Anuṣṭubh sein Versmaß, wiederum die Gottheit
der glanzvolle Fesselbefreier Hanumān, der Windsohn ist die Gottheit; „haṃ“ die Keimsilbe, ein Paar „ṭha“ die Kraftsilbe; die Anwendung dient der Befreiung aus Fesseln.
Wort für Wort
śṛṅkhalāmocaraḥ śrīmānhanūmānpavanātmajaḥ
der glanzvolle Fesselbefreier Hanumān, der Windsohn ist die Gottheit
haṃ bījaṃ ṭhadvayaṃ śaktirbandhamokṣe niyogatā
„haṃ“ die Keimsilbe, ein Paar „ṭha“ die Kraftsilbe; die Anwendung dient der Befreiung aus Fesseln
Mit der Keimsilbe, versehen mit den sechs langen Vokalen und dem Feuer, bilde man die Glieder(-mantras). Man meditiere über ihn, links einen Berg, der Feinde spaltet, rein, in der anderen Hand einen Meißel
Wort für Wort
ṣaḍdīrghavahriyuktena bījenāṅgāni kalpayet
mit der Keimsilbe, versehen mit den sechs langen Vokalen und dem Feuer, bilde man die Glieder(-mantras)
vāme śailaṃ vairibhidaṃ viśuddhaṃ ṭaṅkamanyataḥ
man meditiere, links einen Berg, der Feinde spaltet, rein, in der anderen Hand einen Meißel
haltend, von goldener Farbe - man meditiere über Hari, mit Ohrringen geschmückt. So meditierend, wiederhole man hunderttausendmal, und opfere ein Zehntel davon mit Mangozweigen.
Wort für Wort
dadhānaṃ svarṇavarṇaṃ ca dhyāyetkuṇḍalinaṃ harim
haltend, von goldener Farbe - man meditiere über Hari, mit Ohrringen geschmückt
evaṃ dhyātvā japellakṣadaśāṃśaṃ cūtapallavaiḥ
so meditierend, wiederhole man hunderttausendmal, ein Zehntel davon mit Mangozweigen
Innerhalb eines achtblättrigen Lotos ein Sechseck, versehen mit dem Namen des zu Bezwingenden; in den Sechseck-Winkeln schreibe man „dhruva“, endend auf „ṅe“, und das Wort „āñjaneya“.
Wort für Wort
aṣṭacchadāntaḥ ṣaṭkoṇaṃ sādhyanāmasamanvitam
innerhalb eines achtblättrigen Lotos ein Sechseck, versehen mit dem Namen des zu Bezwingenden
ṣaṭkoṇeṣu dhruvaṃ ṅeṃtamāñjaneyapadaṃ likhet
in den Sechseck-Winkeln schreibe man „dhruva“, endend auf „ṅe“, das Wort „āñjaneya“
dhṛtvā mūrdhni japenmantramayutaṃ bandhamuktaye / / yantrametallikhitvā tu mṛttikopari mārjayet
trage man es auf dem Scheitel und wiederhole den Mantra zehntausendmal zur Befreiung aus Fesseln. Nachdem man dieses Yantra gezeichnet hat, wische man es auf Lehm wieder aus,
Wort für Wort
dhṛtvā mūrdhni japenmantramayutaṃ bandhamuktaye
trage man es auf dem Scheitel und wiederhole den Mantra zehntausendmal zur Befreiung aus Fesseln
yantrametallikhitvā tu mṛttikopari mārjayet
nachdem man dieses Yantra gezeichnet hat, wische man es auf Lehm wieder aus
mit der rechten Hand, der Mantra-Kundige, täglich, bis zum Abschluss des Maṇḍala-Ritus [?]; wenn dies getan ist, wird der Mantra-Kundige aus dem großen Kerker befreit.
Wort für Wort
dakṣahastena mantrajñaḥ pratyahaṃ maṇḍalā vadhi
mit der rechten Hand der Mantra-Kundige, täglich, bis zum Abschluss des Maṇḍala-Zeitraums [?]
evaṃ kṛte mahākārāgṛhānmantrī vimucyate
wenn dies getan ist, wird der Mantra-Kundige aus dem großen Kerker befreit
[?: „maṇḍalāvadhi“ (bis zum Ende des Maṇḍala) bezieht sich vermutlich auf einen festgelegten Zeitraum wiederholter Übung (Maṇḍala im Sinne einer 40- oder ähnlichen Tage währenden Übungsperiode); die genaue Dauer bleibt unbestimmt.]
danach „die kleine Fessel“ - so der Mantra mit der Silbenzahl von Veda (4) und Auge (2). Nachdem man diesen Mantra auf die rechte Hand geschrieben hat, wische man ihn mit der linken Hand
Wort für Wort
tataḥ śṛṅkhalikāṃ ceti vedanetrākṣaro manuḥ
danach „die kleine Fessel“ - so der Mantra mit der Silbenzahl von Veda und Auge
imaṃ mantraṃ dakṣakare likhitvā vāmahastataḥ
nachdem man diesen Mantra auf die rechte Hand geschrieben hat, [wische man ihn] mit der linken Hand
Seher usw., Verehrung usw. - dies alles vollziehe man für ihn wie zuvor. Hunderttausendmal sei die Wiederholung; mit einem Zehntel davon opfere man mit günstigen Substanzen.
Wort für Wort
munyādyarcādikaṃ sarvamasya pūrvavadācaret
Seher usw., Verehrung usw. - dies alles vollziehe man für ihn wie zuvor
lakṣaṃ japo daśāṃśena śubhairdravyaiśca homayet
hunderttausendmal sei die Wiederholung; mit einem Zehntel davon opfere man mit günstigen Substanzen
pucchākāre suvastre ca lekhanyā kṣurakotthayā / / gandhāṣṭakairlikhedvūpaṃ kapirājasya sundaram
In Schweifform, auf gutem Tuch, mit einem aus einer Rasiermesserklinge gefertigten Schreibgriffel, zeichne man mit den acht Wohlgerüchen das schöne Bildnis des Affenkönigs.
Wort für Wort
pucchākāre suvastre ca lekhanyā kṣurakotthayā
in Schweifform, auf gutem Tuch, mit einem aus einer Rasiermesserklinge gefertigten Schreibgriffel
gandhāṣṭakairlikhedvūpaṃ kapirājasya sundaram
zeichne man mit den acht Wohlgerüchen das schöne Bildnis des Affenkönigs
tanmadhye 'ṣṭadaśārṇaṃ tu śatrunāmānvitaṃ likhet / / tena mantrābhijaptena śirobaddhvena bhūmipaḥ
In dessen Mitte schreibe man den achtzehnsilbigen Mantra, versehen mit dem Namen des Feindes; mit diesem vom Mantra besprochenen Bildnis, am Haupt befestigt, wird der König
Wort für Wort
tanmadhye 'ṣṭadaśārṇaṃ tu śatrunāmānvitaṃ likhet
in dessen Mitte schreibe man den achtzehnsilbigen Mantra, versehen mit dem Namen des Feindes
tena mantrābhijaptena śirobaddhvena bhūmipaḥ
mit diesem vom Mantra besprochenen Bildnis, am Haupt befestigt, wird der König
dhvajamādāya mantrajñaḥ saṃsparśānmokṣaṇāvadhi / / mātṛkāṃ jāpayetpaścāddaśāṃśena ca homayet
nachdem der Mantra-Kundige die Fahne genommen hat, wiederhole man vom ersten Berühren bis zur Freilassung [?] die Mātṛkā (das Alphabet), und opfere danach ein Zehntel davon.
Wort für Wort
dhvajamādāya mantrajñaḥ saṃsparśānmokṣaṇāvadhi
nachdem der Mantra-Kundige die Fahne genommen hat, vom Berühren bis zur Freilassung [?]
mātṛkāṃ jāpayetpaścāddaśāṃśena ca homayet
wiederhole man die Mātṛkā, und opfere danach ein Zehntel davon
[?: „saṃsparśānmokṣaṇāvadhi“ (etwa: vom Berühren bis zur Entlassung) bezieht sich vermutlich auf die Dauer eines Feldzugs oder einer bestimmten Rezitationsphase; der genaue Rahmen bleibt unsicher.]
Beim Anblick jener auf dem Elefanten befindlichen Fahne fliehen die Feinde gewiss. Nun werde recht das großen Schutz gewährende Yantra Hanumāns verkündet.
Man zeichne einen achtblättrigen Lotos, dessen Mitte mit dem Namen des zu Bezwingenden versehen ist; nachdem man auf dem Blatt ein Achteck gezeichnet hat, umhülle man es mit dem Girlanden-Mantra.
Wort für Wort
likhedvasudalaṃ padmaṃ sādhyākhyāyutakarṇikam
man zeichne einen achtblättrigen Lotos, dessen Mitte mit dem Namen des zu Bezwingenden versehen ist
dale 'ṣṭakoṇamālikhya mālāmantreṇa veṣṭayet
nachdem man auf dem Blatt ein Achteck gezeichnet hat, umhülle man es mit dem Girlanden-Mantra
Außerhalb davon, mit der Māyā-Silbe umhüllt, vollziehe man die Lebenseinsetzung; dies alles geschrieben mit einem goldenen Griffel auf schöner Birkenrinde,
Wort für Wort
tadbahir māyayāveṣṭya prāṇasthāpanamācaret
außerhalb davon, mit der Māyā-Silbe umhüllt, vollziehe man die Lebenseinsetzung
likhitaṃ svarṇalekhanyā bhūrjapatre suśobhane
dies alles geschrieben mit einem goldenen Griffel auf schöner Birkenrinde
kāśmīrarocanābhyāṃ tu trilohena ca veṣṭitam / / sampātasādhitaṃ yantraṃ bhuje vā mūrdhni dhārayet
mit Safran und Gorocanā gezeichnet und mit drei Metallen umhüllt - das durch rituellen Niederfall (Sampāta) vollendete Yantra trage man am Arm oder am Scheitel.
Wort für Wort
kāśmīrarocanābhyāṃ tu trilohena ca veṣṭitam
mit Safran und Gorocanā gezeichnet und mit drei Metallen umhüllt
sampātasādhitaṃ yantraṃ bhuje vā mūrdhni dhārayet
das durch rituellen Niederfall vollendete Yantra trage man am Arm oder am Scheitel
Im Kampf, beim schlechten Würfelspiel, im Streit, im Rechtsstreit erlangt man den Sieg; durch Planetendämonen, Hindernisse, Gift, Waffen und Diebe wird man niemals überwältigt;
Wort für Wort
raṇe durodare vāde vyavahāre jayaṃ labhet
im Kampf, beim schlechten Würfelspiel, im Streit, im Rechtsstreit erlangt man den Sieg
nachdem man alle Krankheiten abgewehrt hat, lebt man lange, hundert Jahre. – „Der Himmelsraum“ (Null), verbunden mit den sechs langen Vokalen, „Agni“ genannt, vom Praṇava umschlossen,
Wort für Wort
sarvānro gānapākṛtya ciraṃ jīvecchataṃ samāḥ
nachdem man alle Krankheiten abgewehrt hat, lebt man lange, hundert Jahre
ṣaḍdīrghayuktaṃ gagana vahnyākhyaṃ tārasaṃpuṭam
„der Himmelsraum“, verbunden mit den sechs langen Vokalen, „Agni“ genannt, vom Praṇava umschlossen
dieser große Mantra ist achtsilbig; nun wird der Girlanden-Mantra verkündet: den Praṇava, dann „Vajrakāya“ (Diamantleibiger), „Vajratuṇḍa“ (Diamantschnäbliger) rezitiere man,
Wort für Wort
aṣṭārṇo 'yaṃ mahāmantro mālāmantro 'tha kathyate
dieser große Mantra ist achtsilbig; nun wird der Girlanden-Mantra verkündet
praṇavo vajrakāyeti vajratuṇḍeti saṃpaṭhet
den Praṇava, dann „Vajrakāya“, „Vajratuṇḍa“ rezitiere man
kapilānte piṅgaleti urddhvakeśamahāpadam / / balaraktamukhānte tu taḍijjihva mahā tataḥ
endend auf „Kapila“ (braungelb), „Piṅgala“ (rotbraun), „mit aufgerichtetem Haar“, das große Wort; endend auf „stark, rotmündig“ aber, sodann „Blitzzüngiger“, „groß“,
Wort für Wort
kapilānte piṅgaleti urddhvakeśamahāpadam
endend auf „Kapila“, „Piṅgala“, „mit aufgerichtetem Haar“, das große Wort
balaraktamukhānte tu taḍijjihva mahā tataḥ
endend auf „stark, rotmündig“ aber, sodann „Blitzzüngiger“, „groß“
danach „mit schrecklichen, gewaltigen Reißzähnen“, ein Paar „ka-ha“, „furchtbar“; „mit gewaltig festem Schlag“ - danach, nach „die Tötung des Herrn von Laṅkā“,
Wort für Wort
raudradaṃṣṭrotkaṭaṃ paścātkahadvandvaṃ karāliti
danach „mit schrecklichen, gewaltigen Reißzähnen“, ein Paar „ka-ha“, „furchtbar“
mahadṛḍhaprahāreṇa laṅkeśvaravadhāttataḥ
„mit gewaltig festem Schlag“ - danach, nach „die Tötung des Herrn von Laṅkā“
„Vāyu“ (Wind), das Wort „großer Damm“, endend auf „Bindung“ (Setu-Bau), und wiederum „groß“; „Berg“, „Strom“, „Himmelswandler“ - man spreche „komm her, komm her“ aus.
Wort für Wort
vāyurmahāsetupadaṃ bandhānte ca mahā punaḥ
„Vāyu“, das Wort „großer Damm“, endend auf „Bindung“, und wiederum „groß“
śailapravāha gaganecara ehyehi saṃvadet
„Berg“, „Strom“, „Himmelswandler“ - man spreche „komm her, komm her“ aus
endend auf „Herr, große Kraft“ spreche man das Wort „Tapferkeit“ aus; „Bhairava“, „befiehl!“, „komm her, komm her“, danach das Wort „sehr schrecklich“,
Wort für Wort
bhagavanmahābalānte parākramapadaṃ vadet
endend auf „Herr, große Kraft“ spreche man das Wort „Tapferkeit“ aus
bhairavājñāpayaihyehi mahāraudrapadaṃ tataḥ
„Bhairava“, „befiehl!“, „komm her, komm her“, danach „sehr schrecklich“
endend auf die Silbe „langschweifig“ spreche man „umschlinge den Feind“ aus; nachdem man das Paar „zermalme“ ausgesprochen hat, gilt der Mantra, endend mit Kavaca und Astra, als vollendet.
Wort für Wort
dīrghapucchena varṇānte vadedveṣṭaya vairiṇam
endend auf die Silbe „langschweifig“ spreche man „umschlinge den Feind“ aus
jaṃbhayadvayamābhāṣya varmāstrānto manurmataḥ
nachdem man das Paar „zermalme“ ausgesprochen hat, gilt der Mantra, endend mit Kavaca und Astra, als vollendet
mālāhvayo dvijaśreṣṭha śaranetradharākṣaraḥ / / mālāmantrāṣṭārṇayośca munyādyarcā tu pūrvavat
„Girlanden-Mantra“ genannt, o bester der Zweifachgeborenen - er hat die Silbenzahl von Pfeil, Auge und Erde [?]. Für den Girlanden-Mantra und den Achtsilbigen gelten Seher usw., Verehrung, wie zuvor.
Wort für Wort
mālāhvayo dvijaśreṣṭha śaranetradharākṣaraḥ
„Girlanden-Mantra“ genannt, o bester der Zweifachgeborenen - Silbenzahl von Pfeil, Auge und Erde [?]
mālāmantrāṣṭārṇayośca munyādyarcā tu pūrvavat
für den Girlanden-Mantra und den Achtsilbigen gelten Seher usw., Verehrung, wie zuvor
[?: Die zahlensymbolische Angabe „śaranetradharākṣaraḥ“ (Pfeil=5, Auge=2, Erde=1) lässt sich nicht eindeutig in eine bestimmte Gesamt-Silbenzahl auflösen.]
wiederholt, gewährt er im Kampf den Sieg, bei Krankheit vernichtet er die Krankheit. Wer, ein Mantra-Kundiger, so den Sohn des Windes, den Affenfürsten, verehrt,
Wort für Wort
japto yuddhe jayaṃ dadyādvyādhau vyādhivināśanaḥ
wiederholt, gewährt er im Kampf den Sieg, bei Krankheit vernichtet er die Krankheit
evaṃ yo bhajate mantrī vāyuputraṃ kapīśvaram
wer, ein Mantra-Kundiger, so den Sohn des Windes, den Affenfürsten, verehrt